Griesgasse: Unterschied zwischen den Versionen

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Der nördliche Teil außerhalb der zweiten Stadtmauer und der Salzach, "''[[Am Gries]]''" genannt, bot früher Platz für Viehweiden und Gärten. Die [[Befestigung der Stadt Salzburg|Stadtmauer]] lag zwischen den Häusern an der rechten Seite der [[Getreidegasse]] und der Griesgasse.  
Der nördliche Teil außerhalb der zweiten Stadtmauer und der Salzach, "''[[Am Gries]]''" genannt, bot früher Platz für Viehweiden und Gärten. Die [[Befestigung der Stadt Salzburg|Stadtmauer]] lag zwischen den Häusern an der rechten Seite der [[Getreidegasse]] und der Griesgasse.  


Unter [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] begann man mit der Verbauung "am Gries". So kann man noch heute sein [[Wappen der Fürsterzbischöfe|Wappen]] am [[Löchlbogen]] sehen, der zum [[Hagenauer Platz]] und in die [[Getreidegasse]] führt. Im Gebäude Griesgasse Nr. 19 ließ er die [[Städtische Fleischbank|Fleischbänke]] von der hölzernen [[Staatsbrücke|Stadtbrücke]] verlegen. Da die Salzach früher auch den heutigen Ferdinand-Hanusch-Platz einnahm, konnten die Fleischer ihre (stinkenden) Abfälle ebenfalls gleich in den Fluss schütten.  
Unter [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] begann die Verbauung "am Gries". Sein [[Wappen der Fürsterzbischöfe|Wappen]] ist am [[Löchlbogen]] zu sehen, der zum [[Hagenauer Platz]] und in die [[Getreidegasse]] hinein führt. Wolf Dietrich ließ die [[Städtische Fleischbank|Fleischbänke]] von der hölzernen [[Staatsbrücke|Stadtbrücke]] in das Gebäude Griesgasse Nr. 19 verlegen. So konnten die Fleischer ihre (stinkenden) Abfälle auch weiterhin in die Salzach schütten.  


Zur Zeit von Wolf Dietrich hatten die Häuser in der Altstadt noch keine Nummern, sondern Namen. So auch das heutige Haus Nr. 5 in der Griesgasse. Es hieß [[Kronenhaus]] und wurde als Armen- und Altersheim verwendet. Das [[Marianum]] war lange eine Werkstätte für Steinmetze, ab 1897 diente es als Wohnheim für [[Dienstbote]]n. Und ein "Vorläufer" der [[Salzburg AG]] war schon damals im Haus Nr. 21 angesiedelt: ''der gemainen Stadt Schmiede'' - Schmiede der Stadtgemeinde.
Zur Zeit von Wolf Dietrich hatten die Häuser in der Altstadt noch keine Nummern, sondern Namen. So auch das heutige Haus Griesgasse Nr. 5, das [[Kronenhaus]] hieß und als Armen- und Altersheim verwendet wurde. Das [[Marianum]] war lange eine Werkstätte für Steinmetze, ab 1897 diente es als Wohnheim für [[Dienstbote]]n. Und ein "Vorläufer" der [[Salzburg AG]] war schon damals im Haus Nr. 21 angesiedelt: ''der gemainen Stadt Schmiede'' - Schmiede der Stadtgemeinde.


Im [[19. Jahrhundert]] führte der Verlauf der Griesgasse an Teilen der [[Alte Thürnitz|Paris-Lodron´sche Kaserne]] vorbei, in der später die [[Bürgerschule Salzburg|Bürgerschule]] und die [[Bundesrealgymnasium Salzburg|Realschule]] untergebracht waren. Heute wird der Gebäudekomplex [[AVA-Haus]] genannt. Im Bereich des Ferdinand-Hanusch-Platzes führte die Griesgasse dann ab 1955 am sogenannten "Mississippi-Dampfer" (siehe Artikel des Platzes) vorbei, der heute nicht mehr besteht.
Im [[19. Jahrhundert]] führte der Verlauf der Griesgasse an Teilen der [[Alte Thürnitz|Paris-Lodron´sche Kaserne]] vorbei, in der später die [[Bürgerschule Salzburg|Bürgerschule]] und die [[Bundesrealgymnasium Salzburg|Realschule]] untergebracht waren. Heute wird der Gebäudekomplex [[AVA-Haus]] genannt. Im Bereich des Ferdinand-Hanusch-Platzes führte die Griesgasse dann ab 1955 am sogenannten "Mississippi-Dampfer" (siehe Artikel des Platzes) vorbei, der heute nicht mehr besteht.