Salzkammergut: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 29. August 2009, 21:18 Uhr

Wolfgangsee vom Schober aus, links der Schafberg, rechts im Hintergrund Osterhorngruppe und Dachstein
Fuschlsee, links im Hintergrund der Schafberg, Bildmitte am rechten Seerand - Schloss Fuschl
Blick vom Schafberg über den Wolfgangsee in Richtung Postalm

Als Salzkammergut bezeichnet man heute eine Region um Hallstatt, Bad Ischl, Ebensee in Oberösterreich und dem Ausserland in der Steiermark, als Randbereiche des Salzkammergutes werden heute aber auch Gebiete in Salzburg hinzugezählt.

Allgemeines

Die Seen im Salzburger Anteil der Tourismusregion Salzkammergut sind Landschaftsschutzgebiete.

Geographie

Zur Tourismusregion Salzkammergut zählen heute:

Namenserklärung

Der Begriff Salz geht auf die reichen Salzvorkommen um Hallstatt und Bad Ischl zurück. Ein "Kammergut" war ein unmittelbarer beweglicher oder unbeweglicher (z. B. eben ein Land, eine Region) Besitz eines Landesherren. Die in diesem "Kammergut" vorkommenden Bodenschätze oder landwirtschaftlichen Erträge gehörten direkt diesem Landesherren und dienten zur Deckung seiner Lebenskosten. Im konkreten Fall war dies das Haus Habsburg mit seiner Grundherrschaft Wildenstein bei Bad Ischl, die sich vom Traunsee bis zum Dachstein erstreckte. Die Erträge aus dem Salzhandel gingen also nach Wien in die Habsburgische Privatschatulle. Es gelang dem Salzkammergut auf Kosten des Fürsterzbistums Salzburg im 17. und 18. Jahrhundert immer größere Absatzzgebiete zu erobern. Der Aufstieg des Salzkammergutes war also verbunden mit dem Niedergang der Wirschaftskraft des Landes Salzburgs. Historisch gehören naturgemäß keine Teile des früher eigenständigen Fürstentums Salzburg zum Salzkammergut.

Salz im Salzkammergut

Hauptartikel: Salz im Salzkammergut

Salzabbau und Salzhandels waren ein Monopol der Landesfürsten. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts hob Joseph II. diese Sonderstellung auf.

Geschichte

Hallstatt gab einer ganzen Geschichtsepoche seinen Namen, der Hallstattzeit. In diesem Gebiet finden sich auch die ältesten Spuren des Salzabbaues. Weitere Salzvorkommen gibt es im Ausseer Land in der Steiermark. Somit bildete das Ausseer Land und Hallstatt auch das Zentrum des historischen Salzkammerguts.

In früheren Zeiten war dieser Teil des Salzkammergut durch seine ungünstige Verkehrslage ein in sich abgeschlossener Landstrich. Bis 1859 war es vom Norden her nur mit dem Schiff über den Traunsee und das innere Salzkammergut über den Hallstätter See erreichbar. Auch das Salz konnte nur über die Seen oder über Saumpfade abtransportiert werden.

1284 ließ Herzog Albrecht I. Habsburg am Hallstätter Salzberg einen Turm als Wehr- und Befestigungsanlage errichten, benannt nach seinem Vater "Rudolfturm". Die Wehranlage bewährte sich dann im Krieg um das Salz zwischen den erzbischöflichen Salinen von Hallein und den habsburgischen Salinen in Hallstatt und Aussee.

1291 bis 1297 verteidigte Herzog Albrecht das Salzkammergut im Salzkrieg gegen den Salzbuirger Erzbischof Konrad IV. von Fohnsdorf. Konrad fiel mit 100 Reitern und 2000 Mann Fußvolk, darunter auch vielen Knappen vom Bergwerk in Hallein, im Salzkammergut ein. Die Salzburger zerstörten dabei die beiden kurz zuvor in Gosau errichteten Sudpfannen und auch die Traunau, den ersten Siedlungskern von Hallstatt. Konrad verliert dadurch aber die salzburgischen Gebietsansprüche an den halbblinden Habsburgerherzog Albrecht I., der schließlich - gegen eine beträchtliche Ablöse - auf das Salzsieden verzichtet. Gosau gehört nicht mehr zum Erzbistum Salzburg, sondern wird kaiserliches Kammergut.

Nach Beendigung des Salzkrieges kommt es zu einer umfassenden Neuorganisation des Salzwesens im Habsburger Reich durch König Albrecht I. und später durch seine Witwe, Königin Elisabeth. 1298 heiratet Herzog Albrecht I. Herzog von Habsburg Elisabeth Gräfin von Görz. Als Morgengabe erhält die junge Frau das Yschlland, also das innere Salzkammergut mit Hallstatt, Goisern und Gmunden.

Das Salzkammergut wurde ein beliebtes Jagdgebiet des Hauses Habsburg, also des Deutschen Kaiserhauses und später des Öerreichischen Kaiserhauses. Bad Ischl wird ein weltbekannter Kurort. Seit dem 16. Jahrhundert wird in Ischl Salzsole zu Salz versotten. 1595 wurde erstmals durch eine hölzerne Leitung Sole aus dem Hallstätter Bergwerk nach Ischl geleitet und im Sudwerk verarbeitet.

Es gelang dem Hause Habsburg im späten 17. und 18. Jahrhundert zunehmend mit Hilfe des Salzes aus dem Salzkammergut das Fürsterzbistum Salzburg aus dessen ertragreichen Salzabsatzgebieten zu verdrängen. Der Aufstieg des Salzabbaues des Salzkammergutes bedeutete den wirtschaftlichen Abstieg des Fürsterzbistums Salzburg.

Das Salzkammergut entwickelte sich dann ab Mitte des 19. Jahrhunderts aber allgemein zu einem beliebten Urlaubsziel. Von 1891 bis 1957 verband die Ischlerbahn Salzburg mit Mondsee, St. Gilgen und Bad Ischl. Am 1. August 1893 nahm die Schafbergbahn ihren Dienst auf. Heute kann man zwischen Badeseen, Salzbergwerk, Wandern, Operettenbesuch und vielen anderen Unterhaltungs- und Sportmöglichkeiten in dieser Region wählen.

Der Salzburger Teil

Grenzverlauf

Die Grenze zwischen dem Bundesland Salzburg und Oberösterreich verläuft zwischen Thalgau und Mondsee nördlich der Ruine Wartenfels, dem Schober (1.328 m), dann bildet die Drachenwand (1.176 m) die Grenze, sie verläuft am Ostende des Mondsees direkt am See, dann hinüber zu Unterach am Attersse, wiederum ein Stück am Attersee entlang, um dann in einem Bogen um den Schafberg (1.782 m) westlich von St. Wolfgang wieder am und über den Wolfgangsee nach Strobl in Richtung Bad Ischl zu verlaufen, östlich des Postalm-Gebiets zieht sich der Grenzverlauf in südliche Richtung zum Pass Gschütt (957 m), den Gosau-Kamm entlang bis zur Westflanke des Hohen Dachsteins (2.995 m), der seinerseits an der Grenze zwischen der Steiermark und Oberösterreich liegt.

Somit bleiben auf Salzburger Gebiet als typisch bezeichnetes Salzkammergut der fast gesamte Wolfgangsee (der Bereich von der Dittelbach-Mündung bis zum Abfluss des Sees - der Beginn der Ischl - bei Strobl zählt zu oberösterreichischem Gebiet) und im erweiterten Sinn auch der Fuschlsee. Damit hat Salzburg den flächenmäßig kleinsten Anteil an dieser Urlaubsregion.

Geschichtliches

Geschichtlich von Bedeutung ist vor allem St. Gilgen. Dort wurden Mozarts Mutter Anna Maria Walburga Pertl am 25. Dezember 1720 und ihr Vater, Wolfgang Nikolaus Pertl am 6. Dezember 1667 geboren. Die Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart, Maria Anna Walburga Ignatia Mozart, genannt Nannerl, heiratete am 23. August 1784 einen Amtsnachfolger ihres Großvaters, den Reichsfreiherr Johann Baptist Berchtold zu Sonnenburg.

Erwähnenswert

Weblinks

Quellen