Dom zu den Hll. Rupert und Virgil
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Der Salzburger Dom ist das zentrale kirchliche Gebäude der Stadt Salzburg, der dem Heiligen Rupert und Virgil geweiht ist.
Geschichte
Der älteste Vorgängerbau des heutigen Domes wurde von 767 bis 774 unter Bischof Virgil errichtet, der mit seinen drei Kirchenschiffen einer der größten Kirchenbauten des 8. Jahrhunderts war: 66 Meter lang und 33 Meter breit; er gehörte damit zu den drei größten Kirchenbauten des 8. Jahrhunderts und war die erste Basilika im ostfränkischen Reich. Er wurde 1139 mit zwei hohen Kirchtürmen versehen.
Anlässlich der Einweihung am 24. September (dem wahrscheinlich richtigem Datum, andere Quellen berichten vom 25. September) 774 ließ Virgil die Gebeine von Rupertus aus der Stiftskirche von St. Peter in den neuen Dom überführen.
Doch schon 842 brannte dieser nach Blitzschlag ab und wurde von Erzbischof Arn neu errichet. 1167 wurde der Dom abermals zerstört, diesmal von den Grafen von Plain[1]. Darauf wurde der noch stattlichere Konradinische Dom unter Erzbischof Konrad III. von Wittelsbach, 1177 errichtet, die damals mit 5.200 qm größte Basilika nördlich der Alpen: 122 m Gesamtlänge, 48 m Langhausbreite und 57,5 m Querhauslänge;
Als der Dom bei einem Brand 1598 schwer beschädigt wurde, ließ Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ihn abreißen um einen noch größeren zu bauen. Dazu ließ er auch Teile der mittelalterlichen Stadt sowie den Domfriedhof (heute Residenzplatz) abreißen, die heute als Plätze rund um den Dom geblieben sind. Besonders der rücksichtslose Abriß des Domfriedhofs schmerzt noch heute, da alle Grabmäler von vorher zerstört wurden und somit der Nachwelt nicht mehr erhalten blieben.
Sein Nachfolger Markus Sittikus entfernte aber die fertiggestellten ersten Fundamente und begann mit einem kleineren Dombauwerk. Dieser Dombau (von Dombaumeister Santino Solari geplant) konnte 1628 unter Paris Lodron eingeweiht werden.
Die geschlossene Marmorfassade des Hauptfassade mit ihren beiderseitigen achteckigen Kirchtürmen und den vier Marmorfiguren bei den Eingängen blickt zum allseits umschlossenen Domplatz.
Bereits am 15. Juli 1945 begannen die Instandsetzungsarbeiten am Dom, der durch Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde. Am 26. Mai 1949 nahmen dann 35.000 Menschen am Salzburger Domfest teil, bei dem nach einem großen Festzug Fürsterzbischof Andreas Rohracher das 100 Kilogramm schwere vergoldete Kuppelkreuz auf die wieder hergestellte Domkuppel aufgezogen wird. Nach nahezu 15jähriger Wiederaufbauzeit fand dann am 1. Mai 1959 der erste Gottesdienst, abgehalten vom Erzbischof Andreas Rohracher, statt.
In den 1990er Jahren kam es dann zu umfangreichen Restaurierungsarbeiten am Dom [2]
Die 10 Brände im Dom
- Hauptartikel: Brände Salzburger Dom
Der erste Dom von Bischof Virgil stand kaum 70, als 845 ein Blitz einschlug und der Dom bis auf die Grundmauern abbrannte. Das war der erste von bis heute 10 Bränden, wovon sich der letzte nach einem Bombentreffer der Amerikaner am 16. Oktober 1944 ereignet hatte.
Domglocken
Das Glockengeläut besteht aus sieben Glocken.
1942, im Zweiten Weltkrieg, mussten bis auf zwei Glocken, alle abgeliefert werden. Es blieben die Marienglocke (Frauenglocke): Gewicht 4.008 kg, Ton B; und die Virgiliusglocke: Gewicht 1.648 kg, Ton ES; beide Glocken wurden 1628 von Erzbischof Paris Graf Lodron geweiht und von Wolfgang und Johann Neidhart gegossen.
Am Rupertusfest 1961 wurden dann wieder fünf neue Glocken geweiht:
- Die Salvatorglocke: Gewicht: 14.256 kg, Ton Es; gestiftet von der gesamten Erzdiözese Salzburg
- Die Rupertusglocke: Gewicht: 8.273 kg, Ton Ges; gestiftet von der Salzburger Sparkasse
- Die Josephiglocke: Gewicht: 2.518 kg, Ton Des; gestiftet von der Wirtschaftskammer Salzburg
- Die Leonhardiglocke: Gewicht: 1.025 kg, Ton Ges; gestitftet von der Salzburger Landwirtschaftskammer
- Die Barbaraglocke: Gewicht: 715, Ton As; gestiftet von der Dompfarre
Diese Glocken wurden von der Salzburger Glockengießerei Oberascher hergestellt. Die Schlagglocken sind die Rupertusglocke für den Stundenschlag, die Josephiglocke für den Viertelstundenschlag und die Salvatorglocke wird nur an hohen Festtagen und wenn der Erzbischof in den Dom einzieht, geläutet.
An Sonn- und Feiertagen ruft die Salvatorglocke die Gläubigen zum Gebet.
Daten
- Länge: 101 m
- Querschiff: 68 m
- Türme: 81 m hoch
- Kuppel: 71 m hoch
- Hauptschiff: 32 m hoch
- 11 Altäre
- Platz für 10.000 Menschen
Salzburger Domkapitel
- Hauptartikel: Salzburger Domkapitel
Das Salzburger Domkapitel wählt seit 1312 den Salzburger Erzbischof.
Domplatz
- Hauptartikel: Salzburger Domplatz
Der allseitig geschlossene Salzburger Domplatz vor der Domfassade ist der alljährliche Rahmen seit 1920 alljährlich für die Aufführungen des "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal der Salzburger Festspiele. Im Mittelpunkt befindet sich die Mariensäule
Bilder
Video
Bitte den Wiedergabe-Knopf drücken, um ein kurzes Video über die Salvatorglocke anzusehen: <video>http://www.salzburg.com/sn/nwas/OnlineMappen_scom3/interaktiv/videos/salzburgwiki_salvatorglocke.wmv%7Cdownload</video>
Quelle
- Beitrag aus Altstadt von Salzburg
- Salzburger Nachrichten vom 2. Mai 1959, Seite 5
- Josef Hübl Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, 1974
Fußnote
- ↑ siehe Konrad II. von Babenberg
- ↑ Quelle: www.kirchen.net