Löchlbrunnen

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Datei:Fischmarktbrunnen 1599–1873.JPG
Statue von ca. 1700, bis 1873 Brunnenfigur am Hagenauerplatz, jetzt im Garten des Herz-Jesu-Heims

Der Löchlbrunnen ist ein nicht mehr existierender Brunnen in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Der Löchlbrunnen befand sich in der Altstadt am Löchlplatz, heute Hagenauerplatz. Der aus weißem Marmor gefertigte Brunnen wurde 1599 aufgestellt. Er wurde 1599 – 1641 und 1872 auch als Salzburger Fischmarkt-Brunnen verwendet.

Der erste nachweisbare Salzburger Fischmarkt wurde am Löchlplatz, heute Hagenauerplatz, abgehalten. Für das Fischputzen hatte man 1548 einen hölzernen Brunnen für fließendes Wasser errichtet, mit dem auch die Fischkalter gespeist wurden. Fürsterzbischof Wolf Dietrich ließ ihn 1599 durch den Löchlbrunnen, einen Röhrenbrunnen, ersetzen, der mit Fischbecken umgeben war und später mit einer Maria-Immaculata-Statue geziert wurde. Die quadratische Anlage aus Untersberger Marmor wurde 1873 abgetragen.

Lediglich die barocke Marienstatue mit fünfsternigem Strahlenkranz, vermutlich um 1700 geschaffen[1], ist erhalten geblieben und steht jetzt im Garten[2] des Herz-Jesu-Heims [3] in der Riedenburg bei der Herz-Jesu-Asylkirche.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Heinz Schuler: Mozarts Salzburger Freunde und Bekannte. Biographien und Kommentare, Wilhelmshaven 1998, S. 34.
  2. dieser Garten basiert auf dem sogenannten Wolfegg-Garten, den Domherr Wolfegg anlegen ließ und 1789 – 1817 besaß. Vergl.: Moÿ, Johannes, Graf von: Der Domherr Wolfegg und sein Tuskulum. In: Barock in Salzburg, Festschrift für Hans Sedlmayr, hg. von Johannes Graf von Moÿ, Pustet, Salzburg 1977, S. 119 – 143, hier: S. 126 und 140.
  3. Dorn, Herbert: Die Salzburger Fischmärkte und ihre Brunnen. In: Spurensuche in Salzburg, Salzburg 1996, S. 7.