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| | [[Datei:Sonnblick hocharn 05174 2011-04-16.jpg|thumb|Der Hohe Sonnblick vom [[Hocharn]].]] | | [[Datei:Sonnblick hocharn 05174 2011-04-16.jpg|thumb|Der Hohe Sonnblick vom [[Hocharn]].]] |
| | [[Datei:Hoher Sonnblick Nordwand September 2019.jpg|thumb|Die Nordwand des Hohen Sonnblicks, rechts der [[Goldzechkopf]] und dazwischen die [[Kleinfleißscharte]]. Links neben dem Grat, der vom Sonnblickgipfel (Bildmitte) nach unten abfällt, verläuft die [[Sonnblick-Seilbahn]].]] | | [[Datei:Hoher Sonnblick Nordwand September 2019.jpg|thumb|Die Nordwand des Hohen Sonnblicks, rechts der [[Goldzechkopf]] und dazwischen die [[Kleinfleißscharte]]. Links neben dem Grat, der vom Sonnblickgipfel (Bildmitte) nach unten abfällt, verläuft die [[Sonnblick-Seilbahn]].]] |
| − | [[Datei:Sonnblick Hoher.jpg|thumb|der Hohe Sonnblick am südlichen Ende des Hüttwinkltals - Blick gegen Süden.]] | + | [[Datei:Hoher Sonnblick Observatorium Sonnblick Jänner 2023.jpg|thumb|Der Sonnblickgipfel mit dem [[Observatorium Sonnblick]], der höchstgelegenen Wetterstation Europas. im Hintergrund unten das [[Hüttwinkltal]], das im Norden dann ins [[Raurisertal]] übergeht. Das nächste Tal rechts ist das [[Gasteinertal]]. Links hinten das [[Hagengebirge|Hagen]]- und [[Tennengebirge]], rechts hinten das [[Dachsteingebirge]] mit dem Dachsteinmassiv und dem [[Gosaukamm]] (links).]] |
| | [[Datei:Talschluss Hüttwinkltal.jpg.jpg|thumb|Blick von der [[Bockhartscharte]] Richtung [[Kolm-Saigurn]] mit dem Hohen Sonnblick (links) und dem [[Hocharn]].]] | | [[Datei:Talschluss Hüttwinkltal.jpg.jpg|thumb|Blick von der [[Bockhartscharte]] Richtung [[Kolm-Saigurn]] mit dem Hohen Sonnblick (links) und dem [[Hocharn]].]] |
| | [[Datei:Sonnblick7764.jpg|thumb|der Hohe Sonnblick Mitte April kurz nach 06 Uhr Früh.]] | | [[Datei:Sonnblick7764.jpg|thumb|der Hohe Sonnblick Mitte April kurz nach 06 Uhr Früh.]] |
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| | Der ''Hohe Sonnblick'' befindet sich im östlichen Teil der Hohen Tauern in der [[Goldberggruppe]], ziemlich genau am Südende des [[Hüttwinkltal]]s (südliche Verlängerung des [[Raurisertal]]s). Auf der Südseite liegt im Kärntner Mölltal [[Heiligenblut]] am Beginn der [[Südrampe der Großglockner Hochalpenstraße]]. | | Der ''Hohe Sonnblick'' befindet sich im östlichen Teil der Hohen Tauern in der [[Goldberggruppe]], ziemlich genau am Südende des [[Hüttwinkltal]]s (südliche Verlängerung des [[Raurisertal]]s). Auf der Südseite liegt im Kärntner Mölltal [[Heiligenblut]] am Beginn der [[Südrampe der Großglockner Hochalpenstraße]]. |
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| − | Der Berg erhebt sich 3 106 [[m ü. A.]] in den [[Zentralalpen]] in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]]. Er findet sich im Gebiet der [[Pinzgau]]er Marktgemeinde [[Rauris]] wenige Meter von der Grenze zwischen dem [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] und [[Kärnten]] entfernt. Unmittelbar neben dem Gipfel befindet sich die älteste Gipfelwetterwarte und höchst gelegenes Observatorium Europas (Leiter ist [[Bernhard Niedermoser]]). | + | Der Berg erhebt sich 3 106 [[m ü. A.]] in den [[Zentralalpen]] in den [[Hohen Tauern]]. Er findet sich im Gebiet der [[Pinzgau]]er Marktgemeinde [[Rauris]] wenige Meter von der Grenze zwischen dem [[Salzburg (Bundesland)|Bundesland Salzburg]] und [[Kärnten]] entfernt. Unmittelbar neben dem Gipfel befindet sich die älteste Gipfelwetterwarte und höchst gelegenes Observatorium Europas (Leiter ist [[Bernhard Niedermoser]]). |
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| | + | Auf den Gipfel gelangt man zu Fuß von [[Kolm-Saigurn]] über das [[Schutzhaus Neubau]] und die [[Rojacherhütte]], wo der über einen Kilometer lange [[Südostgrat des Hohen Sonnblicks|Südostgrat]] dann den einzigen Zugang auf den Gipfel ermöglicht. Von [[1956]] (?) bis [[2019]] gab es eine [[Materialseilbahn]], die im Sommer 2019 durch den Neubau der [[Sonnblick-Seilbahn]] abgelöst wurde. |
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| | === Gletscher === | | === Gletscher === |
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| | ==Geologie== | | ==Geologie== |
| − | Der Kern der Sonnblickmasse, der im Norden durch die Kalk-Phyllit-Einheiten der Mallnitzer Mulde und im Süden durch die [[Gestein]]e der Schieferhülle und der Matreier Schuppenzone sowie den Altkristallin des Kreuzeckzuges begrenzt wird, erstreckt sich in NW—SE-Richtung vom Gipfel des Sonnblicks bis südlich des Danielsberges bei Kolbnitz. Seine Länge beträgt etwa 40 km.<ref>Zitat - Quelle [http://www.biologiezentrum.at/pdf_frei_remote/CAR_165_85_0061-0070.pdf Geologischer Aufbau und Wasserwegigkeit einer [[Kar]]-Schwelle in der Sonnblickgruppe (Kärnten)]</ref> | + | Der Kern der Sonnblickmasse, der im Norden durch die Kalk-Phyllit-Einheiten der Mallnitzer Mulde und im Süden durch die [[Gestein]]e der Schieferhülle und der Matreier Schuppenzone sowie den Altkristallin des Kreuzeckzuges begrenzt wird, erstreckt sich in NW-SE-Richtung vom Gipfel des Sonnblicks bis südlich des Danielsberges bei Kolbnitz. Seine Länge beträgt etwa 40 km.<ref>Zitat - Quelle [http://www.biologiezentrum.at/pdf_frei_remote/CAR_165_85_0061-0070.pdf Geologischer Aufbau und Wasserwegigkeit einer [[Kar]]-Schwelle in der Sonnblickgruppe (Kärnten)]</ref> |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| | Rund um den ''Hohen Sonnblick'' hat man in früheren Zeiten [[Goldbergbau|Gold]] geschürft. Dies führte auch zur Namensgebung der Berggruppe, der [[Goldberggruppe]]. [[1937]] und [[1947]] bis [[1950]] fanden [[Skirennen am Hohen Sonnblick]] statt, die in den [[2010er]]-Jahren wiederbelebt wurden. | | Rund um den ''Hohen Sonnblick'' hat man in früheren Zeiten [[Goldbergbau|Gold]] geschürft. Dies führte auch zur Namensgebung der Berggruppe, der [[Goldberggruppe]]. [[1937]] und [[1947]] bis [[1950]] fanden [[Skirennen am Hohen Sonnblick]] statt, die in den [[2010er]]-Jahren wiederbelebt wurden. |
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| | + | [[2022]] war der Gipfelbereich erstmals seit Beginn der Schneemessungen im Jahr [[1938]] bereits im Juli schneefrei - einen Monat früher als bisher. Die bisher früheste Ausaperung war am [[13. August]] [[2003]]. Da zeigte die Messstelle ebenfalls null Zentimeter an. Im Schnitt ist diese Stelle erst Ende August, Anfang September schneefrei, wie der Klimatologe schilderte. Der Gipfelbereich aperte heuer also mehr als einen Monat früher aus als bisher. Alexander Orlik von der [[Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik]] (ZAMG) nannte mehrere Hauptfaktoren für die Ausaperung Anfang Juli. Der März war "extrem niederschlagsarm", normalerweise fällt zweieinhalb Meter Neuschnee, "diesmal waren es nur sieben Zentimeter". Dazu komme noch, dass der Jänner ebenfalls wenig Niederschlag brachte und deshalb nicht sonderlich schneereich war, und der Mai und Juni sehr warm waren. Diese Kombination habe die Abschmelzungsrate gesteigert.<ref>[[SALZBURG24]] vom [https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/hoher-sonnblick-gipfel-erstmals-schon-im-juli-schneefrei-123837262 6. Juli 2022]</ref> |
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| | ==Observatorium== | | ==Observatorium== |
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| | == Historisches Panoramabild == | | == Historisches Panoramabild == |
| − | [[Julius Ritter von Siegl]] (* [[1840]]; † [[1911]]) zählte zu den eifrigsten Panoramenzeichnern seiner Zeit. Er fertigte [[1887]] diese Panoramaaufnahmen auf dem Sonnblickgipfel an. Diese Aufnahme im [[Salzburgwiki]] stammt aus der Sammlung Historische Landkarten aus Vorarlberger Landesbibliothek und ist 26,85 MB groß. Sie kann mehrmals angeklickt und vergrößert werden, damit man alle Gipfelbestimmungen, die Julius Ritter von Siegl eingetragen hat, lesen kann. | + | [[Julius Ritter von Siegl]] (* [[1840]]; † [[1911]]) zählte zu den eifrigsten Panoramenzeichnern seiner Zeit. Er fertigte [[1887]] diese Panoramaaufnahmen auf dem Sonnblickgipfel an. Diese Aufnahme im [[SALZBURGWIKI]] stammt aus der Sammlung Historische Landkarten aus Vorarlberger Landesbibliothek und ist 26,85 MB groß. Sie kann mehrmals angeklickt und vergrößert werden, damit man alle Gipfelbestimmungen, die Julius Ritter von Siegl eingetragen hat, lesen kann. |
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| | == Bildergalerie == | | == Bildergalerie == |
| − | <gallery> | + | <gallery mode="nolines" mode="packed-hover" heights="200"> |
| | Datei:Sonnblick2742.jpg|Sonnenaufgang | | Datei:Sonnblick2742.jpg|Sonnenaufgang |
| − | Datei:Sonnblick3581.jpg|vom Niedersachsenhaus | + | Datei:Sonnblick3581.jpg|Blick vom [[Niedersachsenhaus]]. |
| − | Datei:Sonnblick8920.jpg|im ersten Morgenlicht vom Hocharn | + | Datei:Sonnblick8920.jpg|Im ersten Morgenlicht vom [[Hocharn]]. |
| − | Datei:Südostgrat H Sonnblick 1544 13-08-01.jpg|der Südostgrat auf den Hohen Sonnblick, rechts unten der [[Goldbergkees]] | + | Datei:Südostgrat H Sonnblick 1544 13-08-01.jpg|Der [[Südostgrat des Hohen Sonnblicks|Südostgrat]] auf den Hohen Sonnblick, rechts unten der [[Goldbergkees]]. |
| − | Datei:Südostgrat H Sonnblick 1557 13-08-01.jpg|der Südostgrat auf den Hohen Sonnblick | + | Datei:Südostgrat H Sonnblick 1557 13-08-01.jpg|Der Südostgrat auf den Hohen Sonnblick. |
| − | Datei:Sonnblick hocharn 05415 2008-08-19.jpg|der Hohe Sonnblick vom Hocharn | + | Datei:Sonnblick hocharn 05415 2008-08-19.jpg|Der Hohe Sonnblick vom Hocharn. |
| | + | Datei:Sonnblick Hoher.jpg|Der Hohe Sonnblick am südlichen Ende des Hüttwinkltals - Blick gegen Süden. |
| | </gallery> | | </gallery> |
| | ===weitere Bilder=== | | ===weitere Bilder=== |
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| | {{homepage|http://www.sonnblick.net}} | | {{homepage|http://www.sonnblick.net}} |
| | * [http://www.bergsteigen.at/pic/pdf/1616_Topo_546c8095-7053-4251-835e-49aa13286e2c_sonnblick_scheisshauesel.pdf Übersicht über das Gebiet um den Hohen Sonnblick als PDF] | | * [http://www.bergsteigen.at/pic/pdf/1616_Topo_546c8095-7053-4251-835e-49aa13286e2c_sonnblick_scheisshauesel.pdf Übersicht über das Gebiet um den Hohen Sonnblick als PDF] |
| − | * Lage auf [http://www.austrianmap.at/amap/index.php?setTo=1%7E367127%7E352140%7E375772%7E348860%7E%40371149%7C350493%7E0%7ELAM_ETRS89%7E1307%7E496 AMap] | + | * Lage auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/12.9692,47.0546/basis/karte/compare/epo_1 AMap] aktualisierter Datenlink 2. Juni 2024 |
| | ==Quellen == | | ==Quellen == |
| | * [[Peter Krackowizer]] | | * [[Peter Krackowizer]] |
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| − | [[Kategorie:Alpen]]
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