Münchner Bundesstraße: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Hauptstraßen und Poststraßen begannen im [[Fürsterzbistum]] dem Namen nach vielfach an den jeweiligen [[Stadttore in Salzburg|Stadttoren]]. Die Münchner Post-( Reichs- oder Bundes-)Straße begann je nach Auslegung entweder beim [[Laufener Tor]] der Vorstadt [[Mülln]] oder direkt am [[Klausentor]]. Sie führte auf einer vergleichsweise schmalen und während der Hochwässer immer wieder überschwemmte Straße über die heutige Gaswerkgasse und die heutige [[Stauffeneggstraße]] in Richtung [[Liefering]] und weiter nach [[Laufen an der Salzach|Laufen]] und nach München. Um das Jahr 1805 (möglicherweise auch zwischen 1810 und 1815 während der bayrischen Regentschaft) wurde eine neue [[hochwasser]]sichere, breitere und bequemere Wegverbindung vom [[Mülleggertor]] über den [[Lürzerhof]] in Richtung Liefering und München erbaut.  
 
Die Hauptstraßen und Poststraßen begannen im [[Fürsterzbistum]] dem Namen nach vielfach an den jeweiligen [[Stadttore in Salzburg|Stadttoren]]. Die Münchner Post-( Reichs- oder Bundes-)Straße begann je nach Auslegung entweder beim [[Laufener Tor]] der Vorstadt [[Mülln]] oder direkt am [[Klausentor]]. Sie führte auf einer vergleichsweise schmalen und während der Hochwässer immer wieder überschwemmte Straße über die heutige Gaswerkgasse und die heutige [[Stauffeneggstraße]] in Richtung [[Liefering]] und weiter nach [[Laufen an der Salzach|Laufen]] und nach München. Um das Jahr 1805 (möglicherweise auch zwischen 1810 und 1815 während der bayrischen Regentschaft) wurde eine neue [[hochwasser]]sichere, breitere und bequemere Wegverbindung vom [[Mülleggertor]] über den [[Lürzerhof]] in Richtung Liefering und München erbaut.  
  
Die neue Straße durch das Klausentor führte am [[St. Johanns-Spital]] vorbei durch das [[Müllegger Tor]] und seinerzeit vorrangig weiter durch [[Maxglan (Gemeinde)|Maxglan]] in Richtung [[Innsbruck]] (die heutige Innsbrucker Bundesstraße). An der heutigen [[Aiglhofkreuzung]] führte aber auch ein schmaler Fahrweg nach [[Riedenburg]] und [[Leopoldskroner Moos|Moos]] (die heutige [[Aiglhofstraße]]) und ein breiter Fahrweg nach und durch Liefering. Von der heutigen Aiglhofkreuzung führte beim einstigen [[Daghofergut]] die Straße über die heutige [[Zaunergasse]] und die heutige [[Lehener Straße]] zur Hauptstraße Richtung [[Salzburghofen]] (heute [[Freilassing]]), weiter am Rand des regelmäßig überschwemmten Auwaldrandes durch den Ortskern von [[Altliefering]], dann weiter nach [[Rott]] um ab 1816 an der Landesgrenze bei der dortigen Saalachbrücke in Rott zu enden. Vor 1816 besaß diese Straße auch als Weg ins salzburgische [[Salzburghofen]] und weiter zu den alten Salzburger Städten [[Tittmoning]], [[Laufen an der Salzach|Laufen]] und [[Mühldorf am Inn]] hohe Bedeutung.  
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Die neue Straße durch das Klausentor führte am [[St. Johanns-Spital]] vorbei durch das [[Müllegger Tor]] und seinerzeit vorrangig weiter durch [[Maxglan (Gemeinde)|Maxglan]] in Richtung Innsbruck (die heutige Innsbrucker Bundesstraße). An der heutigen [[Aiglhofkreuzung]] führte aber auch ein schmaler Fahrweg nach [[Riedenburg]] und [[Leopoldskroner Moos|Moos]] (die heutige [[Aiglhofstraße]]) und ein breiter Fahrweg nach und durch Liefering. Von der heutigen Aiglhofkreuzung führte beim einstigen [[Daghofergut]] die Straße über die heutige [[Zaunergasse]] und die heutige [[Lehener Straße]] zur Hauptstraße Richtung [[Salzburghofen]] (heute [[Freilassing]]), weiter am Rand des regelmäßig überschwemmten Auwaldrandes durch den Ortskern von [[Altliefering]], dann weiter nach [[Rott]] um ab 1816 an der Landesgrenze bei der dortigen Saalachbrücke in Rott zu enden. Vor 1816 besaß diese Straße auch als Weg ins salzburgische [[Salzburghofen]] und weiter zu den alten Salzburger Städten [[Tittmoning]], [[Laufen an der Salzach|Laufen]] und [[Mühldorf am Inn]] hohe Bedeutung.  
  
 
Bis heute erinnert am Beginn der heutigen [[Zaunergasse]] beim einstigen Daghofergut ein [[Kleindenkmal]] an den letzten Altlieferinger Fischer und zuletzt völlig verarmten Fischer-Mäzen [[Peter Pfenninger]]. Es steht erhöht am Straßenrand direkt nach der Abzweigung der Straßen nach Maxglan (nach Westen) und nach Riedenburg und Moos (nach Süden) am Beginn des dort seinerzeit nach Nordwest führenden Weges nach und durch Liefering. Der Marienbildstock des einstigen Bauerngutes Daghofer an den alten Weggabelungen und den dortigen Pilgerwegen ist unweit des [[Peter-Pfenninger-Marterl]]s an der Innsbrucker Bundesstraße in erneuerter Form erhalten.
 
Bis heute erinnert am Beginn der heutigen [[Zaunergasse]] beim einstigen Daghofergut ein [[Kleindenkmal]] an den letzten Altlieferinger Fischer und zuletzt völlig verarmten Fischer-Mäzen [[Peter Pfenninger]]. Es steht erhöht am Straßenrand direkt nach der Abzweigung der Straßen nach Maxglan (nach Westen) und nach Riedenburg und Moos (nach Süden) am Beginn des dort seinerzeit nach Nordwest führenden Weges nach und durch Liefering. Der Marienbildstock des einstigen Bauerngutes Daghofer an den alten Weggabelungen und den dortigen Pilgerwegen ist unweit des [[Peter-Pfenninger-Marterl]]s an der Innsbrucker Bundesstraße in erneuerter Form erhalten.

Version vom 21. August 2022, 10:00 Uhr

Bild
Münchner Bundesstraße.jpg
Münchner Bundesstraße
Länge: ca. 3000 m
Startpunkt: Glanbrücke Ignaz-Harrer-Straße
Endpunkt: Saalachbrücke Salzburg-Freilassing
Karte: Googlemaps

Die Münchner Bundesstraße ist eine Straße im Salzburger Stadtteil Liefering.

Verlauf

Die Münchner Bundesstraße beginnt als Fortsetzung der Ignaz-Harrer-Straße bei einer Brücke über den Glanbach an der Grenze zum Salzburger Stadtteile Lehen zu Liefering und verläuft durch diesen bis zu seinem Stadtteilviertel Rott zur Staatsgrenze Deutschland-Österreich am Grenzübergang Freilassing bei der Saalachbrücke Salzburg-Freilassing. Sie beginnt somit an der Grenze zwischen Lehen einerseits und dem Stadtteil Liefering sowie der Katastralgemeinde Maxglan, die sie nach der Abzweigung der Schönleitenstraße verlässt.

Name

Der Name geht darauf zurück, dass es sich um die in Richtung München führende eine alte, aber auch heute noch so benannten ehemalige Bundesstraße handelt.

Münchner Bundesstraße bei der Abzweigung der Saalachstraße.
Kreisverkehr Münchner Bundesstraße - Saalachstraße (ab 2015.
Kreisverkehr Münchner Bundesstraße -Saalachstraße, Südansicht.
Münchner Bundesstraße, stadteinwärts nahe der ehemaligen Zollstelle.

Geschichte

Ursprünglich d. h. in fürsterzbischöflicher Zeit waren die Hauptstraßen im Wesentlichen auch Poststraßen. Die Straße hieß daher auch Münchner Poststraße, eine vergleichbare Straße nach Innsbruck hieß Innsbrucker Poststraße etc. Diese Straßen wurden nach Eingliederung eines Großteiles des Fürsterzbistumes Salzburg an das Land Oberösterreich (Österreich ob der Enns) im Jahr 1816 in Reichsstraßen umbenannt. Die Straße hieß daher nunmehr Münchner Reichsstraße, daneben war auch der Kurzname "Münch(e)ner Straße" nicht ganz unbekannt. Auch nach 1920 blieb der Münchner Reichsstraße dem Namen nach weiter erhalten, auch wenn dieses Straßen nunmehr rechtlich gesehen in Bundesstraßen umgewandelt worden waren. Spätestens nach 1930 bürgerte sich der Name Münchner Bundesstraße ein. Mit dem Anschluss an NS-Deutschland wurde der Name Münchner Reichsstraße wiederbelebt, nach 1945 hieß diese Straße wieder Münchner Bundesstraße.

Die Hauptstraßen und Poststraßen begannen im Fürsterzbistum dem Namen nach vielfach an den jeweiligen Stadttoren. Die Münchner Post-( Reichs- oder Bundes-)Straße begann je nach Auslegung entweder beim Laufener Tor der Vorstadt Mülln oder direkt am Klausentor. Sie führte auf einer vergleichsweise schmalen und während der Hochwässer immer wieder überschwemmte Straße über die heutige Gaswerkgasse und die heutige Stauffeneggstraße in Richtung Liefering und weiter nach Laufen und nach München. Um das Jahr 1805 (möglicherweise auch zwischen 1810 und 1815 während der bayrischen Regentschaft) wurde eine neue hochwassersichere, breitere und bequemere Wegverbindung vom Mülleggertor über den Lürzerhof in Richtung Liefering und München erbaut.

Die neue Straße durch das Klausentor führte am St. Johanns-Spital vorbei durch das Müllegger Tor und seinerzeit vorrangig weiter durch Maxglan in Richtung Innsbruck (die heutige Innsbrucker Bundesstraße). An der heutigen Aiglhofkreuzung führte aber auch ein schmaler Fahrweg nach Riedenburg und Moos (die heutige Aiglhofstraße) und ein breiter Fahrweg nach und durch Liefering. Von der heutigen Aiglhofkreuzung führte beim einstigen Daghofergut die Straße über die heutige Zaunergasse und die heutige Lehener Straße zur Hauptstraße Richtung Salzburghofen (heute Freilassing), weiter am Rand des regelmäßig überschwemmten Auwaldrandes durch den Ortskern von Altliefering, dann weiter nach Rott um ab 1816 an der Landesgrenze bei der dortigen Saalachbrücke in Rott zu enden. Vor 1816 besaß diese Straße auch als Weg ins salzburgische Salzburghofen und weiter zu den alten Salzburger Städten Tittmoning, Laufen und Mühldorf am Inn hohe Bedeutung.

Bis heute erinnert am Beginn der heutigen Zaunergasse beim einstigen Daghofergut ein Kleindenkmal an den letzten Altlieferinger Fischer und zuletzt völlig verarmten Fischer-Mäzen Peter Pfenninger. Es steht erhöht am Straßenrand direkt nach der Abzweigung der Straßen nach Maxglan (nach Westen) und nach Riedenburg und Moos (nach Süden) am Beginn des dort seinerzeit nach Nordwest führenden Weges nach und durch Liefering. Der Marienbildstock des einstigen Bauerngutes Daghofer an den alten Weggabelungen und den dortigen Pilgerwegen ist unweit des Peter-Pfenninger-Marterls an der Innsbrucker Bundesstraße in erneuerter Form erhalten.

Schon bald wurde in der Zeit der Monarchie aber für die stadtnahen Straßenteile die Bezeichnung Lehener Hauptstraße etc. gebräuchlich und löste dort alte Namen ab. Die Rudolf-Biebl-Straße wurde errichtet, weil der schienengleiche Verkehr über die Westbahn (nach München) nach 1900 zu gefährlich und bei geschlossenen Schranken zu zeitaufwändig wurde. Die Hauptstraße durch Altliefering hindurch und an der alten Dorfkirche vorbei wurde verlegt, weil die 1938 gebaute Reichsautobahn den Ortskern von Liefering in zwei Teile zerschnitten hatte und damals bereits eine autogerechte, breite und geradlinige Straßenverbindung in Richtung Freilassing und München wichtig schien. Nach 1945 wurde die am Kriegsende zerstörte Grenzbrücke bei Rott ("Rupertusbrücke") nur mehr behelfsmäßig und provisorisch wieder aufgebaut, und im Jahr 1960 die Straße - wesentlich breiter und geradliniger - an den heutigen Standort hin verlegt. In den Jahren 2001/2002 wurde die Münchner Bundesstraße im Raum der Autobahnanschlussstelle Salzburg-Mitte als neuer Kreisverkehr Salzburg-Mitte gestaltet.

Bilder

 Münchner Bundesstraße – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

  • historische Stadtpläne von Dr. Reinhard Medicus in 30-Jahres-Schritten digital erfasst

Weblink

  • Lage im digitaler Stadtplan von Salzburg: im Suchfeld "Münchner Bundesstraße" eingeben und dann links im Menü unter "Straße" - "Münchner Bundesstraße" anklicken, dann wird der genaue Verlauf sichtbar (geht leider in diesem Fall nicht mit dem Menüpunkt "teilen")