Bartholomäus Hasenauer

Ökonomierat Bartholomäus Hasenauer (* 10. Jänner 1892 in Maishofen;[1]5. Dezember 1980 ebenda) war ein Salzburger Politiker der ÖVP.

Bartholomäus Hasenauer

Leben

Er besuchte die Volksschule und die Landwirtschaftsschule. Bereits 1906, mit 14 Jahren, übernahm er das väterliche Stoffengut bei Maishofen.

Er war

Unter der NS-Herrschaft erlitt er 1938, 1940 und 1944 politische Freiheitsstrafen.

Familie

Bartholomäus Hasenauer war Sohn des Georg Hasenauer, Stoffenbauers in Maishofen, und der Juliana geb. Klingler.[1] Er heiratete am 7. Mai 1918 26‑jährig die 23‑jährige Elisabeth Eder, Oberwirt-Tochter von Saalbach[3]. Die Ehe blieb kinderlos.[4]

Elisabeth starb am 23. Mai 1933. Der Witwer heiratete am 7. Mai 1934 im Salzburger Dom 41‑jährig die 22‑jährige Maria Kendler, Wirtschafterin auf dem Stoffengut, deren Vater Elektrizitätswerkbesitzer in Saalbach war.[5]

Charakterisierungen

Hasenauer kennzeichneten sein von sozialem Verständnis getragenes Engagement sowie Wortkargheit und Nüchternheit.
"... ein Handschlag, der die unverfälschte Wärme des Herzblutes ahnen lässt, sagt ihm mehr als betriebsame Lobpreisung von Jahrmarktschreiern".
... ein Mann, "der in den Chiemseehof geht wie der bedächtige Bauer auf seinen Acker, der erst einmal schweigt, ehe er mit hartem Pinzgauer Akzent ein paar kurze Worte, die er nicht korrigieren und belegen braucht, zum (jeweiligen) Thema sagt".[6]

Ehrungen

Bartholomäus Hasenauer war

1955 wurde ihm das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen, 1960 der Ring des Landes Salzburg, 1961 das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich.

Mit Beschluss vom 7. Februar 1967 verlieh ihm das Land Salzburg das Große Ehrenzeichen des Landes Salzburg.

Die Landwirtschaftliche Fachschule Tamsweg wurde ihm zu Ehren Bartholomäus-Hasenauer-Schule benannt.

Literatur

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Taufbuch der Pfarre Zell am See-St. Hippolyt, Bd. XII S. 72
  2. Rainer, Hermann: 25 Jahre land- und forstwirtschaftliche Versicherung im Lande Salzburg, Soziale Sicherheit, , Heft 4, 1954, S. 128 (S. 129)
  3. Trauungsbuch der Pfarre Maishofen, Bd. I S. 69
  4. Der Namensindex des Taufbuchs weist keine Kinder aus dieser Ehe aus.
  5. Trauungsbuch der Pfarre Maishofen, Bd. I S. 134
  6. Rathgeb, Peter; Neumayr, Ursula: Land:Leben. Geschichte und Geschichten österreichischer Berggebiete. Grüne Reihe des Lebensministeriums 19. Wien 2007. S. 147.
Zeitfolge
Vorgänger

Josef Hauthaler

Obmann des Salzburger Bauernbundes
1946–1963
Nachfolger

Hans-Peter Berger senior

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Vorgänger

N. N.

Obmann der Landwirtschaftskrankenkasse Salzburg
1930–1932
Nachfolger

Hermann Rainer

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