Salzburger Landesfremdenverkehrstag

Version vom 5. Dezember 2022, 11:55 Uhr von Peter Krackowizer (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Der Salzburger Landesfremdenverkehrstag ist eine Veranstaltung, die zunächst vom Salzburger Landesverkehrsamt organisiert, dann von der Salzburger Land Tourismus Gesellschaft m.b.H., einmal jährlich stattfindet.

1957: 2. Landesfremdenverkehrstag in Badgastein

1975 fand der Landesfremdenverkehrstag am 22. Juni im Kursaal im Badgastein statt.[1]

1958: 3. Landesfremdenverkehrstag in der Stadt Salzburg

Am 12. Mai 1958 fand der 3. Landesfremdenverkehrstag im Salzburger Kongresshaus unter Vorsitz von Landeshauptmann Dr. Josef Klaus statt. Stadtrat Dr. Walter Vavrovsky bezeichnete in seiner Rede den Fremdenverkehr „als großes Phänomen unserer Zeit“, sprach davon, dass der Fremdenverkehr in erster Linie ein menschliches und kein kommerzielles Anliegen sein soll. Landesverkehrsdirektor Hofrat Dr. Johann Manzano referierte zum Thema „Dynamik und Aufgabe des Salzburger Fremdenverkehrs“.[2]

1959: 4. Landesfremdenverkehrstag in der Stadt Salzburg

Der 4. Landesfremdenverkehrstag fand am 2. Juni 1959 statt. Er stand unter dem Motto „Die menschliche Note im Fremdenverkehr“. Sektionsrat Dr. Gatscha teilte mit, dass eine Reihe von Ansuchen zur Errichtung von Seilbahnanlagen im Land Salzburg aus ERP-Mitteln genehmigt wurden. Insgesamt wurden 17,3 Millionen Schilling für folgende Seilbahnen genehmigt: Zwölferkogel Skilift G.m.b.H. Hinterglemm, Saalbach (zwei Millionen), Untersbergbahn G.m.b.H. (neun Millionen), Zwölferhorn Seilbahn G.m.b.H. Saustall Alpenlift St. Gilgen (1,8 Millionen), Obertauern-Seilbahn G.m.b.H. (3,3 Millionen), Salzbergbahn, Zinkenkogellift Hallein (1.209.000,--). Bisher, ohne die angeführten Kredite, wurden zum Bau von Seilbahnen und Liften im Land Salzburg rund 25 Millionen Schilling an ERP-Mitteln ausbezahlt.[3]

1960: 5. Landesfremdenverkehrstag in der Stadt Salzburg

Der 5. Landesfremdenverkehrstag fand zweitägig am 2. und 3. Mai 1960 im Salzburger Kongresshaus statt. Dabei stellten sich die Landgemeinden gegen den Aufteilungsschlüssel aus den Mitteln des Fremdenverkehrs-Förderungsfonds. Wie Bürgermeister Färbinger aus Lofer feststellte, bringen die Gemeinden des Landes 37 Prozent und die Stadt Salzburg 63 Prozent der Gelder für den Fremdenverkehrs-Förderungsfonds auf. Die Stadt Salzburg erhalte aber auf dem Umweg über die Salzburger Festspiele allein 76,8 Prozent. Diese Förderungsmittel würden ausschließlich für die Hauptsaison im Sommer ausgegeben, während es doch wichtig wäre, die Winter-, die Vor- und Nachsaison auszubauen.[4]

1987: 32. Landesfremdenverkehrstag von spektakulärer Panne überschattet

„Paradies von oben“ ohne Lifte
Teurer Prospekt mit Plan aus Nachkriegszeit - „Verursacher sollen gehen“

Den 32. Landesfremdenverkehrstag im Salzburger Kongresshaus überschattete Freitagnachmittag, den 4. Dezember 1987, eine höchst peinliche Panne.

Ein aufwendiger, 26 Seiten umfassender Farbprospekt unter dem Motto „Salzburger Land, eine kleines Paradies“ enthielt eine Salzburg-Karte, die aus der Nachkriegszeit stammen dürfte. Sie zeigte keine Tauernautobahn (1980 durchgehend fertigstellt), Lifte in Obertauern, Radstadt, Altenmarkt im Pongau, Flachgau, Wagrain, St. Johann im Pongau, Mühlbach am Hochkönig, Dienten am Hochkönig, Maria Alm, Saalfelden und in den Orten den Oberpinzgaues waren nicht eingezeichnet.

Der neue Landesparteiobmann der FPÖ LAbg. Volker Winkler aus Rauris, verlangte, die Verantwortlichen sollten das Produkt aus eigener Tasche bezahlen oder ihre Funktionen zurücklegen.

Der neue, ebenfalls schon umstrittene Werbeslogan SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft lautet: „Salzburger Land, ein kleines Paradies“. „Paradies von oben“, hieß die Überschrift zur veralteten Landkarte. Kompromisslose Umweltschützer würden das, was die Karte wiedergab, tatsächlich als paradiesischen Zustand bezeichnen.

Die Vertreter der Fremdenverkehrswirtschaft waren über die Panne empört.

Zum Werbespruch selbst sagte der resortzuständige Landesrat Arno Gasteiger im Kongresshaus, es sei sehr wohl gerechtfertigt, von kleinen Paradiesen im Land Salzburg zu sprechen. Viele Einwände habe es gegeben. Die Salzburger bezeichneten aber ihr Land als kleines Paradies, ohne die vielen Probleme zu ignorieren.

Salzburg verzeichnete in der Winter- und Sommersaison 20,9 Millionen Nächtigungen. Das Devisenaufkommen aus dem Fremdenverkehr stieg auf 17,5 Milliarden Schilling.

Zur Kritik am neuen Fremdenverkehrsgesetz und an der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft sagte Landesrat Gasteiger, er trage ihr Rechnung, im ersten Jahr könne aber nicht alles bereits auf festen Schienen laufen.[5]

Quellen

  1. www.sn.at, Archiv der „Salzburger Nachrichten“, Ausgabe vom 24. Juni 1957, Seite 5
  2. www.sn.at, Archiv der „Salzburger Nachrichten“, Ausgabe vom 13. Mai 1958, Seite 6
  3. "Salzburger Nachrichten", 3. Juni 1959, Seite 3
  4. "Salzburger Nachrichten", 3. Mai 1960, Seite 3
  5. "Salzburger Nachrichten", 5. Dezember 1987