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| | [[Bild:Agnes Primocic.jpg|thumb|Agnes Primocic]]'''Agnes Primocic''' (* [[30. Jänner]] [[1905]] in [[Hallein]], † [[14. April]] [[2007]] ebendort) war Widerstandskämpferin, jahrelang [[KPÖ]]-Gemeinderätin in Hallein und ist [[Ehrenbürger der Stadt Hallein|Ehrenbürgerin der Stadt Hallein]]. | | [[Bild:Agnes Primocic.jpg|thumb|Agnes Primocic]]'''Agnes Primocic''' (* [[30. Jänner]] [[1905]] in [[Hallein]], † [[14. April]] [[2007]] ebendort) war Widerstandskämpferin, jahrelang [[KPÖ]]-Gemeinderätin in Hallein und ist [[Ehrenbürger der Stadt Hallein|Ehrenbürgerin der Stadt Hallein]]. |
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| − | Die ehemalige Ehrenobfrau des KZ-Verbandes von Salzburg erfuhr von den offiziellen Stellen erst nach mehr als fünfzig Jahren die ihr zustehende Anerkennung für ihren Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus. | + | Die ehemalige Ehrenobfrau des KZ-Verbandes von Salzburg erfuhr von den offiziellen Stellen erst nach mehr als fünfzig Jahren die ihr zustehende Anerkennung für ihren Widerstand in der Zeit des [[Nationalsozialismus]]. |
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| | == Kindheit, Arbeitserfahrung und erstes politisches Engagement == | | == Kindheit, Arbeitserfahrung und erstes politisches Engagement == |
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| | Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich ([[1938]]) wurde sie wegen ihres politischen Engagements von der Gestapo mehrfach verhört und bis [[1945]] weitere drei Mal inhaftiert. Als ihr Ehemann und der älteste Sohn zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] eingezogen wurden, musste sie ihrem Mann versprechen, "politisch still zuhalten". Primocic blieb jedoch weiterhin aktiv, unterstützte Widerstandsgruppen und sammelte Geld für die Familien politisch Verfolgter. Obwohl sie für ihre beiden weiteren Kinder zu sorgen hatte, half sie dem oberösterreichischen Widerstandskämpfer Josef Plieseis und weiteren Gefangenen bei ihrer Flucht aus dem KZ. Ihren Widerstand gegen die [[NSDAP|Nationalsozialisten]] begründete sie Jahre später damit, dass sie ihr Leben lang kein ruhiges Gewissen mehr haben hätte können, wenn sie einfach weggeschaut hätte, als Menschen in Not um ihre Hilfe baten. ''"Man muss anfangen, wenn Unrecht geschieht, denn nach dem Unrecht kommt die Gewalt".'' | | Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Österreich ([[1938]]) wurde sie wegen ihres politischen Engagements von der Gestapo mehrfach verhört und bis [[1945]] weitere drei Mal inhaftiert. Als ihr Ehemann und der älteste Sohn zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] eingezogen wurden, musste sie ihrem Mann versprechen, "politisch still zuhalten". Primocic blieb jedoch weiterhin aktiv, unterstützte Widerstandsgruppen und sammelte Geld für die Familien politisch Verfolgter. Obwohl sie für ihre beiden weiteren Kinder zu sorgen hatte, half sie dem oberösterreichischen Widerstandskämpfer Josef Plieseis und weiteren Gefangenen bei ihrer Flucht aus dem KZ. Ihren Widerstand gegen die [[NSDAP|Nationalsozialisten]] begründete sie Jahre später damit, dass sie ihr Leben lang kein ruhiges Gewissen mehr haben hätte können, wenn sie einfach weggeschaut hätte, als Menschen in Not um ihre Hilfe baten. ''"Man muss anfangen, wenn Unrecht geschieht, denn nach dem Unrecht kommt die Gewalt".'' |
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| − | Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs riskierte sie ihr eigenes Leben, als sie mit ihrer Freundin Mali Ziegenleder den Kommandanten eines Außenlagers des [[Konzentrationslager Dachau|KZ Dachau]] in der Nähe von Hallein mit dem bevorstehenden Einmarsch der amerikanischen Truppen unter Druck setzte, und rettete mit ihrem Mut mehr als 17 bereits zum Tode verurteilte Gefangene, darunter den späteren Halleiner Polizeichef [[Georg Staffenberger|Georg "Schani" Staffenberger]], vor der angeordneten Erschießung. | + | Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs riskierte sie ihr eigenes Leben, als sie mit ihrer Freundin Mali Ziegenleder den Kommandanten eines [[Außenlager Hallein des KZ Dachau|Außenlagers]] des [[Konzentrationslager Dachau|KZ Dachau]] in der Nähe von Hallein mit dem bevorstehenden Einmarsch der amerikanischen Truppen unter Druck setzte, und rettete mit ihrem Mut mehr als 17 bereits zum Tode verurteilte Gefangene, darunter den späteren Halleiner Polizeichef [[Georg Staffenberger|Georg "Schani" Staffenberger]], vor der angeordneten Erschießung. |
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| | == Ihr Wirken nach dem Krieg == | | == Ihr Wirken nach dem Krieg == |
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