Berchtesgadener Land: Unterschied zwischen den Versionen

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Bild:Land_05.jpg|ganz links der [[Untersberg]], das Tal in der Mitte: Lauf der [[Königsseeache]], der kleine weiße "Querbalken" in der Mitte im Hintergrund: die [[Festung Hohensalzburg]]
 
Bild:Land_05.jpg|ganz links der [[Untersberg]], das Tal in der Mitte: Lauf der [[Königsseeache]], der kleine weiße "Querbalken" in der Mitte im Hintergrund: die [[Festung Hohensalzburg]]
Bild:Land_06.jpg|Schönau zwischen [[Königssee]] und [[Berchtesgaden]], im Hintergrund der Gebirgszug um das Stadelhorn (2.286 m) an der Grenze zwischen Bayern und dem [[Pinzgau]]
 
 
Bild:Berchtesgadener Land.jpg|von links nach rechts: Hoher Göll, darunter [[Bad Dürrnberg|Dürrnberg]], im Hintergrund: [[Watzmann]] und rechts der [[Untersberg]]
 
Bild:Berchtesgadener Land.jpg|von links nach rechts: Hoher Göll, darunter [[Bad Dürrnberg|Dürrnberg]], im Hintergrund: [[Watzmann]] und rechts der [[Untersberg]]
 
Bild:Berchtesgadener_Land_02.jpg|Steintafel an der Grenze [[Hangendenstein]] zwischen Salzburg und Bayern entlang der der Bundesstraße nach  
 
Bild:Berchtesgadener_Land_02.jpg|Steintafel an der Grenze [[Hangendenstein]] zwischen Salzburg und Bayern entlang der der Bundesstraße nach  

Version vom 8. März 2010, 15:01 Uhr

Blick ins Berchtesgadener Land
Datei:Berchtesgadener Land 10.jpg
Das Berchtesgadener Land vom Schlenken (oberhalb von Bad Vigaun gesehen: links der Hochkalter der Berchtesgadener Alpen, die Spitzen in der Mitte gehören zur Reiter Alpe, die Zacken nach rechts zum Lattengebirge; im Vordergrund (dunkel) der Zinkenkogel oberhalb von Bad Dürrnberg
die "Familie" Watzmann
Datei:Land 03.jpg
Glaube und Natur in der Nähe der Wallfahrtskirche Maria Gern gesehen

Das Berchtesgadener Land, der politische Landkreis Berchtesgadener Land, bildet den südöstlichsten Teil Bayerns innerhalb des Regierungsbezirks Oberbayern. Er gehört zur EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein.

Lage

Der Landkreis erstreckt sich zum Unterschied vom geografischen Begriff Berchtesgadener Land über den gebirgigen südöstlichen Zipfel der Bundesrepublik Deutschland auch noch etwas nach Norden, der Salzach entlang, ins Flachland.

Er ist im Osten, Süden und Südwesten vom österreichischen Bundesland Salzburg umgeben. Lediglich im Nordwesten und Norden grenzt er an seinen einzigen bayerischen Nachbarlandkreis Traunstein an.

Geographie

Das Berchtesgadener Land umfasst das Gebiet der Berchtesgadener Alpen zwischen der Saalach im Westen und der Salzach im Osten. Es wird vom Steinernen Meer im Süden, dem Untersberg und dem Hohen Göll im Osten begrenzt. Im Süden befindet sich der Nationalpark Berchtesgaden mit Zentrum Königssee unter dem 2.713 m ü. A. hohen Watzmann.

Im Norden des Landkreises wechseln sich leicht hügelige Landschaft mit flacheren Abschnitten ab. Auf dem Gebiet liegen mehrere Seen wie der Abtsdorfer See, der Höglwörther See (siehe Kloster Höglwörth), der Hintersee (Bayern), der Thumsee oder der Königssee. Die Salzach bildet die als Grenze zu Österreich. Die Berglandschaft gehört zu den bayrischen Alpen.

Mit einer Fläche von 840 km² und 101.926 Einwohnern gliedert sich in drei geographische Regionen: die voralpine um Laufen und Freilassing, die alpine um Bad Reichenhall und die hochalpine um Berchtesgaden. Die höchste Erhebung ist die Watzmann-Mittelspitze mit 2.713 m ü. A., der tiefste Punkt mit nur 383 m ü. A. ist die Einmündung des Schinderbaches in die Salzach in Laufen.

Städte und Gemeinden

Zum Landkreis Berchtesgadener Land gehören:

Geschichte

Aufzeichnungen der Augustiner ist zu entnehmen, dass sie im 11. Jahrhundert mit Rodungsarbeiten im Gebiet von Berchtesgaden begannen. Die Stiftskirche von Berchtesgaden wurde 1122 geweiht.

Bis ins 12. Jahrhundert lässt sich auch die Geschichte rund ums Salz im Berchtesgadener Land zurück verfolgen. Damals wurden bei Marktschellenberg erste Salzvorkommen entdeckt. Dort ist auch um 1220 die erste Saline zur Weiterverarbeitung entstanden, die bis 1805 betrieben wurde. Im Markt Berchtesgaden ist im Jahre 1517 mit dem Anschlagen des Petersberg-Stollen mit dem Salzabbau begonnen worden. Die hier erzeugte Sole wurde erst zur Saline nach Schellenberg, ab 1555 in die neu errichtete Saline Frauenreuth in Berchtesgaden (Gelände des heutigen Bahnhofes) geleitet.

Die reichen Salzvorkommen und ihrer Verwertung brachten Reichtum und Wohlstand und die Ernennung von Berchtesgaden zur Fürstpropstei. Salz war es auch, dass mehrmals zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit Erzbistum Salzburg führte (u. a. zur Entmachtung von Wolf Dietrich von Raitenau, Salzkrieg 1611).

Berchtesgaden stand von 1393 bis 1404 kurz unter der Verwaltung von Salzburg. Erst mit der allgemeinen Säkularisation im Jahre 1803 wurde die Fürstpropstei Berchtesgaden. 1810 kam das Gebiet zum Königreich Bayern. Die darauf folgenden Jahrzehnte zeigen das Aufkommen des Fremdenverkehrs. Erst waren es Künstler, dann Alpinisten, bis schließlich der allgemeine Fremdenverkehr einsetzte, der auch heute noch dominiert.

Ganz zum Unterschied vom Gebiet um Reichenhall, das seit jeher bayerisches Territorium war. Aus keltischen und römischen Anfängen erreichte auch dieses Gebiet dank der Solequellen und der Salzverarbeitung Reichtum und Ansehen. Kehrseite war, dass auch hier immer wieder Kriege wegen des Salzes geführt wurden, besonders mit den benachbarten Salzburger Fürstbischöfen. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man die Heilkraft der Sole und Bad Reichenhall entwickelte sich zu einem bekannten Soleheilbad.

Zum nördlichen Teil des Landkreises gehört der so genannten Rupertiwinkel, dessen Name auf Rupertus, den ersten Bischof von Salzburg, Rupert von Worms, zurückgeht. Dieses Gebiet unterstand bis zur Säkularisation im Jahre 1803 dem Erzbistum Salzburg. Als Schifferstadt im Zuge des Salztransportes auf der Salzach konnte die Stadt Laufen zu ansehnlichem Wohlstand gelangen.

1816 erfolgte dann auch hier die Trennung von Österreich: durch die Saalach-Salzach-Linie getrennt kam der westliche Teil zu Bayern, der östliche Teil zu k. k. Österreich.

Bayern übernahm verwaltungsmäßig diese bestehende Dreiteilung des Berchtesgadener Lands. Erst durch die allgemeine Landkreisgebietsreform in Bayern 1972 entstand schließlich der heutige Landkreis Berchtesgadener Land, der aus diesen drei Gebietskörperschaften (unter Abtrennung des nördlichen Laufener Gebietes) gebildet wurde.

Kugelmühlen

Hauptartikel: Kugelmühlen

Kugelmühlen stellten aus den Steinen der Berge des Untersbergmassivs allerlei her. Die älteste noch erhaltene Kugelmühle befindet sich beim Eingang zur Almbachklamm im Berchtesgadener Land.

Sehenswürdigkeiten und Besichtigungsmöglichkeiten

Weblinks

Bildgalerie

siehe auch Bildergalerien bei Berchtesgaden, Kloster Höglwörth, Bad Reichenhall und Laufen.

Quellen

Weiterführend

Für Informationen zum Thema Berchtesgadener Land, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.