Mittelschule Straßwalchen
| Schuldaten[1] | |
|---|---|
| Schulkennzahl: | 503122 |
| Name der Schule: | Mittelschule Straßwalchen |
| Adresse: | Aichbergstraße 1 5204 Straßwalchen |
| Website: | www.ms-strasswalchen.salzburg.at |
| E-Mail: | direktion@ms-strasswalchen.salzburg.at |
| Telefon: | (0 62 15) 83 02 |
| Direktorin: | Martha Asen |
Die Mittelschule Straßwalchen ist eine allgemeinbildende Pflichtschule in der Flachgauer Marktgemeinde Straßwalchen.
Allgemeines
Die Hauptschule Straßwalchen wurde am 6. September 1943 gegründet. Sie war zunächst im Pfarrstöckl untergebracht (dem heutigen Pfarrzentrum). Die zweite Klasse wurde 1944 dann im dafür umgebauten Gasthaus Stallinger untergebracht. Als dieses zur Unterbringung von Kriegsflüchtlingen gebraucht wurde, übersiedelte sie in das Volksschulgebäude (altes Gemeindehaus). Im Herbst 1945 übersiedelte die Schule mit drei Klassen komplett in das Obergeschoss des Gasthauses Stallinger. Das Erdgeschoss war noch mit Flüchtlingen belegt. Seit 1946 gab es vier Klassen, allerdings waren die Flüchtlinge bereits übersiedelt. Bis 1952 gab es bereits elf Klassen, von denen eine wieder im Pfarrstöckl unterrichtet wurde. Als das neue Volksschulgebäude eröffnet wurde, konnten sechs Klassen im alten Volksschulgebäude untergebracht werden. Die übrigen fünf Klassen blieben im Gasthaus Stallinger (nunmehr Gasthaus Friedrich Gerbl) und übersiedelten 1953 mit einer weiteren Klasse in das neu errichtete Schulgebäude. Die Einweihungsfeier erfolgte am 20. September 1953.
Aufgrund sinkender Schülerzahl gab es im Jahr 1957 nur noch acht Klassen.
Am 26. August 1962 wurde ein Anbau an das Schulgebäude, das im Erdgeschoss ja noch die Volksschule beherbergte, eingeweiht. Die Baukosten betrugen 6.000.000 öS.[2]
1962 wurde die Hauptschule zehnklassig, 1965 dreizehnklassig. Eine weitere Klasse wurde als "extra locierte Klasse" in Neumarkt geführt. 1966 kam der polytechnische Lehrgang mit zwei Klassen dazu, der 1972 jedoch an die Polytechnische Schule nach Neumarkt am Wallersee verlegt wurde.
Nach der Gründung der Hauptschule Neumarkt 1966 gab es an der Hauptschule Straßwalchen ab 1969 sechzehn Klassen, 1973 22.
1970 wurde das alte Volksschulgebäude, in dem zuletzt vier Klassen untergebracht waren, abgerissen, um einem neuen Amtsgebäude Platz zu machen. Ausweichquartiere ware unter anderem das Feuerwehrgebäude und jeder geeignete Kellerraum.
1974 übersiedelte die Volksschule in ihr neues Schulhaus, womit das ganze Gebäude der Hauptschule zur Verfügung stand. Mit Gründung der Hauptschule in Friedburg (Oberösterreich) kam eine deutliche Reduzierung der Schülerzahl. 1976 gab es gerade noch 15 Klassen. In den folgenden zwölf Jahren wurden laufend Renovierungen durchgeführt (Baukosten mehr als 18.000.000 öS.
Die ÖKO-Hauptschule Straßwalchen wurde 2013 zur Neuen Mittelschule, seit 2020 Mittelschule Straßwalchen.
| Schülerzahl | ||
|---|---|---|
| 1943 | 43 | |
| 1947 | 146 | |
| 1962 | 291 | |
| 1973 | 615 | |
| 1993 | 343 | |
| 2000 | 371 | |
| 2010 | 274 | |
2026: Gewaltexzess gefilmt: Mutter erhebt Vorwürfe
Von einem furchtbaren Erlebnis vor rund zwei Wochen, Anfang Mai 2026, berichtet ein zwölfjähriger Bursche. Der Schüler der Mittelschule Straßwalchen wurde in der Schule derart verletzt, dass er zwei Tage im Krankenhaus behandelt werden musste. Mehrere ältere Schüler aus einer anderen Klasse hätten ihn malträtiert. Einer hat ihn festgehalten, während ein weiterer ihn bearbeitet hat. Eine Schülerin hat mitgefilmt und ein weiterer hat die Klassentür zugehalten. Der Rest der Klasse habe zugesehen, ohne einzuschreiten.
Offenbar hätte ihr Sohn auf einen Tisch geworfen werden sollen, dabei sei er aber auf den Boden gestürzt und mit dem Kopf auf den Tisch geschlagen, erzählt seine Mutter. Dabei erlitt Prellungen und Blutergüsse auf der Wirbelsäule. Er habe die Nacht aufrecht sitzend verbringen müssen, weil er Atemprobleme hatte.
Was die Mutter so irritiert, ist der Umgang von Schule und Bildungsdirektion in dem Fall. Obwohl ihr Sohn den Vorfall einer Lehrerin berichtete, musste trotz seines Zustandes weiter den Unterricht besuchen, und seine Mutter wurde gar nicht informiert. Sie selbst habe gleich am nächsten Tag Anzeige bei der Polizei erstattet, dort wurde auch das Video sichergestellt. Man werde auch gegen die Schule rechtliche Schritte wegen unterlassener Hilfeleistung setzen. Mittlerweile werde man auch vom Kinderschutzzentrum vertreten. Wie der Mutter mitgeteilt wurde, gab es zwei Suspendierungen beteiligter Schüler.
Die Schulleiterin der Mittelschule Straßwalchen, OLNMS Martha Asen, verweist in dem Fall auf die Bildungsdirektion. Von dort heißt es, dass alle nötigen Maßnahmen gesetzt worden seien. Das weitere Vorgehen müsse nun juristisch und pädagogisch abgeklärt werden. Auch an Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) hat sich die Mutter in der Sache gewandt. Aus deren Büro heißt es, dass man den Fall sicher nicht auf die leichte Schulter nehme. Mit der Suspendierung sei vonseiten der Schulbehörde bereits die schärfste Maßnahme gesetzt worden.
Schulleiter und Direktoren
- 1943-1945: Karl Hintner
- 1945–1945: Anton Watzke
- 1945–1946: Otto Spanbauer (provisorisch)
- 1946–1949: Siegfried Kasper (provisorisch)
- 1949–1978: OSR Franz Zeindl
- 1978–1987?: SR Josef Oberascher
- 1987?–2011: OSR Josef Meingast
- 2011–2016: OSR Christine Färberböck
- 2016-2019: Karen Heuschneider
- seit 2019: OLNMS Martha Asen
Quellen
- Homepage
- Voithofer, Sepp: 799–1999. Festschrift der Marktgemeinde Straßwalchen. Marktgemeinde Straßwalchen 1998.
- Voithofer, Sepp: Straßwalchen. Geschichte unserer Heimat. Marktgemeinde Straßwalchen 1988.
- sn.at, 19. Mai 2026: Gewaltexzess in Salzburger Schule gefilmt: Mutter erhebt Vorwürfe
Einzelnachweise
- ↑ www.lsr-sbg.gv.at
- ↑ Laireiter, Matthias: Im Dienste der Jugend. Erziehung und Schule im Bundesland Salzburg von 1945 bis 1963. Hrsg. vom Landesschulrat für Salzburg. Salzburg 1965, S. 115.