Ostmärkische Sturmscharen
Die Ostmärkischen Sturmscharen (OSS) verstanden sich "als eine vaterländische, katholische, jungpolitische Bewegung, [...] vor allem (als) Bewegung der Jugend. [...] Sie nahmen Mitglieder erst auf, wenn diese das 17. Lebensjahr erreicht hatten; man konnte aber andererseits bis zu seinem 40. Lebensjahre der OSS. angehören." Eine "endgültige Aufnahme" trat "erst nach einer Probezeit" ein, die "im allgemeinen drei Monate dauert".[1]
Die Ostmärkischen Sturmscharen und Salzburg
Als Mitglied der Vaterländischen Front nahm Volksschuldirektor Rupert Mayr am Sturmschar-Bezirkstreffen am 15. April 1934 in Hof teil und leitete dabei die Auer-Musik (= Tiefbrunnauer Musikkapelle).
Am 10. Juni 1935 nahm Rupert Mayr am Pfingstmontag an der Einweihung der Dollfuß-Kapelle in Fuschl am See als OSS-Ortsleiter teil und bei der anschließenden Kundgebung beim Mohrenwirt in Fuschl wurden unter seiner Leitung die Pausen von schneidigen Märschen der OSS-Musikkapelle, Tiefbrunnau ausgefüllt.
Kurze Zeit vor ihrem tragischen Tod hatte die Gemahlin des Bundeskanzlers, Herma von Schuschnigg, dem Frauen- und Mädchenring der OSS in Salzburg und der weiblichen Ostmarkjugend einen Wimpel gespendet, der am 15. Dezember 1935 in feierlicher Weise durch Fürsterzbischof Dr. Sigismund Waitz die kirchliche Feier erhalten hat. Zu dieser schlichten Feier, die in überaus erhebender Weise verlief, war Bundeskanzler Dr. Kurt v. Schuschnigg selbst nach Salzburg gekommen. Am Nachmittag wohnte der dann - der verschobenen - Welturaufführung des Glocknerfilms im Mirabell-Kino bei.
Quelle
- ↑ Zit. nach: Hans Jilek: Die Sturmscharen am Werk, in: Reichspost vom 15. Dezember 1932, S. 11 (Jugendbeilage "Der junge Strom"). In: Eva Maria Gober: DIE INSTRUMENTALISIERUNGS- BZW. SOZIALISIERUNGSVERSUCHE UND ERZIEHUNGSPRINZIPIEN IM AUTORITÄREN STÄNDESTAAT ÖSTERREICHS 1933/34–1938, Magisterarbeit Universität Wien 2008, Fußnote S. 170f.