Imlauer Hotel Pitter Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Imlauer will an die erste Blütezeit des Hotels von 1885, als es die Familie Pitter erwarb, bis 1938 anschließen. Auch bei der Gestaltung. Das sieht man schon im Eingangsbereich. Er wurde wieder so ähnlich gestaltet wie vor seiner Zerstörung durch einen [[Bomben auf Salzburg|Bombenangriff]] am [[17. November]] [[1944]]. Den Vorbau mit den Betonsäulen, den die Amerikaner nach dem Krieg errichtet haben, hat Imlauer entfernen lassen.
 
Imlauer will an die erste Blütezeit des Hotels von 1885, als es die Familie Pitter erwarb, bis 1938 anschließen. Auch bei der Gestaltung. Das sieht man schon im Eingangsbereich. Er wurde wieder so ähnlich gestaltet wie vor seiner Zerstörung durch einen [[Bomben auf Salzburg|Bombenangriff]] am [[17. November]] [[1944]]. Den Vorbau mit den Betonsäulen, den die Amerikaner nach dem Krieg errichtet haben, hat Imlauer entfernen lassen.
  
Im nun hellen Foyer kommen die alten Säulen aus [[Untersberger Marmor]] wieder zur Geltung. Der Boden besteht aus istrischem Marmor und die Vertäfelungen aus Moorholz. Imlauer wollte einen freundlichen, offenen Eindruck erzeugen und an die Architektur der Zwischenkriegszeit erinnern. In den letzten Jahrzehnten sei vieles im Haus umgebaut worden, sagt Imlauer. „''Wir haben viele Fehler entdeckt und nun drei Jahre an einem Gesamtkonzept geplant. Wir hatten den Wunsch, dass das Haus zu alter Schönheit zurückkehrt. Unterstützung bekamen wir dabei von der [[Altstadtkommission]].''“
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Im nun hellen Foyer kommen die alten Säulen aus [[Untersberger Marmor]] wieder zur Geltung. Der Boden besteht aus istrischem Marmor und die Vertäfelungen aus Moorholz. Imlauer wollte einen freundlichen, offenen Eindruck erzeugen und an die Architektur der [[Zwischenkriegszeit]] erinnern. In den letzten Jahrzehnten sei vieles im Haus umgebaut worden, sagt Imlauer. „''Wir haben viele Fehler entdeckt und nun drei Jahre an einem Gesamtkonzept geplant. Wir hatten den Wunsch, dass das Haus zu alter Schönheit zurückkehrt. Unterstützung bekamen wir dabei von der [[Altstadtkommission]].''“
  
 
Im Pitterkeller bleibt alles beim Alten. Neu ist nur, dass der Eingang wieder an die Ecke [[Rainerstraße]] verlegt wird, wo er früher war. Imlauer sagt, das sei besser für das Wirtshaus und auch besser für die Anrainer.
 
Im Pitterkeller bleibt alles beim Alten. Neu ist nur, dass der Eingang wieder an die Ecke [[Rainerstraße]] verlegt wird, wo er früher war. Imlauer sagt, das sei besser für das Wirtshaus und auch besser für die Anrainer.

Version vom 7. September 2017, 10:33 Uhr

Das Hotel Pitter, vom Max-Ott-Platz aus gesehen

Das ehemalige Hotel Pitter (mit dem Café Pitter, einst ein Kaffeehaus) in der Stadt Salzburg, das heutige Hotel Crowne Plaza The Pitter, war zunächst die Bergerbräu-Bierhalle gewesen.

Geschichte

Das Bergerbräuhaus hatte seinen Braubetrieb von 1408 bis 1903 in der Stadt Salzburg in der Linzer Gasse (später war dort das Centralkino). Das Bräu selbst, also die Ausschank, befand sich seit 1864 jedoch in der heutigen Rainerstraße, damals Westbahn-Straße.

Das Hotel Pitter wurde von 1885 bis 1888 unter Karl und Babette Pitter erbaut. Für die Planung und Ausführung zeichnete die Baufirma Ceconi verantwortlich. Das Gast- und Einkehrwirtshaus wurde von ihr in ein zweistöckiges Hotel umgebaut, das Hotel Pitter.

Ab 1908 betrieb Bernhard Girstenbrey im Hotel Pitter das kinematographische[1] Theater "Elektra", also ein "Urkino".

Josef Reitter erwarb das Hotel Pitter im Jahr 1918 und baute es zum größten Hotel Salzburgs aus.[2]

Bei den Umbauarbeiten 1926 entstand dann der Pitterkeller. Dabei wurde die ehemalige Bierhalle an der Auerspergstraße in ein Kaffeehaus umgewandelt, das Café Pitter. 1927 wurde es im Erwerbsverzeichnis der Stadt Salzburg als "größtes Konzertcafé Salzburgs" angepriesen.

Im Jahr 1938 starb Josef Reitter und hinterließ das Hotelunternehmen seinem einzigen Sohn Dr. Franz Binder, der das Hotel noch jahrelang betrieb.[3]

Karl Fellner übernahm zusammen mit seiner Frau 1958 den Betrieb in zweiter Generation. 1966 gab es dann nochmals Um- und Erweiterungsbauten, bevor das Haus in den 1990er-Jahren zum heutigen 5-Sterne-Hotel umgebaut wurde.

2007 wurde das Hotel in Georg Imlauers Gruppe "IMLAUER Hotels & Restaurants" einverleibt und nach einem neuerlichen Umbau im Jahr 2008 wieder eröffnet.[4]

Das Hotel Pitter in altem Glanz

Nach der Renovierung ist das legendäre Hotel Pitter in Salzburg seit 1. Mai 2014 wieder geöffnet. Hotelier Georg Imlauer investiert rund 13 Millionen Euro. Auch der legendäre Pitterkeller, in dem in den 1990er-Jahren Spieler und Fans die Siege von Austria Salzburg feierten, ist wieder offen.

Ganz fertig ist der Umbau noch nicht. Das sei für September 2014 geplant, sagt Hotelier Georg Imlauer. Derzeit stehen 120 von 200 Zimmern zur Verfügung. Noch in Bau sind ein sechstes Stockwerk, in dem eine Skybar und ein Restaurant untergebracht werden. Zahlreiche Zimmer werden vergrößert und in den Hof kommt der neue, 431 Quadratmeter große Pittersaal, der von sechs Glaskuppeln bedeckt ist und in sechs einzelne Räume geteilt werden kann.

Imlauer will an die erste Blütezeit des Hotels von 1885, als es die Familie Pitter erwarb, bis 1938 anschließen. Auch bei der Gestaltung. Das sieht man schon im Eingangsbereich. Er wurde wieder so ähnlich gestaltet wie vor seiner Zerstörung durch einen Bombenangriff am 17. November 1944. Den Vorbau mit den Betonsäulen, den die Amerikaner nach dem Krieg errichtet haben, hat Imlauer entfernen lassen.

Im nun hellen Foyer kommen die alten Säulen aus Untersberger Marmor wieder zur Geltung. Der Boden besteht aus istrischem Marmor und die Vertäfelungen aus Moorholz. Imlauer wollte einen freundlichen, offenen Eindruck erzeugen und an die Architektur der Zwischenkriegszeit erinnern. In den letzten Jahrzehnten sei vieles im Haus umgebaut worden, sagt Imlauer. „Wir haben viele Fehler entdeckt und nun drei Jahre an einem Gesamtkonzept geplant. Wir hatten den Wunsch, dass das Haus zu alter Schönheit zurückkehrt. Unterstützung bekamen wir dabei von der Altstadtkommission.

Im Pitterkeller bleibt alles beim Alten. Neu ist nur, dass der Eingang wieder an die Ecke Rainerstraße verlegt wird, wo er früher war. Imlauer sagt, das sei besser für das Wirtshaus und auch besser für die Anrainer.

Derzeit lässt der Hotelier eine Chronik des Pitter schreiben. Vieles ist zu erforschen. So sollen die Amerikaner nach dem Krieg das Haus mit Material aufgebaut haben, das aus Berchtesgaden kam und für Hitlers geplante Alpenfestung bestimmt war. Imlauer sagt, er sei dankbar für weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

Vor dem Hotel Pitter erinnert, seit dem 3. Juli 2014 ein Stolperstein an ein Opfer des Nationalsozialismus: Franziska Alderwerelt, die dort einige Jahre logierte.

Fußnote

Quellen