Armen- und Krankenfürsorge (historisch): Unterschied zwischen den Versionen
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Das [[Bürgerspital St. Blasius]] wurde von Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] [[1327]] für kranke, alte und sieche [[Bürger der Stadt Salzburg]] errichtet. Das [[Bruderhaus St. Sebastian]] an der [[Linzer Gasse]] in der Nähe der [[St.-Sebastian-Kirche]], wurde [[1496]] erbaut und war das zweite Krankenhaus der [[mittelalter]] lichen Stadt Salzburg. | Das [[Bürgerspital St. Blasius]] wurde von Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] [[1327]] für kranke, alte und sieche [[Bürger der Stadt Salzburg]] errichtet. Das [[Bruderhaus St. Sebastian]] an der [[Linzer Gasse]] in der Nähe der [[St.-Sebastian-Kirche]], wurde [[1496]] erbaut und war das zweite Krankenhaus der [[mittelalter]]lichen Stadt Salzburg. | ||
Das [[St. Johanns-Spital]], als ''Landeskrankenhaus'' bekannt, schließlich wurde von Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] mit Stifterbrief vom [[15. Oktober]] [[1699]] erbaut. | Das [[St. Johanns-Spital]], als ''Landeskrankenhaus'' bekannt, schließlich wurde von Fürsterzbischof [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] mit Stifterbrief vom [[15. Oktober]] [[1699]] erbaut. | ||
In der [[Griesgasse]] gab es im [[19. Jahrhundert]] das [[Kronhaus]]. | In der [[Griesgasse]] gab es im [[19. Jahrhundert]] das [[Kronhaus]]. | ||
Die [[Bayrhammersche Stiftung]] aus dem Jahr [[1845]] stammte von [[Mathias Bayrhammer]] (* [[1769]]; † [[1845]]), einem der größten Wohltäter in der Geschichte von Salzburg. | |||
[[1892]] gab es in der Stadt vier städtische Versorgungshäuser: Bürgerspital St. Blasius, Bruderhaus St. Sebastian, [[Erhardspital]] und [[Kronhaus]];<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18921207&query=%22Erhardspital%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 7. Dezember 1892, Seite 2</ref> | |||
[[1893]] reorganisierte die [[Stadtgemeinde Salzburg]] ihre Armenpflege nach dem Modell der deutschen Stadt Elberfeld im Wuppertal. | [[1893]] reorganisierte die [[Stadtgemeinde Salzburg]] ihre Armenpflege nach dem Modell der deutschen Stadt Elberfeld im Wuppertal. | ||
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== Land Salzburg == | == Land Salzburg == | ||
[[1350]] wird das [[Armenbadspital in Wildbadgastein]] erstmals erwähnt, ab der zweiten Hälfte des [[15. Jahrhundert]]s ist ein regulärer Badebetrieb nachweisbar - damals erlebte auch der [[Goldbergbau|Gold]]- und [[Silberbergbau]] im [[Gasteinertal]] seinen Aufschwung. | [[1350]] wird das [[Armenbadspital in Wildbadgastein]] erstmals erwähnt, ab der zweiten Hälfte des [[15. Jahrhundert]]s ist ein regulärer Badebetrieb nachweisbar - damals erlebte auch der [[Goldbergbau|Gold]]- und [[Silberbergbau]] im [[Gasteinertal]] seinen Aufschwung. | ||
== Weblink == | |||
* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1866&page=280&size=45&qid=ZL5YIMZG3DK4J7CAE8H7X1XTI8RHWE ANNO], [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], [[1866]]: eine Liste von Wohltätigkeitsstiftungen, Anstalten und Vereine in Stadt und Land Salzburg | |||
* [[Johann Ernest Tettinek]] ([https://books.google.at/books?id=aIQqAQAAIAAJ&pg=RA1-PA88&dq=johann+ernst+tettinek&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjRvNvN4PbdAhXIfywKHRnSDBg4ChDoAQg3MAQ#v=onepage&q=johann%20ernst%20tettinek&f=false books.google.at/Die Armen-Versorgungs-und Heilanstanlten im Herzogthume Salzburg], 1850), über alle um 1850 bestandenen Stiftungen, Armen-Versorgungs-und Heilanstalten im [[Herzogtum Salzburg]] | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
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* [[Franz Martin|Martin, Franz]]: ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], Salzburg, 1952 (2. Auflage) | * [[Franz Martin|Martin, Franz]]: ''[[Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst#Die Ausgaben im Überblick|Salzburg, Geschichte und Kunst dieser Stadt]]'', [[Verlag "Das Bergland-Buch"]], Salzburg, 1952 (2. Auflage) | ||
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 09:56 Uhr
In früheren Jahrhunderten war die Armen- und Krankenfürsorge nicht gesetzlich geregelt wie heute, sondern die Menschen waren auf Spenden, Stiftungen und Unterstützungen der Salzburger Erzbischöfe, des Adels und Bürgertums angewiesen.
Stadt Salzburg
Unter Erzbischof Konrad I. von Abenberg wurden nach 1122 Maßnahmen für die Armen- und Krankenfürsorge ergriffen. Anstelle eines älteren Spitals nahe dem Dom im Kaiviertel entstanden vor 1193 das Armenspital des Domkapitels (Domkapitelspital St. Johann in Stubenberg) und das Laurentiusspital des Benediktinerstifts St. Peter nahe dem heutigen Chiemseehof.
Das Bürgerspital St. Blasius wurde von Erzbischof Friedrich III. von Leibnitz 1327 für kranke, alte und sieche Bürger der Stadt Salzburg errichtet. Das Bruderhaus St. Sebastian an der Linzer Gasse in der Nähe der St.-Sebastian-Kirche, wurde 1496 erbaut und war das zweite Krankenhaus der mittelalterlichen Stadt Salzburg.
Das St. Johanns-Spital, als Landeskrankenhaus bekannt, schließlich wurde von Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein mit Stifterbrief vom 15. Oktober 1699 erbaut.
In der Griesgasse gab es im 19. Jahrhundert das Kronhaus.
Die Bayrhammersche Stiftung aus dem Jahr 1845 stammte von Mathias Bayrhammer (* 1769; † 1845), einem der größten Wohltäter in der Geschichte von Salzburg.
1892 gab es in der Stadt vier städtische Versorgungshäuser: Bürgerspital St. Blasius, Bruderhaus St. Sebastian, Erhardspital und Kronhaus;[1]
1893 reorganisierte die Stadtgemeinde Salzburg ihre Armenpflege nach dem Modell der deutschen Stadt Elberfeld im Wuppertal.
Land Salzburg
1350 wird das Armenbadspital in Wildbadgastein erstmals erwähnt, ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist ein regulärer Badebetrieb nachweisbar - damals erlebte auch der Gold- und Silberbergbau im Gasteinertal seinen Aufschwung.
Weblink
- ANNO, Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 1866: eine Liste von Wohltätigkeitsstiftungen, Anstalten und Vereine in Stadt und Land Salzburg
- Johann Ernest Tettinek (books.google.at/Die Armen-Versorgungs-und Heilanstanlten im Herzogthume Salzburg, 1850), über alle um 1850 bestandenen Stiftungen, Armen-Versorgungs-und Heilanstalten im Herzogtum Salzburg
Quellen
- Brettenthaler, Josef: Salzburgs Synchronik, Verlag Alfred Winter, 2002, ISBN 3-85380-055-6
- Dopsch, Heinz und Hoffmann, Robert: Salzburg, die Geschichte einer Stadt, Verlag Anton Pustet, 2. aktualisierte Auflage 2008, ISBN 978-3-7025-0598-1
- Martin, Franz: Salzburg, Geschichte und Kunst dieser Stadt, Verlag "Das Bergland-Buch", Salzburg, 1952 (2. Auflage)
- SALZBURGWIKI
Einzelnachweis
- ↑ Quelle ANNO, Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 7. Dezember 1892, Seite 2