Stadttore in Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (→‎Quellen: Ergänzung)
(Erg und Korr ~~~~)
Zeile 13: Zeile 13:
  
 
==Die Tore==
 
==Die Tore==
===Im Altstadtbereich===
+
===In der Altstadt ===
 +
(alphabetisch)
 
* [[Bärengässchentor]] im [[Bärengässchen]]
 
* [[Bärengässchentor]] im [[Bärengässchen]]
 
* die ''Gstättentore'':
 
* die ''Gstättentore'':
Zeile 19: Zeile 20:
 
** ''äußere Gstättentor'', das [[Klausentor]]
 
** ''äußere Gstättentor'', das [[Klausentor]]
 
* [[Hagenauertor]], auch ''[[Löchlbogen]]'' genannt, war ein altes Tränktor vom [[Hagenauerplatz]] hinunter zum heutigen [[Ferdinand-Hanusch-Platz]]
 
* [[Hagenauertor]], auch ''[[Löchlbogen]]'' genannt, war ein altes Tränktor vom [[Hagenauerplatz]] hinunter zum heutigen [[Ferdinand-Hanusch-Platz]]
 
+
* [[Kajetanertor]], auch ''Erentrudistor'' genannt, im Osten des [[Kajetanerplatz]]es
 
* [[Klampferertor]] in der Verlängerung des [[Alter Markt|Alten Marktes]] zur Salzburg
 
* [[Klampferertor]] in der Verlängerung des [[Alter Markt|Alten Marktes]] zur Salzburg
 +
* [[Kumpfmühlentor]], heute [[Pfeifergasse]] Nr.11
 
* [[Laufener Tor]], auch ''Lieferinger-'' oder ''Schergentor'' genannt, am Beginn der [[Gaswerkgasse]], [[1962]] abgerissen
 
* [[Laufener Tor]], auch ''Lieferinger-'' oder ''Schergentor'' genannt, am Beginn der [[Gaswerkgasse]], [[1962]] abgerissen
 
* [[Michaelstor]] am [[Mozartplatz]] zur [[Salzach]]
 
* [[Michaelstor]] am [[Mozartplatz]] zur [[Salzach]]
 
* [[Müllegger Tor]], auch ''Reichenhaller'' oder ''Grimmingtor'' genannt, im heutigen [[Landeskrankenhaus|Salzburger Landeskrankenhaus]]
 
* [[Müllegger Tor]], auch ''Reichenhaller'' oder ''Grimmingtor'' genannt, im heutigen [[Landeskrankenhaus|Salzburger Landeskrankenhaus]]
 +
* die ''Nonnberger Tore'':
 +
: diese lagen bzw. liegen am [[Nonnberg]]
 +
** [[Inneres Nonnbergertor]]
 +
** [[Äußeres Nonnbergertor]]
 
* [[Salzachtor im Salzachgässchen]] in [[Mülln]]
 
* [[Salzachtor im Salzachgässchen]] in [[Mülln]]
* [[Kumpfmühlentor]], heute [[Pfeifergasse]] Nr.11
+
*  die ''Schanzltore'' oder ''Nonntaler Tore'':
*  die ''Schanzltore'', auch ''Nonntaler Tore'' genannt, bei der [[Nonnberg-Schanze]] in [[Nonntal]]
+
: diese lagen im [[Kaiviertel]] an der [[Nonnberg-Schanze]] und führten nach [[Nonntal]]
 
** [[Inneres Schanzltor]]
 
** [[Inneres Schanzltor]]
 
** [[Äußeres Schanzltor]]
 
** [[Äußeres Schanzltor]]
* [[Kajetanertor]] beim heutigen [[Salzburger Landesgericht]]
 
 
* [[Wartelsteintor]] in der [[Augustinergasse]] 12, Mülln, das bis zum Beginn des [[19. Jahrhundert]]s bestand
 
* [[Wartelsteintor]] in der [[Augustinergasse]] 12, Mülln, das bis zum Beginn des [[19. Jahrhundert]]s bestand
  
===Sonderfall===
+
===Mönchsberg===
* Das [[Sigmundstor]] war kein Stadttor im herkömmlichen Sinn, sondern verband die [[Altstadt]] mit der [[Riedenburg]].
+
* [[Sigmundstor]] oder [[Neutor]]
 +
: Dieses war kein Stadttor im engeren Sinne; es ist ein Tunnel durch den Mönchsberg, der - damals wie heute - [[Altstadt]] und [[Riedenburg]] miteinander verbindet.
  
===Im Neustadtbereich===
+
===In der Neustadt===
 +
(alphabetisch)
 
* [[Bergstraßentor]] (auch: ''Lodron-Bogen''), das sich an der Ecke [[Mirabellplatz]] - [[Paris-Lodron-Straße]] befand
 
* [[Bergstraßentor]] (auch: ''Lodron-Bogen''), das sich an der Ecke [[Mirabellplatz]] - [[Paris-Lodron-Straße]] befand
 
* die ''Lederertore'':
 
* die ''Lederertore'':
** [[Äußeres Lederertor|Äußere Lederertor]], auch ''St. Vitals-Tor'' genannt
+
** [[Äußeres Lederertor|Äußere Lederertor]], aucht ''St. Vitals-Tor'' genannt
 
** [[Ledertor|Innere Ledertor]], wo heute die [[Theatergasse]] ist
 
** [[Ledertor|Innere Ledertor]], wo heute die [[Theatergasse]] ist
* die ''"Linzertore"'', <br/> früher auch ''Ostertore'' (von ''nach Osten führend'') genannt, die unter Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] verstärkt und deren Zahl im Rahmen der Erweiterung der [[Stadtbefestigungen]] von zwei auf vier erhöht wurde:
+
* die ''"Linzertore"'', <br/> früher ''Ostertore'' (von ''nach Osten führend'') genannt
 +
: sie wurden unter Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] verstärkt und deren Zahl im Rahmen der Erweiterung der [[Stadtbefestigungen]] von zwei auf vier erhöht.
 
** [[Inneres Ostertor]], früher auch ''Osterpforte'' oder ''Österreichertor'' genannt; es war etwa dort, wo sich heute in der [[Linzer Gasse]] das [[Gablerbräu]] befindet
 
** [[Inneres Ostertor]], früher auch ''Osterpforte'' oder ''Österreichertor'' genannt; es war etwa dort, wo sich heute in der [[Linzer Gasse]] das [[Gablerbräu]] befindet
 
** [[Äußeres Ostertor|Äußere Ostertor]], später das ''Linzertor'', ''Inneres Linzertor'' oder ''Sebastianstor'' genannt; es war nach der [[St.-Sebastian-Kirche]] stadtauswärts in der [[Linzer Gasse]]
 
** [[Äußeres Ostertor|Äußere Ostertor]], später das ''Linzertor'', ''Inneres Linzertor'' oder ''Sebastianstor'' genannt; es war nach der [[St.-Sebastian-Kirche]] stadtauswärts in der [[Linzer Gasse]]
 
** [[Äußeres Linzertor|Äußere Linzertor]] oder ''St. Rupertustor''; es lag am Ende der [[Linzer Gasse]] nach dem Äußeren Ostertor stadtauswärts  
 
** [[Äußeres Linzertor|Äußere Linzertor]] oder ''St. Rupertustor''; es lag am Ende der [[Linzer Gasse]] nach dem Äußeren Ostertor stadtauswärts  
 
** [[Äußerstes Linzertor|Äußerste Linzertor]], auch ''Ravelintor'' genannt; es befand sich bereits außerhalb der Stadtbefestigung auf einem Vorwerk in [[Schallmoos]]
 
** [[Äußerstes Linzertor|Äußerste Linzertor]], auch ''Ravelintor'' genannt; es befand sich bereits außerhalb der Stadtbefestigung auf einem Vorwerk in [[Schallmoos]]
* [[Mirabelltor]], auch ''Virgiltor'' genannt, stand etwa dort, wo heute die [[Franz-Josef-Straße]] beim [[Mirabellgarten]] beginnt
+
* [[Mirabelltor]], auch ''Virgiltor'' genannt
 +
: es stand etwa dort, wo heute der [[Mirabellplatz]] endet und die [[Rainerstraße]] beginnt
 
* die ''Steintore'':
 
* die ''Steintore'':
 
** [[Innere Steintor]] in der [[Steingasse]]
 
** [[Innere Steintor]] in der [[Steingasse]]

Version vom 8. Februar 2016, 08:59 Uhr

Erinnerungstafel an das frühere Linzertor an der Kreuzung Linzer Gasse und Wolf-Dietrich-Straße

Von den zahlreichen Stadtoren in Salzburg sind noch einige erhalten geblieben.

Allgemeines

Stadttore hatten in früheren Zeiten wichtige Funktionen. Man konnte genau kontrollieren, wer in die Stadt wollte oder sie verließ. Diese Tore wurden während der Nacht verschlossen und kam jemand nach der Schließzeit, so musste er entweder bis zum nächsten Morgen warten oder wurde gegen Bezahlung eines Torgeldes, eine Art Strafsteuer, eingelassen.

Auch konnte man so einfach Zölle von durchreisenden Händlern erheben. Und in Kriegszeiten dienten manche von ihnen auch als Teil der Stadtbefestigung.

Alle Stadttoren waren rund um die Uhr von Wächtern oder Wärtern bewohnt. Noch heute kann man bei manchen Toren deren "Wohnungen" über den Toren sehen.

Die Tore

In der Altstadt

(alphabetisch)

diese lagen bzw. liegen am Nonnberg
diese lagen im Kaiviertel an der Nonnberg-Schanze und führten nach Nonntal

Mönchsberg

Dieses war kein Stadttor im engeren Sinne; es ist ein Tunnel durch den Mönchsberg, der - damals wie heute - Altstadt und Riedenburg miteinander verbindet.

In der Neustadt

(alphabetisch)

sie wurden unter Fürsterzbischof Paris Graf Lodron verstärkt und deren Zahl im Rahmen der Erweiterung der Stadtbefestigungen von zwei auf vier erhöht.
es stand etwa dort, wo heute der Mirabellplatz endet und die Rainerstraße beginnt

Literatur

Weblinks zu historischen Karten

Historisches Kartenmaterial über die Stadt Salzburg:

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974

  • Hübner, Lorenz: Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte', Erster Band (Topographie), Salzburg 1792. S. 359 f.
  • Die Linzer- bzw. Ostertore betreffend: Kirchschlager, Walter: Salzburger Stadttore, ein historischer Spaziergang entlang der Stadtmauern, Edition Salis, Verlag der Salzburger Druckerei, 1. Auflage, 1985, ISBN 3-85338-149-9 (Seiten 92 bis 99)

Fußnoten