Oberalm (Gewässer): Unterschied zwischen den Versionen
(auf Oberalm korrigiert) |
|||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| − | + | {{Dieser Artikel|behandelt das '''Gewässer Oberalm''', allgemein bekannt unter '''Almbach'''. Einen Artikel über die gleichlautende Marktgemeinde findest du unter [[Oberalm]].}}<br /> | |
| + | {| cellpadding="2" style="float: right; width: 300px; background: #e3e3e3; margin-left: 1em; border: 1px solid #cccccc; border-spacing: 1px;" | ||
! colspan="2" class="blueboxcenterheader" | Bild | ! colspan="2" class="blueboxcenterheader" | Bild | ||
|---- bgcolor="#FFFFFF" align="center" | |---- bgcolor="#FFFFFF" align="center" | ||
| Zeile 12: | Zeile 13: | ||
| Quellhöhe: || 688 [[m ü. A.]] | | Quellhöhe: || 688 [[m ü. A.]] | ||
|- bgcolor="#ffffff" | |- bgcolor="#ffffff" | ||
| − | | Mündung: || in [[Hallein]] in die [[Salzach]] | + | | Mündung: || in [[Hallein]] in die [[Kleine Salzach]] |
|- bgcolor="#ffffff" | |- bgcolor="#ffffff" | ||
| Mündungshöhe: || 440 m | | Mündungshöhe: || 440 m | ||
| Zeile 18: | Zeile 19: | ||
| Höhenunterschied: || 248 m | | Höhenunterschied: || 248 m | ||
|} | |} | ||
| − | [[Datei:Almbach in Hallein.jpg|thumb| | + | [[Datei:Almbach in Hallein.jpg|thumb|Die Oberalm in Hallein, bereits im Staubereich des dortigen [[Flusskraftwerk Sohlstufe Hallein|Flusskraftwerkes Sohlstufe Hallein]]]] |
| − | + | Die '''Oberalm''', zulässiger (und gebräuchlicherer) Alternativname ist '' Almbach'', ist ein Gewässer im Nordosten des [[Tennengau]]s, der im [[Flachgau]] seinen Ursprung hat. | |
| − | == | + | == Geografie == |
| − | + | Bezüglich seines Namens gibt es mehrere Varianten. Der Name „Alm“ bzw. historisch „Albe“ dürfte eine Herleitung vom vordeutschen Begriff „Albina“ (vgl. das lateinische „albus“ = weiß), bzw. dem illyrischen „Albhanta“ sein und stellt eine Anspielung auf das Weiß des kalkhaltigen Wassers, bzw. des weißen Bachbettes dar. In Quellen um 1900 wurde sie ''Hinterseealm'' genannt, der [[Franciszäischer Kataster|Franciszäische Kataster]] nennt das Gewässer ''Alm Bach''. Heute wird der Bach einerseits und mehrheitlich ''Almbach'' bezeichnet (nach dem Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen), anderseits im [[Salzburger Geographisches Informationssystem|Salzburger Geographischen Informationssystem]] des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] als ''Oberalm'' geführt. | |
| − | + | Die Oberalm hat ihren Ursprung im [[Hintersee (See)|Hintersee]] (688 [[m ü. A.]]) und ist dessen einziger Abfluss. Sie fließt zunächst als Bach durch die [[Strubklamm]] in den [[Wiestalstausee]] (561 m ü. A.), nach dem darunterliegenden [[Speicherkraftwerk Wiestal]] durch das [[Ausgleichsbecken Wiestal]], nun als Fluss, weiter nach [[Hallein]] (461 m ü. A.), wo sie in die [[Kleine Salzach]] mündet.<br/>Unweit der Einmündung, in der Nähe des ehemaligen [[Schloss Altdorf|Schlosses von der Alben]]<ref>[[Franz Xaver Gruber (Autor)|Gruber, Franz]]: ''Chronologisch-statistische Beschreibung der Stadt Hallein und ihrer Umgebung''. Ein Beitrag zur Heimatkunde, Salzburg: Verlag von M. Glonner ([[Duyle'sche_Buchdruckerei#Ära_Duyle|Duyle’sche Buchhandlung]] am Mozartplatz) 1870, S. 67.</ref> befand sich einmal Halleins sog. „kleiner Holzrechen” (siehe [[Griesrechen (Hallein)|Griesrechen]]).<ref>Gruber, Franz: ''Chronologisch-statistische Beschreibung der Stadt Hallein und ihrer Umgebung''. Ein Beitrag zur Heimatkunde, Salzburg: Verlag von M. Glonner (Duyle’sche Buchhandlung am Mozartplatz) 1870, S. 43.</ref> In ihm verfing sich damals [[Holztrift|getriftetes]] Rundholz, z. B. das aus [[Hintersee (Ort)#Erwerbstätigkeit|Hintersee]]. | |
| − | |||
== Zuflüsse == | == Zuflüsse == | ||
| − | Bereits kurz nach dem Ausfluss aus dem Hintersee mündet der [[Brunnbach (Faistenau)|Brunnbach]], der seinen Ursprung in [[Tiefbrunnau]], Gemeinde [[Faistenau]] hat, in | + | Bereits kurz nach dem Ausfluss aus dem Hintersee mündet der [[Brunnbach (Faistenau)|Brunnbach]], der seinen Ursprung in [[Tiefbrunnau]], Gemeinde [[Faistenau]] hat, in die Oberalm. In den folgenden [[Strüblweiher]] mündet der der [[Weißenbach (Wildbach Hintersee)|Weißenbach]] sowie wenig später in den [[Strubklammspeicher]] der Stein- und der Schmiedbach. Kurz bevor die Oberalm den Wiestalstausee erreicht, mündet von Norden kommen der Schwarzaubach in die Oberalm. |
Von [[Gaißau]] kommen der [[Moertlbach]], im Bereich [[Adnet]]-[[Wimberg]] der Schmiedbach, bei Adnet-[[Seefeldmühle]] der Steinmasslbach und der Aubach hinzu. | Von [[Gaißau]] kommen der [[Moertlbach]], im Bereich [[Adnet]]-[[Wimberg]] der Schmiedbach, bei Adnet-[[Seefeldmühle]] der Steinmasslbach und der Aubach hinzu. | ||
== Kraftwerke == | == Kraftwerke == | ||
| − | Entlang | + | Entlang ihres Verlaufs befinden sich folgende Wasserkraftwerke: |
* [[Kraftwerk Wiestal (historisch)]] | * [[Kraftwerk Wiestal (historisch)]] | ||
* [[Speicherkraftwerk Strubklamm (historisch)]] | * [[Speicherkraftwerk Strubklamm (historisch)]] | ||
| Zeile 47: | Zeile 47: | ||
* [http://www.bergfex.at/sommer/oberalm-tennengau/ www.bergfex.at Karte] | * [http://www.bergfex.at/sommer/oberalm-tennengau/ www.bergfex.at Karte] | ||
* [https://bufus.sbg.ac.at/PDF/FlussverlaufSalzach_2.pdf Bernhard Schmall: ''Historischer Flussverlauf der Salzach von den Salzachöfen bis zur Saalachmündung'' (Teil 2: Salzburg – Hallein), Universität Salzburg 2008.] | * [https://bufus.sbg.ac.at/PDF/FlussverlaufSalzach_2.pdf Bernhard Schmall: ''Historischer Flussverlauf der Salzach von den Salzachöfen bis zur Saalachmündung'' (Teil 2: Salzburg – Hallein), Universität Salzburg 2008.] | ||
| + | * E-Mail von Dr. Stefan Mayer, Europa & Neue Medien, Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, am 8. Jänner 2020 an Admin. [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] | ||
| + | |||
==== Einzelnachweise ==== | ==== Einzelnachweise ==== | ||
<references /> | <references /> | ||
| − | {{ | + | {{Oberalm-Kraftwerke}} |
[[Kategorie:Tennengau]] | [[Kategorie:Tennengau]] | ||
Version vom 8. Januar 2020, 12:47 Uhr
| Bild | |
|---|---|
| 280px | |
| Basisdaten | |
| Länge: | ~ 15 km |
| Quelle: | Hintersee |
| Quellhöhe: | 688 m ü. A. |
| Mündung: | in Hallein in die Kleine Salzach |
| Mündungshöhe: | 440 m |
| Höhenunterschied: | 248 m |
Die Oberalm, zulässiger (und gebräuchlicherer) Alternativname ist Almbach, ist ein Gewässer im Nordosten des Tennengaus, der im Flachgau seinen Ursprung hat.
Geografie
Bezüglich seines Namens gibt es mehrere Varianten. Der Name „Alm“ bzw. historisch „Albe“ dürfte eine Herleitung vom vordeutschen Begriff „Albina“ (vgl. das lateinische „albus“ = weiß), bzw. dem illyrischen „Albhanta“ sein und stellt eine Anspielung auf das Weiß des kalkhaltigen Wassers, bzw. des weißen Bachbettes dar. In Quellen um 1900 wurde sie Hinterseealm genannt, der Franciszäische Kataster nennt das Gewässer Alm Bach. Heute wird der Bach einerseits und mehrheitlich Almbach bezeichnet (nach dem Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen), anderseits im Salzburger Geographischen Informationssystem des Landes Salzburg als Oberalm geführt.
Die Oberalm hat ihren Ursprung im Hintersee (688 m ü. A.) und ist dessen einziger Abfluss. Sie fließt zunächst als Bach durch die Strubklamm in den Wiestalstausee (561 m ü. A.), nach dem darunterliegenden Speicherkraftwerk Wiestal durch das Ausgleichsbecken Wiestal, nun als Fluss, weiter nach Hallein (461 m ü. A.), wo sie in die Kleine Salzach mündet.
Unweit der Einmündung, in der Nähe des ehemaligen Schlosses von der Alben[1] befand sich einmal Halleins sog. „kleiner Holzrechen” (siehe Griesrechen).[2] In ihm verfing sich damals getriftetes Rundholz, z. B. das aus Hintersee.
Zuflüsse
Bereits kurz nach dem Ausfluss aus dem Hintersee mündet der Brunnbach, der seinen Ursprung in Tiefbrunnau, Gemeinde Faistenau hat, in die Oberalm. In den folgenden Strüblweiher mündet der der Weißenbach sowie wenig später in den Strubklammspeicher der Stein- und der Schmiedbach. Kurz bevor die Oberalm den Wiestalstausee erreicht, mündet von Norden kommen der Schwarzaubach in die Oberalm.
Von Gaißau kommen der Moertlbach, im Bereich Adnet-Wimberg der Schmiedbach, bei Adnet-Seefeldmühle der Steinmasslbach und der Aubach hinzu.
Kraftwerke
Entlang ihres Verlaufs befinden sich folgende Wasserkraftwerke:
- Kraftwerk Wiestal (historisch)
- Speicherkraftwerk Strubklamm (historisch)
- Speicherkraftwerk Strubklamm
- Speicherkraftwerk Wiestal
- Kraftwerk Wiestal Ausgleichsbecken
- Firmenkraftwerk der Marmor Industrie Kiefer GmbH in Oberalm
Bilder
Oberalm (Gewässer) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quellen
- Salzburg und Umgebung, Kompass-Karte 1:25.000
- www.bergfex.at Karte
- Bernhard Schmall: Historischer Flussverlauf der Salzach von den Salzachöfen bis zur Saalachmündung (Teil 2: Salzburg – Hallein), Universität Salzburg 2008.
- E-Mail von Dr. Stefan Mayer, Europa & Neue Medien, Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, am 8. Jänner 2020 an Admin. Peter
Einzelnachweise
- ↑ Gruber, Franz: Chronologisch-statistische Beschreibung der Stadt Hallein und ihrer Umgebung. Ein Beitrag zur Heimatkunde, Salzburg: Verlag von M. Glonner (Duyle’sche Buchhandlung am Mozartplatz) 1870, S. 67.
- ↑ Gruber, Franz: Chronologisch-statistische Beschreibung der Stadt Hallein und ihrer Umgebung. Ein Beitrag zur Heimatkunde, Salzburg: Verlag von M. Glonner (Duyle’sche Buchhandlung am Mozartplatz) 1870, S. 43.
Oberalm-Gewässer-Kraftwerke aktiv
Speicherkraftwerk Strubklamm → Speicherkraftwerk Wiestal → Kraftwerk Wiestal Ausgleichsbecken → Flusskraftwerk Hammer
Historische Oberalm-Gewässer-Krafwerke
Speicherkraftwerk Strubklamm (historisch) → Kraftwerk Wiestal (historisch)
Speicher, Seen und Druckstollen
Hintersee (See) → Strüblweiher-Stausee (Beginn Druckstollen zu) → Strubklammspeicher → Staumauer Strubklamm (Druckstollen zu Speicherkraftwerk Strubklamm) →
→ Wiestalstausee → Wiestalseestaumauer (Druckstollen zu Speicherkraftwerk Wiestal) → Ausgleichsbecken Wiestal