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Oberschulrat '''Rupert Mayr''' (* [[4. Juli]] [[1905]]; † [[26. Februar]] [[1973]]) war Schulleiter mehrerer [[Flachgau]]er Volksschulen.
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[[Datei:Organist Rupert Mayr.jpg|thumb|Rupert Mayr (wohl um 1930).]]
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Oberschulrat '''Rupert Mayr''' (* [[4. Juli]] [[1905]] in [[Anif]]; † am [[26. Februar]] [[1973]] in [[Fuschl am See]]) war Organist (→ [[Kirchenchor Faistenau]]), Musiker und Schulleiter mehrerer [[Flachgau]]er Volksschulen.
    
== Leben ==
 
== Leben ==
Rupert Mayr war Schulleiter der [[Volksschule Tiefbrunnau]], dann an der [[Volksschule Faistenau]] und wurde am [[1. September]] [[1938]] als Schulleiter an die [[Volksschule Thalgauegg]] versetzt. Am [[26. März]] [[1943]] wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen, während seine Frau [[Elisabeth Mayr|Elisabeth]], geborene Vrancx († [[5. Oktober]] [[1989]]) die Leitung der Schule übernahm. Am [[1. September]] [[1945]] übersiedelten beide nach [[Fuschl am See]], wo er Schulleiter der [[Volksschule Fuschl|Volksschule]] wurde und bis zu seiner Pensionierung [[1971]] auch blieb. Von [[1947]] bis [[1948]] unterrichtete er auch an der [[Volksschule Thalgau]].
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Rupert Mayr war ein Sohn des [[Anif]]er [[Mündlgut|Mindlbauern]] Johann Mayr (* 1852; † 1916)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/anif/STB6/?pg=52 Sterbebuch der Pfarre Anif, Band VI, S. 50.]</ref> und seiner Frau Franziska, geborene Lackner.<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/anif/TFB7/?pg=39 Taufbuch der Pfarre Anif, Band VII, S. 37.]</ref> Er war bis 1936 Schulleiter der [[Volksschule Tiefbrunnau]], dann der [[Volksschule Faistenau]], wobei er sich verpflichtete hatte, bei Ämtern in der Kirche die Orgel zu spielen. In der Sitzung des Landesschulrates am [[8. Juni]] [[1936]] war er deswegen zum ''wirklichen Oberlehrer'' in Faistenau ernannt worden.<ref>"[[Salzburger Chronik]]]", Nr. 134 vom 13. Juni 1936, S. 12.</ref> Nach dem [[Anschluss#Der Anschluss in Salzburg|Anschluss]] und der Machtergreifung der Nazis in Faistenau ([[Bürgermeister der Gemeinde Faistenau|Bürgermeister ''Matthias Ebner'']]) wurde er 1938 verhaftet, kurz im [[Bezirksgericht Thalgau]] eingesperrt und gekündigt. Ab dem [[1. September]] [[1938]] unterrichtete er an der [[Volksschule Thalgauegg]], was als Strafversetzung angesehen wurde: Schule und Lehrerwohnung waren ärmlich ausgestattet und nicht an die Stromversorgung angeschlossen.
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Seine Tochter Gertrude unterrichtete als provisorische Lehrerin von [[1951]] bis [[1952]] an der [[Volksschule Thalgauegg]].
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Mit Wirkung zum [[26. März]] [[1943]] wurde Rupert Mayr zur [[Wehrmacht]] eingezogen, er rückte in die [[Hellbrunner Landwehrkaserne]] ein,  während seine Frau [[Elisabeth Mayr|Elisabeth]], geborene Vrancx, die Leitung der Schule übernahm.
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Am [[1. September]] [[1945]] übersiedelten beide nach Fuschl am See, wo er Schulleiter der [[Volksschule Fuschl|Volksschule]] wurde und bis zu seiner Pensionierung [[1971]] auch blieb. Von [[1947]] bis [[1948]] unterrichtete er auch an der [[Volksschule Thalgau]].
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Seine Tochter Gertrude unterrichtete als provisorische Lehrerin von [[1951]] bis [[1952]] an der Volksschule Thalgauegg.
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== Außerschulische Tätigkeiten ==
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Am Sonntag, den [[9. Juli]] [[1933]] fand in Faistenau der ''Tag der Reichsbundjugend''<ref>Gemeint ist der ''Reichsbund der katholischen deutschen Jugend Österreichs'' (~1918–1938)</ref> statt. Rupert Mayr dirigierte dabei die neu gegründete ''Burschenvereinsmusik''.<ref>"Salzburger Chronik", Nr. 160 vom 14. Juli 1933, S. 3.</ref>
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Bei der Primiz von [[Josef Ebner (Professor)|Josef Ebner]] ("Wittau-Pfarrer") leitete er die ''Burschenvereinsmusik'', die dem Jungpriester am Vorabend der Ereignisses ein Ständchen darbrachte.<ref>''Salzburger Chronik'', Nr. 181 vom 8. August 1933, S. 9.</ref>
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Als Mitglied der [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]] nahm er am [[15. April]] [[1934]] am Sturmschar-Bezirkstreffen (= OSS-Treffen)<ref>''Die [[Ostmärkische Sturmscharen|Ostmärkischen Sturmscharen]] verstanden sich'' "als eine vaterländische, katholische,  jungpolitische Bewegung, [...] vor allem (als) Bewegung der Jugend. [...] Sie nehmen Mitglieder erst auf, wenn diese das 17. Lebensjahr erreicht haben; man kann aber andererseits bis zu seinem 40. Lebensjahre der OSS. angehören." ''Eine'' "endgültige Aufnahme" ''trete'' "erst nach einer Probezeit" ''ein, die'' "im allgemeinen drei Monate dauert". Zit. nach: Hans Jilek: ''Die Sturmscharen am Werk'', in: ''Reichspost'' vom 15. Dezember 1932, S. 11 (Jugendbeilage "Der junge Strom"). In: Eva Maria Gober: ''DIE INSTRUMENTALISIERUNGS- BZW. SOZIALISIERUNGSVERSUCHE UND ERZIEHUNGSPRINZIPIEN IM AUTORITÄREN STÄNDESTAAT ÖSTERREICHS 1933/34–1938'', Magisterarbeit Universität Wien 2008, Fußnote S. 170f.</ref> in [[Hof bei Salzburg|Hof]] teil und leitete dabei die ''Auer-Musik'' (= Tiefbrunnauer Musikkapelle).<ref>''Salzburger Chronik, Nr. 88 vom 17. April 1934, S. 8.</ref>
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Bei der Einweihung der [[Engelbert Dollfuß|Dollfuß]]-Kapelle in [[Fuschl am See]], am [[Pfingsten|Pfingst]]montag, den [[10. Juni]] [[1935]], nahm OSS-Ortsleiter Rupert Mayr teil. Danach gab es eine Kundgebung beim Mohrenwirt in Fuschl. Unter seiner Leitung wurden die Pausen […] ''von schneidigen Märschen der OSS Musikkapelle, Tiefbrunnau ausgefüllt''.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19350613&seite=5&zoom=33 ANNO], "Salzburger Chronik", Ausgabe vom 13. Juni 1935, Seite 5</ref>
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
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* [[Eva Maria Schalk|Schalk, Eva Maria]] (Red.): ''Chronik Faistenau''. Gemeinde Faistenau 1995.
 
* [[Eva Maria Schalk|Schalk, Eva Maria]] (Red.): ''Chronik Faistenau''. Gemeinde Faistenau 1995.
 
* Grabstein am Friedhof von [[Pfarrkirche zum hl. Erasmus|Fuschl am See]]
 
* Grabstein am Friedhof von [[Pfarrkirche zum hl. Erasmus|Fuschl am See]]
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== Einzelnachweise ==
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|AMT= Schulleiter der [[Volksschule Faistenau]]
 
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[[Kategorie:Faistenau]]
 
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[[Kategorie:Thalgau]]
 
[[Kategorie:Thalgau]]
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[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne]]
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[[Kategorie:Geboren 1905]]
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[[Kategorie:Gestorben 1973]]