Städtisches Schulgebäude St. Andrä: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 2. November 2016, 14:23 Uhr

Andrä-Schule ist die Bezeichnung für ein Gebäude in der Neustadt von Salzburg, in dem drei Schulen untergebracht sind und das unter Denkmalschutz steht.
Geschichte
1889 beschloss der Salzburger Gemeinderat am 20. Jänner die Errichtung der Knaben- und Mädchenvolksschule (heute Volksschule St. Andrä) und Knabenbürgerschule (heute Neue Mittelschule Haydnstraße) am heutigen Standort. Die Volks- und Bürgerschule St. Andrä wurde in den Jahren 1891 bis 1893 nach Plänen von Franz Drobny um 300.000 Gulden erbaut. Am 11. September 1893 fand die feierliche Schlusssteinlegung statt und am 16. September um 9 Uhr begann der Unterricht.
1901 besichtigte Kaiser Franz Joseph I. anlässlich seines Besuchs in Salzburg zur Enthüllung des Kaiserin-Elisabeth-Denkmals das Schulhaus. Im selben Jahr erhielt der Zeichen- und Physiksaal elektrisches Licht. Die übrigen Räume wurden weiterhin mit Gaslicht erhellt.
Albert Einstein in Salzburg
Ein besonderer Termin in der Geschichte der Andrä-Schule war der 21. September 1909. An diesem Tag fand ein Vortrag von Albert Einstein im Turnsaal der Andrä-Schule statt. Einstein stellte vor den damals führenden Physikern und Mathematikern aus aller Welt zum ersten Mal öffentlich seine Spezielle Relativitätstheorie vor. Rahmen dieser Veranstaltung war die sogenannte "Versammlung der deutschen Naturforscher und Ärzte", die jedes Jahr an einem anderen Ort stattfand.
Im Ersten Weltkrieg wurde das Schulhaus in ein Rot-Kreuz-Spital umgewandelt. Die Schulkinder übersiedelten in das Handelsschulgebäude in der Paris-Lodron-Straße.
1923 erhielt die Schule ein Bad, damit alle Schüler einmal monatlich ein warmes Duschbad nehmen können. Dieses wurde später noch bis 1. Juli 2002 als Wannen- und Brausebad St. Andrä geführt, das letzte städtische öffentliche Badehaus. Drei Jahre später war elektrische Beleuchtung in allen Räumen vorhanden.
1927 wurde der Begriff "Bürgerschule" in "Hauptschule" geändert. Während des Zweiten Weltkriegs bekam das Gebäude einen Bombentreffer und erlitt schwere Schäden. Erst am 22. Oktober 1945 konnte der Unterricht wieder aufgenommen werden.
Bis 2013 befand sich hier (an der Hubert-Sattler-Gasse) auch die Technische Hauptschule Hubert-Sattler-Gasse, die dann als Neue Mittelschule in die Elisabeth-Vorstadt übersiedelte.
Schulen
Gedenktafeln
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Gedenktafel für Albert Einstein (* 14. März 1879, † 18. April 1955); in der Faberstraße Nr. 3 auf der Andrä-Schule
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Gedenktafel für Josef Reischenböck (* 23. März 1890 in Salzburg, † 7. Mai 1943 in Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim); in der Faberstraße Nr. 3 auf der Andrä-Schule
Weblinks
- Homepage Volkschule
- Homepage technische Hauptschule
- Hauptschule Haydnstraße
- historische Ansicht des gesamten Gebäudes