Bukowina: Unterschied zwischen den Versionen
Zur Navigation springen
Zur Suche springen
Remora (Diskussion | Beiträge) K |
Klee96 (Diskussion | Beiträge) (linkfix) |
||
| (11 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| + | [[Datei:Wappen Herzogtum Bukowina.png|mini|Wappen Herzogtum Bukowina]] | ||
Die '''Bukowina''', deutsch auch Buchenland, rumänisch Bucovina, ukrainisch Bukowyna, ist eine historische Landschaft im Grenzraum zwischen Mittel-, Südost- und Osteuropa. | Die '''Bukowina''', deutsch auch Buchenland, rumänisch Bucovina, ukrainisch Bukowyna, ist eine historische Landschaft im Grenzraum zwischen Mittel-, Südost- und Osteuropa. | ||
== Geografie == | == Geografie == | ||
| − | Die nördliche Hälfte gehört zur [[Ukraine]] und ist Teil der Oblast<ref>Oblast ist die Bezeichnung für einen größeren Verwaltungsbezirk in [[Bulgarien]], Kasachstan, Kirgisistan, [[Russland]], der Ukraine und Weißrussland.</ref> Tscherniwzi. Die südliche Hälfte gehört zu [[Rumänien]] und ist Teil des Kreises Suceava. Hier liegen auch die Moldauklöster, die zum [[Weltkulturerbe]] der [[UNESCO]] zählen. | + | Die nördliche Hälfte gehört zur [[Ukraine]] und ist Teil der Oblast<ref>Oblast ist die Bezeichnung für einen größeren Verwaltungsbezirk in [[Bulgarien]], Kasachstan, Kirgisistan, [[Russland]], der [[Ukraine]] und Weißrussland.</ref> Tscherniwzi. Die südliche Hälfte gehört zu [[Rumänien]] und ist Teil des Kreises Suceava. Hier liegen auch die Moldauklöster, die zum [[Weltkulturerbe]] der [[UNESCO]] zählen. |
Die Bukowina sowie das südöstlich davon liegende [[Bessarabien]] war jahrhundertelang ein Teil des historischen Fürstentums Moldau, von [[1775]] bis [[1918]] gehörte das Gebiet mit seiner multiethnischen Bevölkerung zur [[Habsburgermonarchie]]. Im Nordwesten liegt Ost[[galizien]], im Südwesten [[Siebenbürgen]]. | Die Bukowina sowie das südöstlich davon liegende [[Bessarabien]] war jahrhundertelang ein Teil des historischen Fürstentums Moldau, von [[1775]] bis [[1918]] gehörte das Gebiet mit seiner multiethnischen Bevölkerung zur [[Habsburgermonarchie]]. Im Nordwesten liegt Ost[[galizien]], im Südwesten [[Siebenbürgen]]. | ||
== Die Bukowina und Salzburg == | == Die Bukowina und Salzburg == | ||
| − | * [[Anton Graf Kinsky]] (* [[25. Mai]] [[1774]]; † [[31. Jänner]] [[1864]] in [[Wien]]) war Stadt- und [[Festung Hohensalzburg|Festungs]]<nowiki>kommandant</nowiki> von [[Salzburg]] und [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]]. Nach zehn Jahren in Salzburg folgte [[1830]] seine Berufung als Militärkommandant der Bukowina nach Czernowitz (heute Chernovtsy in der Ukraine). | + | * [[Anton Graf Kinsky]] (* [[25. Mai]] [[1774]]; † [[31. Jänner]] [[1864]] in [[Wien]]) war Stadt- und [[Festung Hohensalzburg|Festungs]]<nowiki>kommandant</nowiki> von der [[Stadt Salzburg]] und [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg]]. Nach zehn Jahren in Salzburg folgte [[1830]] seine Berufung als Militärkommandant der Bukowina nach Czernowitz (heute Chernovtsy in der Ukraine). |
* [[Hofrat]] [[Karl Myrbach von Rheinfeld]] (* [[23. Juli]] [[1856]]; † ) war [[Landeshauptmann-Stellvertreter|Landespräsident-Stellvertreter]] des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburg]]. Sein Vater Franz Xaver Myrbach von Rheinfeld (* 1818; † 1882) war Landespräsidenten der Bukowina. | * [[Hofrat]] [[Karl Myrbach von Rheinfeld]] (* [[23. Juli]] [[1856]]; † ) war [[Landeshauptmann-Stellvertreter|Landespräsident-Stellvertreter]] des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburg]]. Sein Vater Franz Xaver Myrbach von Rheinfeld (* 1818; † 1882) war Landespräsidenten der Bukowina. | ||
* Dr. [[Hans Seutter von Loetzen]] (* [[1. September]] [[1864]] in [[Wien]]; † [[12. Juli]] [[1907]]) war von [[1906]] bis 1907 [[Bezirkshauptmann]] von [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See|Zell am See]]. Zuvor war er bereits Bezirkshauptmann in der Bukowina gewesen. | * Dr. [[Hans Seutter von Loetzen]] (* [[1. September]] [[1864]] in [[Wien]]; † [[12. Juli]] [[1907]]) war von [[1906]] bis 1907 [[Bezirkshauptmann]] von [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See|Zell am See]]. Zuvor war er bereits Bezirkshauptmann in der Bukowina gewesen. | ||
* Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] war das Lager II im [[Lager Niederalm]] für Flüchtlinge aus den Gebieten der östlichen [[Habsburgermonarchie|Donaumonarchie]] (der Kronländer [[Galizien]] und Bukowina]) vorgesehen. | * Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] war das Lager II im [[Lager Niederalm]] für Flüchtlinge aus den Gebieten der östlichen [[Habsburgermonarchie|Donaumonarchie]] (der Kronländer [[Galizien]] und Bukowina]) vorgesehen. | ||
| − | * Am [[19. November]] [[1941]] begrüßte [[Gauleiter]] [[Friedrich Rainer]] die ersten 494 | + | * Am [[19. November]] [[1941]] begrüßte [[Gauleiter]] [[Friedrich Rainer]] die ersten 494 "[[volksdeutsche]]n" "Rückwanderer" aus der Bukowina in Salzburg, sie wurden im [[Lager Niederalm]] untergebracht. Am [[10. Jänner]] [[1942]] übergab das Reichsbahn-Betriebsamt Salzburg die ersten zehn Wohnungen für beim Betriebsamt beschäftigte Umsiedler aus der Bukowina. |
| − | * [[Margarete | + | * [[Margarete Wraubek]], ein aus Salzburg deportiertes [[NS-Opfer|Opfer]] des [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Regimes, war mit Friedrich Wraubeck (* [[26. November]] [[1858]] in Gurahumora, Bukowina) verheiratet und lebte bis zu ihrer Deportation in der [[Stadt Salzburg]]. |
* Die [[Buchenländerstraße]] in der [[Stadt Salzburg]] wurde nach der (volksdeutschen) Volksgruppe der (Bukowinadeutschen oder) Buchenländer benannt. | * Die [[Buchenländerstraße]] in der [[Stadt Salzburg]] wurde nach der (volksdeutschen) Volksgruppe der (Bukowinadeutschen oder) Buchenländer benannt. | ||
| Zeile 19: | Zeile 20: | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
* {{wikipedia-de}} | * {{wikipedia-de}} | ||
| − | * | + | * SALZBURGWIKI-Einträge |
== Einzelnachweis == | == Einzelnachweis == | ||
<references/> | <references/> | ||
| + | [[Kategorie:Wissenschaft]] | ||
[[Kategorie:Geografie]] | [[Kategorie:Geografie]] | ||
[[Kategorie:Ort (Rest der Welt)]] | [[Kategorie:Ort (Rest der Welt)]] | ||
| + | [[Kategorie:Ukraine]] | ||
| + | [[Kategorie:Rumänien]] | ||
Aktuelle Version vom 15. Oktober 2025, 19:17 Uhr
Die Bukowina, deutsch auch Buchenland, rumänisch Bucovina, ukrainisch Bukowyna, ist eine historische Landschaft im Grenzraum zwischen Mittel-, Südost- und Osteuropa.
Geografie
Die nördliche Hälfte gehört zur Ukraine und ist Teil der Oblast[1] Tscherniwzi. Die südliche Hälfte gehört zu Rumänien und ist Teil des Kreises Suceava. Hier liegen auch die Moldauklöster, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen.
Die Bukowina sowie das südöstlich davon liegende Bessarabien war jahrhundertelang ein Teil des historischen Fürstentums Moldau, von 1775 bis 1918 gehörte das Gebiet mit seiner multiethnischen Bevölkerung zur Habsburgermonarchie. Im Nordwesten liegt Ostgalizien, im Südwesten Siebenbürgen.
Die Bukowina und Salzburg
- Anton Graf Kinsky (* 25. Mai 1774; † 31. Jänner 1864 in Wien) war Stadt- und Festungskommandant von der Stadt Salzburg und Ehrenbürger der Stadt Salzburg. Nach zehn Jahren in Salzburg folgte 1830 seine Berufung als Militärkommandant der Bukowina nach Czernowitz (heute Chernovtsy in der Ukraine).
- Hofrat Karl Myrbach von Rheinfeld (* 23. Juli 1856; † ) war Landespräsident-Stellvertreter des Herzogtums Salzburg. Sein Vater Franz Xaver Myrbach von Rheinfeld (* 1818; † 1882) war Landespräsidenten der Bukowina.
- Dr. Hans Seutter von Loetzen (* 1. September 1864 in Wien; † 12. Juli 1907) war von 1906 bis 1907 Bezirkshauptmann von Zell am See. Zuvor war er bereits Bezirkshauptmann in der Bukowina gewesen.
- Während des Ersten Weltkriegs war das Lager II im Lager Niederalm für Flüchtlinge aus den Gebieten der östlichen Donaumonarchie (der Kronländer Galizien und Bukowina]) vorgesehen.
- Am 19. November 1941 begrüßte Gauleiter Friedrich Rainer die ersten 494 "volksdeutschen" "Rückwanderer" aus der Bukowina in Salzburg, sie wurden im Lager Niederalm untergebracht. Am 10. Jänner 1942 übergab das Reichsbahn-Betriebsamt Salzburg die ersten zehn Wohnungen für beim Betriebsamt beschäftigte Umsiedler aus der Bukowina.
- Margarete Wraubek, ein aus Salzburg deportiertes Opfer des nationalsozialistischen Regimes, war mit Friedrich Wraubeck (* 26. November 1858 in Gurahumora, Bukowina) verheiratet und lebte bis zu ihrer Deportation in der Stadt Salzburg.
- Die Buchenländerstraße in der Stadt Salzburg wurde nach der (volksdeutschen) Volksgruppe der (Bukowinadeutschen oder) Buchenländer benannt.
Quellen
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Bukowina"
- SALZBURGWIKI-Einträge