Eduard Richter-Höhe

Denkmal Eduard Richter auf der Richterhöhe
Blick von der Richterhöhe südwärts
Richterhöhe (rechts der Josefsturm und links der Michaelsturm), Ansicht aus dem Süden, links davon befindet sich der Rainberg
Richterhöhe, südliche Ansicht

Die Richterhöhe (eigentlich Eduard-Richter-Höhe, heute wenig gebräuchlich, [1] ) ist mit 508 m ü. A. die höchste Erhebung des Mönchsberges, einem der Salzburger Stadtberge.

Name

Der Obere Zwinger wurde im Jahr 1906 nach Eduard Richter (* 1847, † 1905), einem Geografen, Historiker und Alpinisten, der von 1871 bis 1886 in Salzburg lebte, genannt. 1907 wurde ihm dort auch ein Denkmal errichtet.

Allgemeines

Sie eine heute als Aussichtsort genutzte mittelalterliche Wehranlage, Obere Zwinger (Falkenzwinger), und Unteren Zwinger (Bertholdzwinger) (irreführend auch Lodronsche Zwinger genannt) am Südostrand des Mönchsberges in der Stadt Salzburg mit einem bemerkenswerten Blick über Schloss Leopoldskron und das Leopoldskroner Moos zum Untersberg und zum Staufen.

Geschichte

Die Wehranlage geht auf die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbauten Wehrtürme zurück. Die Anlage wurde unter Fürsterzbischof Paris Graf Lodron in kleinen Teilbereichen verstärkt.

Auf der Richterhöhe, genauer im Oberen Zwinger (Falkenzwinger), befinden sich der mittelalterliche Josefs- und der Michaelsturm. Der einst zentrale und wichtigste Turm des Oberen Zwingers, der alte Falkenturm (heute Kupelwieserschlössl), befindet sich samt Umfeld heute im Privatbesitz. Zum Oberen Zwinger gehört auch der spätmittelalterliche Barbaraturm, der heute ebenfalls im privatem Besitz ist.

Den Unteren Zwinger (auch Bertholdzwinger) begrenzen im Süden der mittelalterliche Bertholdsturm und im Norden der Lodronsche Georgsturm (Weingartenturm).

Seit 1724 wurden die Türme des Oberen und Unteren Zwingers, der Josefsturm und der Michaelsturm, als Pulvermagazin genutzt.

Als Verteidigungsanlage stand das Gelände im Besitz des Staates. 1905 kauft die Stadtgemeinde Salzburg das Gelände und machte es unter Mitwirkung des Verschönerungsvereines der Allgemeinheit zugänglich.

Peter Handke wohnte mit seiner Tochter Amina ab August 1979 für zehn Jahre im heute privat genutzten Raum der Wehranlage (Mönchsberg 17) im Kupelwieserschlössl seines Freundes Hans Widrich. Das historisierend über dem Fels der Stadtmauer errichtete Schlösschen war nach 1860 anstelle des uralten Falkenturmes errichtet worden.

Gegenwart

Die Richterhöhe ist heute mit seiner ausgezeichneten Aussicht nach Süden und Südwesten ein von Besuchern sehr gerne genutzter Ort. Seit 1965 stand der Michaelsturm der Pfadfindergruppe Salzburg9 Taxham-Richterhöhe als Heim zur Verfügung, nunmehr benutzt ihn die Pfadfindergruppe Salzburg 11 Morzg. Den Wechsel ermöglichte der Landesverband der Salzburger Pfadfinder, der beide Türme, aber auch den Bertoldsturm, gegen geringes Entgelt von der Stadt Salzburg gepachtet hat. Der Lodronsche Georgsturm (Weingartenturm) ist heute als Wohnung benutzt.

Am steilen Südabhang des Mönchsberges und des Festungsberges gab es bis ins Spätmittelalter außerhalb der Wehranlagen verschiedene Weingärten. 2008 wurde von der Salzburger Pfadfindergilde im Unteren Zwinger (unterhalb der Richterhöhe) in Anlehnung an den mittelalterlichen Weinbau kleinflächig mit dem Weinbau begonnen.

Bilder

  Eduard Richter-Höhe – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

Weblinks

Fußnoten

  1. auch laut maps.stadt-salzburg.at als Richterhöhe bezeichnet