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Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen.  
 
Die Wohnung von Baronin Hagenauer war seit 1944 durch ihre NS-Gefangenschaft und während ihres darauffolgenden mehrmonatigen Spitalaufenthaltes, bei dem sie sich von den Folgen der Folter in NS-Gefangenschaft auskurieren musste, für lange Zeit verwaist geblieben. Während ihres Spitalaufenthaltes (seit April 1945) war im Zuge der Befreiung Wiens die offenbar verlassene Wohnung von russischen Soldaten besetzt und dabei stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 1946 hatte ihr deswegen Bundesminister Dr. Felix Hurdes, ein alter Freund und Mitstreiter aus der Zeit des Widerstands während der NS-Zeit, eine neue Wohnung im nunmehrigen britischen Sektor organisiert. Allerdings mussten bei der damals unter großen Schwierigkeiten durchgeführten Übersiedlung viele der bereits zerstörten Familienstücke (Ölgemälde, Mobiliar, Familienarchiv etc.) zurück gelassen werden, die später durch Diebstahl und Vandalismus (das Archiv wurde großteils eingeheizt) endgültig verloren gingen.  
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1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Nobiluomo Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Nobiluomo Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Sein Vater, der Fabrikant Johann Evangelist Zacherl (Monikas Großvater), war einer der größten und wichtigsten Förderer der "österreichischen katholischen Leogesellschaft" gewesen, die wiederum Wolfgangs Großvater (Simon II. de Hagenauer, Barone Romano) 1892 mitgegründet hatte. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der "Ornithologischen Gesellschaft Österreich"s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.
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1946 begann der nach Wien zurückgekehrte Wolfgang (VI.) Rechts-Wissenschaften zu studieren und wurde, wie alle vier Generationen zuvor, Jurist. Als [[1956]] tausende Flüchtlinge aus Ungarn in die Freiheit nach Österreich flüchteten, führte er mit Freunden mit einem Lastwagen ungarische Flüchtlinge aus dem Auffanglager Andau nach Wien. Auch organisierte er die Unterbringung etlicher Flüchtlinge bei Familien aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis. [[1957]] heiratete er Monika Zacherl, die Tochter des Nobiluomo Univ.-Profs. Dr. Hans Zacherl und der Berta Böhm (aus dem bayrischen Bankhaus Adolf Böhm). Monika Zacherl (*1935) stammte aus einer erzkatholischen und  ehemals einer der vermögendsten Fabrikanten-Dynastien Österreichs. Ihr Vater, Univ.-Prof. Dr. Hans Zacherl, war (wie Wolfgangs Vater Baron Simon III.) nach dem Einmarsch Deutscher Truppen in Österreich 1938 auf Grund seiner religiösen Überzeugung seiner Ämter als Vorstand der Grazer Frauenklinik und als Universitäts-Professor enthoben worden. Nobiluomo Univ.-Prof Dr. Hans Zacherl, später Dekan der Medizinischen Fakultät und Vorstand der Universitätsfrauen-Klinik in Wien, war Ritter des päpstlichen Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Sein Vater, der Fabrikant Johann Evangelist Zacherl (Monikas Großvater), war einer der größten und wichtigsten Förderer der "österreichischen katholischen Leogesellschaft" gewesen, die wiederum Wolfgangs Großvater (Simon II. de Hagenauer, Barone Romano) 1892 mitgegründet hatte. Dr. Wolfgang Hagenauer wurde schließlich Staatsbeamter in der Niederösterreichischen Landesregierung mit dem Titel eines wirklichen Hofrats. Unter anderem wurde er auch Mitbegründer des [[Alpenforum - Internationaler Verein zur Förderung alpenländischer Interessen|Alpenforum]]s sowie Präsident der "Ornithologischen Gesellschaft Österreich"s. Er war, wie bereits sein Vater und sein Großvater zuvor, der jeweils letzte lebende männliche Hagenauer des Wiener Zweiges, setzte aber ebenfalls die Linie fort. Seine Söhne sandte er auf das Salzburger Internat [[Werkschulheim Felbertal]], in die Heimat seiner Ahnen. Zahlreiche Nachkommen der Baroni de Hagenauer leben in Wien.
    
== Quelle ==
 
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