Johann Bernhard Fischer von Erlach: Unterschied zwischen den Versionen
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Fischer von Erlach war seit [[1687]] kaiserlicher Hofarchitekt, später dann Architekturlehrer des Kronprinzen Joseph und schließend [[1705]] Oberinspektor der Hofgebäude. | Fischer von Erlach war seit [[1687]] kaiserlicher Hofarchitekt, später dann Architekturlehrer des Kronprinzen Joseph und schließend [[1705]] Oberinspektor der Hofgebäude. | ||
| − | Wahrscheinlich war er schon seit [[1690]] in Salzburg im Auftrag von Erzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] tätig gewesen. Fischer von Erlach dürfte vor allem deswegen als Bauherr nach Salzburg berufen worden sein, weil Graf Thun eine Abneigung gegen Baumeister aus dem Süden hatte und schon in den [[1680]] | + | Wahrscheinlich war er schon seit [[1690]] in Salzburg im Auftrag von [[Erzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] tätig gewesen. Fischer von Erlach dürfte vor allem deswegen als Bauherr nach Salzburg berufen worden sein, weil Graf Thun eine Abneigung gegen Baumeister aus dem Süden hatte und schon in den [[1680]]ern den bis dato tätigen Bauherrn [[Giovanni Gaspare Zuccalli]] entlassen hatte. |
| − | Der Nachfolger von Graf Thun, Erzbischof [[Franz Anton Harrach]], wiederum ließ Fischer von Erlach zwar noch die Innendekoration von [[Schloss | + | Der Nachfolger von Graf Thun, Erzbischof [[Franz Anton Harrach]], wiederum ließ Fischer von Erlach zwar noch die Innendekoration von [[Schloss Kleßheim]] zu Ende bringen, zog aber dann [[Lukas von Hildebrandt]] Fischer von Erlach vor. |
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* [[1694]]–[[1697|97]]: Schneckenstiege im nördlichen Turm des [[Salzburger Dom]]s | * [[1694]]–[[1697|97]]: Schneckenstiege im nördlichen Turm des [[Salzburger Dom]]s | ||
* [[1694]]–[[1702]]: [[Dreifaltigkeitskirche]] | * [[1694]]–[[1702]]: [[Dreifaltigkeitskirche]] | ||
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* [[1695]]–[[1704]]: [[St. Johanns-Spital]] und [[Krankenhauskirche St. Johannes|-Kirche]] | * [[1695]]–[[1704]]: [[St. Johanns-Spital]] und [[Krankenhauskirche St. Johannes|-Kirche]] | ||
| + | * [[1696]]–[[1701]]: [[Wallfahrtskirche Maria Kirchenthal]] bei [[Lofer]], auch [[Pinzgauer Dom]] genannt | ||
| + | * [[1696]]–[[1707]]: [[Universitätskirche]], auch [[Kollegienkirche]] genannt | ||
* [[1699]]–[[1705]]: [[Ursulinenkirche]] | * [[1699]]–[[1705]]: [[Ursulinenkirche]] | ||
| − | * ab [[1700]]: [[Schloss | + | * ab [[1700]]: [[Schloss Kleßheim]] |
* [[1709]]–[[1710|10]]: Hochaltar der [[Franziskanerkirche]] | * [[1709]]–[[1710|10]]: Hochaltar der [[Franziskanerkirche]] | ||
Version vom 29. Dezember 2009, 10:02 Uhr
Johann Bernhard Fischer von Erlach (* 20. Juli 1656 in Graz; † 5. April 1723 in Wien), Architekt, Bildhauer und Medailleur, war einer der bedeutendsten Architekten in Salzburg.
Leben
Fischer von Erlach war seit 1687 kaiserlicher Hofarchitekt, später dann Architekturlehrer des Kronprinzen Joseph und schließend 1705 Oberinspektor der Hofgebäude.
Wahrscheinlich war er schon seit 1690 in Salzburg im Auftrag von Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein tätig gewesen. Fischer von Erlach dürfte vor allem deswegen als Bauherr nach Salzburg berufen worden sein, weil Graf Thun eine Abneigung gegen Baumeister aus dem Süden hatte und schon in den 1680ern den bis dato tätigen Bauherrn Giovanni Gaspare Zuccalli entlassen hatte.
Der Nachfolger von Graf Thun, Erzbischof Franz Anton Harrach, wiederum ließ Fischer von Erlach zwar noch die Innendekoration von Schloss Kleßheim zu Ende bringen, zog aber dann Lukas von Hildebrandt Fischer von Erlach vor.
Werke
- 1693–95: Fassade des Hofmarstalls
- 1694–97: Schneckenstiege im nördlichen Turm des Salzburger Doms
- 1694–1702: Dreifaltigkeitskirche
- 1695–1704: St. Johanns-Spital und -Kirche
- 1696–1701: Wallfahrtskirche Maria Kirchenthal bei Lofer, auch Pinzgauer Dom genannt
- 1696–1707: Universitätskirche, auch Kollegienkirche genannt
- 1699–1705: Ursulinenkirche
- ab 1700: Schloss Kleßheim
- 1709–10: Hochaltar der Franziskanerkirche
Quelle
- Haslinger, Adolf, Mittermayr, Peter (Hrsg.): "Salzburger Kulturlexikon", Residenz Verlag, Salzburg-Wien-Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-7017-1129-1