Dreifaltigkeitsgasse: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Die '''Dreifaltigkeitsgasse''' ist eine Straße in der [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsseitigen Altstadt]] Salzburgs. | ||
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Benannt wurde die Gasse nach der an ihr liegenden und [[1694]] von [[Fischer von Erlach]] erbauten [[Dreifaltigkeitskirche]]. Über den Beschluss zur Namensgebung liegen keine Aufzeichnungen vor. | Benannt wurde die Gasse nach der an ihr liegenden und [[1694]] von [[Fischer von Erlach]] erbauten [[Dreifaltigkeitskirche]]. Über den Beschluss zur Namensgebung liegen keine Aufzeichnungen vor. | ||
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| + | Die Dreifaltigkeitsgasse ist knapp 300 Meter lang und verbindet die [[Linzer Gasse]] mit dem [[Mirabellplatz]]. Während der erste Abschnitt bis zum [[Makartplatz]] eine Fußgängerzone ist, wird die Gasse ab dem Makartplatz für den Individualverkehr zur Einbahnstraße in Richtung Mirabellplatz. In der Gegenrichtung fahren seit den [[1970er]]-Jahren nur noch der [[Stadtbus]] und Taxis. | ||
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| − | + | Geht man vom Mirabellplatz in Richtung Platzl kommt man zunächst rechter Hand [[Primogeniturpalast|alten Borromäum]] vorbei, in dem heute die [[Universität Mozarteum]] untergebracht ist. Vom [[1972]] abgerissenen Originalgebäude aus der Zeit [[Fürsterzbischof]]s [[Paris Lodron]] sind heute nur noch die Außenwände zur Dreifaltigkeitsgasse hin erhalten. In den Jahren vor dem Abriss befand sich in diesem Gebäude u. a. eine Filiale der [[Bäckerei Zrost]].<ref>[https://www.facebook.com/photo/?fbid=1607055715984575&set=pcb.1607055889317891 facebook], historische Aufnahme der Dreifaltigkeitsgasse mit diesem Teil des Gebäudes.</ref> | |
| − | + | Gegenüber dem alten Borromäum befindet sich das Stoffgeschäft Mayer & Neumayer, das [[1890]] gegründet wurde. Es gehörte bis in die [[1970er]]-Jahre zu den führenden Stoffgeschäften Salzburgs. Die Veränderungen in der Wirtschaft machten auch bei diesem renommierten Betrieb nicht Halt. Neben dem verbliebenen Stoffgeschäft "Haus der Stoffe" sind in Teilen des früheren Verkaufsbereiches einige andere Firmen angesiedelt. | |
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| + | Im Gebäude an der Ecke Makartplatz-Dreifaltigkeitsgasse auf der rechten Seite befand sich im ehemaligen [[Palais Überacker]] von [[1877]] bis [[2010]] das [[Makart-Postamt]]. Nach dessen Schließung wurde das Palais renoviert und gehört jetzt dem [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG]]. | ||
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Aktuelle Version vom 8. Dezember 2025, 10:41 Uhr
| Bild | |
|---|---|
| Dreifaltigkeitsgasse | |
| Länge: | ca. 300 m |
| Startpunkt: | Linzer Gasse |
| Endpunkt: | Mirabellplatz |
| Karte: | Googlemaps |
Die Dreifaltigkeitsgasse ist eine Straße in der rechtsseitigen Altstadt Salzburgs.
Name
Benannt wurde die Gasse nach der an ihr liegenden und 1694 von Fischer von Erlach erbauten Dreifaltigkeitskirche. Über den Beschluss zur Namensgebung liegen keine Aufzeichnungen vor.
Die ersten fünfzig Meter von der Linzer Gasse bis zum Sauterbogen hießen bis 1860 Andrägasse, da sich hier an der Ecke zur Linzer Gasse die alte St.-Andreas-Kirche befand.
Verlauf
Die Dreifaltigkeitsgasse ist knapp 300 Meter lang und verbindet die Linzer Gasse mit dem Mirabellplatz. Während der erste Abschnitt bis zum Makartplatz eine Fußgängerzone ist, wird die Gasse ab dem Makartplatz für den Individualverkehr zur Einbahnstraße in Richtung Mirabellplatz. In der Gegenrichtung fahren seit den 1970er-Jahren nur noch der Stadtbus und Taxis.
Gebäude
Geht man vom Mirabellplatz in Richtung Platzl kommt man zunächst rechter Hand alten Borromäum vorbei, in dem heute die Universität Mozarteum untergebracht ist. Vom 1972 abgerissenen Originalgebäude aus der Zeit Fürsterzbischofs Paris Lodron sind heute nur noch die Außenwände zur Dreifaltigkeitsgasse hin erhalten. In den Jahren vor dem Abriss befand sich in diesem Gebäude u. a. eine Filiale der Bäckerei Zrost.[1]
Gegenüber dem alten Borromäum befindet sich das Stoffgeschäft Mayer & Neumayer, das 1890 gegründet wurde. Es gehörte bis in die 1970er-Jahre zu den führenden Stoffgeschäften Salzburgs. Die Veränderungen in der Wirtschaft machten auch bei diesem renommierten Betrieb nicht Halt. Neben dem verbliebenen Stoffgeschäft "Haus der Stoffe" sind in Teilen des früheren Verkaufsbereiches einige andere Firmen angesiedelt.
An der Ecke Bergstraße-Dreifaltigkeitsgasse stand einst der Gasthof Römischer Kaiser, dann das Farbwarengeschäft Stuböck und in den 1970er-Jahren das Salzburger Landesreisebüro. Nach der Bergstraße auf der linke Seite folgen das Priesterseminar Erzdiözese Salzburg und die Dreifaltigkeitskirche am Makartplatz.
Im Gebäude an der Ecke Makartplatz-Dreifaltigkeitsgasse auf der rechten Seite befand sich im ehemaligen Palais Überacker von 1877 bis 2010 das Makart-Postamt. Nach dessen Schließung wurde das Palais renoviert und gehört jetzt dem Bankhaus Carl Spängler & Co. AG.
Nun folgt auf der linken Seite die ehemalige Wagenremise des Gablerbräus, das 1902 zum Bräustübl Gablerbräu wurde und seit einigen Jahren einen Pizzeria beherbergt. Im Anschluss an dieses Restaurant kommt man zum Sauterbogen, der unter dem Goldschlägerhaus hindurchführt. Gleich danach befindet sich an der rechten Seite das Lederhaus Schliesselberger Lederwaren der alteingesessenen Unternehmerfamilie Schliesselberger. Auf der anderen Seite steht das Ledererhaus.
Rechts folgt im Haus Nr. 3 der Münchnerhof (urkundlich bereits erstmals 1374 als "der pirprewin hofstat zegnagst an der nydern rewt" erwähnt) und an der Einmündung auf das Platzl links stand einst die Andräkirche, dann wurde ein "Neubau" errichtet, in dem sich das Café Koller und später das Café Lohr befanden, heute das Schuhhaus Denkstein.
Bilder
Dreifaltigkeitsgasse – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quellen
- Magistrat Stadt Salzburg
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006