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| + | *''Prinz Tunora. Eine Schwindelgeschichte mehrerer Universitätsstudenten aus dem Jahre [[1804]]'', in: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19040003&zoom=2&seite=00000329 MGSLK 44, 1904, S. 329-361] | ||
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Version vom 23. Januar 2012, 02:37 Uhr
Johann Evangelist Engl (* 13. Juli 1835 in Salzburg; † 18. Mai 1921 ebenda) war Pädagoge und Musikschriftsteller. Er gilt als Gründer der Internationalen Stiftung Mozarteum und verfasste zahlreiche Publikationen über Mozart und zur Salzburger Musikgeschichte.
Biographie
Engl besuchte von 1851 bis 1853 das Lehrerseminar in Salzburg und erhielt 1859 die Lehrbefähigung für Unterrealschulen. Nach seiner Tätigkeit am Erziehungsinstitut „Bilka“ in Wien (1860-1866) eröffnete er selbst ein solches Institut in seiner Heimatstadt und stand ihm bis 1892 als Direktor vor. Nach Erlassung der "Armenordnung" für die Stadt Salzburg war er von 1892 bis zu seinem Ableben als Armenbezirksinspektor tätig. Darüber hinaus hatte er wesentlichen Anteil an der Gründung des Salzburger Volksschulvereins (1873).
Am 18. Juni 1869 trafen sich unter seiner Federführung 15 honorige Salzburger Bürger im Gasthof „Zur Krone“ (Roittner-Haus), um die Loslösung des Mozarteums von dem am 22. April 1841 gegründeten Dom-Musik-Verein zu beschließen. 1870 gründete der Kreis um Engl dazu die Internationale Mozartstiftung, aus der 1880 - nach Einigung und Vertrag mit dem Dom-Musik-Verein - durch Zusammenschluss mit dem Mozarteum die heutige Internationale Stiftung Mozarteum hervorging. Anlässlich des am 20. September 1880 von der ISM erstmals abgehaltenen Mozart-Tages wurden Engls Mitstreiter Carl Reichsfreiherr von Sterneck zum ersten Präsidenten und Carl Spängler zum Kassier der Stiftung gewählt.
Engl war von 1870 bis 1899 ehrenamtlicher Sekretär des Mozarteums und von 1881 bis 1899 Inspektor der damaligen Musikschule, 1893 wurde er Verwalter des Mozart-Museums. Daneben fungierte er als Redakteur der Jahresberichte der ISM und verfasste 60 literarische Arbeiten über Mozart und zahlreiche Studien zur Salzburger Musikgeschichte.
Ehrungen
Engl wurde vom Mozarteum (1905) und von der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (1910) zum Ehrenmitglied ernannt.
Die Stadt Salzburg verlieh ihm mit Diplom vom 15. November 1920 „in Anbetracht seiner Verdienste um das Mozarteum, insbesondere aber um das Schulwesen und die Armenversorgung der Stadt“ die Ehrenbürgerschaft.
Nach seinem Ableben wurde er am Salzburger Kommunalfriedhof beigesetzt.
Veröffentlichungen
In den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde:
- Die Familie Engl in Salzburg, in: MGSLK 36, 1896, S. 286-316
- Aus Leopold und des Sohnes Wolfgang Mozart’s irdischem Lebensgange, in: MGSLK 42, 1902, S. 133-154
- Prinz Tunora. Eine Schwindelgeschichte mehrerer Universitätsstudenten aus dem Jahre 1804, in: MGSLK 44, 1904, S. 329-361
Siehe auch
Literatur- und Quellenangaben
- Josef Gassner: Die Ehrenbürger der Landeshauptstadt Salzburg. Katalog zur 10. Sonderausstellung; Selbstverlag des Salzburger Museums Carolino-Augusteum; Salzburg 1954
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006
- Karl Adrian, Johann Ev. Engl (Nachruf), in: MGSLK 61, 1921, S. 73-76