Haus für Mozart, in einem ehemaligen Teil des Hofmarstalls, wurde im Sommer 2006 eröffnet.

Funktionen

Nach der Funktion als Reitschule wurde hier 1925 das erste Festspielhaus installiert, neben dem es auch den Stadtsaal gab und hier war auch das Haus der Natur bis 1956 untergebracht. Ab 1960 nannte man es das Kleine Festspielhaus, seit 2006 Haus für Mozart.

Geschichte

Der Marstall wurde 1607 von Erzbischof Wolf Dietrich errichtet, bot Platz für 150 Pferde, hatte einen Marmorbrunnen und die einzige Pferdeapotheke des Landes sowie ein "Arzneyschmidt" (Tierarzt) waren dort untergebracht.

1662 wurde dieser Bau unter Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein erweitert und die Winterreitschule eingerichtet. Ein weiterer Ausbau erfolgte unter Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein. Die Sommerreitschule und die Fassade der nördliche Schmalseite zum Karajanplatz und zur Marstallschwemme hin wurde nach Plänen von Fischer von Erlach 1693/94 gestaltet. Der dortige marmorne Torbogen zeigt auf Postamenten sitzende allegorische Frauenfiguren (Europa und Asien darstellend), mit Einhörnern, den Wappentieren des Erzbischofs Graf von Thun und Hohenstein.

In der Zeit der Monarchie war der Hofmarstall als Kavalleriekaserne genutzt.

Im Winter 1924/25 erfolge der ersten Umbau zum Festspielhaus für die Salzburger Festspiele unter Architekt Eduard Hütter. Am 13. August wurde das Haus mit Hugo von Hofmannsthals Drama Das Salzburger Große Welttheater eröffnet. 1926 und 1937/38 folgte ein weiterer Ausbau unter Architekt Clemens Holzmeister. Das Bühnenhaus kam auf die Seite der St.-Peters-Stiege im Toscanini-Hof. Der Zuschauerraum fasste dann 1.682 Personen.

Der Stadtsaal, Teil der ehemaligen Winterreitschule (1926 durch Holzmeister umgestaltet) enthält ein Deckenfresko von Johann Michael Rottmayr und Christoph Lederwasch. Nach Übersiedelung des Hauses der Natur in das ehemalige Ursulinenkloster (1956) erfolgte bis 1960 der Neubau des Großen Festspielhauses nach Plänen von Clemens Holzmeister. 2004 begann man abermals mit einem Umbau, der im großen Mozart-Jubiläumsjahr, am 25. Juni 2006 der Öffentlichtkeit vorgestellt wurde.

Ereignisse

Am 13. Mai 1951 gab Zarah Leander ein Konzert im Festspielhaus unter der Begleitung der Kapelle Heinz Sandauer. Das begeisterte Publikum war nur durch das Abschalten des Lichtes dazu zu bewegen, den Saal zu verlassen.

Am 26. Mai 1951 sprach der frühere deutsche Reichsbankpräsident des NS-Regimes, Hjalmar Schacht, zum Abschluss der „Europawoche“ im vollbesetzten Festspielhaus über Wirtschafts- und Finanzprobleme Europas; ein gegen den Auftritt Schachts protestierender Zuhörer wurde aus dem Saal gedrängt;

Siehe auch

Quellen