Flüchtlingsbewegung 2015: Unterschied zwischen den Versionen

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: Seit Tagen ist das Wetter sehr mild (Temperaturen zwischen 15 und 20° C) und trocken.
 
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Version vom 19. November 2015, 17:53 Uhr

24. Oktober: über 1 000 Flüchtlinge überraschend zu Fuß vom Hauptbahnhof zum Grenzübergang Freilassing
17. September: Geduldsprobe für Flüchtlinge an der Grenze nach Freilassing

Dieser Artikel versucht die Flüchtlingswelle 2015 übersichtlich darzustellen.

Einleitung

Im Frühjahr 2015 schwoll der Strom von Flüchtlingen nach Österreich an und das Lager Traiskirchen wurde zu klein. Daraufhin wurden Quoten der Unterbringung von Asylwerbern mit den einzelnen Bundesländern vereinbart. Schwierig war die Situation in Oberösterreich, wo im Herbst 2015 Landtagswahlen stattfanden. In Salzburg wurden nach vielem Hin und Her auf der Fläche des Sportplatzes bei der Bundespolizeidirektion an der Alpenstraße ein Zeltlager errichtet. Nach anfänglichem Chaos besserte sich die Situation.

Ob erwartet oder unerwartet - Anfang September kamen immer mehr Flüchtlinge aus Ungarn nach Österreich, hauptsächlich nach Wien, wo sie vom Westbahnhof über Salzburg nach Deutschland wollten. Am 14. September 2015 waren schätzungsweise 20 000 Flüchtlinge von Ost nach West unterwegs.

Bis zum Stichtag 1. September wurden bundesweit bereits 449 Anklagen wegen Schlepperei erhoben, 1 522 Verfahren waren zu diesem Zeitpunkt bei den Staatsanwaltschaften anhängig.

Verteilung von Flüchtlingen auf EU-Länder

EU-Vorschlag für Quote[1]:
"Relocation", verpflichtend

  • Spalte "120 000": Flüchtlinge in Italien, Griechenland und Ungarn, Stand Anfang September 2015
  • Spalte "32 256": Flüchtlinge in Italien und Griechenland, Stand Mai 2015

"Resettlement", freiwillig

  • Spalte "22 504": Flüchtlinge direkt aus Konfliktländern, Stand Mai 2015
Land 120 000 32 256[2] 22 504[3] Einwohnerzahl[4]
Italien - - 1 989 60.918.000
Griechenland - - 354 11.280.000
Deutschland 31 443 10 500 1 600 81.890.000
Frankreich 24 031 6 753 2 375 65.697.000
Spanien 14 931 1 300 1 449 46.218.000
Polen 9 287 1 100 900 38.543.000
Niederlande 7 214 2 047 1 000 16.768.000
Rumänien 4 646 1 705 80 21.327.000
Schweden 4 469 1 369 491 9.517.000
Belgien 4 564 1 364 1 100 11.142.000
Österreich 3 640 - 1 900 8.462.000
Portugal 3 074 1 309 191 10 524 000
Tschechien 2 978 1 100 400 10 515 000
Finnland 2 398 792 293 5 414 000
Bulgarien 1 600 450 50 7 305 000
Slowakei 1 502 100 100 5 410 000
Kroatien 1 064 400 150 4 267 000
Litauen 780 255 70 2 986 000
Slowenien 631 230 20 2 058 000
Lettland 526 200 50 2 025 000
Luxemburg 440 320 30 531 000
Estland 373 130 20 1.339 000
Zypern 274 173 69 1 120 000
Malta 133 60 14 418 000
Ungarn - - - 9 944 000
Irland [5] 600[5] 520 4 589 000
Dänemark [5] [5] 1 000 5 590 000
Großbritannien [5] [5] 2 200 63 228 000

Doraja Eberle gibt Antworten zur Flüchtlingskrise in Salzburg

Hauptartikel Doraja Eberle gibt Antworten zur Flüchtlingskrise in Salzburg

Aufgrund der Entwicklung im September 2015 (siehe weiter unten) stand Doraja Eberle, die ehemalige Landesrätin, ist mit ihrer Organisation "Bauern helfen Bauern" seit Jahren in Bosnien und Kroatien unterwegs, um Menschen in Not zu helfen, am SN-Telefon zwei Stunden lang Rede und Antwort auf Fragen.

Chronologie der Ereignisse im Jahr 2015

eine Kleiderkammer für Kleidung der Flüchtlinge
siehe auch Kosten der Flüchtlingswelle 2015

Erklärung häufig verwendeter Begriffe:

Verwendete Quellen:

  • InfoMediaWorx, eine Nachrichten-Medien-Website im Facebook mit Sitz in Freilassing
  • Salzburger Nachrichten Print-Medium und online[6]
  • Salzburg24 → siehe dort
  • Stadt Salzburg.at, eine Facebook Seite

November 2015

  • 19. November 2015, Donnerstag:
Stadt Salzburg: In der für 1 150 Personen ausgelegten Notunterkunft in der ehemaligen Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering seien Donnerstagfrüh erstmals mehr als 500 Menschen gezählt worden, die gar nicht nach Deutschland wollen. Sie haben in Österreich einen Asylantrag gestellt, aber keine Unterkunft zugeteilt bekommen. Sie landeten im Transitquartier, um nicht auf der Straße zu stehen. Bürgermeister Heinz Schaden brauchtaber die volle Kapazität als Puffer, um den Zu- und Abstrom nach Deutschland zu bewältigen. Er will daher ab Montag, den 23. November 2015 das Lager für Asylbewerber sperren.
  • 10. November 2015, Dienstag:
Seit Tagen ist das Wetter sehr mild (Temperaturen zwischen 15 und 20° C) und trocken.
Salzburg: In der alten Straßenmeisterei hat Doraja Eberle ein Babyzimmer eingerichtet. Dort können Babys und Kleinkinder gebadet und geölt werden. Anschließend erhalten sie neue Bekleidung. Auch die Caritas Salzburg hat nun eine spezielle Baby-Kleiderkammer eingerichtet. Dort gibt es auch Windeln und Babynahrung. Von der Organisation Bauern helfen Bauern von Eberle erhalten Flüchtlinge, die als Asylwerber in Österreich bleiben möchten, Rucksäcke, gefüllt mit Kinderwäsche, einer Puppe oder einem Modellauto.
Die generelle Situation ist ruhig, etwa 400 Flüchtlinge hielten sich im Bereich Autobahnmeisterei und Grenzübergang auf.
Deutschland: Grenzkontrollen bis Ende Februar 2016 verlängert, das hat das Deutsche Bundesinnenministerium heute bekannt gegeben. Und: Deutschland wird syrische Asylbewerber wieder nach dem Dublin-Verfahren in andere EU-Länder zurückschicken, über die sie eingereist sind. Das gilt auch für syrische Staatsangehörige, rückwirkend seit dem 21. Oktober.
Die Situation in der Notunterbringung in Freilassing hat sich heute ebenfalls entspannt. Die ehemalige Möbelhalle war kurzzeitig nicht belegt, nachdem 750 Flüchtlinge am Nachmittag mit einem Sonderzug ins Bundesgebiet weitergebracht wurden. Für den späten Abend wurde noch ein zweiter Sonderzug vom Bahnhof Freilassing zur Weiterbringung der Flüchtlinge in eine Erstaufnahmeeinrichtung im Bundesgebiet erwartet.
  • 6. November 2015, Freitag:
Stadt Salzburg: Nachdem die Tiefgarage unter dem Salzburger Hauptbahnhof mehr als zwei Monate als Notunterkunft für Flüchtlinge gedient hatte, wurde sie heute wieder die Parkgaragen Gesellschaft übergeben. Nächste Woche muss das Unternehmen aber alle technischen Einrichtungen kontrollieren, denn beispielsweise die Lüftungsanlage war in den letzten Wochen nahezu pausenlos auf Volllast gelaufen.
6. November: Die Flüchtlingssituation in der Stadt Salzburg hat unerwartete Ausmaße angenommen. Hier ein Situationsbild aus dem Hauptbahnhof Salzburg
6. November in einem der Zelte bei der ehemaligen Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering
  • 5. November 2015, Donnerstag:
Stadt Salzburg: Stadt Salzburg schlägt Alarm: gegen Abend 3 200 Flüchtlinge in Salzburg
Die Flüchtlingssituation in der Stadt Salzburg hat unerwartete Ausmaße angenommen. Gegen 16 Uhr waren heute über 2 000 Personen in der alten Asfinag-Autobahnmeisterei, 600 Flüchtlinge befanden sich im Bereich der Bahnhofs-Halle und 600 warteten auf den Übertritt an der Grenze.
Zusätzlich waren von der Verkehrsleitzentrale des Innenministeriums in Wien via Bussen von Spielfeld kommend 1 500 angekündigt angekündigt. Erst nach einer massiven Intervention von Bürgermeister Heinz Schaden im Bundeskanzleramt gelang es, den Zustrom größtenteils umzuleiten. Auch Landeshauptmann Wilfried Haslauer machte sich dafür stark. Laut Auskunft der Polizei werden nun 700 Flüchtlinge in Zelte in der Schwarzenbergkaserne gebracht, 400 fahren weiter nach Kufstein, 200 an Grenzübergänge in Oberösterreich. Will der Bund Deutschland unter Druck setzen?
Stabsleiter Magistratsdirektor Martin Floss: Man darf nicht auf dem Rücken der Menschen Politik machen. Weder auf dem der Flüchtlinge. Noch auf dem der Helfer, die seit Monaten Tag und Nacht versuchen, geordnete Verhältnisse aufrecht zu erhalten.
  • 3. November 2015, Dienstag:
Die Zahl der nach Bayern kommenden Flüchtlinge ist auch in der Nacht auf Dienstag hoch gewesen. In der Früh warteten in Salzburg und Oberös­terreich rund 3 500 Flüchtlinge auf die Weiterreise nach Deutschland. In der Früh warteten an den niederbayerischen Grenzübergängen auf oberösterreichischer Seite bei Wegscheid 1 389 Menschen auf ihre Einreise, bei Simbach waren es 400 und bei Neuhaus am Inn 763 Menschen. In Salzburg warteten gegen 6 Uhr in der alten Autobahnmeisterei 760 Menschen, am Bahnhof 111 und an der Saalachbrücke 150.
Insgesamt hätten am Montag 5 800 Flüchtlinge die Grenze zu Niederbayern überquert – viele von ihnen laut deutscher Bundespolizei kurz vor Mitternacht. An den beiden Tagen zuvor kamen jeweils etwa 4 500 Menschen. Von Salzburg aus wurden am Montag zwischen 0 und 18 Uhr 1 537 Flüchtlinge von bayerischer Seite übernommen.

Oktober 2015

  • 31. Oktober 2015, Samstag:
Wurden in den letzten Tage zwischen 30 und 50 Flüchtlinge pro Stunde von den deutschen Behörden am Grenzüberübergang übernommen, so waren es heute an die 100 Personen pro Stunde.
In den letzten beiden Wochen wurden neue Standorte für Flüchtlings-Notlager publik. So sollen auf dem Werksgelände des Zementwerks Leube und in Kaltenhausen entstehen, ein Zelt am Parkplatz des Salzburger Freilichtmuseums in Großgmain steht bereits. Da die Tiefgarage unter dem Salzburger Hauptbahnhof nicht winterfest gemacht werden kann, bauten gestern Soldaten des Österreichischen Bundesheeres ein stabiles Zelt für 220 Personen an der Rückseite des Hauptbahnhofs, an der Lastenstraße, auf. Nachdem in der ehemaligen Straßenmeisterei der Autobahn Salzburg-Mitte ein baufällige Gebäude gesperrt werden musste, wurde ein Zelt für bis zu 520 Personen aufgestellt. Weitere Gebäude sollen für 250 Personen adaptiert werden.
  • 29. Oktober 2015, Donnerstag:
Salzburg: Am Vormittag brachten sieben Busse aus der Steiermark 400 Flüchtlinge in die alte Autobahnmeisterei in Liefering, wo sich am Abend rund 800 Menschen inkl. rund 100 Asylbewerber, die in Österreich bleiben, aufhielten. An der Grenze warteten rund 300 Flüchtlinge. Die Abfertigung funktioniert ohne Probleme, durchschnittlich werden 50 Personen pro Stunde von den deutschen Behörden übernommen. In der Tiefgarage des Hauptbahnhofes befanden sich rund 700 Migranten.
Deutschland: In Freilassing konnten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag alle Flüchtlinge aus der Notunterkunft Sägewerkstraße mit Hilfe eines Sonderzuges weiterreisen. Donnerstagmittag befanden sich wieder 640 Menschen in der Notunterbringung. 360 wurden am frühen Nachmittag mit einem Sonderzug ins Bundesgebiet weitergeleitet. Zusätzlich kamen noch mehrere Busse aus dem Raum Passau. Noch zwei weitere Sonderzüge vom Bahnhof Freilassing werden heute erwartet, die insgesamt 950 Flüchtlingen in Deutschland weiterbringen sollen.
  • 25. Oktober 2015, Sonntag:
Salzburg: In Salzburg verlief der Weg der Flüchtlinge nach Deutschland am Sonntag wieder geordnet. Dennoch warten im Stadtgebiet am Nachmittag mehr als 2 000 Flüchtlinge auf den Grenzübertritt. Pro Stunde wurden zuletzt rund 40 Flüchtlinge über die österreichisch-deutsche Grenze nach Freilassing geführt. Gestern waren es aufgrund des starken Andrangs stündlich 100. Am Salzburger Hauptbahnhof befanden sich am Nachmittag 1 200 Menschen, in der alten Autobahnmeisterei 700 und im ehemaligen Zollgebäude an der Saalachbrücke 130 Flüchtlinge.
  • 24. Oktober 2015, Samstag:
Salzburg: In Salzburg haben am Samstagvormittag gegen 10:30 Uhr überraschend rund 1 200 Flüchtlinge das Notquartier in der Bahnhofsgarage verlassen und sich auf den Weg Richtung Grenze gemacht. Dort sammelten sich schließlich rund 1 500 Flüchtlinge. Das hat für heftige Unstimmigkeiten zwischen Stadt und Polizei gesorgt. Bürgermeister Heinz Schaden hat am Abend erneut bekräftigt, dass die Flüchtlinge in der Bahnhofsgarage dezidiert von der Polizei aufgefordert wurden, zur Grenze zu gehen.
Bereits am Nachmittag machte Schaden seinem Ärger Luft: “Wir wurden mit keiner Silbe informiert. Das macht alles kaputt, was wir bisher an funktionierender Ordnung im Flüchtlingstransit auf die Beine gestellt haben. Damit wird Deutschland von Wien aus provoziert und unter Druck gesetzt. Eine gezielte Provokation, die ich für absolut kontraproduktiv halte.
Augen- und Ohrenzeugen der örtlichen Einsatzleitung und Betreuer der Dolmetscher hätten bestätigt, dass mehrere Dolmetscher instruiert wurden, die Leute zum Gehen zu bewegen, betonte Schaden weiter. “Menschen in Rollstühlen und auf Krücken wollten die Garage eigentlich nicht verlassen.” Die Polizei habe dann schließlich über 1 000 Flüchtlinge durch die Stadt zur Grenze eskortiert. “Das ist offensichtlich die Linie der Wiener Stäbe”, sagte Schaden.
Die Exekutive widersprach dieser Version weiterhin: Am Vormittag hätten sich zunächst rund 50 Personen vom Vorplatz des Hauptbahnhofs auf den Fußweg zur Grenze gemacht, weil sie schon mehrere Tage in der Bahnhofsgarage warten mussten und mit ihrer Geduld am Ende waren. Der Aufbruch sprach sich dann aber offenbar rasend schnell herum. Kurz darauf hatte sich das Transitquartier fast völlig geleert. Um eine Massenpanik und Eskalation zu vermeiden, habe man die Garagentore geöffnet und Absperrungen und Barrieren zur Seite geräumt, betonte die Polizei.
Die Lage beruhigte sich im Laufe des Nachmittags wieder einigermaßen. Gegen 17 Uhr befanden sich am Samstag rund 1 100 Menschen an der Grenze zu Deutschland, weitere 500 in der Bahnhofsgarage. Seit dem Nachmittag ist auch das Transitquartier in der ehemaligen Autobahnmeisterei Liefering wieder geöffnet. Dort hielten sich am frühen Abend rund 80 Flüchtlinge auf. Die zwei großen Zelte in der Asfinag bieten Schlafplätze für rund 650 Personen. Sie sind fertig hergerichtet und stehen erstmals zur Verfügung. Gegen 19:30 Uhr wird der nächste Zug mit etwa 500 Flüchtlingen erwartet. Weitere Züge sind noch nicht bekannt. Das teilte die Stadt Salzburg am frühen Abend in einer Aussendung mit.
Der Koordinator der Freiwilligen, Mike Vogl, hat „aus Sicherheitsgründen“ mittlerweile alle privaten Helfer von der Grenze abgezogen. Er sagt: „Diese unkontrollierte Lage ist nicht zu verantworten. Das ist für unsere Leute viel zu riskant.“ Die Verantwortung und Versorgung an der Grenze obliegt nunmehr der Polizei, hieß es auch von Seiten der Stadt. Ein Verbindungsmann der Stadt Salzburg bleibt vor Ort. Die Berufsfeuerwehr ist weiter samt Fahrzeug vertreten. Auch die Müllentsorgung geht, soweit möglich, seitens der Stadt Salzburg weiter.
  • 21. Oktober 2015, Mittwoch:
Salzburg: Wegen bautechnischer Mängel muss das Asfinag-Gebäude der ehemaligen Straßenmeisterei am Autobahnschluss Salzburg-Mitte Liefering gesperrt werden; Flüchtlinge werden in anderen Gebäuden untergebracht und Kapazität beträgt ab morgen nur mehr 400 Personen.
  • 20. Oktober 2015, Dienstag:
Salzburg: Die Zeltstadt bei der Landespolizeidirektion wird abgebaut, die Flüchtlinge übersiedeln am Dienstag in die Riedenburghalle. In Salzburg werden ab Dienstag vorerst keine Asylbewerber mehr in Zelten übernachten müssen.
Das Notquartier am Salzburger Hauptbahnhof, das Platz für rund 800 Transit-Flüchtlinge bietet, wird winterfest gemacht. Die Salzburger Parkgaragen-Gesellschaft, die zu 60 Prozent der Stadt und zu 40 Prozent dem Land Salzburg gehört, hat ein Bauansuchen eingereicht. Seit 11. September werden in der Bahnhofsgarage Flüchtlinge untergebracht, und seit diesem Zeitpunkt können dort auch keine Autos mehr parken. Die Salzburger Parkgaragen-Gesellschaft geht von einem monatlichen Einnahmenverlust in der Höhe von rund 40.000 Euro aus, wie Geschäftsführer Alfred Denk auf Anfrage der APA erklärte. Wie der Verlust abgegolten wird, das müsse in einer Aufsichtsratssitzung besprochen werden. Als die Garage aufgrund der Notsituation für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt wurde, seien die Kosten kein Thema gewesen, sagte Denk.
Die Kapazität des einzigen Verteilerzentrums in Salzburg, des ehemaligen Hotel Kobenzl am Gaisberg, wird von derzeit 60 Plätzen auf rund 160 erweitert. Die Umbauarbeiten sollten spätestens im November abgeschlossen sein, sagte der Sprecher des Innenministeriums. Seitens der Stadt zeigte man sich verwundert, dass das Kobenzl "immer noch nicht in voller Kapazität" zur Verfügung steht, obwohl die Stadt die dafür notwendige Baugenehmigung innerhalb von zwei bis drei Wochen bereits im Sommer erteilt habe. Für die Adaptierungen sei der Eigentümer des Gebäudes verantwortlich, hieß es dazu aus dem Innenministerium.
  • , 17. Oktober 2015, Samstag:
Deutschland: In Freilassing legte heute am frühen Nachmittag eine Demonstration "Bayern steht auf" - mit Inhalten gegen Geflüchtete und gegen das Grundrecht auf Asyl - die Aufnahme von Flüchtlingen vorübergehend still[7]
  • 15. Oktober 2015, Donnerstag:
Salzburg: Am Salzburger Hauptbahnhof hatte sich die Lage am späten Donnerstagnachmittag dramatisch zugespitzt. Der Zustrom an Flüchtlingen hielt an, obwohl die drei Notquartiere an der Grenze, in der ehemaligen Autobahnmeisterei Lieferung und der Bahnhofsgarage mit rund 2 000 Flüchtlingen bereits voll ausgelastet waren. Als letzte Notmaßnahme drohte eine Sperre des Bahnverkehrs aus Sicherheitsgründen. Im Bahnhofsbereich hielten sich am Abend um 550 Flüchtlinge auf, viele von ihnen im Freien in der Lastenstraße. Am Abend zeichnete sich zunächst eine Entlastung durch Sonderzug ab, der 400 Flüchtlinge nach Linz brachte. Doch gleichzeitig kam ein neuer Sonderzug mit mehreren Hundert Flüchtlingen in Salzburg an, die erst gegen Mitternacht in der Tiefgarage untergebracht werden konnten.
Österreich: 9 500 Flüchtlinge haben die Nacht auf Donnerstag in Notquartieren in Österreich verbracht, 1 200 weitere befanden sich in der Früh an Sammelstellen. Diese Zahlen nannte der Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes, Gerry Foitik. Gestern, Mittwoch, seien 7 460 Flüchtlinge nach Österreich gekommen. 3 700 Asylantragsteller hätten sich in Notquartieren befunden.
  • 13. Oktober 2015, Dienstag:
Rückblick auf den September
→ Im September betreute das Rote Kreuz insgesamt 40 942 Flüchtlinge, leistete in 4 186 Fällen medizinische Hilfe und wickelte 256 Transporte in ein Krankenhaus ab. 1 104 Helferinnen und Helfer waren dafür im Einsatz.
→ Seit der massiven Reisebewegung von Flüchtlingen hat die Salzburger Polizei täglich zwischen 15 und 20 Prozent ihres Personals aus dem gesamten Bundesland im Einsatz. Die Polizeiarbeit erstreckt sich von einem humanitären, sicherheits- und ordnungspolizeilichen, kriminalpolizeilichen, fremdenpolizeilichen sowie grenzpolizeilichen Einsatz bis zur Bearbeitung asylrechtlicher Aufgaben.
→ Zudem erhalten die Beamten Unterstützung von Einsatzkräften aus den anderen Bundesländern und erstmals auch Unterstützung durch das österreichische Bundesheer. 152 Kadersoldaten stehen täglich im Assistenzeinsatz, unterstützt durch weitere 84 Kadersoldaten. Insgesamt wurden seit September vom Bundesheer 20 560 Mannstunden erbracht, 17 000 Kilometer gefahren sowie 49 000 Löffelgerichte und 35 000 Liter Tee ausgegeben.
→ Seit Mitte September ist auch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Salzburg im 24-Stunden-Schichtdienst aktiv, achtet auf die Brandsicherheit und unterstützt den Aufbau von Zelten sowie den Transport von Betten, Heizgeräten und Stromaggregaten. Insgesamt wurden 103 Einsätze in Zusammenhang mit dem Flüchtlingsstrom verzeichnet. Die Brandwache rund um die Uhr hat inzwischen die Salzburger Berufsfeuerwehr übernommen.
→ Im September waren insgesamt rund 800 Freiwillige aus der Salzburger Bevölkerung im Einsatz, einige davon über einen längeren Zeitraum hinweg. Die Caritas war mit mehr als 60 Mitarbeitern vertreten. Sie stellten unter anderem die Spendenlogistik sicher. Verbraucht wurden 70 Tonnen an Lebensmittelspenden, Wasser und Kleiderspenden, die über private Spenderinnen und Spender und Unternehmen zur Verfügung gestellt wurden.
  • 10. Oktober 2015, Samstag:
Deutschland: Der Fernverkehr Salzburg-München bleibt weiter bis 18. Oktober unterbrochen. Seit einigen Tagen fahren allerdings wieder Regionalbahnen über die Grenze.
  • 9. Oktober 2015, Freitag:
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer möchte Flüchtlinge an der Grenze zu Österreich abweisen lassen. Österreich will dem nicht tatenlos zusehen. Auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel bekräftigte am Donnerstagabend: Verfolgte werden weiter aufgenommen. Die Maßnahmen Bayerns sollen in einer Sondersitzung des Kabinetts von Seehofer am Freitag in München beschlossen werden. Vor allem in Salzburg könnte eine humanitäte Katastrophe drohen.
  • 8. Oktober 2015, Donnerstag:
Die Nahverkehrszüge zwischen Salzburg und Freilassing verkehren wieder im zwei-Stunden-Takt. In Summe bieten die ÖBB und die deutsche Privatbahn Meridian an diesem Tag 22 Züge (je elf pro Richtung) an. Bei den Zügen Richtung Bayern werden beim Einstieg Ticketkontrollen in Salzburg durchgeführt. Vereinbart wurde auch, dass es bei den Zügen von Salzburg nach Freilassing keinen Zwischenstopp an den S-Bahn-Haltestellen gibt, sie fahren direkt bis Freilassing.
  • 7. Oktober 2015, Mittwoch:
Salzburg: Am Mittwochvormittag waren 250 Flüchtlinge am Salzburger Hauptbahnhof, in der Notunterkunft Autobahnmeisterei 84 und an der Grenze 180 Flüchtlinge. In der Autobahnmeisterei wurde eine Krankenstation eingerichtet.
  • 6. Oktober 2015, Dienstag:
Salzburg: Täglich kommt in den letzten Tagen etwa immer dieselben Anzahl an Flüchtlingen nach Salzburg bzw. an die Grenze zu Deutschland. Die erstmals seit langem entspannte Lage wird von den Einsatzorganisationen dazu genutzt, die Infrastruktur an der Grenze, in der Autobahnmeisterei und am Salzburger Hauptbahnhof zu verbessern und die Standorte winterfest zu machen. So werden beispielsweise in den Zelten die Böden mit einer Isolierschicht versehen, notwendige Adaptierungen im Sanitär- und Duschbereich durchgeführt und die Kleiderausgabe umstrukturiert. In der Notunterkunft der alten Autobahnmeisterei wird zudem eine Kinderbetreuung eingerichtet.
  • 1. Oktober 2015, Donnerstag:
Die Sperre des Bahnverkehrs zwischen Salzburg und Bayern wurde um eine Woche bis 12. Oktober verlängert. Die grenzüberschreitend fahrenden S-Bahnen im Nahverkehr werden nur bis zur ÖBB-Haltestelle Salzburg-Liefering kurz vor der Grenze geführt. Ab Freilassing in Bayern wird ebenso ein Nahverkehr mit S-Bahn-Zügen in Richtung München angeboten.
Salzburg: Knapp 2 600 Flüchtlinge übernachteten in der Nacht auf Donners­tag in der Stadt Salzburg. Das sind so viele wie noch nie seit Ausbruch der Flücht­­lingskrise. Denn am Mittwoch ist nur ein Sonderzug nach Deutschland gefahren. der Grenzübertritt nach Freilassing stockt immer wieder. Donnerstag in der Früh machte sich Verteidigungsminister Klug ein Bild.
In den Notquartieren um das ehemalige Zollamtsgebäude sollen knapp 350 Menschen übernachtet haben. Im Quartier der ehemaligen Autobahnmeisterei (ABM) sollen 800 Menschen untergebracht gewesen sein, während in der Tiefgarage am Salzburger Hauptbahnhof 500 Menschen geschlafen haben sollen, berichten die Salzburger Nachrichten. Die restlichen Flüchtlinge wurden in weiteren Quartieren der Landeshauptstadt verteilt.
Ende September - Anfang Oktober 2015
Die ehrenamtlichen Helfer in der Notunterkunft Freilassing-Sägewerkstraße werden im Schichtdienst von 15 Soldaten der Gebirgsjäger der Deutschen Bundeswehr unterstützt. Dort werden Flüchtlinge das erste Mal erfasst und haben eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 24 Stunden.
An der Verpflegungsstation gibt es Semmeln, Sandwiches und Getränke, wobei Schilder in mehreren Sprachen das Angebot erklären. Hauptsächlich Tee und Semmeln werden gegessen.
Knapp 200 000 Flüchtlinge haben im September Österreich durchquert. An die 10 000 Menschen haben Asylanträge gestellt.

Daten September 2015

56 356 Aslyanträge und 60 500 Flüchtlinge in der Grundversorgung in Österreich, pro Einwohner sind das mehr Flüchtlinge als in Deutschland pro Einwohner; 355 000 Menschen im September Österreich betreten, davon 63 000 Asylanträge, viermal so viel, aber viele wollen nach Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg an Aslyanträgen von 231 Prozent. 2014 gab es von Jänner bis September 17 010 Anträge.

Im Durchschnitt waren 76 Prozent der Antragsteller heuer Männer, wobei dieser Anteil in den letzten Monaten gesunken ist. Im Mai lag der Männeranteil noch bei 83 Prozent, ist seitdem aber jeden Monat leicht gesunken und betrug im September 68 Prozent.

16 595 der 56 356 Antragsteller waren Syrer. Das entspricht einem Anteil von 29,5 Prozent. Die zweitstärkste Gruppe waren Afghanen (12 687 Personen, 22,5 Prozent) gefolgt von Irakern (9 025, 16 Prozent) und Pakistani (2 825, fünf Prozent).

Elf Prozent der Antragsteller (6 175) waren unbegleitete Minderjährige, 380 davon unter 14 und 5.795 zwischen 14 und 18 Jahren.[8].

September 2015

  • 30. September, Mittwoch:
Zur Mittagszeit hielten sich im gesamten Stadtgebiet von Salzburg rund 2 000 Flüchtlinge auf.
Salzburg: Österreich-Chef des UN-Flüchtlingshochkommissariats Christoph Pinter macht sich ein persönliches Bild von der Flüchtlingslage in Salzburg. Ein Sonderzug mit 350 Flüchtlingen verließ heute Vormittag den Hauptbahnhof.
Grenze Freilassing: Mittags befanden sich 800 Flüchtlinge an der Grenze zu Deutschland. Ein beheiztes Zelt, das rund 70 Menschen eine Notunterkunft bietet, ist noch gestern fertiggestellt worden, ein weiteres beheiztes Zelt für rund 90 Menschen ist im Aufbau.
Deutschland: Wenn die angekündigte 48-Stunden-Schnellabfertigung der Deutschen kommt, dann werden vermutlich viele Flüchtlinge nach Österreich zurückgeschickt.
  • 29. September, Dienstag:
29. September: so sieht es heute am Grenzübergang nach Freilassing aus
Salzburg: Dienstagvormittag konnten 400 Flüchtlinge mit einem Sonderzug vom Salzburger Hauptbahnhof nach Deutschland gebracht werden. Die Bahnhofsgarage war danach nahezu leer. Der prognostizierte Zustrom aus Richtung Wien im Laufe des Tages beläuft sich auf 200 Personen, aus Richtung Graz auf 300 Personen. Im Laufe des Tages hielten sich rund 1 500 Flüchtlinge am Hauptbahnhof und 600 in der alten Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering auf.
seit 29. September werden die Flüchtlinge über das Kraftwerk Rott über die Saalach nach Deutschland gelassen
Grenze Freilassing: Die Flüchtlinge werden nun über das Wehr des Kraftwerks Rott nach Deutschland gelassen. Das Areal wurde mittlerweile eingezäunt. Beim Eingang auf das Gelände erhalten die Flüchtlinge ein Armband mit einem Buchstaben. Kurz vor dem Wehr befindet sich ein Ausgang, wo die Menschen mit dem jeweiligen Buchstaben aufgerufen und über das Wehr auf die deutsche Seite gebracht werden. So können derzeit 30 Personen pro Stunde von der Deutschen Bundespolizei übernommen werden. Das abgezäunte Gelände wird von Soldaten des Österreichischen Bundesheeres bewacht.
Rund 800 Flüchtlinge befanden sich im Laufe des Tages an der Grenze
Deutschland: Unklarheit herrscht unterdessen weiter darüber, wie lange es noch Sonderzüge für Flüchtlinge Richtung Deutschland geben wird. Der Verkehr von Sonderzügen wird auch künftig wohl immer nur für ein paar Tage geregelt werden
  • 28. September, Montag:
Stadt und Land Salzburg lösen die freiwilligen Helfer und Organisationen an der Grenze ab.
Grenze Freilassing: Die Stadt Salzburg hat begonnen, das Flüchtlingsareal an der Saalachbrücke von den privaten Helfern zu übernehmen; das gesamte Areal wurde eingezäunt und zusätzliche Toiletten aufgestellt. Zusätzlich zu dem dort bereits bestehenden Sanitärcontainer werden bis Mittwoch fünf WC- und zwei Duschcontainer aufgestellt. Für die Unterbringung von zusätzlichen 160 Personen wird ein Zelt errichtet. 150 Flüchtlinge finden im Gebäude ein Quartier. Die Deutsche Bundespolizei plant, die Einreise der Flüchtlinge von der Saalachbrücke auf das Wehr des Kraftwerks Rott zu verlegen.
Deutschland: Ein Zug mit 400 Flüchtlingen hat am Montagvormittag den Salzburger Hauptbahnhof verlassen, ein zweiter soll ungefähr um 23 Uhr starten - Zielort: Berlin.
  • 27. September, Sonntag:
Salzburg: Ein Sonderzug mit 421 Personen hat zu Mittag den Hauptbahnhof verlassen, rund 400 Flüchtlinge wurden mit sieben Bussen nach Oberösterreich gebracht
Grenze Freilassing: Mehrere Hundert Menschen warteten tagsüber am Grenzübergang Saalbrücke auf die Weiterreise nach Deutschland.
Deutschland: Deutschland dementiert die am Samstag kolportierte Meldung, ab Montag keine Züge mehr zu fahren.
  • 26. September, Samstag:
Ab Montag, 28. September, werden keine Sonderzüge mehr mit Flüchtlingen von Salzburg über die Grenze nach Deutschland fahren meldete das Facebook der Stadt Salzburg am Samstagabend, 26. September 2015, um 21:15 Uhr. Rotes Kreuz und Caritas sprechen schon von einer sich ankündigenden humanitären und sanitären Katastrophe an der Grenze nach Freilassing. Diese droht uns auch am Bahnhof, wenn weitere Züge aus Wien, Graz oder Villach kommen sagte Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden in dieser Meldung. Der zuständige Katastrophenschutz des Landes muss im Lauf des morgigen Tages eine Struktur am Grenzübergang nach Freilassing schaffen, wie sie die Stadt am Bahnhof aufgerichtet hat.
Laut ÖBB kamen zuletzt immer mehr als 2 000 Personen pro Tag per Zug nach Salzburg. Dank der bisherigen Sonderzüge konnten bis zu 1 200 weiter transportiert werden. Das geht ab Montag nicht mehr.
Salzburg: Etwa 1 000 Flüchtlinge hielten sich heute wieder am Salzburger Hauptbahnhof auf; am Vormittag fuhr ein Sonderzug mit rund 450 Menschen in Richtung Düsseldorf, ein zweiter soll am Nachmittag weitere 450 Personen aus Salzburg mit Zwischenstopp in Freilassing in eine Erstaufnahmeeinrichtung in Deutschland bringen; abends war die Tiefgarage unter dem Salzburger Hauptbahnhof mit 700 Personen voll, zusätzlich hielten sich 320 am Bahnhofsgelände auf und 110 werden noch in der Nacht erwartet. Ein Sonderzug soll gegen 23 Uhr noch 300 Flüchtlinge nach Deutschland bringen.
Grenze Freilassing: Der Pensionist Karl Heinz Müller hat das System der Sektoren beim Warten eingeführt. Alle Flüchtlinge werden einem 5 Meter langem Stück der Brücke zugewiesen, das heißt Frauen und Kinder können in der Nacht oder bei Regen ihren Platz verlassen, ohne sich wieder hinten anstellen zu müssen. Müller hat zahlreiche Helfer, unter anderem einen Syrer, der seit Jahren 16 Jahren in Deutschland ist und heute extra aus Leipzig gekommen ist um hier an der Grenze zu helfen. Um 21 Uhr warteten rund 800 Flüchtlinge an der Saalachbrücke.
  • 25. September, Freitag:
Salzburg: Das Notquartier in der Bahnhofsgarage stößt am Freitag wiederum an seine Kapazitätsgrenze von 800 Menschen.
Grenze Freilassing: Auf der Saalachbrücke in Richtung Freilassing warten am Nachmittag rund 600 Menschen. Insgesamt kamen etwa 1&nbp;500 Flüchtlinge am Freitag über die Saalachbrücke nach Deutschland.
  • 24. September, Donnerstag:
Ab sofort wird die Garage ab einem Belag von 800 Menschen für weitere Flüchtlinge gesperrt.
Salzburg: Rupertitag, Schneefall in den Bergen, um + 10° C im Salzburger Becken, Bahnhofsgarage: Sperre ab 800 Flüchtlingen, Zustrom weiter stark;
Grenze Freilassing: Am Grenzübergang warteten gegen Mittag rund 450 Weiterreisende, 200 davon bei leichtem Regen und acht Grad Außentemperatur im Freien direkt auf der Brücke, der Rest hatte das zum Notquartier umfunktionierte ehemalige Zollgebäude aufgesucht, wo es warmes Essen, Getränke und hygienische Versorgung gab.
Aufgrund der anhaltend hohen Zahl an Flüchtlingen, die auf der Durchreise in Salzburg zu versorgen sind, leeren sich die Lebensmittellager der Caritas.
  • 23. September, Mittwoch:
23. September: Trotz Kälte und Regen warten die Menschen an der Grenze
Salzburg: Am Mittwoch sind rund 2 100 Menschen in der Mozartstadt angekommen, etwa 1 500 schafften an diesem Tag auch die gewünschte Einreise in das benachbarte Bayern. Vor allem am Hauptbahnhof spitzt sich die Lage zu, die Nacht auf Donnerstag haben rund 1 300 Personen hier verbracht. Ein Sonderzug mit rund 450 Personen direkt nach Deutschland bringt am Nachmittag eine Entlastung, die Tiefgarage am Salzburger Hauptbahnhof ist mit etwa 450 Menschen ausgelastet.
Grenze Freilassing: Trotz Regen und bei nur knapp 10° C waren am Vormittag 800 Flüchtlinge an der Grenze zwischen Salzburg und Freilassing. Sie wollen – so kurz vor dem Ziel – die Grenze nicht verlassen. Notunterkünfte werden wenig in Anspruch genommen.
Am Dienstag sind geschätzt wieder 3 000 Flüchtlinge in Freilassing angekommen, die Sprecher der zuständigen Bundespolizei in Rosenheim dürfen allerdings keine genauen Zahlen mehr herausgeben sondern verweisen an das Präsidium in Potsdam. Von dort werden plötzlich ganz andere, viel niedrigere Flüchtlingszahlen gemeldet. So seien im gesamten Bereich München inklusive Freilassing und Passau am Dienstag nur 3 324 Personen „unerlaubt eingereist“.
  • 22. September, Dienstag:
Am Montag sind 11 000 Flüchtlinge nach Österreich gekommen. 8 600 übernachteten laut Rotem Kreuz in betreuten Notquartieren, 800 weitere verbrachten die Nacht in Sammelstellen. Insgesamt stehen seit Dienstag 16 000 Notschlafstellen bereit. Der Bahnfernverkehr von und nach Bayern über den Hauptbahnhof Salzburg bleibt unterdessen zunächst bis 4. Oktober 2015 in beide Richtungen eingestellt.
Grenze Freilassing: Der Grenzübergang Saalbrücke zu Freilassing war auch am Dienstag wieder das Nadelöhr für Flüchtlinge. Am Abend warteten dort immer noch über tausend Personen. Wer passieren durfte, wurde in einen geschützten Bereich unter die Brücke geleitet. Dort nahm die Polizei stichprobenartig Fingerabdrücke und durchsuchte das Gepäck - vorzugsweise nach Ausweispapieren. Freiwillige versorgten im Schichtbetrieb die Menschen mit Essen, Getränken, Decken und Kleidung. Dann brachten Busse die Flüchtlinge zu den Registrierungsstellen nach Freilassing.
Deutschland: Nach Angaben von Manfred Ludwig von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim sind mit Stand Dienstag 18 Uhr rund 1 100 Menschen über die "grüne" Grenze gekommen, weitere 1 000 wurden mit zwei Sonderzügen aus Salzburg nach Deutschland gebracht. Dazu kommen jene rund 1 000 Personen, die sich am Abend noch im Bereich des Grenzübergangs aufgehalten haben.
  • 21. September, Montag:
Salzburg: 400 Flüchtlinge hatten die Nacht auf Montag in der Tiefgarage des Salzburger Hauptbahnhofs verbracht. Am frühen Nachmittag befanden sich etwa 460 Flüchtlinge in der Tiefgarage am Salzburger Hauptbahnhof, weitere etwa 100 Personen im ehemaligen Zollamtsgebäude nahe der Grenze. Mit Zügen aus Wien, Villach und Graz kamen bis Abend rund 1 000 weitere Flüchtlinge am Salzburger Hauptbahnhof an. Entlastung brachte ein Sonderzug mit rund 420 Flüchtlingen, der Salzburg gegen 21:00 Uhr in Richtung Deutschland verlassen hatte.
Grenze Freilassing: Am frühen Nachmittag warteten rund 150 Flüchtlinge vor der Saalachbrücke Rott am Grenzübergang Saalbrücke nach Freilassing. Am späten Montagnachmittag kamen Hunderte Flüchtlinge am Grenzübergang Saalbrücke Richtung Freilassing nicht mehr weiter. Deutschland hatte wieder einen Einreisestopp für Asylwerber verhängt. Seit den Abendstunden wurden wieder Flüchtlinge in Kleingruppen über die Brücke gelassen. Gegen 21 Uhr befanden sich 500 bis 600 Flüchtlinge an der Saalbrücke an der deutschen Grenze zu Freilassing. dann spitzte sich die Lage drastisch zu: bis zu 1&nbps;200 Flüchtlinge warteten stundenlang an der Saalachbrücke auf die Einreise nach Deutschland.
  • 20. September, Sonntag:
Salzburg: Schon zu Mittag wurden rund 600 Flüchtlinge in der Bahnhofsgarage versorgt. In der Tiefgarage waren heute rund 800 bis 900 Personen, teilten Stadt und Land Salzburg am Sonntag kurz nach 17 Uhr nach einer Einsatzbesprechung mit. Das Notquartier am Gelände der ehemaligen Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering bei Salzburg-Mitte steht weiterhin bereit. 350 Flüchtlinge wurden im Lauf des Tages bereits in diese Unterkunft gebracht. Diese Menschen machten sich zumeist selbstständig auf den Weg nach Deutschland.
Österreich: Trotz Stacheldrahts und scharfer Grenzkontrollen in Ungarn, Kroatien und Slowenien hatten am Samstag laut Rotem Kreuz bis zu 13 000 und am Sonntag 10&nbsp700 Flüchtlinge Österreich erreicht[9].
Deutschland: Rund 2 700 Menschen erreichten an dem Tag den Freistaat.
  • 19. September, Samstag:
Salzburg: Am Abend hielten sich wieder rund 700 Flüchtlinge am Salzburger Hauptbahnhof auf.
Sehr gut bewähren sich die Duschzelte, die von der Berufsfeuerwehr bereits Donnerstag im Bereich Südtirolerplatz aufgestellt wurden. Diese sind täglich bis 22 Uhr in Betrieb und bieten den Menschen oft erstmals seit Tagen oder gar Wochen die Möglichkeit gründlicher Hygiene. Seit Freitag sind dort auch Baby-Badewannen aufgestellt. Betreut wird die Anlage von freiwilligen Helfern.
Österreich: 6 700 kamen bis Mittag im Burgenland an. Ungarn hatte die Menschen aus Kroatien überraschend seine Grenze passieren lassen. Auch die ersten Flüchtlinge kamen an die österreichisch-slowenische Grenze. Im ungarischen Hegyeshalom ist am Samstagnachmittag ein Sonderzug mit rund 2 500 Flüchtlingen eingetroffen, von wo aus sich die Menschen zu Fuß in Richtung österreichischer Grenze und Nickelsdorf auf den Weg gemacht haben.
Kroatien: In Kroatien sind seit Mittwoch fast 21 000 Flüchtlinge angekommen, die nach einem neuen Weg Richtung Westen suchen, nachdem Ungarn am Dienstag seine Südgrenze zu Serbien für Schutzsuchende de facto dicht gemacht hat.
  • 18. September, Freitag:
Salzburg: Die Lage hat sich entspannt. Mittags hielten sich noch rund 150 Personen in der Tiefgarage unter dem Salzburger Hauptbahnhof auf, ansonsten herrschte normaler Betrieb am Hauptbahnhof.
Grenze Freilassing: Laut deutscher Grenzpolizei passierten in der Nacht auf Freitag 580 Flüchtlinge an der Saalachbrücke Rott den Grenzübergang Saalbrücke
Deutschland: Die deutsche Bundespolizei hat an der deutsch-österreichischen Grenze am Donnerstag insgesamt rund 3 700 Flüchtlinge gestoppt. Das waren rund 1000 Menschen weniger als am Mittwoch, jedoch etwas mehr als am Dienstag. Zudem wurden acht Schlepper festgenommen, teilte ein Sprecher der Bundespolizei Rosenheim in der Nacht zum Freitag mit.
Seit Freitagfrüh verkehren wieder Züge über das sogenannte Deutsche Eck (Salzburg - Rosenheim - Kufstein), jedoch haben sie keinen Halt auf deutschem Gebiet. Weiterhin verkehren jedoch keine Nahverkehrszüge zwischen Salzburg und Freilassing sowie im Fernverkehr nach Deutschland.
  • 17. September, Donnerstag:
21 Uhr: Zwei Drittel der Betten in der ehemaligen Zollstation an der Grenze Freilassing sind belegt
Es gibt genügend Platz für alle an der Grenze, um die Nacht witterungsgeschützt zu verbringen
Am Hauptbahnhof befinden sich derzeit rund 450 Flüchtlinge
Für Mütter mit Kindern wurde von der Berufsfeuerwehr ein eigenes Duschzelt beim Hain errichtet
Salzburg: Am Vormittag sind noch etwa 400 Menschen in der Tiefgarage unter dem Salzburger Hauptbahnhof untergebracht. 280 weitere Flüchtlinge erreichten per Bahn heute Vormittag den Hauptbahnhof, sie werden in das Notquartier Autobahnmeisterei in Liefering gebracht. Die Tiefgarage soll in den nächsten Stunden komplett geräumt werden, um sie zu reinigen und bis in die frühen Abendstunden wieder als Behelfsquartier bereit stehen.
Die Zelte für Asylwerber auf dem Areal der Salzburger Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim werden nun durch 70 Container ersetzt. Die Container sollen noch in dieser Woche angeliefert und in der nächsten Woche aufgestellt werden.
Österreich: Das Rote Kreuz versorgte in 13 Tagen bisher 80 000 Menschen. 80 Notunterkünfte mit bis zu 12 000 Personen täglich wurden betrieben.
6 800 verbrachten österreichweit Nacht in Notquartieren. Waren am Mittwoch noch ungefähr 15 000 Migranten im Land, waren es Donnerstagfrüh noch rund 7 700 Flüchtlinge.
Grenze Freilassing: 09:10 Uhr: 700 Flüchtlinge warteten beim Grenzübergang Saalbrücke bei der Saalachbrücke Rott stundenlang darauf, nach Freilassing zu kommen. Das Gerücht tauchte auf, dass Deutschland die Grenzen schließen könnte. Als es schließlich wegen eines Dienstwechsels der Polizei zu Verzögerungen kam, kam es zu Auseinandersetzungen.
später Vormittag: Die deutschen Einsatzkräfte sind mit der Situation überfordert. Österreichische Polizisten sind nur vereinzelt vor Ort, derzeit steht ein einziges Polizeiauto an der Grenze. Helfer der Organisationen sind nicht zu sehen, nur einige Privatpersonen helfen und dolmetschen. Die Lage ist chaotisch, viele Flüchtlinge sind nach der Nacht im Freien am Ende ihrer Kräfte.
früher Abend: Während ein Sturmtief über das Salzburger Becken fegt harren immer noch hunderte Flüchtlinge an der Grenze aus. Um Chaos zu vermeiden, sollen weitere Flüchtlinge mit Sonderzügen von der deutsch-österreichischen Grenze abgeholt und direkt in verschiedene deutsche Städte gebracht werden. Den Angaben des bayerischen Innenministeriums zufolge waren drei Züge am Abend unterwegs, um je etwa 500 Flüchtlinge vom Grenzort Freilassing nach Celle (Niedersachsen), Stuttgart (Baden-Württemberg) und Frankfurt am Main (Hessen) zu bringen. Für die Nacht sei eine weitere Fahrt von Freilassing nach Berlin sowie eine von München nach Dortmund (Nordrhein-Westfalen) geplant. Insgesamt sollten etwa 2 500 Flüchtlinge auf diese Weise weiterreisen können.
Deutschland: Laut dem deutschen Polizei-Sprecher Schulz sind alleine gestern im Einzugsgebiet der Bundespolizeiinspektion Rosenheim 4 500 Flüchtlinge illegal eingereist, davon an der Saalachbrücke Rott zwischen Salzburg und Freilassing etwa 1 500. Am Mittwoch seien drei Sonderzüge von Freilassing zu den Sammelstellen in ganz Deutschland abgefahren. In Bayern wurden am Mittwoch insgesamt rund 9 100 unerlaubt eingereiste Menschen gezählt. Fast alle kamen aus Österreich: 2 000 per Zug, der Rest wohl zu Fuß. Am Dienstag waren es insgesamt rund 6 000 Menschen.
Der reguläre Bahnverkehr zwischen Salzburg und Bayern blieb auch am Donnerstag auf unbestimmte Zeit eingestellt
  • 16. September, Mittwoch:
16. September: in der Nacht an der Grenze zu Deutschland
16. September: Inmitten der Verzweiflung spielen sich gerade berührende Szenen in der Bahnhofsgarage ab. Eine Gruppe von Freiwilligen macht Musik, ein Dutzend Flüchtlinge, darunter viele Kinder singen und tanzen voller Freude mit.
Salzburg: Erneut schliefen am Salzburger Bahnhof mehr als 1 000 Flüchtlinge in der Tiefgarage. Zudem verbrachten rund 400 Flüchtlinge die Nacht in einem bereitgestellten Zug. Am Vormittag meldet die Stadt Salzburg eben in einer Presseaussendung, dass sich sich um 10 Uhr etwa 2 000 Flüchtlinge am Bahnhof aufhalten. Die Deutsche Bahn hat den Bahnverkehr von Salzburg Richtung Bayern eingestellt. Gleichzeitig nimmt der Zustrom mit Taxis, Bussen, Schleusern etc zu. Das Notquartier in der Straniakstraße in Kasern wird seitens der Flüchtlinge nicht angenommen, sie hoffen auf Züge Richtung Deutschland und wollen im Bahnhofsbereich bleiben. Ein neuer Not-Stützpunkt in der früheren Autobahnmeisterei in Liefering soll nun den Hauptbahnhof entlasten. Dort stehen 600 Plätze zur Verfügung. Gegen 18 Uhr halten sich wieder rund 800 Flüchtlinge im Salzburger Hauptbahnhof auf.
Abends werden es dann an die 700 Flüchtlinge, die auf österreichischer Seite und auf der Brücke über die Saalach an der Grenze zu Freilassing auf ihren Weitertransport in Deutschland warten;
Muslime öffnen Salzburger Moscheen für Flüchtlinge
Österreich: Österreich hatte heute um 07:00 Uhr mit Grenzkontrollen aufgrund des Flüchtlingszustroms begonnen. Die Nacht vom 15. auf 16. September haben 13 000 Flüchtlinge in organisierten und betreuten Quartieren in Österreich verbracht.
Deutschland: In der Nacht wieder 720 Flüchtlinge im Freilassinger Notquartier. Die meisten Flüchtlinge, die den Salzburger Bahnhof verlassen, haben den Grenzübergang Freilassing als nächste Zwischenstation. Nach Angaben der Bundespolizei haben bis zum Nachmittag wohl 600 Menschen die Brücke über die Saalach überquert.
Ungarn: Nach dem Inkrafttreten verschärfter Einwanderungsregeln hat die ungarische Polizei am Mittwoch eine erste Bilanz gezogen: Demnach wurden am Dienstag 367 Flüchtlinge bei dem Versuch festgenommen, die Grenze nach Ungarn zu überwinden. Ein ungarisches Strafgericht hat zum ersten Mal einen Flüchtling verurteilt, weil er die Sperranlage an der Grenze zu Serbien überwunden hatte. Das Urteil lautete auf Landesverweis für ein Jahr mit sofortiger Wirkung. Der Iraker gab in der 80-minütigen Verhandlung am Mittwoch an, nicht gewusst zu haben, dass das Übersteigen des Zauns ein Verbrechen sei, berichtete die Internet-Zeitung „index.hu“. Die ungarische Polizei hat an der serbischen Grenze bei Röszke Tränengas gegen Flüchtlinge eingesetzt. Zuvor hätten am Mittwoch mehrere Hundert Menschen Polizisten mit Gegenständen beworfen und das Grenztor eingedrückt, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI.
International: Glückliches Ende einer traurigen Flucht: Ein syrischer Flüchtling, dem eine TV-Reporterin an der ungarischen Grenze vor laufenden Kameras ein Bein gestellt hatte, als er mit seinem kleinen Sohn auf dem Arm von der Polizei weglief, bekommt in Spanien einen Job. Man werde den Mann einstellen, teilte das Nationale Fußballtrainer-Ausbildungszentrum Cenafe am Mittwoch mit. Der Syrer werde noch am Abend in Spanien eintreffen
  • 15. September, Dienstag:
15. September: turbulente Situation am Hauptbahnhof Salzburg
Salzburg: Rund 600 Flüchtlinge übernachteten am Bahnhof Salzburg; 08:25 Uhr: der Nahverkehr zwischen Salzburg und Freilassing bleibt weiterhin unterbrochen. Die S-Bahn fahre zwischen Salzburg Hauptbahnhof und Salzburg Liefering. Die Züge des Nahverkehrs in Bayern fahren der Aussendung zufolge bis Freilassing und von dort wieder retour. Eine durchgehende Fahrt mit Nahverkehrszügen zwischen Freilassing und Salzburg sei derzeit nicht möglich. 1 700 Flüchtlinge verließen Salzburg. 16:21 Uhr: Aufbruchstimmung am Salzburger Hauptbahnhof. Emotionale Szenen spielen sich hier gerade ab. Hunderte Flüchtlinge strömen auf Bahnsteig 7, teils kommen sie über die Gleise angelaufen. Ihr Ziel: ein Zug, bereitgestellt für die Reise nach Deutschland.
„Gemma Flüchtlinge am Bahnhof schaun“. Am Salzburger Hauptbahnhof macht sich mittlerweile auch eine Art „Katastrophentourismus“ breit. Schaulustige kommen eigens zum Bahnhof, zücken ihr Handy und fotografieren die Menge oder machen gar Selfies.
Österreich: 1 500 waren in den frühen Morgenstunden seit Mitternacht in Nickelsdorf eingetroffen, rund 4 500 Flüchtlinge waren mit der ÖBB über den Salzburger Hauptbahnhof nach Deutschland weitergereist. Mehr als 6 000 Flüchtlinge haben die Nacht auf Dienstag in Wien verbracht. Am Westbahnhof befanden sich im Laufe dieses Tages mehr als 4 000 Migranten, am Hauptbahnhof waren es mehr als 1 000.
In der Nacht auf Dienstag gab es laut Innenministeriums rund 20 000 Quartiere in ganz Österreich. Alleine am Montag waren aber etwa 19 700 Flüchtlinge nach Österreich gekommen, am Dienstag bis zu Mittag 4 000, wobei eine “größere Zahl erwartbar” sei. “Wir haben eine krisenhafte Situation”, so der BMI-Sprecher.
Deutschland: Am Münchner Hauptbahnhof sind am Dienstag etwa 1 400 Flüchtlinge angekommen – deutlich weniger als in den Tagen zuvor.
Ungarn: Nachdem Ungarn am 14. September abends das letzte Schlupfloch in seinem 175 Kilometer Grenzzaun bei Röszke geschlossen hatte, traf am Dienstagmorgen nach Beobachtungen eines Reporters der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kein Flüchtling mehr an dieser Stelle ein.
Am Dienstag, 15. September, fand ein Treffen zwischen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) in Berlin statt:
Faymann zu Merkel: “Diskutieren wir jetzt oder helfen wir den Menschen? Geben wir ihnen etwas zu essen und versorgen sie medizinisch. Ich bin sehr dankbar, dass du bei dieser Entscheidung nicht zögerlich warst. Nein, es war eine Entscheidung zu sagen: Wir lassen diese Leute nicht im Stich. Wissend, dass wir wieder einen Normalbetrieb aufnehmen müssen. Es soll niemand sein Leben verlieren auf der Suche nach Schutz.
Dieses Problem kann nur gesamteuropäisch gelöst werden”, sagt Merkel.
  • 14. September, Montag: Schulbeginn im Bundesland Salzburg
Salzburg: Mehr als 1 000 Flüchtlinge haben die Nacht in der Salzburger Bahnhofsgarage verbracht. Geschäftsführerin Sabine Kornberger vom Roten Kreuz erklärt: “950 Flüchtlinge haben die der Nacht in der Garage verbracht. 62 Menschen brauchten medizinische Hilfsleistungen, 15 wurden in ein Krankenhaus gebracht.” 70 Helfer des Roten Kreuzes seien im Einsatz.
Rund 500 Personen haben wegen des stockenden Zugverkehrs nach Deutschland den Bahnhof zu Fuß oder mit anderen Transportmöglichkeiten verlassen, heißt es seitens der Polizei. Die Höchstzahl von Flüchtlingen, die sich am Montag am Salzburger Hauptbahnhof befanden, lag laut Polizei-Sprecher Michael Rausch bei 2 200, berichtet die APA.
An Salzburgs Grenzen zu Deutschland wird der Stau immer länger. Von Freilassing reicht er bis ins Stadtgebiet, die Wartezeit beträgt derzeit rund eine Stunde. Vom Walserberg auf der Tauernautobahn (A10) reicht der Stau bis Salzburg Süd und auf der Westautobahn (A1) bis zur Ausfahrt Salzburg West. Kontrolliert werden derzeit in Freilassing nicht die Reisepässe von allen Fahrern. Vor allem Kastenwägen und Taxis werden zur Seite gewunken.
Österreich: Im Laufe des Montags waren laut einem Vertreter des Einsatzstabes der Polizei im Burgenland insgesamt 19 736 Flüchtlinge aufgegriffen worden. In den Abendstunden ab 18:00 Uhr hätten bis zu 6 000 Personen von Ungarn aus die Grenze passiert, hieß es auf Anfrage am Montagabend. Rund 1 000 Flüchtlinge haben die Nacht auf Dienstag im Notquartier in einem ehemaligen Einkaufszentrum in Graz-Straßgang verbracht. In Traiskirchen haben Flüchtlinge am Montag etwa 200 Asylanträge gestellt. Das überfordere die Infrastruktur in der Erstaufnahmestelle, teilte Markus Haindl von der Landespolizeidirektion Nö mit.
Österreich führte am Montag temporäre Grenzkontrollen ein, Übersicht der Notunterkünfte in Österreich siehe hier.
Deutschland: Der Zugverkehr von Salzburg nach Deutschland ist am Montagnachmittag praktisch zum Stillstand gekommen.
Ungarn: Aus Ungarn kamen seit Sonntag 00.00 Uhr mehr als 16 600 Menschen im Burgenland an. Am frühen Nachmittag wird bekannt, dass die ungarischen Behörden offenbar rund 8 000 Flüchtlinge direkt von der Südgrenze nach Hegyeshalom nahe der österreichischen Grenze gebracht haben.
  • 13. September, Sonntag:
13. September: Deutschland schließt Grenzen für Flüchtlinge
Salzburg: knapp 1 000 Flüchtlinge sind von Sonntag auf Montag im Notquartier in der Salzburger Bahnhoftiefgarage untergebracht.
Österreich: Insgesamt sind am Sonntag bisher 7 000 Flüchtlingen, von Ungarn kommend, am Wiener Westbahnhof eingetroffen. In Nickelsdorf warteten am Sonntagabend nach Schätzungen der Polizei noch bis zu 2 500 Flüchtlinge auf die Weiterfahrt mit Bussen. Am Sonntag waren 15 000 Migranten nach Österreich eingereist.
Deutschland: Deutschland führt Grenzkontrollen ein. Kurz nach 21 Uhr begannen die deutschen Behörden mit verschärften Kontrollen an den Grenzen zu Österreich. Die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr von und nach Österreich bis Montagmorgen um 06:00 Uhr eingestellt. Rund 4500 neue Flüchtlinge sind am Sonntag bis zum späten Nachmittag am Münchner Hauptbahnhof angekommen.
  • 12. September, Samstag:
Salzburg: Knapp 1 000 Flüchtlinge verbrachten die Nacht von Freitag auf Samstag erstmals in der Salzburger Bahnhofsgarage.
Österreich: Das Österreichische Bundesheer stellt 21 Busse für Flüchtlingstransport bereit, mit denen bis zu 1 300 Personen gleichzeitig bewegt werden können.
  • 11. September, Freitag:
Österreich: In der Nacht auf Freitag sind über den Grenzübergang Nickelsdorf im Burgenland erneut 3670 Flüchtlinge eingereist. Insgesamt erreichten seit Montag, 7. September, damit bereits rund 16 000 Flüchtlinge Nickelsdorf. Am Freitag sind wieder 3 000 Flüchtlinge mit Bussen aus dem burgenländischen Nickelsdorf weggebracht worden.
  • 10. September, Donnerstag:
10. September: Bilder vom Salzburger Hauptbahnhof
Salzburg: Die Zahl der Migranten, die seit Samstag, 5. September, in der Landeshauptstadt Salzburg eintrafen, erreichte rund 40 000. Rund 650 Flüchtlinge haben die Nacht auf Donnerstag am Salzburger Hauptbahnhof verbracht, weil sie auf die ersten Züge Richtung München warten mussten.
Österreich: Nach Angaben der Polizei befanden sich bis zu 4 000 Flüchtlinge am Wiener Westbahnhof. In Nickelsdorf wurden bis zu 5 000 Flüchtlinge aus Ungarn erwartet.
Ungarn: Eine ungarische Kamerafrau hat nahe der Grenze zu Serbien Flüchtlinge getreten und damit Entsetzen ausgelöst.
  • 9. September, Mittwoch:
9. September: mit dem Zug um 22:52 sind ca 750 Personen angekommen
Salzburg: Nachdem es in den vergangenen Nächten am Salzburger Hauptbahnhof ruhig zuging, waren die Helfer in der Nacht auf Mittwoch erneut gefordert. 450 Flüchtlinge strandeten am Dienstagabend kurz vor Mitternacht in Salzburg. Sie wurden von knapp 30 Mitarbeitern des Roten Kreuzes versorgt. Auch die Caritas und zahlreiche freiwillige Helfer waren im Einsatz. Für 150 Menschen konnten Betten aufgestellt werden. Die ÖBB stellten zudem eine Zuggarnitur zum Übernachten zur Verfügung. Viele Flüchtlinge schliefen allerdings am Boden in Decken gehüllt, bis sie in den frühen Morgenstunden nach Deutschland weiterreisen konnten.
"Der Einsatz kam für uns überraschend und sehr kurzfristig. Dass so viele Flüchtlinge in Salzburg bleiben müssen, hat sich erst gegen 22:30 Uhr herauskristallisiert", sagte Einsatzleiter Robert Oberascher vom Roten Kreuz. Die Menschen wurden mit Getränken und Essen versorgt. "Sie werden aber auch schon an den vorigen Stationen, etwa in Wien, gut versorgt. Die Situation der Menschen ist also nicht mehr ganz so dramatisch wie vor einer Woche." 35 Flüchtlinge mussten medizinisch behandelt werden.
  • 8. September, Dienstag:
Salzburg: Am Dienstag hätten etwa 5 600 Personen den Salzburger Hauptbahnhof in Richtung Deutschland passiert.
3 800 Personen befinden sich in der größten Bundesbetreuungsstelle des Landes bzw. am angrenzenden Areal der Polizei-Akademie. Nur für gut 2 100 gibt es Schlafplätze. 1 500 sind in Zelten untergebracht, der Rest muss sich unter freiem Himmel durchschlagen.
Österreich: Grenzen bleiben offen: Österreich lässt Flüchtlinge passieren. 7 000 Flüchtlinge sind von Montag früh bis Dienstag früh durch Wien gereist. So gut wie alle sind laut Polizeiangaben weitergefahren.
Deutschland: Rund 20 000 Migranten vor allem aus den nahöstlichen Krisenregionen kamen am Samstag und Sonntag aus Ungarn über Österreich in die bayrische Landeshauptstadt. Am Montag trafen abermals rund 5 000 Flüchtlinge mit Sonderzügen aus Österreich in München ein.
  • 7. September, Montag:
Salzburg: Am Salzburger Hauptbahnhof, den am vergangenen Wochenende nach Schätzungen rund 20 000 Flüchtlinge Richtung München passiert haben, herrscht seit Montagvormittag wieder Regelbetrieb.
  • 6. September, Sonntag:
Salzburg: Die ÖBB haben die Zahl der am Sonntag durchgereisten Flüchtlinge mit mehr als 13 000 beziffert. Erst jüngst in Salzburg aufgenommen Asylwerber halfen am Salzburger Hauptbahnhof bei der Betreuung ihrer Leidensgenossen mit. Das Rote Kreuz hat nach eigenen Angaben in den Nachtstunden auf Montag rund 60 Flüchtlinge betreut, 35 davon benötigten auch medizinische Hilfe, eine Person wurde zur Behandlung in ein Spital gebracht. 25 Flüchtlinge verließen den Zug und schliefen für einige Stunden in einem der 175 aufgestellten Betten.
Österreich: Am Wochenende haben insgesamt 15 000 aus Ungarn kommende Flüchtlinge die Grenze nach Österreich passiert. Ein Großteil davon ist bereits nach Deutschland weitergereist. Lediglich 90 Personen davon haben nach Angaben der "Zeit im Bild" einen Asylantrag gestellt.
Rund 900 Flüchtlinge haben die Nacht auf Montag in Bahnhöfen und Zügen der ÖBB verbracht. "Etwa 100 Personen schliefen am Wiener Hauptbahnhof und 200 in Zügen am Salzburger Hauptbahnhof", sagte ÖBB-Sprecher Michael Braun. Vom Wiener Westbahnhof, wo 600 Flüchtlinge im Notquartier übernachteten, fuhr um 09:40 Uhr ein Sonderzug ab. Zwischen Wien und Budapest gab es wieder regulären Zugverkehr.
  • 5. September, Samstag:
Österreich: Am Samstag waren nach Polizeiangaben 8 500 Flüchtlinge auf den großen Wiener Bahnhöfen eingetroffen, 7 500 reisten Richtung Deutschland weiter. Am späten Sonntagvormittag befanden sich noch 800 Flüchtlinge auf dem Westbahnhof.
  • 2. September: im Internet-Medium Salzburg24 fragt jemand, wer den Müll auf Bildern im Netz wegräumen wird, ein anderer sorgt sich um "unser" Sozialsystem (nicht um Menschen), und wieder ein anderer weiß, dass die Kosten für die ‪‎Flüchtlinge‬ in Österreich die arbeitende Bevölkerung in Form von Steuern bezahlt und nicht die Flüchtlinge (sic!) und schließlich gibt es jemanden, der weiß, dass "wir uns so viele Flüchtlinge einfach nicht leisten" können; dehydrierte, unterzuckerte Menschen, Kinder mit offenen Wunden, schwangere Frauen bedrohen "unsere Ordnung"?

August

31. August: 1 600 Flüchtlinge stranden relativ überraschend in Salzburg
  • 31. August: Montagabend wurden Flüchtlinge am Wiener Westbahnhof am Applaus empfangen - ein Gedächtnisprotokoll eines freiwilligen Helfers[10]
  • 26. August: "Dieses elende Wort Wirtschaftsflüchtling - wenn ich das schon höre. Ich habe mit Ingenieuren gesprochen, Kinderärzten, früheren Galeristen, Journalisten und Studenten. Die stehen mit gebeugtem Kopf, tief beschämt, bei den Zuteilungen von Kleidung und Essen." ... Eine Frau, die viel Erfahrung mit Flüchtlingen hat, beschreibt die Situation in Salzburg und Wals - ein Interview mit der ehemaligen Landesrätin und Hilfsorganisation-Initiatorin Doraja Eberle in den Salzburger Nachrichten[11]
  • 22. August: am Westbahnhof in Wien warten Hunderte Flüchtlinge, die aus Ungarn gekommen waren, auf die Weiterfahrt nach Deutschland;
  • 12. August: der Bürgermeister der Gemeinde Wals-Siezenheim Joachim Maislinger (ÖVP) hat Angst um seine Kindergartenkinder, weil doch die Asylbeweber "nur 200 Meter vom Kindergarten entfernt" untergebracht sind.

Juli

  • 28. Juli: spiegel.de[12] berichtet, wie Flüchtlinge über den Brenner aus Italien kommen - unkontrolliert und mit Hilfe von Freiwilligen, durch Österreich reisen und in Rosenheim systematisch aus den Zügen geholt werden - ein Beitrag, der zum Nachdenken anregt - nur ein Punkt gibt mir zu bedenken: ein befragter Flüchtling will nicht sagen, woher er das Geld für die Überfahrt von Libyen nach Italien bekam;
  • 22. Juli: Hotel Moar-Gut im Salzburger Großarl zeigt, wie es auch gehen kann und organisiert ein Picknick für Flüchtlinge
  • 14. Juli: Große Resonanz fand die Informationsveranstaltung über das Thema Flüchtlingsunterbringung in Thalgau in der Turnhalle der Neuen Mittelschule. Über 400 interessierte Thalgauer waren erschienen. Offensichtlich besteht für die Lage der Flüchtlinge viel Verständnis und es gab keine ablehnende Stimmung. Derzeit sind ca. 50 Flüchtlinge in der ehemaligen Hörmann-Firmenhalle untergebracht, die Unterbringung von 150 Flüchtlingen ist vorgesehen[13]
  • 7. Juli: Bilder aus dem Lager Traiskirchen gehen durch die Medien. Rund 700 Menschen haben kein Bett, nicht einmal einen Matratze. Das ist seit Wochen bekannt. ORF Religionsmagazin Orientierung zeigt die Missstände auf.

Juni

Ende Juni - Anfang Juli beherrschte noch die Wirtschaftskrise von Griechenland die Medien.

Kostenschätzung Mitte September 2015

Datenquelle siehe[14] ORF 15. September 2015 um 20:15 Uhr "der große Österreich-Report"[15]

Die Regierung geht Mitte September 2015 davon aus, dass im nächsten Jahr (2016) 420 Millionen Euro nur für die Grundversorgung der Asylwerber nötig sein werden. Dazu kommen 75 Millionen für Integrationsmaßnahmen.

Zum Vergleich:

  • Zwischen 2009 und 2014 gab die österreichische Regierung 10 Milliarden Euro zur Rettung von Banken aus;
  • 2002 kostete das Jahrhundert-Hochwasser der österreichischen Regierung 2,2 Milliarden Euro;
  • für die Flüchtlingswelle rechnet die österreichische Regierung mit 495 Millionen Euro im Jahr 2016;

Bildlink

Weblinks

Quellen

18. September 2015
17. September 2015
14. September 2015
13. September 2015
sowie laufend Internetmeldungen der Salzburger Nachrichten und Salzburg24, die aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht einzeln angeführt werden
  1. Quelle www.salzburg24.at
  2. von den angestrebten 40 000 bisher zugesagt
  3. inkl. 4 089 in Norwegen, Island, Liechtenstein und Schweiz
  4. Quelle Wikipedia Liste der Länder Europas
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 müssen sich wegen Ausnahmeregelungen nicht beteiligen
  6. siehe http://www.salzburg.com www.salzburg.com]
  7. Quelle www.bgland24.de
  8. Quelle Facebook von InfoMediaBox am 29. Oktober 2015 und www.salzburg24.at vom 5. November 2015
  9. Quelle derstandard.at
  10. siehe Der Standard online
  11. Quelle www.salzburg.com
  12. Quelle www.spiegel.de
  13. Quelle Franz Fuchs in den Bezirksblättern online
  14. siehe http://tvthek.orf.at/program/Report/1310/Der-grosse-Oesterreich-Report/10584863/Die-Kosten-der-Fluechtlingskrise/10584913
  15. Quelle plusnews online