Stadtpfarrkirche St. Andrä: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 13. November 2015, 16:09 Uhr
Die katholische Stadtpfarrkirche St. Andrä befindet sich in der Neustadt von Salzburg im gleichnamigen Andräviertel gegenüber dem Schloss Mirabell.
Geschichte
Die ursprüngliche Andräkirche
Die ursprüngliche Andräkirche oder Kirche des Heiligen Andreas stand einst nächst dem Platzl - an der östlichen Ecke zur Dreifaltigkeitsgasse. Die ursprünglich gotische Kirche wurde zuerst unter Wolf Dietrich von Raitenau zu einem Renaissancebau umgestaltet und unter Erzbischof Andreas I. Jakob Graf Dietrichstein 1750 mit hohem Aufwand erneut umgestaltet und barockisiert. Die Kirche wurde 1818 beim großen Stadtbrand arg beeinträchtigt. Die beeinträchtigte Kirche wurde nach vielen Diskussionen zwischen Bürgern mit stark gegensätzlichen Haltungen 1861 im Auftrag der Stadtverwaltung abgetragen, wobei die Außenmauern größerenteils in das dort errichtete neue Bürgerhaus einbezogen wurden. Am 18. Februar 1863 brauste ein Orkan über Salzburg, der das Kupferdach des Salzburger Doms zerstörte und die Kirchtürme von St. Andrä und St. Johannes am Imberg mitsamt den Glocken auf die umliegenden Häuser warf[1].
Neubau und Wiederaufbau
Nun wurde der Ruf vieler Bürger nach Neubau der Kirche immer lauter. Nach Plänen von Josef Wessicken wurde die neue Kirche von Stadtbaumeister Jakob Ceconi im neugotischen Stil auf dem durch die Schleifung der Basteien gewonnenen Platz erbaut. 1898 wurde die neue Kirche mit ihren 61 m hohen Türmen eingeweiht. Die Portale und der Kreuzaltar der ursprünglichen Kirche wurden an die Pfarre St. Georgen im Attergau verkauft, die diese Bauteile beim Bau der Kalvarienbergkirche[2] verwendete.
Nach schweren Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg - nur die Westfassade war einigermaßen unbeschädigt geblieben - wurde die Kirche nach Plänen des bayerischen Architekten Michael Kurz wieder aufgebaut.
Umbau
Das ursprüngliche Aussehen der neugotischen Kirche ging im Zuge eines Umbaus in den Jahren 1969 bis 1972 völlig verloren, als man - auf Anregung des damals 83-jährigen Architekten Clemens Holzmeister nach Plänen von Franz Windhager - die für den (neu)gotischen Baustil typischen hohen Spitztürme durch kurze Pyramiden ersetzte und sowie die Ziergiebel und andere Verzierungen entfernte.
Die Idee, Kirchen einer neuen Kunstepoche bzw. dem Baustil ihrer Umgebung (Holzmeister argumentierte damals mit einer "Sichtlinie" zur Dreifaltigkeitskirche) anzugleichen, ist nicht neu. Ein Opfer dieser Unart war etwa auch die Franziskanerkirche, der im Zuge der Barockisierung von Salzburg ein Zwiebeldach ("Welsche Haube") aufgezwungen wurde (mit einem Ergebnis, das man heute noch im Sattler-Panorama betrachten kann), eine Entscheidung, die Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge einer umfassenden Rekonstruktion des Originalturmes glücklicherweise revidiert wurde. Architekt dieser Wiederherstellung war damals ironischerweise Wessicken, dessen eigener Prestige-Kirchenbau über 100 Jahre später das gleiche Schicksal wie die Franziskanerkirche erleiden sollte.
Umfeld
Auf den Plätzen um die Kirche herum (wo früher die Schrannenhalle stand) findet am Donnerstag der Schrannenmarkt statt, den Rest der Woche werden sie von der Mirabell-Congress-Garage als Parkflächen benutzt.
Siehe auch
- Artikel Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä
Bildergalerie
Franz Mauracher-Orgel 1903
Stolperstein für Franz Zeiss; vor der Andräkirche
"Der auferstandene Christus", gemalt in Emailtechnik auf Kupfer von Eva Mazzucco in der Andräkirche
Weitere Bilder
Stadtpfarrkirche St. Andrä – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- Salzburgwiki-Beitrag Neustadt
- ↑ Quelle Salzburger Miniaturen, Band 4
- ↑ Quelle Kalvarienbergkirche im AtterWiki