Volksschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Volksschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck''' ist eine private [[Salzburger Volksschulen|Grundschule]] der [[Franziskanerinnen von Vöcklabruck]] in der [[Neustadt]] der [[Stadt Salzburg]] an der [[Schwarzstraße]].
'''Volksschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck''' war eine private [[Salzburger Volksschulen|Grundschule]] der [[Franziskanerinnen von Vöcklabruck]] in der [[Neustadt]] der [[Stadt Salzburg]] an der [[Schwarzstraße]].


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Die Volksschule der Franziskanerinnen wurde [[1905]] als Private Mädchen-Volksschule gegründet.
Die Volksschule der Franziskanerinnen wurde [[1905]] als Private Mädchen-Volksschule gegründet.


==== 2019: Verkauf dieser Liegenschaft und neue Standortplanung ====
Im Mai [[1948]] wurde folgenden Salzburger Privatschulen das Öffentlichkeitsrecht vorläufig bis zum Ende des Schuljahres [[1947]]/48 verliehen:  
Am [[26. März]] [[2019]] gaben die Franziskanerinnen von Vöcklabruck bekannt, dass der Orden seine zwei Schulen in der Stadt Salzburg schließen werde: Im Juni [[2023]] werde der Betrieb der Volksschule eingestellt und im Juni [[2024]] jener der [[Private Bildungsanstalt für Elementarpädagogik Salzburg|Bildungsanstalt für Elementarpädagogik]] (BAfEP) samt Hort und Praxiskindergarten. Dem Orden fehle bei einem Altersdurchschnitt von 77 Jahren der Nachwuchs, hieß es. Bekannt wurde zugleich, dass es Verwertungspläne für das Areal zwischen Schwarzstraße und [[Elisabethkai]] gibt und dass der Orden ein Baurecht vergeben will, um Wohnungen und ein Studentenheim bauen zu lassen und auf diese Weise die Altersvorsorge der damals 140 großteils pflegebedürftigen Schwestern zu sichern.
* der Volksschule für Mädchen der Vöcklabrucker Schulschwestern in der Stadt Salzburg, Schwarzstraße 35,
* der Volksschule für Mädchen der [[Barmherzige Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul|Barmherzigen Schwestern vom hl. Vin­zenz von Paul]] in [[Bramberg am Wildkogel]] im [[Pinzgau]], 
* der Volksschule für Mädchen (Hilfsschule) der [[Caritas Dorf St. Anton|Caritas in St. Anton]], Gemeinde [[Bruck an der Glocknerstraße]],  
* der Hauptschule für Mädchen der Vöckla­brucker Schulschwestern in der Stadt Salzburg, Schwarz­straße 35,
* der [[Private Mittelschule Goldenstein|Hauptschule für Mädchen]] der [[Augustiner-Chorfrauen|Chorfrauen vom hl. Augustinus]] in [[Schloss Goldenstein]] in [[Elsbethen]],
* dem [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Fürsterzbischöflichen Gym­nasium Borromäum]] in Salzburg-[[Parsch]],
* dem [[Missionsprivatgymnasium St. Rupert|Gymnasium St. Rupert]] der [[Missionshaus St. Rupert|Missionsgesellschaft St. Gabriel-Mödling]] in Bischofshofen,
* der [[Private Bildungsanstalt für Elementarpädagogik Salzburg|Bildungs­anstalt für Kindergärtnerinnen]] der Vöckla­brucker Schulschwestern in der Stadt Salzburg, Schwarz­straße 35 und  
* der Bildungsanstalt für Handarbeits­lehrerinnen der Schulschwestern in Salzburg, Schwarzstraße 35.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svz&datum=19480511&query=%22V%c3%b6cklabrucker+Schulschwestern%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], "[[Salzburger Volkszeitung]]", Ausgabe vom 11. Mai 1948, Seite 3</ref>


Drei Tage später erklärte sich die [[Erzdiözese Salzburg]] grundsätzlich bereit, die Trägerschaft für beide Schulen zu übernehmen. Auch der damalige [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] ([[ÖVP]]) und [[Vizebürgermeister]] [[Bernhard Auinger (Politiker)|Bernhard Auinger]] ([[SPÖ]]) bekundeten, sich für den Erhalt der Schule einsetzen zu wollen. Sie plädierten für den Erhalt der Volksschule am Standort und für eine Teilung der Liegenschaft. Erwogen wurde auch, dass die [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadtgemeinde]] die Trägerschaft übernimmt. Zugleich erfolgte im April 2019 eine Variantenuntersuchung durch die Erzdiözese bezüglich der Übernahme der Trägerschaft beider Schulen am Standort Schwarzstraße und/oder in Kombination auf dem [[Areal des neuen Borromäums Salzburg]] in [[Parsch]]. Planungsstudien wurden beauftragt. Es zeigte sich, dass die Übernahme beider Schulen nicht finanzierbar war und dass das Borromäum-Areal für beide Schulen zu klein ist. Daher folgten weitere Planungen zur Integration der BAfEP auf dem Areal des Borromäum. Dort wird die BAfEP seit Juni 2023 neu gebaut (Datenstand Februar 2025).
=== 2019: Verkauf des Schulareals und erste Planung für einen Neubau ===


Am [[29. April]] 2019 schloss der Orden der Franziskanerinnen von Vöcklabruck einen Kaufvertrag mit dem [[Benediktinerstift Admont]]. Das Stift erwarb die Hälfte der Liegenschaft um 3,2 Millionen Euro.
Am [[26. März]] [[2019]] kündigten die Franziskanerinnen von Vöcklabruck die Schließung ihrer Schulen an (Volksschule 2023, BAfEP 2024) und planten die Verwertung des Areals zwischen Schwarzstraße und [[Elisabethkai]]. Die [[Erzdiözese Salzburg]] sowie [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner|Preuner]] ([[ÖVP]]) und [[Vizebürgermeister]] [[Bernhard Auinger (Politiker)|Auinger]] ([[SPÖ]]) signalisierten Interesse an einer Weiterführung. Variantenprüfungen zeigten jedoch, dass eine Übernahme beider Schulen finanziell nicht möglich war.  


Mitte November 2019 hieß es nach einem Termin bei [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]] (ÖVP), die Franziskanerinnen hätten einen Lösungsansatz präsentiert. Es werde bis [[30. Juni]] [[2020]] geprüft, ob die Volksschule ins Gebäude der benachbarten BAfEP übersiedelt und nur rund zwei Drittel der Fläche mit Wohnungen verbaut werden. Im Gegenzug würde die Stadt eine höhere Dichte beim Wohnbau ermöglichen, von einem Potenzial für 200 Wohnungen war im [[Magistrat der Stadt Salzburg|Magistrat]] die Rede.
Für die BAfEP wurden von Juni 2023 bis Sommer [[2025]] auf dem Gelände des [[Bildungscampus Borromäum Salzburg|Bildungscampus Borromäum]] in [[Parsch]] neue Gebäude errichtet.


Am [[20. Dezember]] 2019 unterbreitete die Erzdiözese Salzburg in Person von [[Erzbischof]] [[Franz Lackner (Erzbischof)|Franz Lackner]] den Franziskanerinnen das Angebot, die gesamte Liegenschaft um acht Millionen Euro zu erwerben. Am [[22. Jänner]] [[2020]] antwortete der Orden, der Verkauf stehe nicht zur Diskussion.
Am [[29. April]] 2019 verkaufte der Orden die Hälfte der Liegenschaft um 3,2 Millionen Euro an das [[Benediktinerstift Admont]]. Weitere Gespräche über eine Gesamtlösung blieben ohne Ergebnis.


==== 2020: Die Franziskanerinnen teilen der Bildungsdirektion offiziell mit, dass die Schule mit Ende des Schuljahrs 2024/2025 geschlossen werde ====
Am [[30. Juni]] [[2020]] teilten die Franziskanerinnen der Bildungsdirektion die Schließung mit Ende des Schuljahres [[2024]]/[[2025]] mit. [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadt]] und [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]] prüften Modelle zur Weiterführung; das Stift Admont bot Grund und Boden kostenfrei an, die Erzdiözese die Trägerschaft ohne Zuschüsse.
Im Jänner 2020 wurde erneut über die Zukunft der Schulen diskutiert, Auinger sagte, die Stadt würde sich für den Fall, dass die Erzdiözese die Trägerschaft nicht übernehme, imstande sehen, dass die Stadt einspringt und die Schule im Verbund mit der [[Volksschule Campus Mirabell]] betreibt. Am [[7. Mai]] 2020 sicherte die Erzdiözese in einem Gespräch mit Preuner und Haslauer zu, die Erzdiözese übernehme die Trägerschaft, sofern der Neubau der Schule von Stadt und Land finanziert werde.


Am [[30. Juni]] 2020 teilten die Franziskanerinnen der Bildungsdirektion offiziell mit, dass die Schulen mit Ende des Schuljahrs [[2024]]/[[2025]] geschlossen werden. Am [[16. Oktober]] 2020 schrieb Auinger an Haslauer, das Stift Admont würde Grund und Boden an der Schwarzstraße kostenfrei zur Verfügung stellen. Die Schulkosten seien von Stadt und Land zu übernehmen, die Erzdiözese übernehme die Trägerschaft ohne finanzielle Zuschüsse.
Eine Absichtserklärung zur Übernahme durch die Erzdiözese scheiterte [[2021]] an deutlich höheren Kosten.


==== Entwicklung 2021 ====
Auinger erklärte [[2022]], eine zusätzliche Volksschule könne sein Ressort nicht mitfinanzieren; in den städtischen Schulen seien Plätze frei. Bildungs[[landesrätin]] [[Daniela Gutschi|Gutschi]] vermittelte, im November demonstrierten rund 600 Unterstützer für den Erhalt.
Im Juli [[2021]] gab es eine Absichtserklärung der Erzdiözese bei Finanzierung mit Stadt und Land, in der Folge wurden die Kosten wesentlich höher als angenommen, die Finanzierung scheiterte.


==== Entwicklung 2022 ====
=== 2023: Neubaulösung ===
Im September [[2022]] vollzog Auinger eine Kehrtwende. Er betonte, das Stift Admont habe bei den politischen Vertretern der Stadt um eine Bedarfsauskunft für die Volksschule gebeten. Er sei nicht gegen die Volksschule Schwarzstraße, habe aber mitgeteilt, dass ein Kindergarten Priorität habe und aus seinem Ressort eine zusätzliche Volksschule nicht mitfinanziert werden könne, sagte Auinger. In den städtischen Volksschulen seien Plätze frei.


Im Oktober 2022 schaltete sich vermittelnd Bildungs[[landesrätin]] [[Daniela Gutschi]] (ÖVP) ein. Um ein Zeichen zu setzen, zogen im November zum Fest des hl. [[Martinstag|Martin]] rund 600 Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Unterstützer der Volksschule durch die [[Altstadt]].
Im April [[2023]] präsentierten Gutschi, Auinger und der Bauträger [[planquadrat]] einen Neubauplan auf dem Areal des ehemaligen [[Kloster St. Josef|Klosters St. Josef]] in [[Nonntal]]. Das Projekt war jedoch finanziell und vertraglich nicht gesichert; die öffentliche Hand hätte zwei Drittel der Kosten getragen.


Am [[1. Dezember]] 2022 lud Gutschi zu einem runden Tisch, an dem auch die Erzdiözese teilnahm.
=== 2024/2025: Ende der Rettungsversuche und Übergangslösung ===


==== 2023: Eine Neubaulösung wird geplant ====
Gespräche mit dem Stift Admont scheiterten Anfang [[2025]] an Bedingungen zu Bebauungsplan, Baubewilligung und Pacht. Mitte Februar 2025 wurde eine Übergangslösung gefunden: Die Erzdiözese übernahm ab 2025/2026 die Trägerschaft, Stadt und Land tragen gemeinsam mit der Erzdiözese die ungedeckten Kosten. Ab 2026/[[2027]] wurden die vier verbleibenden Klassen in Räumen der Erzdiözese weitergeführt; am Standort Schwarzstraße war kein Verbleib möglich. Neuaufnahmen in die erste Klasse erfolgen nicht mehr.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/volksschule-schwarzstrasse-loesung-fuer-weiterbestand-gefunden-zumindest-vorerst-173893366 20. Februar 2025]</ref>
Zehn Tage vor den [[Landtagswahl 2023|Landtagswahl]] am [[23. April]] [[2023]] verkündeten Gutschi und Auinger gemeinsam mit [[Thomas Hofer]], dem Miteigentümer des Immobilienentwicklers [[planquadrat]], den "Rettungsplan" für die Volksschule. Stadt und Land sicherten je drei Millionen Euro zu. Gutschi startete auch Gespräche mit dem Bund. Die Lösung sah vor, dass planquadrat die Schule auf dem Areal des ehemaligen [[Kloster St. Josef|Klosters St. Josef]] der [[Kongregation Unserer Frau von der Liebe des Guten Hirten]] an der [[Hellbrunner Straße]] [[Neu- und Umbauten auf dem Gelände des ehemaligen Klosters St. Josef|neu baut]]. planquadrat ist Eigentümer der Liegenschaft. Darauf befindet sich auch die Ordensschule, das [[Ausbildungszentrum St. Josef]] (ABZ). Im Kaufvertrag mit den Schwestern hatte sich planquadrat verpflichtet, die Schule am Areal zu erhalten. Laut Rettungsplan sollte das ABZ nun aber neben die [[caritas.schule]] in die [[Eduard-Heinrich-Straße]] übersiedeln. Allerdings war dieses "Schulkarussell" zu diesem Zeitpunkt weder finanziell noch vertraglich unter Dach und Fach. Zum Schluss hätte die öffentliche Hand nun zwei Drittel der 18 Mill. Euro übernommen. Die Erzdiözese hätte 3,6 Millionen beigesteuert, die Schwestern vom Guten Hirten 1 Million Euro.


==== 2024: Aus für die Neubaulösung und Diskussionen mit dem Stift Admont ====
=== Neubauprojekt des Stifts Admont ===
Ende Jänner [[2024]] setzte sich Haslauer beim <span style="color:green">Abt</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Äbte des Benediktinerstifts Admont|Äbte des Benediktinerstifts Admont]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> des Stiftes Admont <span style="color:green">Gerhard Hafner</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Gerhard Hafner|Gerhard Hafner]]</ref> für den weiteren Verbleib der Schule an der Schwarzstraße um ein Jahr ein. Der Wirtschaftsdirektor des Stifts <span style="color:green">Franz Pichler</span><ref>siehe Ennstalwiki → [[enns:Franz Pichler|Franz Pichler]]</ref> knüpfte dies am [[4. Februar]] 2024 an Bedingungen. So forderte er von der Stadt Salzburg den Beschluss des Bebauungsplans der erweiterten Grundstufe bis spätestens Ende April 2025 und eine rechtskräftige Baubewilligung für das Hauptprojekt bis spätestens Ende August 2025. Zudem müsse garantiert werden, dass mit [[1. August]] [[2026]] mit dem Abbruch und der Errichtung der Wohnungen begonnen werden könne. Der Elternverein hätte den neuen Pachtvertrag schließen müssen. Statt wie bisher einem Euro/Quadratmeter hätte er jedoch fünf Euro bezahlen müssen. Pichler beruft sich auf einen Vertrag aus [[2018]], wonach die Miete auf fünf Euro steigt, sobald die Schule über 2025 hinaus genutzt wird. Er habe dem Elternverein am [[6. Februar]] 2024 in der Früh in Aussicht gestellt, entsprechend der finanziellen Leistbarkeit noch zu verhandeln, sagt Pichler. Aufgrund der unerfüllbaren Bedingungen verkündeten Gutschi und Auinger am Donnerstagabend, den [[6. Februar]] [[2025]], das Scheitern des Rettungsversuchs.


Mitte Februar 2025 wurde dann doch noch eine Lösung für das Schuljahr 2025/2026 gefunden. Die Erzdiözese Salzburg übernimmt mit diesem Schuljahr die Trägerschaft der Schule und ermöglicht so eine geordnete Fortführung. Die nicht von Schulgeldern abgedeckten Kosten für das Schuljahr 2025/2026 werden zu gleichen Teilen von der Erzdiözese sowie von der Stadt und dem Land Salzburg getragen. Ab dem Schuljahr 2026/2027 werden die verbleibenden vier Klassen – gemeinsam mit ihren Lehrpersonen und im vertrauten Klassenverband – in geeigneten Räumlichkeiten der Erzdiözese in der Stadt Salzburg weitergeführt. Der Verbleib am Standort Schwarzstraße wird nach dem Schuljahr 2025/2026 nicht möglich sein. Auch eine Neuaufnahme von Schülern in der ersten Klasse kann ab sofort nicht mehr stattfinden, zudem wird ab dem Schuljahr 2025/2026 keine erste Klasse mehr gebildet.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/volksschule-schwarzstrasse-loesung-fuer-weiterbestand-gefunden-zumindest-vorerst-173893366 20. Februar 2025]</ref>
Das Stift Admont plant auf dem Areal 130 frei finanzierte Mietwohnungen. Das historische Schulgebäude bleibt erhalten und soll Wohnungen und einen Kindergarten aufnehmen; die Kapelle wird zu einem Café umgenutzt. Das von Berger+Parkkinen entwickelte Projekt wird trotz SVK‑Vorgaben städtebaulich und architektonisch kritisiert.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/mietwohnungen-salzburger-bestlage-so-plaene-stift-admont-174052930 www.sn.at], 24. Februar 2025</ref>


Auf der Liegenschaft in Bestlage zwischen Schwarzstraße und [[Elisabethkai]] will das Stift Admont 130 frei finanzierte Mietwohnungen bauen. Im gründerzeitlichen Volksschulgebäude, das erhalten bleibt, sind Wohnungen und auf Wunsch der Stadtgemeinde Salzburg ein Kindergarten geplant. In die Kapelle, die nicht mehr sakral genutzt wird, soll ein Café einziehen. Das Projekt wurde von den Wiener Architektenbüros Berger+Parkkinen in den vergangenen Jahren nach einem Bürgerbeteiligungsprozess gemäß den Vorgaben der [[Sachverständigenkommission für die Altstadterhaltung in Salzburg]] (SVK) entwickelt. Allerdings werde das Projekt diesem attraktiven Bauplatz weder städtebaulich noch architektonisch gerecht lautet Kritik am Projekt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/mietwohnungen-salzburger-bestlage-so-plaene-stift-admont-174052930 www.sn.at], 24. Februar 2025</ref>
Anfang Oktober [[2026]] wurde mit dem Abriss der alten Gebäude begonnen.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/bagger-rollen-abriss-der-volksschule-schwarzstrasse-hat-begonnen-art-340505 7. Oktober 2026]</ref>


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== Schulleiter ==
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* 194x–1951: Anna Kofler
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* 199x–2004: Theresia Six (Schwester Joanella)
* 199x–2004: Theresia Six (Schwester Joanella)
* [[2004]]–2020: Elisabeth Schneider-Brandauer
* [[2004]]–2020: Elisabeth Schneider-Brandauer
* seit [[2020]]: [[Christoph Sebald]]
* [[2020]]–2026: [[Christoph Sebald]]


== Quellen ==
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Aktuelle Version vom 7. Oktober 2026, 16:46 Uhr

Geschlossen
geschlossen  Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte.
Schulbild
Bildmitte in dem weißen Eckgebäude befindet sich die Volksschule.
Schuldaten[1]
Schulkennzahl: 501221
Name der Schule: Volksschule der
Franziskanerinnen von Vöcklabruck
Adresse: Schwarzstraße 35
5020 Salzburg
Website: www.vs-franziskanerinnen.salzburg.at
E-Mail: vs-franziskanerinnen@salzburg.at
Telefon: (06 62) 87 40 16
Direktorin: Christoph Sebald

Volksschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck war eine private Grundschule der Franziskanerinnen von Vöcklabruck in der Neustadt der Stadt Salzburg an der Schwarzstraße.

Geschichte

Die Volksschule der Franziskanerinnen wurde 1905 als Private Mädchen-Volksschule gegründet.

Im Mai 1948 wurde folgenden Salzburger Privatschulen das Öffentlichkeitsrecht vorläufig bis zum Ende des Schuljahres 1947/48 verliehen:

2019: Verkauf des Schulareals und erste Planung für einen Neubau

Am 26. März 2019 kündigten die Franziskanerinnen von Vöcklabruck die Schließung ihrer Schulen an (Volksschule 2023, BAfEP 2024) und planten die Verwertung des Areals zwischen Schwarzstraße und Elisabethkai. Die Erzdiözese Salzburg sowie Bürgermeister Preuner (ÖVP) und Vizebürgermeister Auinger (SPÖ) signalisierten Interesse an einer Weiterführung. Variantenprüfungen zeigten jedoch, dass eine Übernahme beider Schulen finanziell nicht möglich war.

Für die BAfEP wurden von Juni 2023 bis Sommer 2025 auf dem Gelände des Bildungscampus Borromäum in Parsch neue Gebäude errichtet.

Am 29. April 2019 verkaufte der Orden die Hälfte der Liegenschaft um 3,2 Millionen Euro an das Benediktinerstift Admont. Weitere Gespräche über eine Gesamtlösung blieben ohne Ergebnis.

Am 30. Juni 2020 teilten die Franziskanerinnen der Bildungsdirektion die Schließung mit Ende des Schuljahres 2024/2025 mit. Stadt und Land prüften Modelle zur Weiterführung; das Stift Admont bot Grund und Boden kostenfrei an, die Erzdiözese die Trägerschaft ohne Zuschüsse.

Eine Absichtserklärung zur Übernahme durch die Erzdiözese scheiterte 2021 an deutlich höheren Kosten.

Auinger erklärte 2022, eine zusätzliche Volksschule könne sein Ressort nicht mitfinanzieren; in den städtischen Schulen seien Plätze frei. Bildungslandesrätin Gutschi vermittelte, im November demonstrierten rund 600 Unterstützer für den Erhalt.

2023: Neubaulösung

Im April 2023 präsentierten Gutschi, Auinger und der Bauträger planquadrat einen Neubauplan auf dem Areal des ehemaligen Klosters St. Josef in Nonntal. Das Projekt war jedoch finanziell und vertraglich nicht gesichert; die öffentliche Hand hätte zwei Drittel der Kosten getragen.

2024/2025: Ende der Rettungsversuche und Übergangslösung

Gespräche mit dem Stift Admont scheiterten Anfang 2025 an Bedingungen zu Bebauungsplan, Baubewilligung und Pacht. Mitte Februar 2025 wurde eine Übergangslösung gefunden: Die Erzdiözese übernahm ab 2025/2026 die Trägerschaft, Stadt und Land tragen gemeinsam mit der Erzdiözese die ungedeckten Kosten. Ab 2026/2027 wurden die vier verbleibenden Klassen in Räumen der Erzdiözese weitergeführt; am Standort Schwarzstraße war kein Verbleib möglich. Neuaufnahmen in die erste Klasse erfolgen nicht mehr.[3]

Neubauprojekt des Stifts Admont

Das Stift Admont plant auf dem Areal 130 frei finanzierte Mietwohnungen. Das historische Schulgebäude bleibt erhalten und soll Wohnungen und einen Kindergarten aufnehmen; die Kapelle wird zu einem Café umgenutzt. Das von Berger+Parkkinen entwickelte Projekt wird trotz SVK‑Vorgaben städtebaulich und architektonisch kritisiert.[4]

Anfang Oktober 2026 wurde mit dem Abriss der alten Gebäude begonnen.[5]

Schülerzahl
1939 191
1993 97
2000 93
2010 211

Schulleiter

  • 194x–1951: Anna Kofler
  • 1951–1967: Magdalena Keim (Schwester Rafaela)
  • 1967–1978: Johanna Aloisia Buttinger (Schwester Johanna Aloisia)
  • 1978−199x: Charlotte Hochmayr (Schwester Helgard)
  • 199x–2004: Theresia Six (Schwester Joanella)
  • 2004–2020: Elisabeth Schneider-Brandauer
  • 2020–2026: Christoph Sebald

Quellen

Einzelnachweise