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| − | Das Areal um das [[Schloss Mirabell]] lag lange Zeit vor den [[Stadttore in Salzburg|Stadttoren]] und war nicht verbaut. [[Erzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ließ [[1606]] das [[Schloss Altenau]] für [[Salome Alt]] errichten. [[1684]] entstand | + | Der Mirabellplatz erstreckt sich in seiner Breite zwischen dem [[Schloss Mirabell]] im Westen und der [[Stadtpfarrkirche St. Andrä]] im Osten, sowie in seiner Länge zwischen der [[Dreifaltigkeitsgasse]] im Süden und der [[Rainerstraße]] im Norden. Der Mirabellplatz hat die Form eines langgestreckten Rechtecks, mit einer Breite von nur etwa 50 Metern und einer Länge von etwa 220 Metern, sowie einer Fläche von etwa 10.400 Quadratmetern. Die über den Mirabellplatz führende, stark frequentierte Straße teilt den Platz in zwei Hälften. Gleichzeitig ist die Mitte der Straße eine Stadtteilgrenze. Der westliche Teil von der [[Universität Mozarteum]] bis hinunter zum Schloss Mirabell gehört zur rechtsufrigen Altstadt, der östliche Teil von der [[Paris-Lodron-Straße]] zur [[Stadtpfarrkirche St. Andrä]] bis hinunter zur [[Hubert-Sattler-Gasse]] zur gehört zur Neustadt (Andräviertel). |
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| + | Das Areal um das [[Schloss Mirabell]] lag lange Zeit vor den [[Stadttore in Salzburg|Stadttoren]] und war nicht verbaut. [[Erzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ließ [[1606]] das [[Schloss Altenau]] für [[Salome Alt]] errichten. Damals hieß der Platz 'Paradeplatz' und wurde auch so genutzt. [[1684]] entstand dort die [[Neue Thürnitz]], aus dem später das ''k.k. Maut- und Zollamt'' wurde. Der verheerende [[Stadtbrand Salzburg (rechtes Salzachufer)|Stadtbrand]] von [[1818]] vernichtete diese alte Kaserne, die danach nicht mehr aufgebaut wurde. | ||
Auf dem freien Platz stand bis zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] das [[1788]] erbaute Getreidemagazin, die [[Schranne]]. | Auf dem freien Platz stand bis zum Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] das [[1788]] erbaute Getreidemagazin, die [[Schranne]]. | ||
| − | Im [[19. Jahrhundert]] entstanden dann langsam auch dort Gebäude und die [[Rainerstraße]] wurde zu einer Art Prachtstraße, die die alte Stadt mit dem [[Salzburger Hauptbahnhof]] verband. Großzügig angelegt | + | Im [[19. Jahrhundert]] entstanden dann langsam auch dort Gebäude und die [[Rainerstraße]] wurde zu einer Art Prachtstraße, die die alte Stadt mit dem [[Salzburger Hauptbahnhof]] verband. Großzügig angelegt blieb auch der Platz vor dem Schloss Mirabell. |
| − | + | Im Haus Mirabellplatz 6 existierten bis zum Jahr [[1938]] im Parterre zwei jüdische Geschäfte: | |
| − | + | * [[Oswald Löwy]], ein Onkel von [[Familie Löwy|Ernst Löwy]] führte einen Laden für Kurz-, Wirk- und Spielwaren | |
| + | * sowie eine Filiale des Wiener [[Kleiderhaus Zum Matrosen|Kleiderhauses Zum Matrosen]], welches im Besitz von Leon und Julius Abrahamer war | ||
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| − | + | * [[Schrannenmarkt]]: jeden Donnerstag | |
| + | * Winzermarkt, mehrmals jährlich | ||
| + | * [[Adventmärkte|Adventmarkt]] in der [[Advent]]<nowiki>zeit</nowiki> | ||
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| − | Der Mirabellplatz | + | Der Mirabellplatz ist einer der wichtigen Verkehrsknoten für öffentliche Verkehrsmittel. Wichtige Buslinien verlaufen von hier in den Flach- und Tennengau, die [[Stadtbus|Stadtbusse]], von verschiedenen äußeren Stadtteilen kommend, haben hier Umsteigehaltestellen in die [[Altstadt]]. |
Die beiden Ausflugsunternehmen [[Salzburg Panorama Tours]] und [[Salzkraft]] haben am Mirabellplatz ihren Standplatz. | Die beiden Ausflugsunternehmen [[Salzburg Panorama Tours]] und [[Salzkraft]] haben am Mirabellplatz ihren Standplatz. | ||
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* Salzburgwiki-Beitrag über [[Neustadt]] | * Salzburgwiki-Beitrag über [[Neustadt]] | ||
Version vom 30. April 2017, 19:21 Uhr
Der Mirabellplatz ist ein Platz, der sich zum Teil in der rechtsufrigen Altstadt und zum in der Neustadt von Salzburg, auch als Andräviertel bezeichnet, befindet.
Lage
Der Mirabellplatz erstreckt sich in seiner Breite zwischen dem Schloss Mirabell im Westen und der Stadtpfarrkirche St. Andrä im Osten, sowie in seiner Länge zwischen der Dreifaltigkeitsgasse im Süden und der Rainerstraße im Norden. Der Mirabellplatz hat die Form eines langgestreckten Rechtecks, mit einer Breite von nur etwa 50 Metern und einer Länge von etwa 220 Metern, sowie einer Fläche von etwa 10.400 Quadratmetern. Die über den Mirabellplatz führende, stark frequentierte Straße teilt den Platz in zwei Hälften. Gleichzeitig ist die Mitte der Straße eine Stadtteilgrenze. Der westliche Teil von der Universität Mozarteum bis hinunter zum Schloss Mirabell gehört zur rechtsufrigen Altstadt, der östliche Teil von der Paris-Lodron-Straße zur Stadtpfarrkirche St. Andrä bis hinunter zur Hubert-Sattler-Gasse zur gehört zur Neustadt (Andräviertel).
Geschichte
Das Areal um das Schloss Mirabell lag lange Zeit vor den Stadttoren und war nicht verbaut. Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ließ 1606 das Schloss Altenau für Salome Alt errichten. Damals hieß der Platz 'Paradeplatz' und wurde auch so genutzt. 1684 entstand dort die Neue Thürnitz, aus dem später das k.k. Maut- und Zollamt wurde. Der verheerende Stadtbrand von 1818 vernichtete diese alte Kaserne, die danach nicht mehr aufgebaut wurde.
Auf dem freien Platz stand bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges das 1788 erbaute Getreidemagazin, die Schranne.
Im 19. Jahrhundert entstanden dann langsam auch dort Gebäude und die Rainerstraße wurde zu einer Art Prachtstraße, die die alte Stadt mit dem Salzburger Hauptbahnhof verband. Großzügig angelegt blieb auch der Platz vor dem Schloss Mirabell.
Im Haus Mirabellplatz 6 existierten bis zum Jahr 1938 im Parterre zwei jüdische Geschäfte:
- Oswald Löwy, ein Onkel von Ernst Löwy führte einen Laden für Kurz-, Wirk- und Spielwaren
- sowie eine Filiale des Wiener Kleiderhauses Zum Matrosen, welches im Besitz von Leon und Julius Abrahamer war
Gebäude
Am Mirabellplatz befinden sich:
- Nr. 1 Universität Mozarteum
- Nr. 2 Galerie Thaddaeus Ropac (Kast Villa)
- Nr. 4 Schloss Mirabell
- Nr. 5A Stadtpfarrkirche St. Andrä
- Nr. 5B Mirabellgarage
Marktplatz
Der Mirabellplatz ist auch eine wichtiger Marktplatz
- Schrannenmarkt: jeden Donnerstag
- Winzermarkt, mehrmals jährlich
- Adventmarkt in der Adventzeit
Verkehr
Der Mirabellplatz ist einer der wichtigen Verkehrsknoten für öffentliche Verkehrsmittel. Wichtige Buslinien verlaufen von hier in den Flach- und Tennengau, die Stadtbusse, von verschiedenen äußeren Stadtteilen kommend, haben hier Umsteigehaltestellen in die Altstadt.
Die beiden Ausflugsunternehmen Salzburg Panorama Tours und Salzkraft haben am Mirabellplatz ihren Standplatz.
Erreichbarkeit
Bilder
Mirabellplatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- digitaler Stadtplan von Salzburg
- Salzburgwiki-Beitrag über Neustadt
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006