Rudolf Rihl
Rudolf Gustav Franz Rihl (* 12. Jänner 1900 in Faistenau; † 13. Juni 1982 in der Stadt Salzburg)[1] war ein Salzburger Volksschullehrer und ‑direktor sowie Ortsgruppenleiter der NSDAP.
Aus seinem Leben
Rudolf Rihl war ein Sohn des Stephan Rihl, Schulleiters in Faistenau, und der Rosina geb. Wagner, Tochter eines Schlossermeisters und Gastwirts von Abtenau.[1]
Rihl war im Laufe seines Berufslebens[2]
- von 1923 bis 1924 Schulleiter der Volksschule Krispl,
- 1924 Schulleiter der Volksschule Gschwandt,
- ab Juli 1924 definitiver Lehrer an der Volksschule Berndorf,[3]
- von 1937, ab Mai 1938 als Oberlehrer,[4] bis 1939 Schulleiter der Volksschule Hof bei Salzburg,
- [Lücke]
- von 1959 bis 1962 Schulleiter der Knaben-Volksschule St. Andrä.
Rihl heiratete als 26‑jähriger Lehrer in Berndorf am 19. Jänner 1926 in der Stadt Salzburg die 29‑jährige Lehrerin Irmengard Hinterholzer, Tochter des Malers Franz Hinterholzer und der Maria geb. Rotter. Die Ehe wurde im Jahr 1948 geschieden. Im Jahr 1958 heiratete Rihl erneut.[5]
Rihl hatte sich schon in seiner Berndorfer Zeit für den Nationalsozialismus engagiert, war in Berndorf Urheber des nationalsozialistischen Gedankens, Ortsgruppenleiter der NSDAP und deren illegales Mitglied seit 1934. Der Sicherheitsdirektion für das Bundesland Salzburg galt er als "das geistige Haupt der nationalsozialistischen Bewegung vor dem Verbote und Ursache schwerer Exzesse".[6] Im Juni 1946 wurde er verhaftet. Weiters wurde ihm zur Last gelegt, nach der nationalsozialistischen Machtübernahme im März 1938 an der Verhaftung des Barons Gustav von Remitz, Besitzers von Schloss Fuschl, beteiligt gewesen zu sein, der in der Folge im KZ Dachau umkam.[7]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Faistenau, Bd. VII S. 105
- ↑ Artikel über die jeweilige Schule
- ↑ Salzburger Wacht, 22. Juli 1924, S. 3
- ↑ Salzburger Volksblatt, 21. Mai 1938, S. 1
- ↑ Trauungsbuch der Dompfarre, Bd. XV S. 167
- ↑ Kriechbaumer, Robert: Die Dunkelheit des politischen Horizonts. Salzburg 1933 bis 1938 in den Berichten der Sicherheitsdirektion. Band 2: Donnergrollen. Vom Februar 1934 bis Juli 1936. (Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Band 70,2.) Wien (Böhlau) 2020. S. 361 f.
- ↑ Salzburger Volkszeitung, 4. Juni 1946, S. 3; Salzburger Nachrichten, 8. Jänner 1947, S. 3
| Vorgänger |
Schulleiter der Knaben-Volksschule St. Andrä 1959–1962 |
Nachfolger Franz Schnöll |
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Hof bei Salzburg 1937–1939 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Krispl 1923–1924 |
Nachfolger Josef Stamberg |
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Gschwandt 1924 |
Nachfolger |