Petrusbrunnen (St. Peter): Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 26. Dezember 2020, 17:11 Uhr

| Lage des Petrusbrunnens auf Googlemaps |
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Der Petrusbrunnen, selten Petersbrunnen, ist ein Brunnen im Stiftshof der Benediktiner-Erzabtei St. Peter in der Salzburger Altstadt.
Geschichte
Er wurde auf Kosten von Fürsterzbischof Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg in den Jahren 1670 bis 1673 gefertigt. von Bartholomäus von Obstall lieferte den Entwurf und fertigte die skulpturalen Teile.
Den Namen erhielt der Brunnen nach dem Patron der Stiftskirche St. Peter.
Das Wasser erhält der Brunnen, heute wie vor 300 Jahren, vom Stiftsarm des Almkanals. Dazu muss der Haustechniker vom Friedhof St. Peter rund 180 Meter tief in den Mönchsberg in den Stiftsarmstollen des Almkanals gehen, um die Schleuse des Almkanals zu öffnen, sodass dessen Wasser nun zu Petrus- wie Rupertusbrunnen (im Kollegiumshof) fließt - wie seit über 300 Jahren ohne jegliche Pumpe.[1]
Beschreibung
Der Brunnen besteht aus rosa Marmor, wohl Adneter Marmor der Farbe nach.
Fünfmal wiederholt sich am Aufbau die Grundform des Sechseckes als Sinnbild der willkommenen Einkehr und er göttlichen Schöpfung.
- sechsseitiges Podest mit Doppel-Stufe
- sechsseitiger Sockel mit Doppel-Stufe
- sechsseitiges unteres Marmorbecken, das auch als Fischkalter dienen sollte
- sechsseitiges oberes Marmorbecken, mit den Wappen des erzbischöflichen Spenders
- sechsseitige Brunnensäule mit einer Figur des heiligen Petrus, mit gefalteten Händen, Schlüssel und den Hahn
An der östlichen Beckenwand finden sich Inschrift und Wappen des Fürsterzbischofs Max Gandolf. Die Inschrift lautet:
"Maximilianus Gandolphus e com. a Kienb. archieps. Sb. F. F. Ao. 1673. Renov. 1909."
Veranstaltungen
Rings um den Petrusbrunnen fanden früher gelegentlich feierliche Umzüge statt. Heute findet im Stiftshof neben dem Petrusbrunnen der sog. Metzgersprung statt.
Quellen
- Dehio Salzburg (1986), S. 540.
- Lieselotte Eltz-Hoffmann: Salzburger Brunnen, Schriftenreihe des Stadtvereins Salzburg, 1979, Seite 22
- Hans Tietze: Die Denkmale des Benediktinerstifts St. Peter, Seite 166, in: Österreichische Kunsttopographie