Professor-Ferdinand-Porsche-Gedächtnisfahrt

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Professor-Ferdinand-Porsche-Gedächtnisfahrt 1954: Links: Der Porsche-Klub überreichte Dr. Louise Piëch und Ferry Porsche anlässlich der Gedächtnisfahrt 1954 schöne Erinnerungsgeschenke. Bild unten: Wagenauffahrt auf dem Gut der Familie Porsche in Zell am See.

Die Professor-Ferdinand-Porsche-Gedächtnisfahrt ist eine Veranstaltung, die seit 1952 alljährlich in Erinnerung an Prof. DDr. h. c. Ing. Ferdinand Porsche stattfindet.

Allgemeines

Die Idee stammte von Dr. Louise Piëch, Dr. Porsches Tochter. Anlässlich des ersten Todestages von Porsche erörterte sie diese 'Dr.-Porsche-Gedächtnisfahrt'. Rund 200 000 Einladungen sollten an Volkswagenfahrer von sieben Ländern Europas verschickt werden. In Form einer Sternfahrt fuhren sie nach Zell am See und über die Großglockner Hochalpenstraße nach Gmünd in Kärnten, wo Porsche seit dem Zweiten Weltkrieg bis 1951 seine Porsche produzierte.

Erstmals wurde die Ferdinand-Porsche-Gedächtnisfahrt ein Jahr nach dem Tod von Porsche vom 1. bis 12. Juni 1952 veranstaltet. Sie führte zum Zielort Gmünd in Kärnten, wo Porsche während des Zweiten Weltkrieges seine Produktion auslagerte und erst 1948 nach Stuttgart zurückkehrte. Die Durchführung oblag dem Kärntner und Salzburger Automobilclub unter Mit­wirkung des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs.

Die Teilnahme an dieser Fahrt stand für jeden Wagen aller Marken, Typen und Klassen und für Angehörige aller Nationen offen. Von jedem beliebigen Ort und über jede mögliche Strecke konnten die Teilnehmer nach Gmünd fahren. Nur Route auf österreichi­schem Gebiet musste aus organisatori­schen Gründen der Verkehrsregelung bekanntgegeben werden. Zur Kon­trolle der vollbrachten sportlichen Leistung diente die Startbestätigung und die Zielmeldung zwischen 29. Mai und 8. Juni. Jeder Teilnehmer erhielt in Gmünd die Erinnerungsplakette der Gedächtnisfahrt. Darüber hinaus erhielten Ehrenpreise: Der Teilnehmer mit der weitesten überhaupt zu­rückgelegten Fahrtstrecke, der Volks­wagenfahrer mit der längsten Fahrt­strecke, der Porsche-Sportwagenfahrer mit der längsten Fahrtstrecke, die Teilnehmer, die jeweils unter den Fahrern ihres Heimatstaates die weiteste Strecke zurückgelegt hatten und die größte geschlossen ein­ treffende Gruppe jedes Landes.

Den Höhepunkt der Gedächtnis­fahrt bildete die Feierstunde am 1. Juni. Das sehr gut zusammen­gestellte Programm sah nach dem Weckruf und der Öffnung der Stadt­tore, den Einzug der Patrizierfrauen, die Hissung der historischen Stadt­flagge und die Verkündigung des Marktrechtes vor. Nach dem Empfang der Gäste folgte um 11 Uhr die Ent­hüllung der Gedenkstätte an den genialen Konstrukteur im Schlosspark, wobei der Generaldirektor des Volkswagenwerkes, Dr. Nordhoff, die Festrede hiel. Die Deutsch­meister sorgten für die musikalische Umrahmung.

Die internationale Bergwertungsfahrt für Automobile auf dem Wurzenpass im Rahmen der ersten Professor-Ferdinand-Porsche-Gedächtnisfahrt wurde von dem bekannten Innsbrucker Rennfahrer Otto Mathé auf „Porsche Sport“ in einer Zeit von 03:13 min. vor Willy Faude (Saalfelden) auf BMW in 03:15 min. gewonnen. An der Prüfung be­teiligten sich schwere Wagen der Marken Lancia und Alfa Romeo. 3 000 Zuschauer verfolgten die interessanten Rennen.[1]

Bei der ersten Dr.-Porsche-Gedächtnisfahrt 1952 besuchten Abordnungen der einzelnen Länder die Dr.-Ferdinand-Porsche-Grabkapelle beim Schüttgut in Zell am See. Sieger der ersten Gedächtnisfahrt wurde der Schwede Hans Langhorst mit seinem VW, der bereits 70 000 Kilometer auf dem Tachometer hatte.

1954 führte die Gedächtnisfahrt von Zell am See nach Zürich in der Schweiz.[2]

Heute führt diese Gedächtnisfahrt aber durch ganz Europa.

Quellen

Einzelnachweise

  1. „Salzburger Nachrichten“ in der in ANNO freigegebenen Ausgabe vom 6. Juni 1952, Seite 8
  2. www.sn.at, Archiv der „Salzburger Nachrichten“, Ausgabe vom 7. September 1954, Seite 4
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