Sportverein Austria Salzburg
| |
| Voller Name | Sportverein Austria Salzburg |
| Gegründet | 7. Oktober 2005 |
| Vereinsfarben | Violett-Weiß |
| Stadion | ASKÖ-Sportanlage West |
| Plätze | 500 Sitzplätze, 1100 Stehplätze |
| Präsident/Obmann | Alexander Hütter |
| Trainer | Dietmar Emich |
| Adresse | Eichetstraße 31, A-5020 Salzburg |
| Spielklasse | Regionalliga West |
| Vereinsregister | 686177412 |
| Dachverband | ASKÖ |




Vereinsgeschichte
Der Sportverein Austria Salzburg wurde im Anschluss an die Übernahme des SV Austria Salzburg durch Red Bull von der Initiative Violett-Weiß am 7. Oktober 2005 unter obiger Bezeichnung ins Vereinsregister eingetragen und sieht sich als moralischer und ideologischer Nachfolger des 1933 gegründeten Sportvereines. Juristischer und somit Rechtsnachfolger ist jedoch der FC Red Bull Salzburg. Das sportliche Management übernahmen beim Neustart Gustav Kofler und Gerhard Stöger, die den Verein sportlich von Null weg aubauten. Der Verein gewann 2006/07 die 2. Klasse Nord A und sicherte sich den Aufstieg in die 1. Klasse Nord für die Saison 2007/08. Auch in der 1. Klasse gelang der Durchmarsch in die 2. Landesliga Nord. Am 16. Mai 2009 konnte auch hier der sofortige Aufstieg in die nächsthöhere Klasse sichergestellt werden, in der Saison 2009/10 kickte die Austria bereits in der 1. Landesliga.
Undiszipliniertheiten eines kleinen Teils der Anhängerschaft waren im Herbst 2009 Anlass zur Gründung der Fan-Initiative "Wir sind die Austria". Nach weiteren Problemen traten zwei Vorstandsmitglieder, darunter der bisherige Obmann Gernot Blaikner zurück. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde am 3. Juni 2010 Walter Windischbauer zum neuen Obmann gewählt. Zwei Tage später sicherte sich der Verein den vierten Meistertitel in Folge und damit den in Salzburg einmaligen Durchmarsch von der 2. Klasse Nord in die Regionalliga West.
Im Zuge des rasanten Aufstiegs und des großen Zuschauerinteresses begann sich der Verein 2010 nach Szenarien für ein alternatives Stadion umzusehen. Stadtrat Johann Padutsch brachte im April einen Stadionneubau in Liefering aufs Tableau, die Austria gründete im Mai den Fonds Eine Heimat für die Austria.
Das Auswärtsspiel des SV Austria Salzburg gegen den FC Liefering am 1. Mai 2013 in der Red Bull Arena avancierte mit 9 620 Zuschauern zum bis dahin best besuchten Regionalliga West Spiel aller Zeiten.
Der Meistertitel der Regionalliga West 2013/14 bescherte dem Club Relegationsspiele gegen den Meister der Regionalliga Ost. Der erhoffte Aufstieg in die Erste Liga scheiterte aber. Gegen den Floridsdorfer AC scheiterte Austria Salzburg mit 2:2 und 0:3. In der zweiten Runde des ÖFB-Cups scheiterte die Austria mit 0:5 gegen Sturm Graz. Nach dem Spiel kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der beiden Klubs.
Ende 2014 beschloss die Stadt Salzburg den Verein mit einer Million Euro Steuergeldern beim Ausbau der my-phone Arena zu unterstützen. Das Stadion erhält eine fernsehtaugliche Flutlichtanlage und eine neue Sitzplatztribüne, um den Anforderungen der ersten Liga gerecht werden zu können.
In der Regionalliga-Saison 2014/15 gelang durch einen 1:0 Auswärtssieg beim FC Kitzbühl , dem 300. Pflichtspiel seit der Gründung, die Fixierung des Meistertitels und den Aufstieg in die Erste Liga, da der Meister der Regionalliga West in dieser Saison keine Relegationsspiele bestreiten musste.
In der Saison 2015/16 spielt die Austria in der SKY Go Ersten Liga und somit erstmals seit ihrer Gründung im Profifußball. Ende November 2015 gab der Verein bekannt, dass er ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingeleitet habe. Daraufhin trat Trainer Jørn Andersen aufgrund mangelnder sportlicher Perspektive zurück. Sein Nachfolger wurde Gerald Baumgartner. Am 1. März 2016 stimmte die große Mehrheit der Gläubiger dem Sanierungsplan zu. Dadurch kann der mit 1,4 Millionen Euro verschuldete Verein die Saison 2015/16 zu Ende spielen, musste jedoch zwangsweise in die Regionalliga absteigen. Auch sportlich wäre die Austria in dieser Saison abgestiegen, da sie nur den 9. Platz erreichte.
In der Planungsphase der Regionalliga wurde vom Verein verlautbart, dass zuerst die wirtschaftliche, danach erst die sportliche Seite berücksichtigt wird. Daraufhin trat Trainer Gerald Baumgartner zurück und Dietmar Emich übernahm das Training. Anfang Juli 2016 bestand der Kader für die Reginalliga erst aus fünf Spielern.
Trainer
In der Saison 2007/08 kam es im Frühjahr 2008 zum ersten Trainerwechsel, Gustav "Gustl" Kofler legte sein Traineramt zurück, Gerhard Stöger übernahm als Interimstrainer und führte die Mannschaft in die 2. Landesliga Nord. Im Sommer 2008 wurde Miroslav Bojceski als neuer Trainer präsentiert, der jedoch nach der Herbstsaison als Cheftrainer zum SV Grödig auf eigenen Wunsch wechselte. Im Jänner 2009 wurde Dietmar Emich durch Sportdirektor Gerhard Stöger zum Nachfolger auf der Trainerposition bestellt, der in seiner ersten Trainerstation gleich den Aufstieg in die 1. Landesliga erreichen konnte. Dietmar Emich gelang auch in der Saison 2009/10 der Meistertitel, damit verbunden auch der Aufstieg in die Regionalliga West, wo in der ersten Saison bereits ein sehr guter 5. Platz belegt werden konnte. In der zweiten Regionalliga-Saison (2011/12) legte Dietmar Emich sein Traineramt, nach dem Heimspiel gegen die SC Altach Amateure (0:4), zurück. Für die restlichen Spiele der Herbstsaion 2011 übernahm Sportdirektor Gerhard Stöger als Interimstrainer das Traineramt und verpflichtete Thomas Hofer (USK Anif) für das Frühjahr 2012. Thomas Hofer konnte in der folgenden Saison (2012/13) den Vizemeistertitel der Regionalliga West hinter dem FC Liefering erreichen, womit er auch sein Trainerengagement beim Verein beendete. Ihm folgte für die Saison 2013/14 Miroslav Polak, der bei seiner Trainer-Rückkehr in Violett gleich den Meistertitel erreichen konnte. Der Aufstieg gelang ihm jedoch nicht, da man in der Relegation für die "Erste Liga" gegen den "FAC" (Floridsdorfer Athletic-Club)scheiterte, zusätzlich konnte man sich auf eine weitere Zusammenarbeit nicht einigen. Nach Miroslav Polak verpflichtete Sportdirektor Gerhard Stöger den Steirer Klaus Schmidt, der nach dem Herbstmeistertitel 2014 vom FC Wacker Innsbruck abgeworben wurde, in der Winterpause dorthin auch wechselte. Am 2. Jänner 2015 konnte der Club mit dem ehemaligen 1. ausländischen Torschützenkönig der deutschen Bundesliga, Jørn Andersen, einen prominenten Namen als neuen Cheftrainer präsentieren. Unter dem gebürtigen Norweger blieb die Austria im Frühjahr 2015 ungeschlagen und fixierte mit einem 1:0 in der vorletzten Runde gegen den FC Kitzbühel den Aufstieg in die Erste Liga. Die Lizenz bekam Austria Salzburg erst in der zweiten Instanz erteilt, da die Erfordernisse an das Stadion bzw. das Ausweichstadion anfangs noch nicht ausgereicht hatten. Nach einer sehr schwierigen (finanziell und sportlich) Herbstsaison 2015, folgte Gerald Baumgartner dem Duo Jørn Andersen/Gerhard Stöger, der deren Tätigkeiten in einer "Personalunion" übernahm. Nach dem Abstieg übernahm Didi Emich ab Sommer 2006 das Traineramt.
Aufstieg in den Profifußball
Für die Premierensaison in der Erste Liga konnte sich der Verein mit bundesligaerfahrenen Spielern verstärken. Der klingendste Name unter den Neuverpflichtungen war Ex-Red-Bull-Salzburg-Spieler Somen Tchoyi, aber auch der Deutschland-Legionär Leonhard Kaufmann oder Haris Bukva kamen von arrivierten Vereinen. Die Geschäftsstelle des Clubs übersiedelte ins Zentrum Herrnau, wo auch ein Fanshop eröffnet wurde. Obmann Walter Windischbauer erklärte im August 2015 aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt.
Stadiontechnisch begann man die Saison im Ausweichstadion in Schwanenstadt, da die eigene Heimstätte in Maxglan noch nicht den Anforderungen entsprach und sich noch in Umbau befand. Ende August untersagte die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck als zuständige Behörde die als Risikospiel eingestufte Partie gegen Wacker Innsbruck, obwohl dieselbe Behörde noch im Frühjahr im Rahmen der Lizenzierung ihr Okay für eben solche Spiele gegeben hatte. Die Salzburger hätten nur für das Spiel innerhalb kürzester Zeit einen Gästesektor für 1 000 Zuschauer und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen errichten müssen. Als Kompromisslösung fand das Spiel in Schwanenstadt dann vor leeren Rängen statt. Am 15. September verlor die Austria ihre Heimpremiere im ausgebauten Stadion in Maxglan gegen den Kapfenberger SV. Nachdem das Ausweichstadion in Schwanenstadt nicht mehr zur Verfügung stand begann ein wochenlanges Tauziehen um ein neues Ausweichstadion für die weiteren Risikospiele gegen LASK und Wacker Innsbruck. Da man nicht fündig wurde musste das Spiel gegen den LASK verschoben werden, bevor sich schließlich Erste-Liga Konkurrent FAC bereit erklärte, sein Stadion in Wien-Floridsdorf zur Verfügung zu stellen.
Insolvenz und Wiederabstieg
Nach einer sportlich durchwachsenen Herbstsaison, die Austria befand sich inzwischen auf einem Abstiegsplatz, stellte sich heraus, dass der Verein auch riesige finanzielle Probleme (1,4 Mio.) bekommen hat, welche sich zum einen aus unkalkulierten Kosten beim Stadionausbau in Maxglan ergaben, welcher von der Stadt mit knapp einer Million Euro subventioniert wurde. Zum anderen schlugen sich die Umbauten und Stadionmieten an den Ausweichquartieren zu Buche. Kurz vor Ende der Herbstsaison wurde der Verein wegen Nichterfüllung eines A-Kriteriums (ständige Verfügbarkeit einer zugelassenen Spielstätte) von der Bundesliga mit einer Strafe von 40.000 Euro und dem Abzug von sechs Punkten belegt. Am 30. November stellte die Austria am Landesgericht Salzburg den Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung (Ausgleich), was gleichbedeutend mit dem Fixabstieg aus dem Profifußball mit Saisonende war. Trainer Jørn Andersen löste daraufhin mangels weiterer sportlicher Perspektiven seinen Vertrag einvernehmlich auf, ebenso Co-Trainer Alexander Schriebl und auch Sportdirektor Gerhard Stöger, der den Verein wieder sportlich von der letzten Leistungsstufe in den Profifußball geführt hatte. Am 18. Dezember stellte der Verein Gerald Baumgartner als neuen Sportchef und Trainer vor. Nach zwei Verhandlungsrunden im Insolvenzverfahren mit den Gläubigern stimmten diese am 1. März 2016 dem vorgelegtem Sanierungskonzept zu. Der Konkurs konnte abgewendet werden und der Spielbetrieb konnte fortgesetzt werden.
Zu Beginn der Saison 2016/17 startete man wieder in der Regionalliga West. Der Kader wurde zu Gunsten des Sparkurses radikal umgebaut, lediglich 5 Spieler blieben aus dem teuren Bundesligakader erhalten. Trainer Gerald Baumgartner wurde durch Didi Emich ersetzt.
Erfolge
- 2006/07 Meister 2. Klasse Nord A
- 2007/08 Meister 1. Klasse Nord
- 2007/08 SFV-Landescup Halbfinale
- 2008/09 Meister 2. Landesliga Nord
- 2009/10 Meister 1. Landesliga
- 2011/12 Salzburger Fußballcup-Gewinner
- 2011/12 Salzburger Hallenmeisterschaft-Gewinner (gemeinsam mit SV Wals-Grünau)
- 2012/13 Salzburger Fußballcup-Gewinner
- 2013/14 Meister Regionalliga West
- 2013/14 Salzburger Fußballcup-Gewinner
- 2014/15 Meister Regionalliga West
Aktueller Kader
| Nr. | Name | Nation | Geburtsdatum | Letzter Verein |
|---|---|---|---|---|
| Tor | ||||
| 1 | Stefan Ebner | AUT | 15.09.1986 | USK Anif |
| 22 | Stefan Nöhmer | AUT | 01.10.1998 | SV Gmunden]] |
| 33 | Fabian Bauer | AUT | 05.10. | Austria Salzburg 1b |
| Abwehr | ||||
| 2 | Sylvester Heuberger | AUT | 19.04.1994 | Austria Salzburg 1b |
| 8 | Benjamin Toth | HUN | 24.01.1995 | Honved Budapest II |
| 12 | Péter Fabián | HUN | 16.07.1995 | SV Wals-Grünau |
| 15 | Udo Oberauer | AUT | 08.11.1997 | USK Anif |
| 28 | Támás Fabián | HUN | 16.07.1995 | SV Wals-Grünau |
| 24 | Goran Roksandić | CRO | FC Hammerau | |
| Mittelfeld | ||||
| 4 | Raphael Reifeltshammer | AUT | 30.01.1987 | TSV Neumarkt |
| 5 | Daniel Mair | AUT | 08.03.1991 | SV Wallern |
| 6 | Dominik Borozni | AUT | SV St. Pantaleon | |
| 11 | Kubilay Öztürk | TUR | 12.04.1997 | Austria Salzburg 1b |
| 17 | Hans-Peter Schnitzer | AUT | 26.03.1998 | SV Grödig |
| 20 | Leon Marojevic | CRO | 07.02.1999 | Austria Salzburg 1b |
| 21 | Nicholas Mayer | AUT | 13.09.1989 | BNZ Salzburg |
| 19 | Ernst Öbster | AUT | 17.03.1984 | LASK |
| 25 | Safet Ikanovic | AUT | 29.09.1993 | ATSV Schneegattern |
| Angriff | ||||
| 13 | Alexander Schwaighofer | AUT | 28.12.1998 | Austria Salzburg 1b |
| 18 | Damir Borozni | CRO | 02.09.1982 | ATSV Schneegattern |
| 23 | Danis Rekic | AUT | 10.10.1992 | 1. Oberndorfer SK |
| 27 | Christoph Hütter | AUT | 25.02.1995 | SAK 1914 |
Vereinsstruktur
Vorstand
| Name | Funktion |
|---|---|
| vakant | Vorstandsvorsitzender |
| Alexander Hütter | stv. Vorsitzender, Geschäftsführender Vorstand |
| Bernhard Dohmen | Kassier |
| Jürgen Bell | stv. Kassier |
| Dr. Peter Hörschinger | Schriftführer |
| Christian Steiner | Vorstandsbeirat |
| Christian Schiefauer | Vorstandsbeirat |
| Fred Kenbacher | Vorstandsbeirat |
Sektion
| Name | Funktion |
|---|---|
| Florian Trummer | Sportlicher Leiter |
| Dietmar Emich | Trainer |
| Peter Unterweger | Co-Trainer |
| Herbert Rettensteiner | Torwarttrainer |
| Peter Unterweger | U21/1b-Trainer |
| David Steger | Physiotherapeut |
Spielstätten
- Sportzentrum Frohnburgweg (Frühjahr 2006)
- UFC-Platz Nonntal (Saison 2006/07)
- ASKÖ-Sportanlage West (ab Sommer 2007)
Trainer
- Frühjahr 2006: Milan Pavlovic (Spielertrainer)
- Sommer 2006 - Februar 2008: Gustav "Gustl" Kofler
- Februar - Juni 2008: Gerhard Stöger
- Herbst 2008: Miroslav Bojceski
- Frühjahr 2009 - September 2011: Dietmar Emich
- September 2011 - November 2011: Gerhard Stöger
- Dezember 2011 - Juni 2013: Thomas Hofer
- Juni 2013 - Juni 2014: Miroslav Polak
- Juni 2014 - November 2014: Klaus Schmidt
- Jänner 2015 - November 2015 : Jørn Andersen
- Dezember 2015 - Juni 2016 : Gerald Baumgartner
- ab Juni 2016:Dietmar Emich
Bilder
Sportverein Austria Salzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Weblinks
Quellen
- Homepage des Vereins
- "Salzburger Nachrichten", unter anderem die Ausgabe vom 17. Februar 2016
