Karl Elmauthaler
Karl Jakob Elmauthaler, auch: Ellmauthaler (* 1. November 1826 in St. Margarethen im Lungau;[1] † 26. Mai 1905 in Ebenau[2]), war ein Salzburger Volksschullehrer und Schulleiter.
Aus seinem Leben
Karl Elmauthaler war der älteste Sohn des Schullehrers Jakob Ellmauthaler und der Margaretha geb. Huber, Bräuerstochter von Zell am See[1].
Seine musikalische Ausbildung genoss er im Domsingknaben-Institut zu Salzburg. Seine Lehrertätigkeit begann damit, dass er, nach vollendeten Studien im damaligen Lehrerseminarium, seinem Vater als Schulgehilfe beigegeben wurde. Die Anstellung erfolgte mit 17. Juli 1848, die Ablegung der Lehrbefähigungsprüfung erst am 9. Juli 1862[3]. Sodann war Elmauthaler Schulleiter der folgenden Schulen (ab 1869: Volksschulen):[4]
- 1862–1863: Volksschule Flachau (Schulprovisor)
- (nach einer Zeit als Schulgehilfe in Radstadt:)[5]
- 1865[5]-1879: Volksschule Ebenau
- 1879–1885: Volksschule Faistenau
- 1885–1892: Volksschule Fuschl
Er hatte im Alter von 38 Jahren am 12. Juni 1865 als Schullehrer in Ebenau die 32-jährige Anna Görzer († 1904[6]), Tochter eines Pfleggerichts-Kanzlisten von St. Johann im Pongau, geheiratet.[7] Der Verbindung entstammten die Söhne Josef Karl (* 21. Mai 1864 in Wagrain; später Förster in Wagrain)[8] und Maximilian Rupert (* 11. Februar 1867 in Ebenau;[9] später wegen Wahnsinns unter Kuratel[10]).
Als Elmauthaler im Jahr 1892 mit 65 Jahren in den Ruhestand trat, kam er beim Landtag um Gewährung der vollen Pension von 500 Gulden ein – für die 30 Jahre ab Ablegung der Lehrbefähigungsprüfung stand ihm nur eine Pension von 446,25 Gulden zu; da er jedoch nahezu 44 Jahre mit gutem Erfolg im Lehrfach tätig gewesen war und in Anbetracht seiner Gebrechlichkeit wurde ihm ein Grundgehalt von 500 Gulden im Gnadenweg bewilligt.[3]
In dem nach seinem Tod im "Salzburger Volksblatt" erschienenen Nachruf heißt es:
- Gestern wurde in Ebenau der pensionierte Lehrer, Herr Karl Elmauthaler, begleitet von seinen zwei Söhnen und einer großen Menge Leidtragender zur letzten Ruhestätte getragen.
- … Der Verstorbene war in seinen jüngeren Jahren nicht nur als angenehmer Gesellschafter, sondern auch als guter Musiker und Sänger eine gesuchte Persönlichkeit.
- … Mit Herrn Karl Elmauthaler ist einer von jenen wenigen noch lebenden Lehrern aus dem Leben geschieden, die vor dem Jahre 1868, also vor dem Erfluße des gegenwärtig bestehenden Schulgesetzes das ganze Misére des damaligen Lehrerlebens bis zur Neige verkosteten.
Quelle
- Salzburger Volksblatt, 31. Mai 1905, S. 6: Ein Lehrer-Veteran
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre St. Margarethen im Lungau, Bd. II S. 69
- ↑ Sterbebuch der Pfarre Ebenau, Bd. III S. 3
- ↑ 3,0 3,1 Salzburger Chronik, 8. Februar 1865, S. 3: Vom Landtage
- ↑ Artikel über die jeweilige Schule (soweit nicht anders angegeben)
- ↑ 5,0 5,1 Salzburger Kirchenblatt, 8. Februar 1865, S. 40: Schulwesen
- ↑ Sterbebuch der Pfarre Ebenau, Bd. III S. 1
- ↑ Trauungsbuch der Pfarre Ebenau, Bd. II S. 32
- ↑ Taufbuch der Pfarre Wagrain, Bd. VIII S. 56
- ↑ Taufbuch der Pfarre Ebenau, Bd. III S. 109
- ↑ Salzburger Chronik, 6. Juli 1901, S. 9: Aus dem Amtsblatt Nr. 53
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Fuschl 1885–1892 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Faistenau 1879–1885 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Ebenau 1865–1879 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Schulprovisor der Volksschule Flachau 1862–1863 |
Nachfolger |