Schloss Mönchstein: Unterschied zwischen den Versionen
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Nachdem Ferdinand Veith [[1948]] die ''Hotel Betriebs KG F. Veith in Salzburg'' gegründete hatte, musste er nur wenige Wochen später schon [[Adolf Brühl]] mit Gattin Lucia als Kompagnon aufnehmen, und die Firma hieß ''Hotel Betriebs KG F. Veith u. Co.''. | Nachdem Ferdinand Veith [[1948]] die ''Hotel Betriebs KG F. Veith in Salzburg'' gegründete hatte, musste er nur wenige Wochen später schon [[Adolf Brühl]] mit Gattin Lucia als Kompagnon aufnehmen, und die Firma hieß ''Hotel Betriebs KG F. Veith u. Co.''. | ||
Von den Architekten [[Walter Baumgartner]] und [[Hugo Hübner]] ließ Adolf Brühl das Schloss Mönchstein zu einem ''Luxushotel'' umbauen. Die Ausstattung der Appartements bestand aus wertvollen Teppichen, Gemälden und Stilmöbeln. Das Schloss wurde zum Wohnort zahlreicher Festspielgäste und Festspielakteure, wie z. B. der Opernsängerinnen Hilde Güden und Kirsten Flakstad. Das Hotel wurde von seiner Lucia Brühl geführt. [[1952]] wanderten die Brühls nach Brasilien aus. | Von den Architekten [[Walter Baumgartner]] und [[Hugo Hübner]] ließ Adolf Brühl das Schloss Mönchstein zu einem ''Luxushotel'' umbauen. Die Ausstattung der Appartements bestand aus wertvollen Teppichen, Gemälden und Stilmöbeln. Das Schloss wurde zum Wohnort zahlreicher Festspielgäste und Festspielakteure, wie z. B. der Opernsängerinnen Hilde Güden und Kirsten Flakstad. Das Hotel wurde von seiner Lucia Brühl geführt. [[1952]] wanderten die Brühls nach Brasilien aus. | ||
| − | [[1965]] wurde die KG um die Familie [[Karl Mierka]] erweitert und erst [[1982]] in die ''Hotel Schloss Mönchstein Karl Mierka Hotelbetriebsgesellschaft'' umbenannt. [[2003]] schlitterte das Hotel in den Konkurs (46 Betten, 44 Mitarbeiter). Im Konkursverfahren über das Schloss Mönchstein wurden am [[Landesgericht Salzburg]]Forderungen in der Höhe von rund 18,5 Millionen Euro angemeldet. Insgesamt 22 Gläubiger erhoben Forderungen gegen die [[Mönchstein Immobilien AG]], von denen der Masseverwalter vorerst 7,65 Millionen Euro anerkannt hatte. Gegen die [[Hotel Schloss Mönchstein Betriebs GmbH]] hatten 127 Gläubiger Forderungen von 13,54 Millionen Euro angemeldet, von denen 7,10 Millionen Euro anerkannt wurden. Die Passiva durften aber laut [[AKV]] nicht zu einer Gesamtsumme addiert werden, da ein | + | [[1965]] wurde die KG um die Familie [[Karl Mierka]] erweitert und erst [[1982]] in die ''Hotel Schloss Mönchstein Karl Mierka Hotelbetriebsgesellschaft'' umbenannt. [[2003]] schlitterte das Hotel in den Konkurs (46 Betten, 44 Mitarbeiter). Im Konkursverfahren über das Schloss Mönchstein wurden am [[Landesgericht Salzburg]]Forderungen in der Höhe von rund 18,5 Millionen Euro angemeldet. Insgesamt 22 Gläubiger erhoben Forderungen gegen die [[Mönchstein Immobilien AG]], von denen der Masseverwalter vorerst 7,65 Millionen Euro anerkannt hatte. Gegen die [[Hotel Schloss Mönchstein Betriebs GmbH]] hatten 127 Gläubiger Forderungen von 13,54 Millionen Euro angemeldet, von denen 7,10 Millionen Euro anerkannt wurden. Die Passiva durften aber laut [[AKV]] nicht zu einer Gesamtsumme addiert werden, da ein Großteil aus Bankenforderungen besteht, welche in beiden Verfahren angemeldet worden waren. Schätzungen der gesamten Verbindlichkeiten lagen bei etwa 18,5 Millionen Euro. |
| − | Es fand sich ein neuer Eigentümer für das Schloss Mönchstein, [[Hans Peter Wild]]. Er ließ es renovieren und richtete 24 exklusive Zimmer und Suiten individuell und hochwertig ein, entweder im Stil der Wiener Werkstätten oder im Charakter eines Schlosses. 2009 wurde Schloss Mönchstein um einen modernen Glasanbau des Architekten [[Volker Burgstaller]] erweitert. Ende 2010 erhielt das Hotel als erster Salzburger Betrieb die Auszeichnung ''5 Sterne S'', wobei ''S'' für ''Superieur'' steht. Ab 2011 kann man im Hotel auch standesamtlich heiraten. | + | Es fand sich ein neuer Eigentümer für das ''Hotel Schloss Mönchstein'', [[Hans Peter Wild]]. Er ließ es renovieren und richtete 24 exklusive Zimmer und Suiten individuell und hochwertig ein, entweder im Stil der Wiener Werkstätten oder im Charakter eines Schlosses. 2009 wurde Schloss Mönchstein um einen modernen Glasanbau des Architekten [[Volker Burgstaller]] erweitert. Ende 2010 erhielt das Hotel als erster Salzburger Betrieb die Auszeichnung ''5 Sterne S'', wobei ''S'' für ''Superieur'' steht. Ab 2011 kann man im Hotel auch standesamtlich heiraten. |
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Version vom 29. Oktober 2011, 18:50 Uhr
Die Schloss Mönchstein, ursprünglich Tetelheimer Turm, später Mönchsteinturm und Leitner-Villa, befindet sich am Mönchsberg in der Stadt Salzburg.
Geschichte
Ursprünglich nannte man diesen nordwestlichen Teil des Mönchsberges Windischberg. Auf ihm stand ein viereckiger Turm, den man Tetelheimer Turm nannte nach den Tetlhaimern, die in der Mitte des 13. Jahrhunderts das Pflegegericht um Waging am See inne hatten. Von 1419 scheint dann die Familie Fröschlmooser bis 1565 als Besitzer des Turmes auf. Nach dem Tod von Christof Fröschlmooser verkauft die verarmte Witwe 1565 das gesamte Areal dem Salzburger Bürger Wolf Windisch. Der Teil des Berges zwischen Augustinerkloster Mülln bis zum Bürgerholz bei der Bürgerwehr wurde dann Windischberg genannt. Nach mehreren Besitzerwechseln, unter anderem auch an das Augustinerkloster Mülln (1622), erwarb das Areal 1654 die Universität Salzburg. Da einige Professoren ihren Sommerurlaub im Schlösschen verbrachten, hatte das Anwesen bald schon den Spitznamen Professorenschlösschen.
Der erste jüdische Friedhof in Salzburg lag im 14. und 15. Jahrhundert in der Vorstadt Mülln unweit der Müllner Kirche. Anstelle des Judenfriedhofs wurde 1654 auf dem gleichnamigen Gelände ein Observatorium für die Universität Salzburg, eine astronomische Beobachtungsstelle (mathematischer Turm genannt), erbaut, die 1770 baufällig geworden war und kurz danach abgerissen wurde. Für einige Jahre wohnte der Schriftsteller Lorenz Hübner hier und im 20. Jahrhundert der Maler Anton Faistauer.
Die bereits um 1540 erwähnte Kapelle wurde am 31. August 1661 zu Ehren der Heiligen Maria, Anna und aller heiligen Mönche vom Universitätsrektor neu geweiht. Eine neuerliche große Feier, zu der alle Professoren und Studenten der Universität in einem feierlichen Zug beim Schlösschen erschienen, fand 100 Jahre später zur Jahrhundertfeier statt.
Nach der Aufhebung der Universität wurde das Anwesen unter der bayerischen Regierung im November 1813 versteigert und vom Josef Felner, einem damals als königlich-bayerischer Rat am Obersten Gerichtshof tätigen Salzburger, erworben. Nachdem er das Schlösschen renovieren hatte lassen, beauftragte Felner, da er sich selten in Salzburg befand, Josef Leopold Hagenauer mit der Verwaltung des Gutes. Hagenauers Sohn Josef erwarb schließlich 1834 das Anwesen. Im Garten fand dann eine skurrile Sammlung Hagenauers Platz: er hatte nach dem Brand 1818 im Schloss Mirabell die vom Dach herunter geworfenen Statuen, stellte sie im Garten auf und versah sie mir recht originellen Beschriftungen. Himmel, wer hätte das geglaubt! Was Krieg und Stürme nicht vermochten, dies war dem Frieden vorbehalten, mir meine Linke abzureißen war beispielsweise bei einer Statue zu finden, deren Arm abgebrochen war[1].
Jedenfalls verkauften dann 1887 Hagenauers Erben das Gut an den Privatbankier Karl Leitner, der dann dem Anwesen seinen Namen gab. Seine Frau Kreszentia Leitner beauftragte Jakob Ceconi mit Umbauarbeiten. Sie veräußerte nach dem Tod ihres Mannes (1911) 1917 das Anwesen an Generaldirektor Hofrat Bela Veith, den damaligen Finanzberater des rumänischen Königshauses. Dieser vergrößerte den Besitz und gab ihm sein heutiges Aussehen. Nach seinem Tod 1933 verschuldeten sich seine beide Söhne Guido und Ferdinand schwer.
Das Schloss wird Hotel
- Hauptartikel: Hotel Schloss Mönchstein
Nachdem Ferdinand Veith 1948 die Hotel Betriebs KG F. Veith in Salzburg gegründete hatte, musste er nur wenige Wochen später schon Adolf Brühl mit Gattin Lucia als Kompagnon aufnehmen, und die Firma hieß Hotel Betriebs KG F. Veith u. Co..
Von den Architekten Walter Baumgartner und Hugo Hübner ließ Adolf Brühl das Schloss Mönchstein zu einem Luxushotel umbauen. Die Ausstattung der Appartements bestand aus wertvollen Teppichen, Gemälden und Stilmöbeln. Das Schloss wurde zum Wohnort zahlreicher Festspielgäste und Festspielakteure, wie z. B. der Opernsängerinnen Hilde Güden und Kirsten Flakstad. Das Hotel wurde von seiner Lucia Brühl geführt. 1952 wanderten die Brühls nach Brasilien aus.
1965 wurde die KG um die Familie Karl Mierka erweitert und erst 1982 in die Hotel Schloss Mönchstein Karl Mierka Hotelbetriebsgesellschaft umbenannt. 2003 schlitterte das Hotel in den Konkurs (46 Betten, 44 Mitarbeiter). Im Konkursverfahren über das Schloss Mönchstein wurden am Landesgericht SalzburgForderungen in der Höhe von rund 18,5 Millionen Euro angemeldet. Insgesamt 22 Gläubiger erhoben Forderungen gegen die Mönchstein Immobilien AG, von denen der Masseverwalter vorerst 7,65 Millionen Euro anerkannt hatte. Gegen die Hotel Schloss Mönchstein Betriebs GmbH hatten 127 Gläubiger Forderungen von 13,54 Millionen Euro angemeldet, von denen 7,10 Millionen Euro anerkannt wurden. Die Passiva durften aber laut AKV nicht zu einer Gesamtsumme addiert werden, da ein Großteil aus Bankenforderungen besteht, welche in beiden Verfahren angemeldet worden waren. Schätzungen der gesamten Verbindlichkeiten lagen bei etwa 18,5 Millionen Euro.
Es fand sich ein neuer Eigentümer für das Hotel Schloss Mönchstein, Hans Peter Wild. Er ließ es renovieren und richtete 24 exklusive Zimmer und Suiten individuell und hochwertig ein, entweder im Stil der Wiener Werkstätten oder im Charakter eines Schlosses. 2009 wurde Schloss Mönchstein um einen modernen Glasanbau des Architekten Volker Burgstaller erweitert. Ende 2010 erhielt das Hotel als erster Salzburger Betrieb die Auszeichnung 5 Sterne S, wobei S für Superieur steht. Ab 2011 kann man im Hotel auch standesamtlich heiraten.
Fußnote
- ↑ weitere Details dazu in der Publikation von Adolf Frank, Der Mönchsberg und seine Baulichkeiten, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 70, 1930, S. 1-44
Quellen
- Salzburger Miniaturen, Karl Heinz Ritschel, Otto Müller Verlag, 1998, ISBN 3-7013-09579-5
- Salzburg Archiv Band 20 aus der Schriftenreihe des Vereins Freunde der Salzburger Geschichte, 1995, Beitrag von Hedwig Weiss Der Speisesaal in Schloß Mönchstein
- Salzburgwiki-Beiträge
- frost.boerse-express.com
- www.ksv.at/KSV
- www.gast.at