Kirche Mariae Himmelfahrt (Abtei Nonnberg): Unterschied zwischen den Versionen

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=== Gotische Kirche ===
 
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In den Jahren [[1464]] bis [[1509]] wurde die Klosterkirche als ([[Gotik|spätgotischer]] Bau auf den alten Gebäuderesten fußend neu aufgebaut. Der Neubau erfolgte unter den [[Äbtissinnen vom Nonnberg|Äbtissinnen]]  Agatha [[Haunsperger|von Haunsperg]] ([[1446]] – [[1484]]), [[Daria Panichner]] ([[1484]] – [[1505]]), [[Regina Pfaffinger von Slabernkirchen]] ([[1505]] – [[1514]]) und  [[Ursula von Trauner]] [[Trauner (Adelsgeschlecht)|Thrauner]] ([[1514]] – [[1519]]) <ref>die hier angeführten Zeiten der Äbtissinnen weichen von jenen Daten auf der Liste der Äbtissinnen im Salzburgwiki erheblich ab; diese Daten wurden aus der Quelle ''Abteikirche Nonnberg'', Kunstverlag Hofstätter, 1995, unter Mitwirkung von Dr. [[Adolf Hahnl]], Salzburg, Dr. phil. Verena Stähli-Lüthi, Schweiz und P. Gregor Brazerol OSB, Schweiz, verfasst; in dieser Quelle gibt es eine umfangreichen Quellenverweis, u.a. auf das [[Dehio Salzburg]]</ref>.
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In den Jahren [[1464]] bis [[1509]] wurde die Klosterkirche als [[Gotik|spätgotischer]] Bau auf den alten Gebäuderesten fußend neu aufgebaut. Der Neubau erfolgte unter den [[Äbtissinnen vom Nonnberg|Äbtissinnen]]  Agatha [[Haunsperger|von Haunsperg]] ([[1446]] – [[1484]]), [[Daria Panichner]] ([[1484]] – [[1505]]), [[Regina Pfaffinger von Slabernkirchen]] ([[1505]] – [[1514]]) und  [[Ursula von Trauner]] [[Trauner (Adelsgeschlecht)|Thrauner]] ([[1514]] – [[1519]]) <ref>die hier angeführten Zeiten der Äbtissinnen weichen von jenen Daten auf der Liste der Äbtissinnen im Salzburgwiki erheblich ab; diese Daten wurden aus der Quelle ''Abteikirche Nonnberg'', Kunstverlag Hofstätter, 1995, unter Mitwirkung von Dr. [[Adolf Hahnl]], Salzburg, Dr. phil. Verena Stähli-Lüthi, Schweiz und P. Gregor Brazerol OSB, Schweiz, verfasst; in dieser Quelle gibt es eine umfangreichen Quellenverweis, u.a. auf das [[Dehio Salzburg]]</ref>.
  
 
Das gotische Kirchenschiff besitzt filialengeschmückte Kirchenfenster, wobei das gotische "Klaner-Fenster" hinter dem Altar eine besondere künstlerische Bedeutung besitzt. Es wurde [[1473]] von spätgotischen Glasmaler [[Hemmel von Andlau]] in Straßburg geschaffen und vom Salzburger Bürger und Ratsherrn [[Augustin Klaner]] gestiftet.  
 
Das gotische Kirchenschiff besitzt filialengeschmückte Kirchenfenster, wobei das gotische "Klaner-Fenster" hinter dem Altar eine besondere künstlerische Bedeutung besitzt. Es wurde [[1473]] von spätgotischen Glasmaler [[Hemmel von Andlau]] in Straßburg geschaffen und vom Salzburger Bürger und Ratsherrn [[Augustin Klaner]] gestiftet.  

Version vom 2. März 2018, 11:29 Uhr

Salzburg Stiftskirche Nonnberg 081
hll. Rupert und Erentrudis am Portal der Stiftskirche Nonnberg

Die Kirche Mariae Himmelfahrt (Abtei Nonnberg) ist die Kirche des Benediktinenstifts Nonnberg in Salzburg, dem ältesten Frauenkloster im deutschsprachigen Raum, das seit seiner Gründung ununterbrochen besteht. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt Salzburg.

Geschichte

Um 715 gründete Hruodpert (Rupert von Worms) am Nonnberg das Benediktinenstift Nonnberg. Erentrudis, Ruperts Nichte, war die erste Äbtissin.

Heinrichsbasilika

Nachdem die erste Klosterkirche 1006 abgebrannt war, unterstützte der Baiernherzog (deutscher König) Heinrich II. den Wiederaufbau großzügig. Heinrich II. kam im Jahr 1009 mit seiner Gemahlin Kunigunde zu Weihnachten zur Einweihung, die er vornahm.

Aus romanischer Zeit sind erhalten: der mächtige Kirchturm, das Tympanon im gotischen Portal, das Säulen-„Paradies“ aus Adneter Marmorunter dem Chor, sowie die dahinter liegenden romanischen Fresken (um 1140). Ebenso romanisch ist die Säulen-Krypta mit dem Grab der Heiligen Erentrudis.

1041 erfolgte die Weihe des Hochaltars, 1043 die Weihe der Krypta.

Die Heinrichsbasilika wurde 1423 durch einen Brand, der durch Blitzschlag ausgelöst worden war, zum Großteil zerstört.

Gotische Kirche

In den Jahren 1464 bis 1509 wurde die Klosterkirche als spätgotischer Bau auf den alten Gebäuderesten fußend neu aufgebaut. Der Neubau erfolgte unter den Äbtissinnen Agatha von Haunsperg (14461484), Daria Panichner (14841505), Regina Pfaffinger von Slabernkirchen (15051514) und Ursula von Trauner Thrauner (15141519) [1].

Das gotische Kirchenschiff besitzt filialengeschmückte Kirchenfenster, wobei das gotische "Klaner-Fenster" hinter dem Altar eine besondere künstlerische Bedeutung besitzt. Es wurde 1473 von spätgotischen Glasmaler Hemmel von Andlau in Straßburg geschaffen und vom Salzburger Bürger und Ratsherrn Augustin Klaner gestiftet.

Barockisierung

Mit der Barockisierung der Kirche wurde 1624 unter Dombaumeister Santino Solari begonnen. 1628/29 entstand der der neue barocke Hochaltar von Hans Waldburger. Die Zwiebelhaube auf den 1711 erhöhten Turm wurde nach Plänen von Sebastian Stumpfegger ausgeführt.

Regotisierung

1853 wurde mit der Regotisierung der Kirche begonnen, man tauschte den barocken Hochaltar auf Anregung des Salzburger Maler, Architekt und ersten ehrenamtliche Denkmalpfleger der Stadt Salzburg, Georg Pezolt, gegen den spätgotischen Flügelaltar aus der Filialkirche Scheffau am Tennengebirge.

Die letzte umfassende Kirchenrenovierung fand von 1951 bis 1955 statt, die romanischen Wandmalereien wurden beginnend 1987 restauriert und 1991/91 folgte die Restaurierung des Klaner-Fensters.

Sonstiges

Der stets sehr dunkle Kirchenraum mit dem erhöhten Chor über der Krypta verleiht der Kirche eine eigene Stimmung. An hohen Festtags-Gottesdiensten ist hier der zeitlos-meditative gregorianische Gesang des Nonnenchores zu hören.

Grabmäler

Bildergalerie

Quelle

  • Abteikirche Nonnberg, Kunstverlag Hofstätter, 1995, unter Mitwirkung von Dr. Adolf Hahnl, Salzburg, Dr. phil. Verena Stähli-Lüthi, Schweiz und P. Gregor Brazerol OSB, Schweiz

Fußnoten

  1. die hier angeführten Zeiten der Äbtissinnen weichen von jenen Daten auf der Liste der Äbtissinnen im Salzburgwiki erheblich ab; diese Daten wurden aus der Quelle Abteikirche Nonnberg, Kunstverlag Hofstätter, 1995, unter Mitwirkung von Dr. Adolf Hahnl, Salzburg, Dr. phil. Verena Stähli-Lüthi, Schweiz und P. Gregor Brazerol OSB, Schweiz, verfasst; in dieser Quelle gibt es eine umfangreichen Quellenverweis, u.a. auf das Dehio Salzburg