Mozarteum (Gebäude)

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Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt das Gebäude Mozarteum.
Für Informationen über die Internationale Stiftung Mozarteum und über die Universität Mozarteum informieren eigene Artikel.
Mozarteum (Konzerthaus)
mit dem Großen Saal und dem Wiener Saal
Karte
Mozarteum (Schulgebäude), Detail, Mittelrisalit
Datei:Gedenktafel Errichtung Mozarteum Gebäude im Großer Saal der Stiftung Mozarteum 01.jpg
Gedenktafel an die Errichtung des Mozarteum (Gebäude) im Großer Saal der Stiftung Mozarteum
Datei:Fassade ISM Nacht cChristianSchneider.jpg
Mozarteum (Schulgebäude) bei Nacht

Das Mozarteum ein bekanntes Konzerthaus in der Stadt Salzburg und auch Sitz der Internationalen Stiftung Mozarteum.

Lage

Der Mozarteum befindet sich an der Schwarzstraße in der rechtsufrigen Altstadt von Salzburg.

Geschichte

Der bereits 1856 geschaffene Mozart-Bauverein hatte es sich zur Aufgabe gemacht, für das Mozarteum, welches zuerst im Kapellhaus in der Sigmund-Haffner-Gasse, später in der Alten Universität (an der Seite der Hofstallgasse, Ecke Max-Reinhardt-Platz) untergebracht war, ein eigenes Gebäude errichten zu lassen. 1901 wurde dieses Vorhaben wieder mit Nachdruck verfolgt. 1907 erwarb der Verein die Villa Lasser des ehemaligen Innenministers Josef von Lasser in der Schwarzstraße.

1909 wurde ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben, der vorsah, unter Einbeziehung der Villa ein Gebäude zu schaffen, das einen Konzertsaal beinhalten und Platz für die Musikschule, ein Mozartarchiv und die Verwaltung bieten sollte. 64 Architekten aus dem In- und Ausland nahmen an der Ausschreibung teil. Als Sieger ging Richard Berndl hervor, dessen im Münchner Späthistorismus gehaltenes Projekt von 1912 bis 1914 baulich umgesetzt wurde. Die Bauleitung hatte Architekt F. L. Schuster.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 6. August 1910 durch Kammersängerin Lilli Lehmann. Die Eröffnung des Festsaalgebäudes fand am 20. August 1914 statt. Die Räume im Verwaltungs- und Schulgebäude wurde bereits vorher dem Gebrauch übergeben. Die Salzburger Liedertafel konnte ihre Probenräume am 15. November 1913 beziehen.

Der große Festsaal, der 1 100 Menschen fasst, war zum Zeitpunkt der Errichtung zwischen München und Wien einer der sehr großen Konzertsäle in Mitteleuropa.

Am 1. Juli 1922 kam es zur Trennung von Stiftung und Hochschule, seither ist das Gebäude im Besitz der Stiftung Mozarteum.

Gebäude

Das Mozarteum gliedert sich in drei Gebäude bzw. Gebäudeteile:

  1. Konzerthaus mit dem Großen Saal und dem Foyer.
  2. Schulgebäude mit dem Wiener Saal, den verschiedenen Räumen für Proben, Schulunterricht und für die Direktion
  3. Verbindungstrakt, wo sich der Pausenraum befindet - von dem man über eine Brücke zum Garten auf der Wehrmauer gelangt - , sowie einem kleinen Innenhof.

Veranstaltungsorte

Im Mozarteum liegen zwei Veranstaltungsorte:

Diese werden regelmäßig vom Mozarteum Orchester, der Camerata Salzburg, den Salzburger Festspielen, sowie mehreren Festivals genutzt.

Baukünstlerische Gestaltung

Architektur und Ausstattung der Gebäudetrakte verschmelzen im Stil des Historismus zu einer einheitlichen künstlerischen Gestaltung, die unterschiedliche Formen aus Barock, Klassizismus und Jugendstil zeigen und zu einem Gepräge vereinen. Die starke Gliederung der Fassaden gleicht die Gebäudetrakte an das barocke Stadtbild an und überspielt die Unterschiede in Niveau und Höhe der drei Gebäudetrakte.

Die beiden Plastiken an der Fassade des Verwaltungs- und Schulgebäudes stellen die "geistliche Musik" und die "weltliche Musik" dar und wurden von Professor Georg Roemer aus Bronze geschaffen. Die vier Plastiken über der Attika am Mittelrisalit stellen die musikalischen Tempi "Adagio", "Allegro", "A la Marcia" und "Menuetto" dar und wurden vom Bildhauer Karl Killer aus Kupfer getrieben.

An der Fassade unter der Hohlkehle befindet sich der für Mozart typische Neon-Schriftzug: "Ich möchte alles haben, was gut, ächt und schön ist!". Die Schweizer Objekt-Künstlerin Sylvie Fleury (* 1961), hat dieses Kunstobjekt, basierend auf Mozart´s Briefen und Notenblättern, anlässlich des ersten Dialoge-Festivals 2005 bzw. für das Mozartjahr 2006 geschaffen. Indem Satz und Noten sich stereotyp wiederholen und mit dem Leuchtmittel Neon wird ein Bezug zur Moderne, erinnernd an Andy Warhol, hergestellt.[1]

Die Plastik aus Bronze in der Eingangshalle zum Großen Saal zeigt "Mozart als Apollo Musagetes" und wurde von Edmund Hellmer geschaffen. [2]

Im Großen Saal stammt der plastische Schmuck aus Stuck von Joseph Wackerle in Berlin.

Im Wiener Saal schmückt die Decke ein Medaillon aus Stuck, das Phöbus Apollo auf dem Sonnenwagen zeigt. Es wurde vom Münchner Plastiker Konrad Buchner geschaffen.

Sonstiges

Bilder

 Mozarteum (Gebäude) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

Fußnoten