Chiemseehof: Unterschied zwischen den Versionen
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== Wer ist wo? == | == Wer ist wo? == | ||
=== Stiege I === | === Stiege I === | ||
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=== Stiege II === | === Stiege II === | ||
| − | * | + | * Salzburger Landtag, Landtagspräsident, Landtagsklubs |
| − | * [[Sitzungssaal]], 1. OG | + | * [[Landtagssaal|Großer Sitzungssaal]], 1. OG |
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| − | Das Gebiet, auf dem sich der Chiemseehof befindet, gehörte ursprünglich zum Grundbesitz des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstiftes St. Peter]]. Für die [[Bischöfe von Chiemsee]], die als Weihbischöfe den [[Erzbischof]] von [[Erzbistum Salzburg|Salzburg]] unterstützten wurde es immer wichtiger, in Salzburg einen ständigen Wohnsitz einzurichten. Bischof | + | Das Gebiet, auf dem sich der Chiemseehof befindet, gehörte ursprünglich zum Grundbesitz des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstiftes St. Peter]]. Für die [[Bischöfe von Chiemsee]], die als [[Weihbischöfe]] den [[Erzbischof]] von [[Erzbistum Salzburg|Salzburg]] unterstützten wurde es immer wichtiger, in Salzburg einen ständigen Wohnsitz einzurichten. Bischof [[Adalbert von Fohnsdorf]] erwarb [[1305]] den Grund für den Hof der Bischöfe von Chiemsee von St. Peter. Die [[Kapelle der Bischöfe von Chiemsee|Hauskapelle]] entstand [[1355]]. [[1512]] erwarben die Bischöfe auch ein bei dem Gebäude gelegenes Grundstück von St. Peter, das sie zu einem Garten gestalteten. In der Folge wurden weitere umliegende Liegenschaften angekauft und im [[16. Jahrhundert]] zu einem Ensemble verschmolzen. <ref>[http://www.ubs.sbg.ac.at/sosa/graphiken/G1152III.jpg www.ubs.sbg.ac.at/Kupferstich 1669 "Ware und eigentliche Abbildung der ertzbischoflichen Residenz Statt Saltzburg" von Lucas Schnitzer und Paulus Fürst/Universitätsbibliothek Salzburg, Graphiksammlung, Sign. G 1152 III]</ref> Nach einem Brand [[1694]] wurde das Ensemble aus fünf zusammengehörigen Häusern bis [[1700]] wiederaufgebaut. |
Die Bischöfe [[Sigmund Ignaz von Wolkenstein-Trostburg]] ([[1696]] und [[Sigmund Carl von Castel-Barco]] gaben dann dem Gebäude ihr Aussehen, das es im Grunde noch heute hat. | Die Bischöfe [[Sigmund Ignaz von Wolkenstein-Trostburg]] ([[1696]] und [[Sigmund Carl von Castel-Barco]] gaben dann dem Gebäude ihr Aussehen, das es im Grunde noch heute hat. | ||
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| − | [[1967]] wurde die Fassade saniert und vereinheitlicht, 1977 kam es zu einer Innenrenovierung. [[2011]] musste das Büro von | + | [[1967]] wurde die Fassade saniert und vereinheitlicht, 1977 kam es zu einer Innenrenovierung. [[2011]] musste das Büro von Landeshauptfrau [[Gabi Burgstaller]] wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Schon im April [[2010]] hatten Techniker das Problem erkannt: die Decken im Eingangsbereich der Stiege 1 sowie im zweiten Obergeschoss ("[[Dippelbaum]]-Konstruktion") mussten daraufhin mit Metallstehern abgesichert werden. Allerdings dürften die im April 2010 entdeckten Schäden schon länger bestanden haben. Erst nach einer Öffnung der Zwischendecke konnte das Gesamtausmaß des Schadens geschätzt werden. Experten gingen im März von Kosten von rund 250.000 Euro aus. |
Eine bereits seit längerem beschlossene Sanierung, die aus Kostengründen sich über mehrere Jahre verteilt, hatte 2010 bereits zur Sanierung der Fassade im Eingangsbereich geführt. Im Sommer und Herbst wurde dann die Ton- und Übertragungstechnik im Landtagssitzungsaal erneuert, sowie dieser ausgeweißt und dessen Vorhänge ausgetauscht (Gesamtkosten 120.000 Euro). | Eine bereits seit längerem beschlossene Sanierung, die aus Kostengründen sich über mehrere Jahre verteilt, hatte 2010 bereits zur Sanierung der Fassade im Eingangsbereich geführt. Im Sommer und Herbst wurde dann die Ton- und Übertragungstechnik im Landtagssitzungsaal erneuert, sowie dieser ausgeweißt und dessen Vorhänge ausgetauscht (Gesamtkosten 120.000 Euro). | ||
Version vom 16. Februar 2019, 21:00 Uhr
Der Chiemseehof im Kaiviertel der Salzburger Altstadt ist ein Amtsgebäude des Landes Salzburg und zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt.
Einleitung
Hier befinden sich der Sitz des Salzburger Landtags (Gesetzgebung), des Landeshauptmanns (Vollziehung Bund und Land) und der Salzburger Landesregierung (Vollziehung Land), sowie der Landesamtsdirektion des Amtes der Salzburger Landesregierung, insgesamt also der Sitz der Gebietskörperschaft Land Salzburg. [1]
Wer ist wo?
Stiege I
- Landeshauptmann
- Landesregierung
- Landesamtsdirektion des Amtes der Salzburger Landesregierung
Stiege II
- Salzburger Landtag, Landtagspräsident, Landtagsklubs
- Großer Sitzungssaal, 1. OG
- Landtagsausschusssitzungszimmer, EG
Stiege III
- Großer Sitzungssaal, 1. OG
- Landtagsausschusssitzungszimmer, EG
- Landtagsklubs
Stiege IV
- Landesamtsdirektion
Geschichte
Das Gebiet, auf dem sich der Chiemseehof befindet, gehörte ursprünglich zum Grundbesitz des Erzstiftes St. Peter. Für die Bischöfe von Chiemsee, die als Weihbischöfe den Erzbischof von Salzburg unterstützten wurde es immer wichtiger, in Salzburg einen ständigen Wohnsitz einzurichten. Bischof Adalbert von Fohnsdorf erwarb 1305 den Grund für den Hof der Bischöfe von Chiemsee von St. Peter. Die Hauskapelle entstand 1355. 1512 erwarben die Bischöfe auch ein bei dem Gebäude gelegenes Grundstück von St. Peter, das sie zu einem Garten gestalteten. In der Folge wurden weitere umliegende Liegenschaften angekauft und im 16. Jahrhundert zu einem Ensemble verschmolzen. [2] Nach einem Brand 1694 wurde das Ensemble aus fünf zusammengehörigen Häusern bis 1700 wiederaufgebaut.
Die Bischöfe Sigmund Ignaz von Wolkenstein-Trostburg (1696 und Sigmund Carl von Castel-Barco gaben dann dem Gebäude ihr Aussehen, das es im Grunde noch heute hat.
Das Bistums Chiemsee wurde 1808 aufgelöst, der Chiemseehof diente bis 1814 aber weiter als Residenz des letzten nun emertierten Bischofs von Chiemsee, Sigmund Christoph von Waldburg zu Zeil und Trauchburg. 1824 bis 1835 residierte hier Erzbischof Augustin Gruber.
Amtssitz Land Salzburg
Eine neuerliche Veränderung erhielt es 1862, als es der neuen Landesvertretung übergeben wurde. 1866 erwarb den Chiemseehof das Land Salzburg für den neu eingerichteten Salzburger Landtag und er wurde zum Landhaus. Es kam zum Bau des Landtagssaales. 1873 wurden das Kumpfmühltor samt Zubauten, sowie 1875 die Hofkapelle im Zuge der Adaptierungsarbeiten abgetragen und es entstand dort der Landtagssaal.
1967 wurde die Fassade saniert und vereinheitlicht, 1977 kam es zu einer Innenrenovierung. 2011 musste das Büro von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Schon im April 2010 hatten Techniker das Problem erkannt: die Decken im Eingangsbereich der Stiege 1 sowie im zweiten Obergeschoss ("Dippelbaum-Konstruktion") mussten daraufhin mit Metallstehern abgesichert werden. Allerdings dürften die im April 2010 entdeckten Schäden schon länger bestanden haben. Erst nach einer Öffnung der Zwischendecke konnte das Gesamtausmaß des Schadens geschätzt werden. Experten gingen im März von Kosten von rund 250.000 Euro aus.
Eine bereits seit längerem beschlossene Sanierung, die aus Kostengründen sich über mehrere Jahre verteilt, hatte 2010 bereits zur Sanierung der Fassade im Eingangsbereich geführt. Im Sommer und Herbst wurde dann die Ton- und Übertragungstechnik im Landtagssitzungsaal erneuert, sowie dieser ausgeweißt und dessen Vorhänge ausgetauscht (Gesamtkosten 120.000 Euro).
Bilder
Chiemseehof – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Chiemseehof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- www.salzburg.gv.at
- "Salzburger Nachrichten", 15. März 2011
- diglib.tugraz.at, Die profanen Denkmale der Stadt Salzburg - digitalisierte Kapitel über Salzburg aus dem Jahr 1914
Fußnoten
- ↑ Land Salzburg_Fyler_Der_Chiemseehof (Sitz des Landtages und der Landesregierung).pdf | August 2013
- ↑ www.ubs.sbg.ac.at/Kupferstich 1669 "Ware und eigentliche Abbildung der ertzbischoflichen Residenz Statt Saltzburg" von Lucas Schnitzer und Paulus Fürst/Universitätsbibliothek Salzburg, Graphiksammlung, Sign. G 1152 III