Heinrich Schönberg: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Heinrich Schönberg''' (* [[29. April]] [[1882]] in Wien; † [[1. Juni]] [[1941]] in der [[Stadt Salzburg]]) war der jüngere Bruder des Komponisten Arnold Schönberg.
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'''Heinrich Schönberg''' (* [[29. April]] [[1882]] in [[Wien]]; † [[1. Juni]] [[1941]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein österreichischer Opernsänger (Bass).
  
 
== Leben ==
 
== Leben ==
Schönberg war verheiratet mit Berta "Bertel" Ott, der Tochter des Salzburg [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]] Bürgermeisters [[Max Ott]]. Am 23. April 1941 starb Altbürgermeister Max Ott 85-jährig. Am folgenden Tag wurde Heinrich Schönberg, der sich im [[Polizeigefängnis Salzburg]] eine Infektion, Sepsis, zugezogen hatte (ohne Fremdeinwirkung laut offizieller Darstellung), in das Inquisitenspital des Landesgerichts eingeliefert, wo der Gestapo-Häftling zu lange unbehandelt blieb. Im [[Landeskrankenhaus Salzburg|Landeskrankenhaus]] kam der chirurgische Eingriff, die Amputation des vergifteten Armes, zu spät und Schönberg starb. Er wurde auf dem Salzburger Kommunalfriedhof zur letzten Ruhe gebettet.  
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Heinrich Schönberg war der Sohn von Samuel Schönberg (* 20. Dezember]] [[1838]] in Szécsény, [[Ungarn]]; † [[31. Dezember]] [[1889]] in Wien) und seiner Frau Pauline, geborene Nachod (* [[7. April]] [[1848]] in Prag, [[Böhmen]]; † [[12. Oktober]] [[1921]] in Berlin, [[Deutschland]]). Der Komponist [[Arnold Schönberg]] (* 1874; † 1951) ist sein Bruder.
  
Am [[22. August]] [[2008]] wurde zum Andenken an Heinrich Schönberg in der Chiemseegasse Nr. 6 ein  [[Stolperstein]] verlegt.  
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Er war ausgebildeter Opernsänger und war an den Opernhäusern in Koblenz und Prag engagiert. Am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] nahm er als Corporal des Infanterieregiments Nr. 72 teil.
  
==Quelle==
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Am [[6. Jänner]] [[1917]] nahm er den [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|Evangelischen]] Glauben an<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien-evang-dioezese-AB/wien-innere-stadt-lutherische-stadtkirche/TFB74/?pg=3 Taufbuch der Lutherischen Stadtkirche Wien-Innere Stadt, Band 74, S. 1.]</ref> und heiratete in Wien<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien-evang-dioezese-AB/wien-innere-stadt-lutherische-stadtkirche/TRB41/?pg=3 Trauungsbuch der Lutherischen Stadtkirche Wien-Innere Stadt, Band 41, S. 1.]</ref> Rupertine ''Berta'', geborene Ott (* [[23. September]] [[1884]] in Salzburg; † [[5. August]] [[1978]] ebenda), die Tochter des späteren [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Salzburger]] Bürgermeisters [[Max Ott]]. Sie bekamen eine Tochter:
* [http://www.stolpersteine-salzburg.at/de/orte_und_biographien?victim=Sch%C3%B6nberg,Heinrich Stolperstein: Heinrich Schönberg]
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* Margit Eleonore (* [[3. Mai]] [[1918]] in Salzburg; † [[17. September]] [[1976]] ebenda).
  
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Und sie lebten im ''Bürgermeisterhaus'' in der [[Chiemseegasse]] 6, gegenüber dem [[Chiemseehof]], der nach dem ''[[Anschluss]]'' Sitz der [[NSDAP]]-Gauleitung wurde. Am Mai [[1938]] musste die Familie nach [[Parsch]] übersiedeln.
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Am [[10. März]] 1941 wurde Heinrich Schönberg ''wegen des Verdachtes des Besitzes falscher Urkunden'' von der [[Gestapo]] verhaftet. Am 23. April 1941 starb Altbürgermeister Max Ott 85-jährig. Am folgenden Tag wurde Heinrich Schönberg, der sich im [[Polizeigefängnis Salzburg]] eine Infektion (Sepsis) zugezogen hatte (laut offizieller Darstellung ''ohne Fremdeinwirkung''), in das Inquisitenspital des Landesgerichts eingeliefert, wo der Gestapo-Häftling zu lange unbehandelt blieb. Im [[Landeskrankenhaus Salzburg|Landeskrankenhaus]] kam der chirurgische Eingriff, die Amputation des vergifteten Armes, zu spät und Schönberg starb. Er wurde auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]] zur letzten Ruhe gebettet.
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Am [[22. August]] [[2008]] wurde zum Andenken an Heinrich Schönberg in der [[Chiemseegasse]] 6 ein [[Stolperstein]] verlegt.
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== Quelle ==
Schönberg, Heinrich]]
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* [[Gert Kerschbaumer|Kerschbaumer, Gert]]: ''Heinrich Schönberg'' auf [http://www.stolpersteine-salzburg.at/de/orte_und_biographien?victim=Sch%C3%B6nberg,Heinrich www.stolpersteine-salzburg.at]
[[Kategorie:Nationalsozialismus|Schönberg, Heinrich]]
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* [http://www.hohenemsgenealogie.at/en/genealogy/getperson.php?personID=I7616&tree=Hohenems
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Hohenems Genealogy] des Jüdischen Museums Hohenems
[[Kategorie:Geboren 1882|Schönberg, Heinrich]]
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[[Kategorie:Gestorben 1941]]

Version vom 11. Februar 2021, 00:54 Uhr

Stolperstein für Heinrich Schönberg in der Chiemseegasse Nr. 6

Heinrich Schönberg (* 29. April 1882 in Wien; † 1. Juni 1941 in der Stadt Salzburg) war ein österreichischer Opernsänger (Bass).

Leben

Heinrich Schönberg war der Sohn von Samuel Schönberg (* 20. Dezember]] 1838 in Szécsény, Ungarn; † 31. Dezember 1889 in Wien) und seiner Frau Pauline, geborene Nachod (* 7. April 1848 in Prag, Böhmen; † 12. Oktober 1921 in Berlin, Deutschland). Der Komponist Arnold Schönberg (* 1874; † 1951) ist sein Bruder.

Er war ausgebildeter Opernsänger und war an den Opernhäusern in Koblenz und Prag engagiert. Am Ersten Weltkrieg nahm er als Corporal des Infanterieregiments Nr. 72 teil.

Am 6. Jänner 1917 nahm er den Evangelischen Glauben an[1] und heiratete in Wien[2] Rupertine Berta, geborene Ott (* 23. September 1884 in Salzburg; † 5. August 1978 ebenda), die Tochter des späteren Salzburger Bürgermeisters Max Ott. Sie bekamen eine Tochter:

Und sie lebten im Bürgermeisterhaus in der Chiemseegasse 6, gegenüber dem Chiemseehof, der nach dem Anschluss Sitz der NSDAP-Gauleitung wurde. Am Mai 1938 musste die Familie nach Parsch übersiedeln.

Am 10. März 1941 wurde Heinrich Schönberg wegen des Verdachtes des Besitzes falscher Urkunden von der Gestapo verhaftet. Am 23. April 1941 starb Altbürgermeister Max Ott 85-jährig. Am folgenden Tag wurde Heinrich Schönberg, der sich im Polizeigefängnis Salzburg eine Infektion (Sepsis) zugezogen hatte (laut offizieller Darstellung ohne Fremdeinwirkung), in das Inquisitenspital des Landesgerichts eingeliefert, wo der Gestapo-Häftling zu lange unbehandelt blieb. Im Landeskrankenhaus kam der chirurgische Eingriff, die Amputation des vergifteten Armes, zu spät und Schönberg starb. Er wurde auf dem Salzburger Kommunalfriedhof zur letzten Ruhe gebettet.

Am 22. August 2008 wurde zum Andenken an Heinrich Schönberg in der Chiemseegasse 6 ein Stolperstein verlegt.

Quelle

Hohenems Genealogy] des Jüdischen Museums Hohenems

Einzelverweise