Hoher Stock (Festung Hohensalzburg)

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Datei:Hoher Stock Festung Hohensalzburg 02.jpg
Hoher Stock (Nordseite), Ansicht: Nord nach Süd
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Datei:Hoher Stock Festung Hohensalzburg 01.jpg
Hoher Stock (Westseite), Ansicht: West nach Ost
Datei:Hoher Stock Festung Hohensalzburg 07.jpg
Hoher Stock (Südseite), Ansicht: Süd nach Nord
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Der Hohe Stock ist ein zentraler Gebäudekomplex in der Festung Hohensalzburg am Festungsberg in der Altstadt der Stadt Salzburg.

Beschreibung

Der Hohe Stock befindet sich an der Nordseite der Festung (vergleiche Foto, von der Altstadt sichtbar) und umfasst 'vier' Geschosse oder Stockwerke:

  • EG: 'Feuergang', ein Rundbogengewölbe mit drei Geschützöffnungen; Stiegenaufgang zum Hohen Stock; Kasematten im Erdgeschoss (heute: Marionetten-Museum)
  • 1.OG: Wehrmauer mit überdecktem Wehrgang (sechs Schießscharten, ein Fenster), sowie einem Dienstbotenaufgang zum 3. Stock; Wohnräume und Leonhardskapelle im 1. Stock (heute: Burgmuseum Festung Hohensalzburg), Stiegenaufgang
  • 2. OG: Wohnräume und Küche im 2. Stock (heute: Rainer-Regiments-Museum)
  • 3. OG: Wohnräume im 3. Stock: Fürstenzimmer, bestehend aus Fürstensaal oder Goldener Saal (fünf Fenster, auf Erkern, sowie der Goldenen Stube, bestehend aus zwei Räumen.

Geschichte

Im Kern dieses vierstöckigen Gebäudekomplexes befinden sich die Reste des mittelalterlichen, mehrgeschossige Wohnturms. Dieser Wohnturm war nach allen Seiten freistehend. Diese erste Wohnanlage der damaligen Burg wurde etwa im 11. Jahrhundert errichtet. Um 1250 bestand Hohensalzburg aus einem romanischen, gemauerten Palas, dem Wohnturm, einer Kapelle und einem Nebengebäude und einer Ringmauer.

Fürsterzbischof Bernhard von Rohr (1466 - 1482) erhöhte die Ringmauer; markiert durch die Jahreszahl 1479 am Hohen Stock an dessen Nord- bzw. Altstadtseite.

Die nachfolgenden Zu- und Umbauten haben den ursprünglichen Wohnturm zum Verschwinden gebracht.

Beim Umbau 1480 wurden die wohl ursprünglich vorhandenen hölzernen Zwischenwände und -decken durch das Einfügen der heute sichtbaren Gewölbe beseitigt und die Raumhöhe erhöht.

Fürsterzbischof Leonhard von Keutschach ließ um die Jahrhundertwende 14. - 15. Jahrhundert darin zuletzt die Fürstenzimmer errichten. In der Goldenen Stube findet sich mehrfach die Jahreszahl 1501, im Fürstensaal findet sich am Trambalken die Jahreszahl 1502. Im Burgmuseum im 2. Stock findet sich sein Wappen mit der Jahreszahl 1500.

Die Zisterne wurde 1502 errichtet.

Das romanischen Quadermauerwerk besteht aus dem sehr harten Dolomitgestein des Festungsberges.

Bildergalerie

  • Hoher Stock, Außen
  • Hoher Stock, Innen
  • Gedenktafeln und Wappen

Quellen