Kapuzinerberg

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Der Kapuzinerberg, vom Mönchsberg aus gesehen.
Stefan-Zweig-Denkmal auf dem Kapuzinerberg.
Datei:Kapuzinerberg 02.jpg
Der Kapuzinerberg

Der Kapuzinerberg ist ein Stadtberg in Salzburg, der sich östlich der Salzach erhebt.

Geschichte

Schon die Kelten siedelten auf diesem Stadtberg. Der ursprüngliche Name des Berges war „Imberg“ (woran heute noch die Imbergstraße bzw. die Imbergstiege erinnern). Der heutige Name bürgerte sich durch das sich auf dem Berg befindliche Kapuzinerkloster ein, das 15991605 aus einem umgebauten Wehrbau des Mittelalters (Trompeterschlössl) entstanden ist. Auf dem Weg von der Linzer Gasse zum Kloster finden sich die im franziskanischen Geist geschaffenen und von den Kapuzinern initiierten 13 erhaltenen Kalvarienbergkapellen, die zwischen 1736 und 1744 erbaut worden waren, und eine Gedenkstätte für Wolfgang Amadeus Mozart.

Die verschiedenen Geschützbasteien, die allseits rund um den Berg verteilt sind, der Wehrturm der Felixpforte und die langen (auf skarpierte Felsen aufgesetzten) Wehrmauern mit ihren kleinen Wächterhäuschen („Auslug“) stammen fast sämtlich aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und sind großteils gut erhalten. Auf der Kuppe des Berges steht, über eine Zugbrücke erreichbar, das schmucke Franziski-Schlössl, das Fürsterzbischof Paris Lodron 1629 errichten ließ und heute als kleines Gasthaus genutzt wird.

Die NS-Herrschaft plante eine riesige Gauhalle, ein Sportstadion und das Festspielhaus mit einer gigantischen Auffahrtsrampe an Stelle des Kapuzinerkloster. Das Ende der NS-Zeit verhinderte jedoch die Ausführung dieser Planung.

Grüne Lunge in der Stadt

Der Berg ist mit seinen ausgedehnten Waldflächen die grüne Lunge Salzburgs und bietet den Besuchern reizvolle Spaziermöglichkeiten entlang der vielen Wanderwege, vor allem entlang des „Basteiweges“, der nächst den Befestigungsmauern im Süden und Osten des Berges verläuft. Bemerkenswert sind auch die verschiedenen Aussichtspunkte auf die Altstadt.

Der Kapuzinerberg ist über die Imbergstiege von der Steingasse aus, von der Franziskuspforte der Linzer Gasse oder von einem Fußpfad hinter dem Einkaufszentrum „Zentrum im Berg“ in der Fürbergstraße aus erreichbar.

Fauna und Flora

Biologische Besonderheiten des Berges sind verschiedene seltene alpine Pflanzen und Tiere in den kalten, unzugänglichen Nordfelsen (etwa Alpenaurikel und Almrausch). Auch der Kolkrabe brütet in den schroffen Kalkfelsen.

Auf dem Kapuzinerberg gibt es auch eine Gemsenkolonie. 1948 wanderte ein Gamsbock vom Untersberg hierher, 1952 wurde dann eine Gamsgeiß ausgesetzt.

Im 17. und 18. Jahrhundert war der Imberg landesfürstliches Jagdgebiet, in dem auch Schwarzwild (Wildschweine) gehegt wurden.

Persönlichkeiten

Gebäude und Bauten

Literatur und Quellen

  • Reinhard Medicus: Der Imberg, heute auch Kapuzinerberg genannt, in Natur- und Kulturgeschichte. In: Der Gardist − Jahresschrift der Bürgergarde der Stadt Salzburg, 26. Jahrgang, Salzburg 2006
  • Reinhard Medicus: Die einstigen Stadttore der Linzergasse und die Nordfelsen des Kapuzinerberges. In: Bastei − Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg für die Erhaltung und Pflege von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 54. Jahrgang, 4. Folge, S. 10−16, Salzburg 2005
  • Reinhard Medicus: Der Kalvarienberg und die Mozart-Gedenkstätte auf dem Kapuzinerberg. In: Bastei − Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg für die Erhaltung und Pflege von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 55. Jahrgang, 2. Folge, S. 14−20, Salzburg 2006
  • Reinhard Medicus: Die Wehrbauten Paris Lodrons am Kapuzinerberg, 1. Teil. In: Bastei − Zeitschrift des Stadtvereines Salzburg für die Erhaltung und Pflege von Bauten, Kultur und Gesellschaft, 58. Jahrgang, 1. Folge, S. 11−17, Salzburg 2008
  • Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg, Verlag St. Peter, Erzabtei St. Peter, Salzburg, 2. überarbeitete Auflage 2001

Weblinks

Wikipedia über den Kapuzinerberg