Salzburger Naturschutzbund

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Großglockner Hochalpenstraße hilft den Bienen: Hans Kutil (Vorstand Salzburger Naturschutzbund), Mag. Christine Pühringer (Projektleiterin Naturschutzbund) und Dr. Johannes Hörl (Vorstandsdirektor Großglockner Hochalpenstraßen AG)

Der Salzburger Naturschutzbund ist die Salzburger Landesgruppe des Österreichischen Naturschutzbundes, eines gemeinnützigen, unabhängigen Vereins.

Allgemeines

Der Salzburger Naturschutzbund mischt sich bei vielen gesellschaftlich wichtige Themenbereichen ein, sei es mit Kritik, sei es auch mit Vorschlägen, Expertisen oder Vorzeigeprojekten.

Das Betätigungsfeld reicht vom Tier- und Pflanzenartenschutz über den Biotop- bzw. Lebensraumschutz bis zum Landschaftsschutz. Auch Fragen der Raum(un)ordnung, des Umweltschutzes, des Luft-, Boden-, Wasser- und Gewässerschutzes, der Gentechnik, der Energieproblematik (sowohl Einsatz gegen Atomenergie und Verschwendung fossiler Energieträger gehören dazu, zugleich auch die Nutzung erneuerbarer Energieträger) bis hin zu Aktivitäten für den Klimaschutz.

Der Naturschutzbund ist eine nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungs-Gesetz anerkannte Umweltorganisation. Er befasst sich somit auch mit problematischen Projekten wie der geplanten 380-kV-Salzburgleitung, dem Schiliftprojekt Hochsonnberg oder dem Golfplatzprojekt Anif.

Er befasst sich überdies mit gesellschaftspolitischen Themen wie dem Ausbau der direkten Demokratie in der Stadt Salzburg, z. B. im Zusammenhang mit der Grünlanddeklaration und dem Schutz der Stadtlandschaften.

Nicht zuletzt will der Naturschutzbund die Natur den Menschen näher bringen, etwa durch Vorträge, Präsentationen, Exkursionen und Informationsschriften.

Geschichte

Die Landesgruppe Salzburg des Österreichischen Naturschutzbundes wurde im Jahr 1960 gegründet.

Der Einsatz für Natur- und Umweltschutz umfasste unter anderem Überzeugungsarbeit, Umweltbildung und die Durchführung eine Reihe nachahmenswerter Projekte, wobei man auch Konfrontationen nicht scheute und Widerstand gegen zerstörerische Vorhaben leistete.

In den Bezirken trugen aktive Biotopschutzgruppen zum erfolgreichen Schutz von Lebensräumen bei; sie sorgten dafür, dass zuerst Amphibienzäune, später Amphibientunnel bei Straßen errichtet, im Pinzgau etliche Tümpel neu angelegt und verschiedene Biotoppflegemaßnahmen initiiert wurden. Pflegemaßnahmen umfassten Pacht in den 1980er- und 1990er-Jahren im [[Untersbergvorland zum Erhalt der Sumpfgladiole, die Pacht und Extensivierung zuvor gedüngter Wiesen am Wallersee (seit 1991), die Pflege der Patschgwiese im Gasteinertal oder die Betreuung eines Naturgartens am Kreuzberg in Bischofshofen.

Zwar konnte so manche Naturzerstörung nicht verhindert werden – Zersiedelung, intensive Landnutzung (Landwirtschaft, Flurbereinigung, Straßen- und Siedlungsbau,…), Bau von Kraftwerken, Golfplätze, Gewerbegebiete, Schianlagen usw. auch in sensiblen Gebieten beeinträchtigten Naturhaushalt und Landschaftsbild. Doch hält sich der Naturschutzbund zugute, dass der Zustand des Landes ohne seinen jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz wesentlich schlechter wäre. Als ausgewählte Erfolge dieser Arbeit werden genannt:

Organe

Vorstand

Hans Kutil, Vorsitzender
Dr. Hannes Augustin, Geschäftsführer, Schriftführer
MMag. Dr. Johann Neumayer, Kassier
Mag. Markus Lechner, stv. Vorsitzender
Mag. Karin Widerin, stv. Schriftführerin
Gabriele Esterer, stv. Kassierin
Dir. i. R. OSR Hannes Maringer, Ehrenvorsitzender

Fachbeirat

Dipl.-Ing. Josef Erber, Jagd, Wildökologie, delegiert von der Salzburger Jägerschaft
Ingrid Hagenstein, Natur & Land, Kontakt BGS-Projekte
Mag. Dr. Winfrid Herbst, Abfallwirtschaft, Umweltschutz
Prof. OFR Dipl.-Ing. Hermann Hinterstoisser, Forstwirtschaft, Naturschutz, Alpenkonvention
Josef A. Holzer, Biotopschutz, delegiert für die Bezirksgruppe Lungau
Dr. Roland Kals, Alpen, Raumordnung
Ass.-Prof. Dr. Alexander Keul, Umweltpsychologie
Anneliese Klinger, Naturgarten, delegiert für Bezirksgruppe Pongau
Dr. Christoph König, Umweltmedizin
Magdalena Meikl, MSc, Herpetologie, Salamander
Mag. Günther Nowotny, Botanik, Biotopschutz
Univ.-Prof. i. R. Dr. Robert A. Patzner, Zoologie, Gewässerökologie
Dipl.-Ing. Jakob Pöhacker, Ornithologie
Erich Prechtl, grenzüberschreitende Projekte
Dir. i.R. OSR Feri Robl, Biotopschutz, delegiert für die Bezirksgruppe Pinzgau
Univ.-Prof. i.R. Dr. Erich Stocker, Geomorphologie
Dr. Wilfried Schwarzenbacher, Biotopschutz, Klimaschutz
Tanja Warter, Vet.med., Tierschutz, Tierpflege
Mag. Andrea Zocher-Machart, Umweltbildung, Datenbank

Bisherige Vorsitzende und Geschäftsführer

Vorsitzende des Salzburger Naturschutzbundes waren bisher: 1960 – 1977: Prof. Dr. h. c. Paul Eduard Tratz 1977 – 1993: Prof. Dr. Dr. h. c. Eberhard Stüber 1993 – 2011: Univ.-Prof. i. R. Dr. Roman Türk seit 2011: Hans Kutil

Geschäftsführer des Salzburger Naturschutzbundes waren bisher: 1961 – 1965: Prof. Dr. Dr. h. c. Eberhard Stüber]] 1965 – 1983: OSR Hannes Maringer seit 1983: Dr. Hannes Augustin

Publikationen

Der Salzburger Naturschutzbund gibt viermal jährlich die Zeitschrift NATUR @ktiv heraus.

„Natur & Land“ ist hingegen die Zeitschrift des bundesweiten, des Österreichischen Naturschutzbundes.

Quellen

Weblinks