Peter Krön: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Hofrat]] Dr. '''{{PAGENAME}}''' (* [[23. November]] [[1928]]) ist ehemaliger Leiter der [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 12: Kultur, Gesellschaft, Generationen|Kulturabteilung]] des [[Amt der Salzburger Landesregierung|Amtes der Salzburger Landesregierung]].
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[[Hofrat]] Dr. '''{{PAGENAME}}''' (* [[23. November]] [[1928]]; † [[30. Juli]] [[2019]]) war Leiter der [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 12: Kultur, Gesellschaft, Generationen|Kulturabteilung]] des [[Amt der Salzburger Landesregierung|Amtes der Salzburger Landesregierung]].
Peter Kroen ist am 30. Juli 2019 verstorben.
 
  
 
==Leben==
 
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{{PAGENAME}} wuchs in Wien auf, wurde bereits im Alter von 16 Jahren zum Militär einberufen, legte dann in Villach die Matura ab, studierte in München Philosophie sowie in Graz Rechtswissenschaften und promovierte zum Dr. jur.
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{{PAGENAME}} wuchs in Wien auf, wurde bereits im Alter von 16 Jahren zum Militär einberufen, legte dann in Villach die Matura ab, studierte in [[München]] Philosophie sowie in Graz Rechtswissenschaften und promovierte zum Dr. jur.
  
 
Nachdem er bei den Böhler-Edelstahlwerken, bei der Mürztaler Verkehrsgesellschaft und als Generalsekretär der [[Katholische Aktion Salzburg|Katholischen Aktion Salzburg]] tätig gewesen war, trat er im Jahr 1970 in den Salzburger Landesdienst.  
 
Nachdem er bei den Böhler-Edelstahlwerken, bei der Mürztaler Verkehrsgesellschaft und als Generalsekretär der [[Katholische Aktion Salzburg|Katholischen Aktion Salzburg]] tätig gewesen war, trat er im Jahr 1970 in den Salzburger Landesdienst.  
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1971 wurde er zum Leiter der Abteilung 12 des Amtes der Salzburger Landesregierung bestellt, die zunächst für [[Naturschutz]] und Kultur und dann für Kultur und Sport zuständig war. Von 1969 bis 1971 moderierte er auch die TV-Serie "Orientierung". 1974 wurde er zum Hofrat ernannt.
 
1971 wurde er zum Leiter der Abteilung 12 des Amtes der Salzburger Landesregierung bestellt, die zunächst für [[Naturschutz]] und Kultur und dann für Kultur und Sport zuständig war. Von 1969 bis 1971 moderierte er auch die TV-Serie "Orientierung". 1974 wurde er zum Hofrat ernannt.
  
In Hofrat Kröns Amtszeit fielen die Beschlussfassung des ersten Salzburger Kulturförderungsgesetzes sowie die Gründung des [[Museum Rupertinum|Museums Rupertinum]], des [[Salzburger Freilichtmuseum]]s, des Salzburger Filmkulturzentrums "[[Das Kino]]", der [[ARGEkultur Salzburg|Arge Kultur(gelände Nonntal)]], der Kauf und Ausbau des [[Petersbrunnhof]]es, der Bau des [[Mozarteumorchester#Gegenwart|Orchesterhauses des Mozarteumorchesters]] und die Durchführung der großen [[Landesausstellung]]en.
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In Kröns Amtszeit fielen die Beschlussfassung des ersten Salzburger Kulturförderungsgesetzes sowie die Gründung des [[Museum Rupertinum|Museums Rupertinum]], des [[Salzburger Freilichtmuseum]]s, des Salzburger Filmkulturzentrums "[[Das Kino]]" und der [[ARGEkultur Salzburg|Arge Kultur(gelände Nonntal)]], der Kauf und Ausbau des [[Petersbrunnhof]]es, der Bau des [[Mozarteumorchester#Gegenwart|Orchesterhauses des Mozarteumorchesters]] und die Durchführung der großen [[Landesausstellung]]en.
  
Besondere Bedeutung hatten für Krön die Förderung der zeitgenössischen Kunst, die Gründung der Kulturvereine in den Gemeinden und die Entwicklung einer Kultur "von unten". Zwei von Dr. Krön organisierte Urheberrechtskongresse mündeten in eine Novellierung des österreichischen Urheberrechtsgesetzes. Sein Entwurf des Kulturellen Leitbildes der [[Arge Alp|ARGE ALP]] wurde von den Regierungschefs beschlossen.
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Besondere Bedeutung hatten für Krön die Förderung der zeitgenössischen Kunst, die Gründung der Kulturvereine in den Gemeinden und die Entwicklung einer Kultur "von unten". Zwei von Krön organisierte Urheberrechtskongresse mündeten in eine Novellierung des österreichischen Urheberrechtsgesetzes. Sein Entwurf des Kulturellen Leitbildes der [[Arge Alp|ARGE ALP]] wurde von den Regierungschefs beschlossen. Krön betreute auch die Partnerschaft des Landes Salzburg mit der [[Litauen|Republik Litauen]], leitete die Kommission des Europarates zur Evaluierung der litauischen Kulturpolitik und war [[Honorarkonsul]] der Republik Litauen. Er war weiters Mitglied des Kuratoriums der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]].  
  
Hofrat Dr. Krön betreute auch die Partnerschaft des Landes Salzburg mit der [[Litauen|Republik Litauen]], leitete die Kommission des Europarates zur Evaluierung der litauischen Kulturpolitik und war [[Honorarkonsul]] der Republik Litauen.
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Nach seiner im Jahr 1993 erfolgten Pensionierung war Peter Krön ehrenamtlich als Präsident des [[Salzburger Kunstverein]]s, der [[Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen]] und der [[Internationale Paul-Hofhaymer-Gesellschaft Salzburg|Internationalen Paul-Hofhaymer-Gesellschaft für Alte und Neue Musik]] und als Kurator des [[Erste Salzburger Sparkasse Kulturfonds]] tätig.  
  
Er war weiters Mitglied des Kuratoriums der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]].  
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In verschiedenen Funktionen war Dr. Krön für [[Rotary]] International tätig: [[Präsidenten des Rotary Club Salzburg|Präsident]] des [[Rotary Club Salzburg|Rotary Clubs Salzburg]] ([[1968]]/[[1969|69]]), Governor für Westösterreich, [[Tschechien]] und die [[Slowakei]], Direktor im internationalen Vorstand und Ausbildungschef der 533 rotarischen Governors.
  
Nach seiner im Jahr 1993 erfolgten Pensionierung war Peter Krön ehrenamtlich als Präsident des [[Salzburger Kunstverein]]s, der [[Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen]], der [[Internationale Paul-Hofhaymer-Gesellschaft Salzburg|Internationalen Paul-Hofhaymer-Gesellschaft für Alte und Neue Musik]] und als Kurator des [[Erste Salzburger Sparkasse Kulturfonds]] tätig. In verschiedenen Funktionen war Dr. Krön für [[Rotary]] International tätig: Präsident des [[Rotary Club Salzburg|Rotary Clubs Salzburg]], Governor für Westösterreich, [[Tschechien]] und die [[Slowakei]], Direktor im internationalen Vorstand und Ausbildungschef der 533 rotarischen Governors.
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Hofrat Dr. Peter Krön war mit einer [[AHS]]-Lehrerin für Deutsch und Geschichte verheiratet und Vater eines Sohnes und zweier Töchter.
  
Hofrat Dr. Peter Krön ist mit einer AHS-Lehrerin für Deutsch und Geschichte verheiratet und Vater eines Sohnes und zweier Töchter.
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== Porträt ==
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Er war ein großer Mann, und das nicht nur, weil er groß gewachsen und damit schon unübersehbar war. Vor allem sein Lachen war so herzhaft wie schallend, und immer wieder wusste er einen Witz, den er mit dem klassischen, immer leicht verführerischen Unterton einleitete: Kennen sie den?
  
Hofrat  {{PAGENAME}} war [[1968]]/[[1969|69]] [[Präsidenten des Rotary Club Salzburg|Präsident des Rotary Club Salzburg]].
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Nicht nur diese Erscheinung und diesen Witz (der, wenn er gut ist, immer mit Geist zu tun hat) wird man vermissen. Man wird eine Kulturinstanz von prägender Gestalt vermissen, wie sie Salzburg auch weit über seine eigene aktive „Beamtenzeit“ hinaus bis heute nicht mehr hervorgebracht hat.
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Peter Krön, der „Kulturhofrat“, der im 91. Lebensjahr gestorben ist, war ein Ermöglicher, mehr: Er war ein neugieriger, zugewandter, unentwegt sich Einsetzender und für die Sache stark machender Freund der Künste und der Künstler. Scheuklappen kannte er nie, denn sonst wäre der – politisch durch den damals zuständigen [[SPÖ]]-[[Landesrat]] [[Herbert Moritz]] – nachhaltig vertretene – Aufbruch der [[1980er]]-Jahre nicht möglich gewesen. Von der „[[Szene der Jugend]]“ bis zu [[Literaturhaus Salzburg|Literatur-]] oder [[Rockhouse]], von der Öffnung der [[Salzburger Festspiele]] über Aufbau und tatkräftige Förderung qualitätvoller „Kultur auf dem Land“, von späteren (Ehren‑)Ämtern wie der Präsidentschaft des Salzburger Kunstvereins bis zum Einsatz für so unterschiedliche Institutionen wie Robert-Jungk-Bibliothek oder Paul-Hofhaymer-Gesellschaft, vom kirchlichen Engagement bis zur weltoffenen interkulturellen Verständigung (etwa als hochaktiver Honorarkonsul von Litauen): Peter Kröns Spuren sind unauslöschbar. Sie haben sich eingegraben, weil sie nie den bequemen, genormten Wegen gefolgt sind, sondern bewusst (und mit kritisch wacher Geist) das Nicht-Konforme, dass nicht schnell Gangbare gesucht haben.
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Seine Loyalität zu den politischen Entscheidern, auch wenn sie eine andere „Farbe“ hatten, stand nie infrage, aber innerhalb dieser „Beamtentugend“ wusste Peter Krön die ihm vom Amt gegebenen eigenen Gestaltungsspielräume so kreativ wie nachhaltig zu nutzen. Er war ein Verhandler mit Handschlagqualität, weil er für die Sache brannte, nichts und niemanden wie einen „Akt“ behandelte. Sein Sachverstand war, gewonnen aus Disziplin, Fleiß und Wissen, unbestechlich. Man konnte mit ihm auf hohem Niveau diskutieren, auch streiten. Und am Ende landete er doch irgendwann bei einem heiteren Aperçu. Oder bei einem Witz. Und bei diesem Lachen, das so ansteckend war, weil es auch über sich selbst lachen konnte.
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==Quellen==
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* [[Salzburger Landeskorrespondenz]], 21. November 2008: ''[http://service.salzburg.gv.at/ Salzburger Kulturpionier feiert runden Geburtstag. Der ehemalige Leiter der Kulturabteilung des Landes, Hofrat Dr. Peter Krön, wird 80]
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*[[Salzburger Nachrichten]], 2. August 2019: [https://www.sn.at/kultur/allgemein/der-kulturhofrat-peter-kroen-hat-vieles-bewegt-74288455 ''Der "Kulturhofrat": Peter Krön hat vieles bewegt''] ([[Karl Harb]])
  
 
==Weblink==
 
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* [https://www.google.at/search?q=peter+kr%C3%B6n&tbm=isch&imgil=taPifZpokxNfpM%253A%253BjVEO1xFKxRBW3M%253Bhttp%25253A%25252F%25252Fwww.frodo.at%25252FPeter-Kr%25252525C3%25252525B6n.html&source=iu&pf=m&fir=taPifZpokxNfpM%253A%252CjVEO1xFKxRBW3M%252C_&usg=__6nemA0vsZ9kMOypSXqa2z5iBDbc%3D&biw=1920&bih=943&ved=0ahUKEwjWhMmrspjLAhXIO5oKHebqA4YQyjcIMQ&ei=ttLRVtbRAsj36ATm1Y-wCA#imgrc=taPifZpokxNfpM%3A Link zu Foto von Peter Krön]
 
* [https://www.google.at/search?q=peter+kr%C3%B6n&tbm=isch&imgil=taPifZpokxNfpM%253A%253BjVEO1xFKxRBW3M%253Bhttp%25253A%25252F%25252Fwww.frodo.at%25252FPeter-Kr%25252525C3%25252525B6n.html&source=iu&pf=m&fir=taPifZpokxNfpM%253A%252CjVEO1xFKxRBW3M%252C_&usg=__6nemA0vsZ9kMOypSXqa2z5iBDbc%3D&biw=1920&bih=943&ved=0ahUKEwjWhMmrspjLAhXIO5oKHebqA4YQyjcIMQ&ei=ttLRVtbRAsj36ATm1Y-wCA#imgrc=taPifZpokxNfpM%3A Link zu Foto von Peter Krön]
 
==Quelle==
 
* [[Salzburger Landeskorrespondenz]], 21. November 2008: ''[http://service.salzburg.gv.at/ Salzburger Kulturpionier feiert runden Geburtstag. Der ehemalige Leiter der Kulturabteilung des Landes, Hofrat Dr. Peter Krön, wird 80]
 
  
 
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|AMT= Leiter der [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 12: Kultur, Gesellschaft, Generationen|Kulturabteilung]] des [[Amt der Salzburger Landesregierung|Amtes der Landesregierung]]
 
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Version vom 6. August 2019, 06:48 Uhr

Hofrat Dr. Peter Krön (* 23. November 1928; † 30. Juli 2019) war Leiter der Kulturabteilung des Amtes der Salzburger Landesregierung.

Leben

Peter Krön wuchs in Wien auf, wurde bereits im Alter von 16 Jahren zum Militär einberufen, legte dann in Villach die Matura ab, studierte in München Philosophie sowie in Graz Rechtswissenschaften und promovierte zum Dr. jur.

Nachdem er bei den Böhler-Edelstahlwerken, bei der Mürztaler Verkehrsgesellschaft und als Generalsekretär der Katholischen Aktion Salzburg tätig gewesen war, trat er im Jahr 1970 in den Salzburger Landesdienst.

1971 wurde er zum Leiter der Abteilung 12 des Amtes der Salzburger Landesregierung bestellt, die zunächst für Naturschutz und Kultur und dann für Kultur und Sport zuständig war. Von 1969 bis 1971 moderierte er auch die TV-Serie "Orientierung". 1974 wurde er zum Hofrat ernannt.

In Kröns Amtszeit fielen die Beschlussfassung des ersten Salzburger Kulturförderungsgesetzes sowie die Gründung des Museums Rupertinum, des Salzburger Freilichtmuseums, des Salzburger Filmkulturzentrums "Das Kino" und der Arge Kultur(gelände Nonntal), der Kauf und Ausbau des Petersbrunnhofes, der Bau des Orchesterhauses des Mozarteumorchesters und die Durchführung der großen Landesausstellungen.

Besondere Bedeutung hatten für Krön die Förderung der zeitgenössischen Kunst, die Gründung der Kulturvereine in den Gemeinden und die Entwicklung einer Kultur "von unten". Zwei von Krön organisierte Urheberrechtskongresse mündeten in eine Novellierung des österreichischen Urheberrechtsgesetzes. Sein Entwurf des Kulturellen Leitbildes der ARGE ALP wurde von den Regierungschefs beschlossen. Krön betreute auch die Partnerschaft des Landes Salzburg mit der Republik Litauen, leitete die Kommission des Europarates zur Evaluierung der litauischen Kulturpolitik und war Honorarkonsul der Republik Litauen. Er war weiters Mitglied des Kuratoriums der Internationalen Stiftung Mozarteum.

Nach seiner im Jahr 1993 erfolgten Pensionierung war Peter Krön ehrenamtlich als Präsident des Salzburger Kunstvereins, der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen und der Internationalen Paul-Hofhaymer-Gesellschaft für Alte und Neue Musik und als Kurator des Erste Salzburger Sparkasse Kulturfonds tätig.

In verschiedenen Funktionen war Dr. Krön für Rotary International tätig: Präsident des Rotary Clubs Salzburg (1968/69), Governor für Westösterreich, Tschechien und die Slowakei, Direktor im internationalen Vorstand und Ausbildungschef der 533 rotarischen Governors.

Hofrat Dr. Peter Krön war mit einer AHS-Lehrerin für Deutsch und Geschichte verheiratet und Vater eines Sohnes und zweier Töchter.

Porträt

Er war ein großer Mann, und das nicht nur, weil er groß gewachsen und damit schon unübersehbar war. Vor allem sein Lachen war so herzhaft wie schallend, und immer wieder wusste er einen Witz, den er mit dem klassischen, immer leicht verführerischen Unterton einleitete: Kennen sie den?

Nicht nur diese Erscheinung und diesen Witz (der, wenn er gut ist, immer mit Geist zu tun hat) wird man vermissen. Man wird eine Kulturinstanz von prägender Gestalt vermissen, wie sie Salzburg auch weit über seine eigene aktive „Beamtenzeit“ hinaus bis heute nicht mehr hervorgebracht hat.

Peter Krön, der „Kulturhofrat“, der im 91. Lebensjahr gestorben ist, war ein Ermöglicher, mehr: Er war ein neugieriger, zugewandter, unentwegt sich Einsetzender und für die Sache stark machender Freund der Künste und der Künstler. Scheuklappen kannte er nie, denn sonst wäre der – politisch durch den damals zuständigen SPÖ-Landesrat Herbert Moritz – nachhaltig vertretene – Aufbruch der 1980er-Jahre nicht möglich gewesen. Von der „Szene der Jugend“ bis zu Literatur- oder Rockhouse, von der Öffnung der Salzburger Festspiele über Aufbau und tatkräftige Förderung qualitätvoller „Kultur auf dem Land“, von späteren (Ehren‑)Ämtern wie der Präsidentschaft des Salzburger Kunstvereins bis zum Einsatz für so unterschiedliche Institutionen wie Robert-Jungk-Bibliothek oder Paul-Hofhaymer-Gesellschaft, vom kirchlichen Engagement bis zur weltoffenen interkulturellen Verständigung (etwa als hochaktiver Honorarkonsul von Litauen): Peter Kröns Spuren sind unauslöschbar. Sie haben sich eingegraben, weil sie nie den bequemen, genormten Wegen gefolgt sind, sondern bewusst (und mit kritisch wacher Geist) das Nicht-Konforme, dass nicht schnell Gangbare gesucht haben.

Seine Loyalität zu den politischen Entscheidern, auch wenn sie eine andere „Farbe“ hatten, stand nie infrage, aber innerhalb dieser „Beamtentugend“ wusste Peter Krön die ihm vom Amt gegebenen eigenen Gestaltungsspielräume so kreativ wie nachhaltig zu nutzen. Er war ein Verhandler mit Handschlagqualität, weil er für die Sache brannte, nichts und niemanden wie einen „Akt“ behandelte. Sein Sachverstand war, gewonnen aus Disziplin, Fleiß und Wissen, unbestechlich. Man konnte mit ihm auf hohem Niveau diskutieren, auch streiten. Und am Ende landete er doch irgendwann bei einem heiteren Aperçu. Oder bei einem Witz. Und bei diesem Lachen, das so ansteckend war, weil es auch über sich selbst lachen konnte.

Quellen

Weblink

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