A 10 Tauern Autobahn: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 11. Februar 2011, 14:03 Uhr
Die Tauernautobahn (A10) ist eine wichtige Straßenverbindung in Nord-Süd-Richtung in Österreich.
Allgemeine Daten
Sie beginnt beim Knoten Salzburg (Walserbergdreieck) und endet beim Knoten Villach. Die Gesamtlänge beträgt 192,7 Kilometer, davon verlaufen 23,8 Kilometer in den insgesamt zwölf Tunnels. Etwa 108 Kilometer befinden sich im Bundesland Salzburg. Die längsten Tunnels sind der Tauerntunnel mit 6.401 Metern und der Katschbergtunnel mit 5.439 Metern, durch den die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten verläuft. Die Tunnels sind Mautstrecken. Die Tauernautobahn ist mit Ausnahme der großen Tunnels zweispurig je Fahrtrichtung angelegt.
Geschichte
Im Gegensatz zu den frühen Planungen anderer Gebirgsautobahnen in Österreich (Brenner, Pyhrn) war die Tauernautobahn von Anfang an als „Vollautobahn“ mit vier Spuren geplant. Für die Querung des Alpenhauptkammes wurden insgesamt zehn Trassenvarianten untersucht, darunter auch solche durch das Gasteinertal oder das Großarltal.
Die Bauarbeiten begannen bereits 1939. Lediglich der kurze Abschnitt vom Knoten Salzburg bis zur späteren Überführung der Salzburgerstraße zwischen Anif und Niederalm, wo sie in diese einmündete, wurde noch während der NS-Zeit fertig gestellt. Diese Einmündung stellte die kürzeste Verbindung zwischen der Autobahn und dem Obersalzberg bei Berchtesgaden her. Die Unterbau war allerdings noch bis zur Salzach weitergeführt worden. Alle anderen Arbeiten blieben in frühem Stadium stecken.
Ende der 1950er Jahre wurde eine Nord-Süd-Autobahn wieder ein Thema. Der Salzburger Rechtsanwalt Hans Freyborn engagierte sich für den Bau und gründete dafür 1964 eine Studiengesellschaft. Eine Entschließung des Nationalrats leitete 1966 konkrete Schritte ein. Mit einer Bundesstraßen-Gesetznovelle wurde die Strecke 1968 offiziell zur Autobahn, 1969 begannen die Bauarbeiten an den beiden großen Tunnelabschnitten. Am 21. Dezember 1974 wurde der Katschbergtunnel für den Verkehr freigegeben, am 21. Juni 1975 der 44 Kilometer lange Abschnitt von Eben im Pongau bis St. Michael im Lungau. 1980 wurde der Abschnitt im Kärntner Liesertal fertiggestellt.
Verkehrssituation
Die steigende Verkehrsfrequenz führte immer wieder zu Überlastung und Staus vor allem vor den Tunnels und dies wiederum besonders in den Sommerferien. Ein schwerer Unfall im Tauerntunnel im Mai 1999 bestätigte die Befürworter eines zweiröhrigen Ausbaus der Tunnels. Die Arbeiten an den beiden zweiten Röhren waren 2010 abgeschlossen.
Zahlen
Auf der Tauernautobahn wurden 2010 im Bereich von Anif 2.155.500 Lkw gezählt, eine Steigerung von 3,4 Prozent zu 2009. Bei Hallein waren es 1,7 Millionen Lkw und beim Ofenauer Tunnel mehr als 1,6 Millionen Lkw.
Quellen
- Verkehrsnotizen von Walter Brummer
- Auf Autobahnen "Salzburger Woche", Ausgabe "Flachgauer Nachrichten", 3. Feburar 2011