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Version vom 15. Dezember 2011, 19:16 Uhr
| Karte | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Politischer Bezirk: | St. Johann/Pg. (JO) |
| Fläche: | 50,56 km² |
| Geografische Koordinaten: | 47°20'01" N 13°17'47" O |
| Höhe: | 838 m ü. A. |
| Einwohner: | 3 020 (Volkszählung 2011) |
| Postleitzahl: | 5602 |
| Vorwahl: | 0 64 13 |
| Gemeindekennziffer: | 50423 |
| Gliederung Gemeindegebiet: | 5 Katastralgemeinden |
| Gemeindeamt: | Markt 14 5602 Wagrain |
| Offizielle Website: | wagrain.salzburg.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Eugen Grader (ÖVP) |
| Gemeinderat (2009): | 19 Mitglieder: 11 ÖVP 5 SPÖ 3 FPÖ |
| Bevölkerungs- entwicklung | |
|---|---|
| Datum | Einwohner |
| 1869 | 1 370 |
| 1880 | 1 408 |
| 1890 | 1 369 |
| 1900 | 1 336 |
| 1910 | 1 366 |
| 1923 | 1 359 |
| 1934 | 1 573 |
| 1939 | 1 591 |
| 1951 | 1 807 |
| 1961 | 1 967 |
| 1971 | 2 272 |
| 1981 | 2 566 |
| 1991 | 2 937 |
| 2001 | 3 127 |
| 2011 | 3 020 |
Wagrain ist eine Marktgemeinde im Pongau und liegt etwa neun Kilometer östlich der Bezirkshauptstadt Sankt Johann im Pongau.
Geografie
Geografische Lage
Im Ortsteil Schwaighof befindet sich die Wasserscheide von Salzach und Enns.
Ortsgliederung
Wagrain setzt sich aus den fünf Katastralgemeinden Wagrain (504), Hof (1 168), Hofmarkt (770), Schwaighof (480) und Vorderkleinarl (205) zusammen. Diese Katastralgemeinden geben zugleich die Ortschaften der Gemeinde wieder.
Anmerkung: Die Zahl in kursiver Schrift gibt die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr 2001 wieder.
Namensherkunft
Der Name der Gemeinde leitet sich von der "Wag-Rain" genannten Burg ab. Urkundlich erwähnte Namensformen finden sich mit "Wakrain" (1243) und "Wachrain" 1350. Das mittelhochdeutsche "wac" bedeutet in etwa "bewegtes, wogendes Wasser - also der über dem Fluss befindliche Rain.
Geschichte
Der Ort wurde urkundlich bereits im 13. Jahrhundert genannt. Seit 1592 ist Wagrain urkundlich als Markt nachgewiesen, ab 1556 wurde der Ort als "Markt" zu den Landtagen zugelassen.
Wappen
Beschreibung: "In Rot eine goldene Spitze, in welcher über natürlichem Wasser auf grünem Ufer ein silberner Zinnenturm mit einem Tor und zwei Fenstern steht".
Das Wappen erinnert an die Herren von Goldegg, die in Rot eine goldene Spitze als Wappen führten und als die Begründer von Wagrain bezeichnet werden. Die dargestellte, an der Uferböschung gelegene Burg ist die "Wag-Rain", von der sich der Ortsname ableitet. Der Markt Wagrain führte bereits vor 1592 ein eigenes Wappen. Die offizielle Wappenverleihung in moderner Zeit fand am 2. August 1930 statt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
- Dorftheater Wagrain
Museen
- Joseph-Mohr-Ausstellung und Grabstätte
- Bauernhofmuseum
Waggerl-Haus
- Hauptartikel: Karl-Heinrich-Waggerl-Haus
1920 zogen Karl Heinrich Waggerl und seine Frau Edith nach Wagrain. Sie bewohnten zwei Dachkammern in dem Haus, das heute als Waggerl-Haus bezeichnet wird und als Museum eingerichtet ist. Das Haus wurde 1776 erstmals urkundlich erwähnt, die Erbauung dürfte allerdings weiter zurückliegen. Karl Heinrich Wagglerl lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1973 in diesem Haus.
Musik
- Kirchenchor Wagrain
- Trachtenmusikkapelle Wagrain
- Volkstanz- und Schuhplattlergruppe
Bauwerke
Pfarrkirche
- Hauptartikel: Pfarrkirche zum Hl. Rupert in Wagrain
Die dem Hl. Rupert geweihte Kirche wurde erstmals 1359 als Filialkirche von Altenmarkt urkundlich erwähnt.
Marktkirche
Die Marktkirche wurde von 1616 bis 1617 im Auftrag von Erzbischof Markus Sittikus errichtet. Sie ist dem Hl. Franziskus geweiht. Beim Marktbrand im Jahre 1927 wurde die Kirche schwer beschädigt. Die Marktkirche dient derzeit als Aufbahrungshalle. Zeitweise werden auch evangelische Gottesdienste abgehalten.
Burg Wagrain
- Hauptartikel: Burg Wagrain
Die mittelalterliche Burg Wagrain gehörte zu den größten in Privatbesitz (Herren von Goldegg) befindlichen Burgen Salzburgs. Das Entstehungsdatum der Anlage ist urkundlich nicht überliefert. Ihre Zerstörung jedoch kann recht genau auf die Jahre 1322/23 eingegrenzt werden. Damals gingen die Burg und die zugehörige Hofmark in landesfürstlichen Besitz über, die Festung wurde nicht wieder aufgebaut und geriet in Vergessenheit. Seit 2006 werden auf Initiative des Kulturvereins "Blaues Fenster" unter der Leitung von Peter Höglinger alljährlich archäologische Lehrgrabungen durchgeführt.
Pflegerschlössel
- Hauptartikel: Pflegerschlössel
Das Pflegerschlössel war ein altes Behördenhaus.
Waggerlkasten
Der Waggerlkasten ist ein Getreidespeicher aus dem 18. Jahrhundert, der von Karl Heinrich Waggerl gestiftet worden ist.
Naturdenkmäler
Die Marktlinde, auch Kaiserlinde genannt, wurde 1880 am Marktplatz gepflanzt.
In der Adventzeit wird sie auch Wunschlinde genannt und ist mit bunten Kugeln behägt. Der Baum steht für Wünsche, Hoffnung und Ziele. Wer will, kann seine wünsche an der Linde deponieren.
Sport
- Skiclub Wagrain
- UFC Wagrain (Fußball)
- Eisschützen Wagrain
- Eisschützen Schwaighof
- MTB- Gaudiradler Wagrain
- Reiten bei Freunden
- Sportschützenverein Wagrain
- Tennisclub Wagrain
Vereine
- Alpenverein Wagrain
- Bergrettung Wagrain
- Herreiter- und Schnalzerverein Wagrain
- Historische Bauernschützen Wagrain
- Kulturverein
- Landjugend Wagrain
- Obst- und Gartenbauverein
Wirtschaft und Infrastruktur
Das Wintersportgebiet Wagrain gehört zum Skiverbund Amadé und verfügt über mehrere Aufstiegshilfen und Loipen zum Langlaufen. Hotels wie die Alte Schmiede beherbergen im Sommer und Winter tausende Touristen.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Quellen
- Offizielle Homepage der Marktgemeinde Wagrain
- Statistik Austria
- Friederike Zaisberger, Nikolaus Pfeiffer: Salzburger Gemeindewappen. Verlag Alfred Winter. Salzburg 1985. ISBN 3-85380-048-3
- Pongauer Nachrichten
Weblinks
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Wagrain"
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