Ludwig Ehrenberger

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Ludwig (Lutz) Ehrenberger (* 14. März 1878 in Graz, Stmk.; † 30. November 1950 in Saalfelden) war ein österreichischer Plakatkünstler, Maler sowie Werbe- und Illustrationszeichner.

Salzburgbezug

Leben

Der Gutsbesitzerssohn, der sich in Wien, Bozen (Südtirol) und München zum Maler ausgebildet hatte), reiste mit seiner Großmutter mehrmals durch den Pinzgau, da sie in Hochfilzen Kuren machte. Er war von der Gegend so begeistert, dass er 1904 in Saalfelden nach eigenen Entwürfen ein Atelier errichtete. 1906/07 wurde nach seinen Entwürfen eine Jugendstilvilla in Saalfelden-Ramseiden erbaut (von ihm das Guten-Morgen-Haus genannt). Das luxuriöse Anwesen umfasste neben der eigentlichen Villa ein Atelierhaus sowie einen – für die damalige Zeit ungewöhnlichen – Swimmingpool. Auch die Innenausstattung hatte Ehrenberger selbst individuell gestaltet. Mit seiner zweiten Frau, der Künstlerin Lydia Horn (* 1886, † 1962), bewohnte er das Saalfeldener Anwesen zumeist in den Sommermonaten. Seit dem Zweiten Weltkrieg lebte er fast ausschließlich hier, mit seiner Frau, deren Schwester Elvira und seiner jungen Sekretärin. Nach dem Tod des Ehepaares wäre das Anwesen beinahe abgerissen worden, wurde aber dann von einem einheimischen Ehepaar erworben und als Wohnsitz genutzt.

Werk

Nach 1938 entwarf Ehrenberger, von 1938 bis 1945 als NSDAP-Mitglied eingetragen, monumentale Propagandagemälde für den Nationalsozialismus, wie z. B. 1941 ein Triptychon für die Salzburger Stadtbücherei im Schloss Mirabell, das ihm damals 6 000 Reichsmark einbrachte, in der Gegenwart jedoch mit harscher Kritik bedacht wurde (Nikolaus Schaffer, 2025: "abstoßende kämpferische Parteigesinnung"). Dargestellt sind ein "heroischer Bauer mit Gebirgslandschaft", eine "heroische Bäuerin mit Gebirgslandschaft" und ein "Jungmann mit Kriegsvision".

Seit 1940 nahm Ehrenberger an Ausstellungen des Salzburger Künstlerhauses teil ("Bildnis aus der Kampfzeit", "Bildnis einer Mutter"). Nach dem Krieg malte er amerikanische Soldatengesichter und fertigte bemalte Holzpuppen an.

Da seine Frau aus Triest stammte, kam ein größerer Teil seines Nachlasses nach Italien. Der Rest seines Nachlasses wird im Schloss Ritzen im Heimatmuseum Saalfelden aufbewahrt.

Literatur

Weblinks

Quelle

Einzelnachweise