Wilder-Mann-Brunnen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (+ Hinweis und Kat. Denkmalschutz)
K (ein Bild ausgetauscht)
 
(43 dazwischenliegende Versionen von 5 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Neptunsbrunnen am Max-Reinhard-Platz.jpg|thumb|Wilde-Mann-Brunnen 1620]]
+
[[Datei:Neptunsbrunnen am Max-Reinhard-Platz.jpg|thumb|Wilde-Mann-Brunnen, um 1620]]
 
{{googlemapsort|Max-Reinhard-Platz+5020+Salzburg}}
 
{{googlemapsort|Max-Reinhard-Platz+5020+Salzburg}}
[[Datei:Fischmarktbrunnen 1599–1873.JPG|thumb|Statue von ca. 1700, bis 1873 Brunnenfigur am Hagenauerplatz, jetzt im Garten d. [[Herz-Jesu-Heim|Herz-Jesu-Heims]]]]
+
[[Datei:2025_05_20_Stadt_Salzburg_am_Vormittag_Wilder-Mann-Brunnen.jpg|thumb|Brunnenfigur, gestaltet um 1620, heute auf dem [[Max-Reinhardt-Platz]].]]
[[Datei:Wilde Mann Plastik mit Wappen der Stadt Salzburg am Wilde-Mann-Brunnen.jpg|thumb|Wilde Mann Plastik mit dem [[Wappen der Stadt Salzburg]]]]
+
Der '''Wilde-Mann-Brunnen''' ist ein [[Brunnen in der Stadt Salzburg|Brunnen]] und einer der früheren [[Salzburger Fischmarkt-Brunnen]]. Fast ununterbrochen diente er von [[1641]] bis [[1925]] zur Abhaltung des [[Salzburger Fischmarkt]]es. Er zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg]].
Der '''Wilde-Mann-Brunnen''' ist der frühere Salzburger '''Fischmarkt-Brunnen''' aus dem Jahre [[1620]], der zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg]] zählt.
 
  
== Allgemeines ==
+
== Geschichte ==
Die Brunnenanlage mit Brunnenfigur, fließendem Wasser und Fischkaltern diente der Abhaltung des [[Salzburger Fischmarkt]]es. Der Brunnen ist zurzeit auf dem [[Max-Reinhardt-Platz]] in der Salzburger [[Altstadt]] aufgestellt.
+
Als Anfang des [[17. Jahrhundert]]s der [[Hagenauerplatz|Löchlplatz]] für die Abhaltung des Fischmarktes zu klein wurde, verlegte die [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadtgemeinde von Salzburg]] unter [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Kaspar Hahn]] ([[1611]]–† [[1636]]) den Fischmarkt an den [[Am Gries|Gries]], dem heutigen [[Ferdinand-Hanusch-Platz]]. Dort stand er vor der [[Alte Thürnitz|Alten Thürnitz]], wobei der [[Löchlbrunnen]] mit den alten Fischbecken zunächst noch auf dem Löchlplatz verblieb, dann aber auch im Raum des heutigen Hanusch-Platzes aufgestellt wurde.
  
==Geschichte==
+
Die neuen Fischkalter mit einem dazugehörigen Brunnen entwarf vermutlich [[Santino Solari]], die Ausführung oblag dem Steinmetzmeister Martin Pfenninger aus [[Himmelreich]]. Dieser schuf [[1620]] das quadratische [[Marmor]]becken, in dessen Mitte eine Marmorsäule steht, aus deren Basis vier Speier fließendes Wasser sprudeln lassen. Weitere Wasserspeier sind an den Beckenwänden vorhanden und lassen das Wasser in tiefer liegende Flachbecken rinnen. Auf der Säule steht eine Brunnenfigur, ein furchteinflößender "Wappenhüter", der in seiner Rechten drohend eine an einen Dreizack erinnernde lange Keule hält, mit seiner Linken stolz das "Recht der Stadt über den Fischmarkt" ausdrückende [[Salzburger Stadtwappen]].  
Der erste nachweisbare Salzburger Fischmarkt wurde am Löchlplatz, heute [[Hagenauerplatz]], abgehalten. Für das Fischputzen hatte man [[1548]] einen hölzernen Brunnen für fließendes Wasser errichtet, mit dem auch die Fischkalter gespeist wurden. [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] ließ ihn [[1599]] durch einen Röhrenbrunnen ersetzen, der mit Fischbecken umgeben war und später mit einer Maria-Immaculata-Statue geziert wurde. Die quadratische Anlage aus [[Untersberger Marmor]] wurde [[1873]] abgetragen. Lediglich die barocke Marienstatue mit fünfsternigem Strahlenkranz, vermutlich um 1700 geschaffen<ref>Heinz Schuler: ''Mozarts Salzburger Freunde und Bekannte''. Biographien und Kommentare, Wilhelmshaven 1998, S. 34.</ref>, ist erhalten geblieben und steht jetzt im Garten<ref>dieser Garten basiert auf dem sogenannten ''Wolfegg-Garten'', den Domherr [[Anton Willibald Graf von Waldburg-Wolfegg|Wolfegg]] anlegen ließ und 1789 – 1817 besaß. Vergl.: [[Johannes Graf von Moy|Moÿ, Johannes]], Graf von: ''Der Domherr Wolfegg und sein Tuskulum''. In: ''Barock in Salzburg'', Festschrift für [[Hans Sedlmayr]], hg. von Johannes Graf von Moÿ, [[Verlag Anton Pustet|Pustet]], Salzburg 1977, S. 119 – 143, hier: S. 126 und 140.</ref> des [[Herz-Jesu-Heim|Herz-Jesu-Heims]] <ref>[[Herbert Dorn|Dorn, Herbert]]: ''Die Salzburger Fischmärkte und ihre Brunnen''. In: ''Spurensuche in Salzburg'', Salzburg 1996, S. 7.</ref> in der [[Riedenburg]].
 
  
Als Anfang des [[17. Jahrhundert]]s der Löchlplatz für die Abhaltung des Fischmarktes zu klein wurde, verlegte die Stadtgemeinde von Salzburg<ref>unter [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister (1611 – 1636)]] [[Kaspar Hahn]] († 1636)</ref> den Fischmarkt an den ''[[Gries]]'', dem heutigen [[Ferdinand-Hanusch-Platz]], vor die ''[[Alte Thürnitz]]'', wobei der Brunnen mit den alten Fischbecken am Löchlplatz verblieb. Die neuen Fischkalter mit einem dazugehörigen Brunnen entwarf vermutlich [[Santino Solari]], die Ausführung oblag dem Steinmetzmeister [[Martin Pfenninger]] aus [[Himmelreich]]. Dieser schuf [[1620]] das quadratische Marmorbecken, in dessen Mitte eine Marmorsäule steht, aus deren Basis vier Speier fließendes Wasser sprudeln lassen. Weitere Wasserspeier sind an den Beckenwänden vorhanden und lassen das Wasser in tiefer liegende Flachbecken rinnen. Auf der Säule steht eine Brunnenfigur, ein furchteinflößender ''Wappenhüter'', der in seiner Rechten drohend eine an einen Dreizack erinnernde lange Keule hält, mit seiner Linken stolz das ''Recht der Stadt über den Fischmarkt'' ausdrückende [[Salzburger Stadtwappen]].<ref>Herbert Dorn: ''Die Salzburger Fischmärkte und ihre Brunnen''. In: ''Spurensuche in Salzburg'', Salzburg 1996, S. 8f</ref>
+
[[1872]] wurde der Fischmarkt vorübergehend wieder auf den Hagenauerplatz abgehalten, während der "Wilde-Mann-Brunnen" nun zum damaligen Kinderspielplatz neben der [[Felsenreitschule]] übersiedelte.Dabei wurden Stufen und größere marmorne Kalter und Bassins entfernt, kleinere belassen.<ref name="Fotografien"></ref> [[1937]] musste er wegen des Baus des [[Festspielhaus]]es an den Rand des gegenüberliegenden [[Furtwänglergarten]]s verlegt werden.<ref name="Fotografien">Buch "[[Salzburger Fotografien 1880–1918]]", Seite 48.</ref>. Heute befindet sich der Brunnen im nördlichen Teil des [[Max-Reinhardt-Platz]]es.
  
[[1872]] wurde der Fischmarkt vorübergehend wieder auf den Hagenauerplatz, wo noch der Fischmarktbrunnen aus dem Jahre 1599 stand, abgehalten, während der ''Wilde-Mann-Brunnen'' vor der [[Hofmarstall|alten Hofreitschule]], gleich neben dem heutigen Bühnenhaus des ehemaligen [[Haus für Mozart|kleinen Festspielhauses]], aufgebaut wurde. [[1937]] versetzte man ihn abermals, er steht seither am Rand des [[Furtwänglerpark]]s.<ref>Quelle Buch [[Salzburger Fotografien 1880 – 1918]]</ref>.
+
== Brunnenfigur ==
 +
Die Brunnenfigur stellt einen "Wilden Mann" dar,<ref>nach diesem Brunnen ist auch das [[Gasthaus zum wilden Mann]] benannt</ref> einen Schildhalter oder Hüter des Salzburger Stadtwappens. Diese aus Kupferblech getriebene Plastik stammt aus dem Jahr [[1611]]. Einige deuten ihn als Tattermann,<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19370508&query=%22wilde-mann%22+%22brunnen%22&ref=anno-search&seite=16 ANNO], "[[Salzburger Volksblatt]]", 8. Mai 1937, "Der Salzburger Fischbrunnen"</ref> andere sehen in ihm eine [[Kelten|keltische]] Gottheit, möglicherweise den Flussgott ''[[Iuvavum#Name|Iuvarus]].''
  
==Brunnenfigur==
+
Von November [[2011]] bis Mai [[2012]] wurde sie in der Werkstatt der Metallrestauratorin Elisabeth Krebs in [[Wien]] um 100.000 Euro restauriert. 35.000 Euro zahlte das [[Bundesdenkmalamt]], 65.000 Euro die Stadt Salzburg. Das mehrmalige Umsetzen der Plastik im Laufe der Zeit hatten Spuren hinterlassen: viele Blätter des Kleides des Wilden Mannes waren abgebrochen, ein Fuß war zur Fixierung am Steinsockel flachgedrückt gewesen und drei Zehen fehlten ihm überhaupt. Bei den Restaurierungsarbeiten wurde die überraschende Entdeckung gemacht, dass der "Wilde Mann" einst bunt bemalt gewesen sein muss.
Die Brunnenfigur stellt einen „Wilden Mann“ dar,<ref>nach diesem Brunnen ist das [[Gasthaus zum wilden Mann]] benannt</ref> einen ''Wappenhüter'' des Salzburger Stadtwappens. Diese aus Kupferblech getriebene Plastik stammt aus dem Jahr [[1620]]. Von November 2011 bis Mai 2012 wurde sie in der Werkstatt der Metallrestauratorin Elisabeth Krebs in Wien um 100.000 Euro restauriert. 35.000 Euro zahlte das Bundesdenkmalamt, 65.000 Euro die Stadt Salzburg. Das mehrmalige Umsetzen der Plastik im Laufe der Zeit hatten Spuren hinterlassen: viele Blätter des ‚Kleides‘ des Wilden Mannes waren abgebrochen, ein ‚Fuß‘ war zur Fixierung am Steinsockel flachgedrückt gewesen und drei ‚Zehen‘ fehlten ihm überhaupt. Bei den Restaurierungsarbeiten wurde die überraschende Entdeckung gemacht, dass der ''Wilde Mann'' einst bunt bemalt gewesen sein muss.
 
  
==Quellen==
+
== Bildlink ==
* [[Herbert Dorn|Dorn, Herbert]]: ''Die Salzburger Fischmärkte und ihre Brunnen''. In: ''Spurensuche in Salzburg''. Verschwundene Bauwerke und vergessene Kunstschätze aus acht Jahrhunderten, hg. vom [[Salzburg Museum|SMCA]], Salzburg 1996, ISBN 3-901014-49-7, S. 7–12.
+
* [https://www.facebook.com/photo?fbid=3336882773024404&set=pcb.2641935616060949 www.facebook.com], die Aufnahme zeigt den Brunnen auf dem heutigen Ferdinand-Hanusch-Platz
* [[Lieselotte Eltz-Hoffmann|Eltz-Hoffmann, Lieselotte]]: Salzburger Brunnen, Schriftenreihe Stadtverein Salzburg, 1979
+
 
* [[Barbara Kutschera|Kutschera Barbara]]: Brunnen in Salzburg, Verlag Salzburger Druckerei, Salzburg 1980
+
== Bilder ==
 +
{{Bildkat}}
 +
== Weblink ==
 +
* Lage auf [https://www.openstreetmap.org/relation/86630#map=19/47.79855/13.04242 openstreetmap.org]
 +
 
 +
== Quellen ==
 +
* [[Herbert Dorn|Dorn, Herbert]]: "Die Salzburger Fischmärkte und ihre Brunnen." In: "Spurensuche in Salzburg". Verschwundene Bauwerke und vergessene Kunstschätze aus acht Jahrhunderten, hg. vom [[Salzburg Museum|SMCA]], Salzburg 1996, ISBN 3-901014-49-7, S. 7–12.
 +
* [[Lieselotte Eltz-Hoffmann|Eltz-Hoffmann, Lieselotte]]: "Salzburger Brunnen", Schriftenreihe des [[Stadtverein Salzburg|Stadtvereins Salzburg]], 1979,
 +
* [[Barbara Kutschera|Kutschera Barbara]]: "Brunnen in Salzburg", [[Verlag der Salzburger Druckerei]], Salzburg 1980
 
* [http://www.bda.at/text/136/Denkmalpflege/19164/Der-Wilde-Mann-Brunnen-vor-dem-Salzburger-Festspielhaus_Frueherer-Fischmarktbrunnen-restauriert Bundesdenkmalamt]
 
* [http://www.bda.at/text/136/Denkmalpflege/19164/Der-Wilde-Mann-Brunnen-vor-dem-Salzburger-Festspielhaus_Frueherer-Fischmarktbrunnen-restauriert Bundesdenkmalamt]
{{Quelle Heimatkunde Hübl}}
+
* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
* {{Quelle SN|11. Mai 2012}}
+
* {{Quelle SN|11. Mai 2012 sowie 18. September 2024 "Wie der Fischmarkt samt Brunnen durch die Stadt wanderte", ein Beitrag von [[Iris Burtscher]]}}
==Fußnoten==
+
== Einzelnachweise ==
 
<references/>
 
<references/>
  
 +
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 +
[[Kategorie:Altstadt]]
 +
[[Kategorie:Festspielbezirk]]
 +
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 +
[[Kategorie:Architektur]]
 
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
 
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
 
[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]
 
[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]
[[Kategorie:Architektur]]
+
[[Kategorie:Wissenschaft]]
 +
[[Kategorie:Geografie]]
 +
[[Kategorie:Hydrogeografie]]
 
[[Kategorie:Brunnen]]
 
[[Kategorie:Brunnen]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
+
[[Kategorie:Wasser]]
[[Kategorie:Altstadt]]
 

Aktuelle Version vom 22. Mai 2025, 16:40 Uhr

Wilde-Mann-Brunnen, um 1620
Karte
Brunnenfigur, gestaltet um 1620, heute auf dem Max-Reinhardt-Platz.

Der Wilde-Mann-Brunnen ist ein Brunnen und einer der früheren Salzburger Fischmarkt-Brunnen. Fast ununterbrochen diente er von 1641 bis 1925 zur Abhaltung des Salzburger Fischmarktes. Er zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Als Anfang des 17. Jahrhunderts der Löchlplatz für die Abhaltung des Fischmarktes zu klein wurde, verlegte die Stadtgemeinde von Salzburg unter Bürgermeister Kaspar Hahn (1611–† 1636) den Fischmarkt an den Gries, dem heutigen Ferdinand-Hanusch-Platz. Dort stand er vor der Alten Thürnitz, wobei der Löchlbrunnen mit den alten Fischbecken zunächst noch auf dem Löchlplatz verblieb, dann aber auch im Raum des heutigen Hanusch-Platzes aufgestellt wurde.

Die neuen Fischkalter mit einem dazugehörigen Brunnen entwarf vermutlich Santino Solari, die Ausführung oblag dem Steinmetzmeister Martin Pfenninger aus Himmelreich. Dieser schuf 1620 das quadratische Marmorbecken, in dessen Mitte eine Marmorsäule steht, aus deren Basis vier Speier fließendes Wasser sprudeln lassen. Weitere Wasserspeier sind an den Beckenwänden vorhanden und lassen das Wasser in tiefer liegende Flachbecken rinnen. Auf der Säule steht eine Brunnenfigur, ein furchteinflößender "Wappenhüter", der in seiner Rechten drohend eine an einen Dreizack erinnernde lange Keule hält, mit seiner Linken stolz das "Recht der Stadt über den Fischmarkt" ausdrückende Salzburger Stadtwappen.

1872 wurde der Fischmarkt vorübergehend wieder auf den Hagenauerplatz abgehalten, während der "Wilde-Mann-Brunnen" nun zum damaligen Kinderspielplatz neben der Felsenreitschule übersiedelte.Dabei wurden Stufen und größere marmorne Kalter und Bassins entfernt, kleinere belassen.[1] 1937 musste er wegen des Baus des Festspielhauses an den Rand des gegenüberliegenden Furtwänglergartens verlegt werden.[1]. Heute befindet sich der Brunnen im nördlichen Teil des Max-Reinhardt-Platzes.

Brunnenfigur

Die Brunnenfigur stellt einen "Wilden Mann" dar,[2] einen Schildhalter oder Hüter des Salzburger Stadtwappens. Diese aus Kupferblech getriebene Plastik stammt aus dem Jahr 1611. Einige deuten ihn als Tattermann,[3] andere sehen in ihm eine keltische Gottheit, möglicherweise den Flussgott Iuvarus.

Von November 2011 bis Mai 2012 wurde sie in der Werkstatt der Metallrestauratorin Elisabeth Krebs in Wien um 100.000 Euro restauriert. 35.000 Euro zahlte das Bundesdenkmalamt, 65.000 Euro die Stadt Salzburg. Das mehrmalige Umsetzen der Plastik im Laufe der Zeit hatten Spuren hinterlassen: viele Blätter des Kleides des Wilden Mannes waren abgebrochen, ein Fuß war zur Fixierung am Steinsockel flachgedrückt gewesen und drei Zehen fehlten ihm überhaupt. Bei den Restaurierungsarbeiten wurde die überraschende Entdeckung gemacht, dass der "Wilde Mann" einst bunt bemalt gewesen sein muss.

Bildlink

  • www.facebook.com, die Aufnahme zeigt den Brunnen auf dem heutigen Ferdinand-Hanusch-Platz

Bilder

 Wilder-Mann-Brunnen – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblink

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Buch "Salzburger Fotografien 1880–1918", Seite 48.
  2. nach diesem Brunnen ist auch das Gasthaus zum wilden Mann benannt
  3. ANNO, "Salzburger Volksblatt", 8. Mai 1937, "Der Salzburger Fischbrunnen"