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| − | + | Am Samstag, den [[2. Juli]] [[1927]], begann das "Gründungsfest der Elektrischen Bahnen in Salzburg" mit einem abendlichen Zeremoniell. Nach dem Zapfenstreich am [[Salzburg Hauptbahnhof]] marschierte die Musikkapelle in einem Fackelzug nach [[Nonntal]] zum [[Zugallistraße 7|Schwarzwirt]], in dem sich ihr Vereinslokal befand. Tags darauf zog die Kapelle mit Gästen in einem Festzug zum [[Mönchsbergaufzug]], wo Obmann Dornstauder die Teilnehmer begrüßte und der Volksdichter [[Otto Pflanzl]] eine Festrede hielt. Danach dirigierte Franz Hulan ein Festkonzert.<ref>''Gründungsfest der Salzburger Straßenbahnermusik.'' Siehe [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19270704&seite=5&zoom=33 ANNO], "[[Salzburger Chronik]]", Ausgabe vom 4. Juli 1927, Seite 5.</ref> Hulan leitete auch den im Jahr [[1920]] gegründeten [[Eisenbahner-Musikverein Salzburg]]. | |
| − | [[2004]] wird die Magistratsmusik in Stadtmusik Salzburg umbenannt. | + | Am [[5. Februar]] [[1929]] fand im [[Gasthof Mödlhamer (Altstadt)|Gasthof Mödlhamer]], [[Getreidegasse]] 26, die Gründungsversammlung des "Musikvereins der Magistrats-Angestellten" statt. Zu den Proponenten zählten GR Karl Mayer (Bauamt), Lackenbauer ([[Straßenbahn]]), Dornstauder (Stadtbahn), Grünbacher (Rathaus), Kaiser ([[SAFE|E-Werk]]), Rupert Auer (E-Werk), Eberharter ([[Gaswerk Salzburg|Gas- und Wasserwerk]]), Franz Hulan (Kapelle) sowie Karl Auer und Peter Markowitsch.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290207&seite=4&zoom=33 ANNO], "[[Salzburger Chronik]]", Ausgabe vom 7. Feber 1929, Seite 4.</ref> |
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Die Stadtmusik spielt einerseits bei offiziellen Anlässen verschiedenster Art, andererseits auch regelmäßig bei Konzerten im Mirabellgarten und beim [[Fackeltanz]] zur Eröffnung der [[Salzburger Festspiele]]. Seit [[1991]] findet das Frühjahrskonzert jährlich im [[Salzburger Kongresshaus]] statt. | Die Stadtmusik spielt einerseits bei offiziellen Anlässen verschiedenster Art, andererseits auch regelmäßig bei Konzerten im Mirabellgarten und beim [[Fackeltanz]] zur Eröffnung der [[Salzburger Festspiele]]. Seit [[1991]] findet das Frühjahrskonzert jährlich im [[Salzburger Kongresshaus]] statt. | ||
| − | == | + | === Kapellmeister === |
| − | * | + | * [[1926]]– ?: Franz Hulan |
| − | * | + | * [[1951]]–1957: Prof. [[Leopold Ertl|Leo Ertl]] |
| − | * | + | * [[1957]]–1964: [[Ferdinand Danes]] |
| − | * | + | * [[1964]]–1968: [[Jakob Rehrl]] |
| + | * [[1968]]–2009: Prof. [[Josef Seidl (Saalfelden)|Josef Seidl]] | ||
| + | * [[2009]]–2017: [[Lorenz Wagenhofer]] | ||
| + | * seit Jänner [[2017]]: [[Benedikt Eibelhuber]] | ||
| − | == | + | === Vorstand === |
| − | * | + | * Präsident: Bürgermeister-Stellvertreter [[Josef Huber]] |
| + | * Obmann: Johann Auer | ||
| + | * Kapellmeister: [[Benedikt Eibelhuber]] | ||
| + | * Kapellmeister Stv.: Wolfgang Nobis | ||
| + | * Ehrenkapellmeister: [[Josef Seidl (Saalfelden)|Prof. Josef Seidl]] | ||
| − | ==Weblinks== | + | == Weblinks == |
| − | {{Homepage|http://www. | + | *[http://www.facebook.com/groups/104939446215179/ Stadtmusik Salzburg auf Facebook] |
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Aktuelle Version vom 14. Dezember 2023, 22:51 Uhr
Die Stadtmusik Salzburg ist das offizielle Blasorchester der Stadt Salzburg.
Geschichte
1926 wurde die erste Stadtmusik als "Musikkapelle der Stadtbahn" von Bediensteten der Gelben Elektrischen mit einem Konzert im Mirabellgarten ins Leben gerufen.
Am Samstag, den 2. Juli 1927, begann das "Gründungsfest der Elektrischen Bahnen in Salzburg" mit einem abendlichen Zeremoniell. Nach dem Zapfenstreich am Salzburg Hauptbahnhof marschierte die Musikkapelle in einem Fackelzug nach Nonntal zum Schwarzwirt, in dem sich ihr Vereinslokal befand. Tags darauf zog die Kapelle mit Gästen in einem Festzug zum Mönchsbergaufzug, wo Obmann Dornstauder die Teilnehmer begrüßte und der Volksdichter Otto Pflanzl eine Festrede hielt. Danach dirigierte Franz Hulan ein Festkonzert.[1] Hulan leitete auch den im Jahr 1920 gegründeten Eisenbahner-Musikverein Salzburg.
Am 5. Februar 1929 fand im Gasthof Mödlhamer, Getreidegasse 26, die Gründungsversammlung des "Musikvereins der Magistrats-Angestellten" statt. Zu den Proponenten zählten GR Karl Mayer (Bauamt), Lackenbauer (Straßenbahn), Dornstauder (Stadtbahn), Grünbacher (Rathaus), Kaiser (E-Werk), Rupert Auer (E-Werk), Eberharter (Gas- und Wasserwerk), Franz Hulan (Kapelle) sowie Karl Auer und Peter Markowitsch.[2]
Am 16. Februar 1936 wurden in der Generalversammlung des "Musikvereins der Magistratsangestellten der Stadt Salzburg", die im Kurhaus stattfand, bei der Neuwahl des Vorstandes folgende Personen gewählt: Obmann: Karl Mayer senior; Obmannstellvertreter: Dr. Georg Rainer;[3] Schriftführer: Rupert Auer; Kassier: B. Hartlieb.[4]
Ein paar Jahre später wurde der "Musikverein der Bediensteten der Stadt Salzburg" am 23. Jänner 1952 mit einer konstituierenden Sitzung im Schloss Mirabell neu gegründet. Erster Kapellmeister der neuen "Magistratsmusik" war der ehemalige Militärkapellmeister Leopold Ertl.
2004 wird die Magistratsmusik in "Stadtmusik Salzburg" umbenannt.
Die Stadtmusik spielt einerseits bei offiziellen Anlässen verschiedenster Art, andererseits auch regelmäßig bei Konzerten im Mirabellgarten und beim Fackeltanz zur Eröffnung der Salzburger Festspiele. Seit 1991 findet das Frühjahrskonzert jährlich im Salzburger Kongresshaus statt.
Kapellmeister
- 1926– ?: Franz Hulan
- 1951–1957: Prof. Leo Ertl
- 1957–1964: Ferdinand Danes
- 1964–1968: Jakob Rehrl
- 1968–2009: Prof. Josef Seidl
- 2009–2017: Lorenz Wagenhofer
- seit Jänner 2017: Benedikt Eibelhuber
Vorstand
- Präsident: Bürgermeister-Stellvertreter Josef Huber
- Obmann: Johann Auer
- Kapellmeister: Benedikt Eibelhuber
- Kapellmeister Stv.: Wolfgang Nobis
- Ehrenkapellmeister: Prof. Josef Seidl
Weblinks
Quelle
Einzelnachweise
- ↑ Gründungsfest der Salzburger Straßenbahnermusik. Siehe ANNO, "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 4. Juli 1927, Seite 5.
- ↑ ANNO, "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 7. Feber 1929, Seite 4.
- ↑ Vater von Werner Rainer
- ↑ ANNO, "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 22. Feber 1936, Seite 17.