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| − | '''Johann Rochus Egedacher''' (* [[5. August]] [[1714]] in [[Salzburg]]; † [[14. Juni]] [[1785]] in [[Salzburg]]) war der Sohn des [[Orgelbauer]]s [[Johann Christoph Egedacher]] und führte dessen Werkstätte in Salzburg weiter. | + | '''Johann Rochus Egedacher''' (* [[5. August]] [[1714]] in der [[Stadt Salzburg]], [[Kirche des heiligen Andreas|St. Andrä]]; † [[14. Juni]] [[1785]] ebenda) war der Sohn des [[Orgelbauer]]s [[Johann Christoph Egedacher]] und führte dessen Werkstätte in Salzburg weiter. |
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| | == Leben == | | == Leben == |
| | [[Datei:Rochus Egedacher Haus 004.JPG|thumb|Egedacherhaus 1753–88]] | | [[Datei:Rochus Egedacher Haus 004.JPG|thumb|Egedacherhaus 1753–88]] |
| − | [[Datei: Rochus Egedacher Haus II 005.JPG|thumb|Lehenrößlerhaus, 1764–1785 im Besitze Rochus Egedachers]] | + | [[Datei: Rochus Egedacher Haus II 005.JPG|thumb|[[Lehenrößlerhaus]], 1764–1785 im Besitze Rochus Egedachers]] |
| − | Johann Rochus Egedacher, in der Literatur Rochus Egedacher, oder fälschlicherweise manchmal Johann Josef Egedacher genannt, war als Sohn von [[Johann Christoph Egedacher]] ein bedeutendes Mitglied der [[Orgelbauer]]dynastie der [[Egedacher]], die zusammen mit den Familien [[Butz (Orgelbau)|Butz]] und [[Freundt (Familie)|Freundt]] als wichtigste Vertreter der süddeutschen Orgelbauschule, und damit des salzburger und bayrischen Raumes gelten. | + | Johann Rochus Egedacher, in der Literatur ''Rochus Egedacher'', oder fälschlicherweise manchmal ''Johann Josef Egedacher'' genannt, war als Sohn des [[Johann Christoph Egedacher]], einem bedeutenden Mitglied der [[Orgelbauer]]dynastie der [[Egedacher]]. Zusammen mit den Familien [[Butz (Orgelbau)|Butz]] und [[Freundt (Familie)|Freundt]] gelten sie als die wichtigsten Vertreter der süddeutschen Orgelbauschule, und damit des salzburger und bayrischen Raumes. |
| − | Johann Rochus hatte seine Ausbildung zunächst am [[Kapellhaus]] erhalten, [[1726]] scheint er als Grammatist am Benediktinergymnasium auf. Egedacher war ein guter Organist und spielte auch weiteres Instrumente. In der Hofmusik wird er als ''Hofposonist'' bezeichnet, die Schreiber des Hofkalenders nennen ihn auch den ''Hof-Hornisten''. Das Orgelmacherhandwerk lernte er bei seinem Vater, in der Werkstätte [[Bergstraße]] 12. Mit 25 lieferte er als Gesellenstück eine neue Orgel mit 24 Registern für die Pfarrkirche St. Michael in [[Brixen]]. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er dessen Werkstätte und erhielt am 13. September 1747 das Salzburger Hoforgelmacherdekret. Er übernahm den Hofdienst zu den gleichen Bedingungen wie sein Vater, nur das Wein- und Brotdeputat wurde ab dem [[9. März]] [[1758]] in eine jährliche Zahlung von 54 [[Gulden|fl.]] umgewandelt.<ref>Heinz Schuler: ''Mozarts Salzburger Freunde und Bekannte''. Biographien und Kommentare, Wilhelmshaven 1998, S. 180.</ref> Am [[13. Februar|13. Feber]] [[1748]] heiratete er in der Pfarrkirche [[Stadtpfarrkirche Gnigl|Gnigl]] Maria Theresia Capeller aus [[Ausseerland|Aussee]]. Die Trauung nahm sein Bruder, Kanonikus Johann Jakob Egedacher,<ref>Johann Jakob Egedacher war später, 1752–1761, Vikar in [[Pfarrkirche Bad Vigaun zum hl. Dionysius|Vigaun]], [http://www.res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Vigaun] Liste der Pfarrer von Vigaun.</ref> vor, einer seiner Trauzeugen war einer seiner anderen Brüder, der Vikar Johann Georg Kajetan Egedacher.<ref>Johann Georg Kajetan Egedacher, fürsterzbischöfl. geistl. Rath, Freund Leopold Mozarts, war 1753–1764 Pfarrer von [[Mariapfarr]], [http://www.res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Mariapfarr] (Liste der Pfarrer von Mariapfarr) und 1764–1770 Pfarrer in [[Pfarrkirche Siezenheim zu unserer Lieben Frau Mariae Geburt | + | |
| − | |Siezenheim]].</ref> 1753 kaufte er mit dem anererbten Vermögen seiner Gattin das Haus [[Linzergasse]] 66, dazu 1764 noch das sogenannte ''Lehenrößlerhaus'', Linzergasse 68, in dem der Lohnkutscher (=Lehenrössler) Caspar Keller wohnte bzw. auch wohnen blieb.<ref>Friedrich Breitinger / Kurt Weinkamer / Gerda Dohle: ''Handwerker, Brauer, Wirte und Händler''. Salzburgs gewerbliche Wirtschaft zur Mozartzeit, hg. von der „Franz Triendl-Stiftung“ der Wirtschaftskammer Salzburg und der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], zugleich: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 27. Ergänzungsband, Salzburg 2009, S. 275.</ref> Von den zahlreichen gemeinsamen Kindern starben einige schon kurz nach der Geburt, weitere acht im Kindesalter. Nur [[Rochus Franz Ignaz Egedacher]] (* 29. Jänner 1749; † 22. Jänner 1824) und Maria Erentrudis Egedacher (* 15. September 1761) wurden erwachsen bzw. starben erst in höherem Alter. Anfangs entwickelte sich das Geschäft gut, später verschlechterte sich seine Auftragslage dramatisch. [[Leopold Mozart]] klagte über die schlechten Klaviere, die Egedacher angefertigt hatte und meinte über ihn, er sei ein ''alter Narr'', der beim Klavierbau schlechtes Holz verwende weil er ''gutes altes Holz, wie Geld'', zurückhalten wolle. Am 14. Jänner 1785 schrieb Leopold Mozart an seine Tochter in St. Gilgen, dass sie sich keine Hoffnung auf eine Klavierreparatur durch Egedacher machen solle, denn dieser könne nicht mehr aus dem Haus gehen und sei daher nicht mehr imstande, ''bey Hofe'' […] ''zu stimmen''. Das würde nun der ''geistliche'' [[Rochus Franz Ignaz Egedacher|Sohn]] erledigen, der nun ''so wohl bey Hofe, als im Theater, und in der ganzen Statt die Clavier stimmen'' müsse.<ref>Wilhelm A. Bauer, Otto Erich Deutsch: ''Mozart. Briefe und Aufzeichnungen''. Kassel u.a. 1963, Bd. III, Nr. 836, Z. 6f.</ref> Offenbar war er im Dezember 1784 aus Radstadt, wo er eine Orgel aufstellt hatte, krank zurückgekommen. Er konnte kaum noch gehen und litt ''schmerzlich an Sand und Gries''. Zu dieser Zeit hatte Leopold Mozart bereits berichtet: ''Mit dem Egedacher-Hauß steht es itzt sehr übel – die Frau ist schon seit 2 Monaten krank, nun ist sie nicht nur blind geworden, sondern sie ist fast immer sünnlos und närrisch''.<ref>Wilhelm A. Bauer, Otto Erich Deutsch: ''Mozart. Briefe und Aufzeichnungen''. Kassel u.a. 1963, Bd. III, Nr. 829, Z. 15f.</ref> Egedeacher war anscheinend in Folge bettlägerig geworden, denn man musste ihm im Juni 1785 sogar ''brand-fleisch wegschneiden'', das sich durch sein langes ''Aufliegen'' gebildet hatte.<ref>Wilhelm A. Bauer, Otto Erich Deutsch: ''Mozart. Briefe und Aufzeichnungen''. Kassel u.a. 1963, Bd. III, Nr. 871, Z. 78f.</ref> Er verstarb am 14. Juni 1785 und wurde tags darauf am Friedhof [[Sebastiansfriedhof|St. Sebastian in Salzburg]] beigesetzt. | + | Johann Rochus hatte seine Ausbildung zunächst am Salzburger [[Kapellhaus]] erhalten, [[1726]] scheint er als Grammatist am [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Benediktinergymnasium]] auf. Egedacher war ein guter Organist und spielte auch weitere Instrumente. In der Hofmusik wird er als ''Hofposonist'' bezeichnet, die Schreiber des Hofkalenders nennen ihn auch den ''Hof-Hornisten''. Das Orgelmacherhandwerk lernte er bei seinem Vater, in der Werkstätte [[Bergstraße]] 12. Mit 25 lieferte er als Gesellenstück eine neue Orgel mit 24 Registern für die Pfarrkirche St. Michael in [[Brixen]]. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er dessen Werkstätte und erhielt am [[13. September]] [[1747]] das Salzburger Hoforgelmacherdekret. Er übernahm den Hofdienst zu den gleichen Bedingungen wie sein Vater, nur das Wein- und Brotdeputat wurde ab dem [[9. März]] [[1758]] in eine jährliche Zahlung von 54 [[Gulden|fl.]] umgewandelt.<ref>Heinz Schuler: ''Mozarts Salzburger Freunde und Bekannte''. Biographien und Kommentare, Wilhelmshaven 1998, S. 180.</ref> Am [[13. Februar]] [[1748]] heiratete er in der [[Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt und hl. Michael|Pfarrkirche Gnigl]] Maria Theresia Capeller aus [[Bad Aussee|Aussee]]. Die Trauung nahm sein Bruder, Kanonikus Johann Jakob Egedacher,<ref>Johann Jakob Egedacher war später, 1752–1761, Vikar in [[Pfarrkirche Bad Vigaun zum hl. Dionysius|Vigaun]], [https://res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Vigaun] Liste der Pfarrer von Vigaun.</ref> vor, einer seiner Trauzeugen war einer seiner anderen Brüder, der Vikar [[Kajetan Egedacher|Johann Georg Kajetan Egedacher]].<ref>Johann Georg Kajetan Egedacher, fürsterzbischöfl. geistl. Rath, Freund Leopold Mozarts, war 1753 – 1764 Pfarrer von [[Mariapfarr]], [https://res.icar-us.eu/index.php?title=Liste_der_Pfarrer_von_Mariapfarr] (Liste der Pfarrer von Mariapfarr) und 1764 – 1770 Pfarrer in [[Pfarrkirche Siezenheim zu unserer Lieben Frau Mariae Geburt|Siezenheim]].</ref> |
| − | Johann Rochus Egedacher hinterließ Verbindlichkeiten in Höhe von 480 fl., denen aber Werte in Form von Werkzeugen und Immobilien in Höhe von 3991 fl. gegenüberstanden. In dieser Zeit beklagte [[Leopold Mozart]], dass Egedachers Sohn [[Rochus Franz Ignaz Egedacher|Rochus Franz Ignaz]], ''der geist. Egedacher'' […] es ''für gut befunden'' [habe] ''einigen Werkzeug auf die Seite zu'' räumen.<ref>Wilhelm A. Bauer / Otto Erich Deutsch: ''Mozart. Briefe und Aufzeichnungen''. Kassel u.a. 1963, Bd. III, Nr. 836, Z. 10.</ref> Die Erben verkauften zuerst das ''Lehenrößlerhaus'', [[Linzergasse]] 68, das der Erblasser hinzugekauft hatte, am 31. Oktober 1785 um 2000 fl. an den Lohnkutscher Johann Langwieder.<ref>Friedrich Breitinger / Kurt Weinkamer / Gerda Dohle: ''Handwerker, Brauer, Wirte und Händler''. Salzburgs gewerbliche Wirtschaft zur Mozartzeit, hg. von der „Franz Triendl-Stiftung“ der Wirtschaftskammer Salzburg und der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], zugleich: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 27. Ergänzungsband, Salzburg 2009, S. 275.</ref> Daher hatte die Witwe anfangs Mühe, das Gnadengeld von 8 fl. zu erhalten, welches ihr dann aber am 22. April 1786 zugesprochen wurde. Sie starb am 7. Mai 1788 im Alter von 66 Jahren und wird als erblindet und verwirrt geschildert. Die Erben verkauften jetzt auch das Haupthaus, Linzergasse 66, und zwar am 27. September 1788 um 1391 Gulden.<ref>Heinz Schuler: ''Mozarts Salzburger Freunde und Bekannte''. Biographien und Kommentare, Wilhelmshaven 1998, S. 181f.</ref> | + | |
| | + | 1753 kaufte er mit dem anererbten Vermögen seiner Gattin das Haus [[Linzer Gasse]] 66, dazu 1764 noch das sogenannte [[Lehenrößlerhaus]], Linzer Gasse 68, in dem der Lohnkutscher (= Lehenrössler) [[Caspar Keller]] wohnte bzw. auch wohnen blieb.<ref name="Triendl">[[Friedrich Breitinger| Breitinger, Friedrich]]; [[Kurt Weinkamer|Weinkamer, Kurt]]; [[Gerda Dohle|Dohle, Gerda]]: ''Handwerker, Brauer, Wirte und Händler''. Salzburgs gewerbliche Wirtschaft zur [[Mozart]]<nowiki>zeit</nowiki>, hg. von der "[[Franz-Triendl-Stiftung]]" der [[Wirtschaftskammer Salzburg]] und der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], zugleich: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 27. Ergänzungsband, Salzburg 2009, S. 275.</ref> Von den zahlreichen gemeinsamen Kindern starben einige schon kurz nach der Geburt, weitere acht im Kindesalter. Nur [[Rochus Franz Ignaz Egedacher]] (* 29. Jänner 1749; † 22. Jänner 1824) und Maria Erentrudis Egedacher (* 15. September 1761) wurden erwachsen bzw. starben erst in höherem Alter. Anfangs entwickelte sich das Geschäft gut, später verschlechterte sich seine Auftragslage dramatisch. [[Leopold Mozart]] klagte über die schlechten Klaviere, die Egedacher angefertigt hatte und meinte über ihn, er sei ein ''alter Narr'', der beim Klavierbau schlechtes Holz verwende weil er ''gutes altes Holz, wie Geld'', zurückhalten wolle. Am [[14. Jänner]] [[1785]] schrieb Leopold Mozart an seine Tochter [[Maria Anna Walburga Ignatia Mozart|Nannerl]] in [[St. Gilgen]], dass sie sich keine Hoffnung auf eine Klavierreparatur durch Egedacher machen solle, denn dieser könne nicht mehr aus dem Haus gehen und sei daher nicht mehr imstande, ''bey Hofe'' […] ''zu stimmen''. Das würde nun der ''geistliche'' [[Rochus Franz Ignaz Egedacher|Sohn]] erledigen, der nun ''so wohl bey Hofe, als im [[Salzburger Landestheater|Theater]], und in der ganzen Statt die Clavier stimmen'' müsse.<ref>Wilhelm A. Bauer, Otto Erich Deutsch: ''Mozart. Briefe und Aufzeichnungen'', Kassel u. a. 1963, Bd. III, Nr. 836, Z. 6f.</ref> Offenbar war er im Dezember 1784 aus [[Radstadt]], wo er eine Orgel aufstellt hatte, krank zurückgekommen. Er konnte kaum noch gehen und litt ''schmerzlich an Sand und Gries''. Zu dieser Zeit hatte Leopold Mozart bereits berichtet: ''Mit dem Egedacher-Hauß steht es itzt sehr übel – die Frau ist schon seit 2 Monaten krank, nun ist sie nicht nur blind geworden, sondern sie ist fast immer sünnlos und närrisch''.<ref>Wilhelm A. Bauer, Otto Erich Deutsch: ''Mozart. Briefe und Aufzeichnungen'', Kassel u. a. 1963, Bd. III, Nr. 829, Z. 15f.</ref> Egedeacher war anscheinend in Folge bettlägerig geworden, denn man musste ihm im Juni 1785 sogar ''brand-fleisch wegschneiden'', das sich durch sein langes ''Aufliegen'' gebildet hatte.<ref>Wilhelm A. Bauer, Otto Erich Deutsch: ''Mozart. Briefe und Aufzeichnungen'', Kassel u. a. 1963, Bd. III, Nr. 871, Z. 78f.</ref> Er verstarb am 14. Juni 1785 und wurde tags darauf am [[Sebastiansfriedhof]] beigesetzt. |
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| | + | Johann Rochus Egedacher hinterließ Verbindlichkeiten in Höhe von 480 fl., denen aber Werte in Form von Werkzeugen und Immobilien in Höhe von 3.991 fl. gegenüberstanden. In dieser Zeit beklagte Leopold Mozart, dass Egedachers Sohn [[Rochus Franz Ignaz Egedacher|Rochus Franz Ignaz]], ''der geist. Egedacher'' […] es ''für gut befunden'' [habe] ''einigen Werkzeug auf die Seite zu'' räumen.<ref>Wilhelm A. Bauer, Otto Erich Deutsch: ''Mozart. Briefe und Aufzeichnungen'', Kassel u. a. 1963, Bd. III, Nr. 836, Z. 10.</ref> Die Erben verkauften zuerst das ''Lehenrößlerhaus'', Linzer Gasse 68, das der Erblasser hinzugekauft hatte, am 31. Oktober 1785 um 2000 fl. an den Lohnkutscher Johann Langwieder.<ref name="Triendl"></ref> Daher hatte die Witwe anfangs Mühe, das Gnadengeld von 8 fl. zu erhalten, welches ihr dann aber am 22. April 1786 zugesprochen wurde. Sie starb am 7. Mai 1788 im Alter von 66 Jahren und wird als erblindet und verwirrt geschildert. Die Erben verkauften jetzt auch das Haupthaus, Linzer Gasse 66 am 27. September 1788 um 1.391 Gulden.<ref>Heinz Schuler: ''Mozarts Salzburger Freunde und Bekannte''. Biographien und Kommentare, Wilhelmshaven 1998, S. 181f.</ref> |
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| | |[http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.organindex.de%2Fimages%2Fa%2Fa4%2FBrixen%2C_St_Michael%2C_Orgel.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.organindex.de%2Findex.php%3Ftitle%3DDatei%3ABrixen%2C_St_Michael%2C_Orgel.jpg&h=801&w=794&tbnid=Nh9Yfm207JDuRM%3A&zoom=1&docid=eyDCbARmXoHiqM&ei=pA27U5D4Bcq6ygPiyoGwDA&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1630&page=1&start=0&ndsp=24&ved=0CEAQrQMwCg] Orgel | | |[http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.organindex.de%2Fimages%2Fa%2Fa4%2FBrixen%2C_St_Michael%2C_Orgel.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.organindex.de%2Findex.php%3Ftitle%3DDatei%3ABrixen%2C_St_Michael%2C_Orgel.jpg&h=801&w=794&tbnid=Nh9Yfm207JDuRM%3A&zoom=1&docid=eyDCbARmXoHiqM&ei=pA27U5D4Bcq6ygPiyoGwDA&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=1630&page=1&start=0&ndsp=24&ved=0CEAQrQMwCg] Orgel |
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| + | |Das Gehäuse wurde, auf Anraten [[Peter Singer|Pater Peter Singers]], 1862 nach [[Koppl]] gebracht und ist erhalten.<ref>[[Roman Schmeißner]]: ''Die Geschichte der Orgelkunst am Beispiel des Dekanats Thalgau''. Diplomarbeit Pädagogische Hochschule Salzburg 1982, S. 52.</ref> |
| − | |Das Gehäuse wurde, auf Anraten [[Peter Singer|Pater Peter Singers]], 1862 nach [[Koppl]] gebracht und ist erhalten.<ref>Roman Schmeißner: ''Die Geschichte der Orgelkunst am Beispiel des Dekanats Thalgau''. Diplomarbeit Pädagogische Hochschule Salzburg 1982, S. 52.</ref> | |
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| − | |Das Gehäuse stammt von Sebastian Eberl.<ref>''Orgel: Reich verziertes, großes, dreiteiliges Gehäuse. In der Mitte ist eine Uhr mit großem, rundem Zifferblatt eingebaut. An den vier Pilastern stehen auf Voluten vier Putten, zwei singend, zwei geigend. Auf dem in der Mitte rundbogig aufgebogenen Gesimse thronen König David mit der Harfe und zwei Engel mit Posaunen. Alle Figuren Holz, neu polychromiert, gute Arbeiten des Sebastian Eberl in Neumarkt, 1755. Reiche Verzierungen mit vergoldeten, geschnitzten Ranken, an den Seiten vergoldete Rocaillen''. In: ''Österreichische Kunsttopographie 10'': Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg; 1. Band: Gerichtsbezirk Salzburg (ÖKT 10/1), hg. vom Kunsthistorischen Institute der k.k. Zentral-Kommission für Denkmalpflege, Wien 1913, S. 237.</ref> Die Orgel wurde 1886 von [[Johann Mauracher]] stark verändert, zudem erhielt sie einen mechanischen Spieltisch. Mitte der 1980er-Jahre entfernte man diesen wieder zugunsten eines Spielschranks, ein Umstand, der den Eindruck der Uneinheitlichkeit des Instruments nicht behob sondern weiter verstärkte. | + | |Das Gehäuse stammt von Sebastian Eberl.<ref>''Orgel: Reich verziertes, großes, dreiteiliges Gehäuse. In der Mitte ist eine Uhr mit großem, rundem Zifferblatt eingebaut. An den vier Pilastern stehen auf Voluten vier Putten, zwei singend, zwei geigend. Auf dem in der Mitte rundbogig aufgebogenen Gesimse thronen König David mit der Harfe und zwei Engel mit Posaunen. Alle Figuren Holz, neu polychromiert, gute Arbeiten des Sebastian Eberl in Neumarkt, 1755. Reiche Verzierungen mit vergoldeten, geschnitzten Ranken, an den Seiten vergoldete Rocaillen''. In: ''Österreichische Kunsttopographie 10'': Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg; 1. Band: Gerichtsbezirk Salzburg (ÖKT 10/1), hg. vom Kunsthistorischen Institute der k.k. Zentral-Kommission für Denkmalpflege, Wien 1913, S. 237.</ref> Die Orgel wurde 1886 von [[Hans Mauracher]] stark verändert, zudem erhielt sie einen mechanischen Spieltisch. Mitte der 1980er-Jahre entfernte man diesen wieder zugunsten eines Spielschranks, ein Umstand, der den Eindruck der Uneinheitlichkeit des Instruments nicht behob sondern weiter verstärkte. |
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| | | [[Festung Hohensalzburg|Hohensalzburg]] | | | [[Festung Hohensalzburg|Hohensalzburg]] |
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| − | | Erneuerung des [[Hornwerk (Instrument)|Hornwerks]] [http://web.archive.org/web/20090903053626/http://www.salzstier.com/index-d.htm Salzburger Stier] | + | | Erneuerung des Hornwerks [[Salzburger Stier (Festung Hohensalzburg)|Salzburger Stieres]] |
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| | | [[Salzburger Dom]] | | | [[Salzburger Dom]] |
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| − | | Wiederherstellung der 4 Pfeilerorgeln und Reinigung des Chorpositivs | + | | Wiederherstellung der vier Pfeilerorgeln und Reinigung des Chorpositivs |
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| | | Nur das Gehäuse erhalten, das jetzt eine pneumatische Orgel von [[Albert Mauracher]] aus dem Jahre 1900 enthält. Die alte Josef Ignaz Meyenberg-Orgel mit 6 Registern übertrug Rochus Egedacher 1759 in die Filialkirche St. Martin.<ref>Joseph Dürlinger: ''Historisch-statistisches Handbuch der Erzdiöcese Salzburg in ihren heutigen Grenzen''. Bd. 1/2: ''Das Decanat Tamsweg'', Salzburg 1863, S. 177.</ref> | | | Nur das Gehäuse erhalten, das jetzt eine pneumatische Orgel von [[Albert Mauracher]] aus dem Jahre 1900 enthält. Die alte Josef Ignaz Meyenberg-Orgel mit 6 Registern übertrug Rochus Egedacher 1759 in die Filialkirche St. Martin.<ref>Joseph Dürlinger: ''Historisch-statistisches Handbuch der Erzdiöcese Salzburg in ihren heutigen Grenzen''. Bd. 1/2: ''Das Decanat Tamsweg'', Salzburg 1863, S. 177.</ref> |
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| | + | | 1762 bis 1763 |
| | + | | [[Salzburger Altstadt]] |
| | + | | [[Stiftskirche St. Peter]] |
| | + | | [[Datei:St_Peter_022_Stiftskirche_neu.jpg|160x160px]] |
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| | + | | Umfassende Renovierung der [[Die Geschichte der Orgeln in der Stiftskirche St. Peter|Orgel auf der Westempore]] der [[Stiftskirche St. Peter]], Daniel Haill aus [[Benediktinerabtei Irsee|Irsee]] in Bayern zwischen [[1618]] und [[1620]] errichtet hatte. |
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| − | | [[St. Michaelskirche|Michaelskirche]] | + | | [[Kirche St. Michael|Michaelskirche]] |
| | | [[Datei:Rochus Egedacher Orgel St. Michael 002.JPG|160x160px]] | | | [[Datei:Rochus Egedacher Orgel St. Michael 002.JPG|160x160px]] |
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| − | | 1974/75 wurde sie unter der künstlerischen Beratung von [[Gerhard Croll]] (Salzburg) und Hans Nadler (Bregenz) von [[Herbert Gollini]] restauriert, wobei er die Register Copel 8', Flöte 4' und Oktave 2' rekonstruieren musste, da nur mehr das Prospekt-Register Principal 4' erhalten geblieben war.<ref>Gerhard Walterskirchen: ''Orgelfrühling in Salzburg''. In: ''Singende Kirche'', Jg. 22 (1974/75), Nr.3, S. 134.</ref> | + | | 1974/75 wurde sie unter der künstlerischen Beratung von [[Gerhard Croll]] (Salzburg) und Hans Nadler (Bregenz) von [[Herbert Gollini]] restauriert, wobei er die Register Copel 8', Flöte 4' und Oktave 2' rekonstruieren musste, da nur mehr das Prospekt-Register Principal 4' erhalten geblieben war.<ref>Gerhard Walterskirchen: ''Orgelfrühling in Salzburg''. In: ''Singende Kirche'', Jg. 22 (1974/75), Nr. 3, S. 134.</ref> |
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| | == Literatur == | | == Literatur == |
| − | | + | * Bauer, Wilhelm A.; [[Otto Erich Deutsch|Deutsch, Otto Erich]]: ''Mozart. Briefe und Aufzeichnungen'', Gesamtausgabe in sieben Bänden, hg. von der [[Internationale Stiftung Mozarteum|Internationalen Stiftung Mozarteum]] Salzburg, Kassel u. a. 1966–75, ISBN 3-7618-0401-6 (Band III) |
| − | * Wilhelm A. Bauer, Otto Erich Deutsch: ''Mozart. Briefe und Aufzeichnungen''. Gesamtausgabe in 7 Bänden, hg. von der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg, Kassel u.a. 1966–75, ISBN 3-7618-0401-6. (Band III). | + | * Brenninger, Georg. ''Orgeln in Altbayern'', München 1978, ISBN 3-7654-1704-1 |
| − | * Georg Brenninger: ''Orgeln in Altbayern''. München 1978, ISBN 3-7654-1704-1. | + | * [[Josef Dürlinger|Dürlinger, Joseph]]: ''Historisch-statistisches Handbuch der [[Erzdiözese Salzburg|Erzdiöcese Salzburg]] in ihren heutigen Grenzen''. Bd. 1/2: ''Das Decanat Tamsweg.'' [[Verlag Anton Pustet#Geschichte|Duyle’sche Hofbuchdruckerei]], Salzburg 1863 |
| − | * Joseph Dürlinger: ''Historisch-statistisches Handbuch der Erzdiöcese Salzburg in ihren heutigen Grenzen''. Bd. 1/2: ''Das Decanat Tamsweg.'' Duyle’sche Hofbuchdruckerei, Salzburg 1863. | + | * [[Alois Forer|Forer, Alois]]: ''Orgeln in Österreich'', Wien - München 1973 |
| − | * Alois Forer: ''Orgeln in Österreich''. Wien / München 1973. | + | * Frieberger, Rupert: ''Der Orgelbau in [[Oberösterreich]] im 17. und 18. Jahrhundert''. Unter besonderer Berücksichtigung bestehender Instrumente. Helbling, Innsbruck 1984, (Musikwissenschaftliche Beiträge der Schlägler Musikseminare, Band 3) |
| − | * Rupert Frieberger: ''Der Orgelbau in Oberösterreich im 17. und 18. Jahrhundert''. Unter besonderer Berücksichtigung bestehender Instrumente. Helbling, Innsbruck 1984. (Musikwissenschaftliche Beiträge der Schlägler Musikseminare, Band 3) | + | * [[Ernst Hintermaier|Hintermaier, Ernst]]: ''Die [[Salzburger Hofkapelle]] von 1700 bis 1806'', Dissertation [[Universität Salzburg]] 1972 |
| − | * Ernst Hintermaier: ''Die Salzburger Hofkapelle von 1700 bis 1806''. Dissertation Universität Salzburg 1972. | + | * ''[[Österreichische Kunsttopographie]] 10'': Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg; 1. Band: Gerichtsbezirk Salzburg (ÖKT 10/1), hg. vom Kunsthistorischen Institute der k.k. Zentral-Kommission für Denkmalpflege, Wien 1913 |
| − | * ''[[Österreichische Kunsttopographie]] 10'': Die Denkmale des politischen Bezirkes Salzburg; 1. Band: Gerichtsbezirk Salzburg (ÖKT 10/1), hg. vom Kunsthistorischen Institute der k.k. Zentral-Kommission für Denkmalpflege, Wien 1913. | + | * Rettensteiner, Barbara: ''Orgel- und Organistenreport Salzachpongau'', Diplomarbeit, [[Universität Mozarteum]], Salzburg 2001 |
| − | * Barbara Rettensteiner: ''Orgel- und Organistenreport Salzachpongau''. Diplomarbeit. Universität Mozarteum, Salzburg 2001. | + | * Saam, Josef: ''Die alten Passauer Orgelbauer''. Ihre Herkunft und ihr Schaffen von 1467 bis 1744, in: ''Ostbairische Grenzmarken'' Passau 1977, S. 108–137 (Passauer Jahrbuch für Geschichte, Kunst und Volkskunde) |
| − | * Josef Saam: ''Die alten Passauer Orgelbauer''. Ihre Herkunft und ihr Schaffen von 1467 bis 1744. In: ''Ostbairische Grenzmarken.'' Passau 1977, S. 108–137. (Passauer Jahrbuch für Geschichte, Kunst und Volkskunde) | + | * [[Roman Schmeißner|Schmeißner, Roman]]: ''Die Geschichte der Orgelkunst am Beispiel des [[Dekanat Thalgau|Dekanats Thalgau]]'', Diplomarbeit, [[Pädagogische Hochschule Salzburg]], 1982 |
| − | * Roman Schmeißner: ''Die Geschichte der Orgelkunst am Beispiel des Dekanats Thalgau''. Diplomarbeit. Pädagogische Hochschule Salzburg, 1982. | + | * Schmeißner, Roman: ''Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen'', Duisburg & Köln: WiKu-Verlag 2015, ISBN 978-3-86553-446-0, zugleich Dissertation: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Universität Mozarteum 2012 |
| − | * Roman Schmeißner: ''Orgelbau in Salzburger Wallfahrtskirchen'', Duisburg & Köln: WiKu-Verlag 2015, ISBN 978-3-86553-446-0 (zugleich Dissertation: ''Studien zum Orgelbau in Wallfahrtskirchen der Erzdiözese Salzburg'', Universität Mozarteum 2012). | + | * [[Heinz Schuler|Schuler, Heinz]]: ''Mozarts Salzburger Freunde und Bekannte''. Biographien und Kommentare, Wilhelmshaven 1998. (Taschenbücher zur Musikwissenschaft, hg. von Richard Schaal, Nr. 119), ISBN 3-7959-0653-9 |
| − | * Hermann Spies: ''Die Salzburger Großen Domorgeln''. Augsburg 1929. | + | * [[Hermann Spies|Spies, Hermann]]: ''Die Salzburger Großen Domorgeln'', Augsburg 1929 |
| − | * Gerhard Walterskirchen: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart''. Dissertation. Universität Salzburg, 1982. | + | * [[Gerhard Walterskirchen|Walterskirchen,Gerhard]]: ''Orgeln und Orgelbauer in Salzburg vom Mittelalter bis zur Gegenwart'', Dissertation, Universität Salzburg, 1982 |
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| | == Weblinks == | | == Weblinks == |
| | * [http://orgeln.musikland-tirol.at/ob/Egedacher-Joh-Rochus.html Orgellandschaft Tirol ''Egedacher, Rochus''] | | * [http://orgeln.musikland-tirol.at/ob/Egedacher-Joh-Rochus.html Orgellandschaft Tirol ''Egedacher, Rochus''] |
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