Berchtesgadener Ache - Königsseeache
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| Datei:Königsseeache in Marktschellenberg Panoramaaufnahme 01.jpg | |
| Basisdaten | |
| Länge: | 17,6 km |
| Quelle: | Königssee |
| Quellhöhe: | ca. 603 m ü. A. |
| Mündung: | beim Kraftwerk Urstein in die Salzach |
| Mündungshöhe: | ca. 434 m ü. A. |
| Höhenunterschied: | 169 m |
Die Königsseeache ist ein Fließgewässer im Norden des Landes Salzburg. Im Berchtesgadener Land wird sie auch Berchtesgadener Ache genannt.
Begriffsgeschichte
Die Ache wurde urprünglich als "Niedere Albe" bezeichnet, die in Niederalm mündet, analog zu Oberalm, durch die die "Oberen Albe" fließt. Der Name "Alm" bzw. historisch "Albe" dürfte eine Herleitung vom vordeutschen Begriff "Albina" (vgl. das lateinische „albus“ = weiß), bzw. dem illyrischen "Albhanta" sein und stellt eine Anspielung auf das Weiß des kalkhaltigen Wassers, bzw. des weißen Bachbettes dar.[1]
Verlauf
Die Königsseeache entspringt als Königsseer Ache im Königssee in Schönau am Königssee. Zusammen mit der Ramsauer Ache, Bischofswiesener Ache und Königsseer Ache heißt sie ab dem Zusammenfluss am Bahnhof in Berchtesgaden die Berchtesgadener Ache. Ab der Staatsgrenze bei Hangendenstein-Pass wird sie dann Königsseeache genannt und mündet nach 17,6 Kilometern im Bundesland Salzburg in die Salzach. Vielfach wurde und wird diese Ache aber auch im Berchtesgadner Land Königsseeache genannt. Der unterschiedliche Sprachgebrauch ist jedenfalls historisch nicht alt, und ist in der Aussprache zwischen Oberlauf und Unterlauf wenig erkennbar. Der gleiche Benennung eines Baches vom Oberlauf bis zur Mündung ist eine sinnhafte und weitum übliche sprachliche Regelung.
Im Land Salzburg bildet sie heute die natürliche Grenze zwischen dem Flachgau und dem Tennengau westlich der Salzach und mündet beim Kraftwerk Urstein in diese. Dort ist die Flussmitte die Grenze zwischen den Gemeinden Anif (Ortschaft Niederalm) und Hallein.[2]
Almbach-Regulierung
Das natürliche verlaufende Flussbett der Ache mit Schotterbänken und Auwald wurde 1870 durch eine Almbach-Regulierung unterhalb von St. Leonhard bis zur Niederalm-Brücke verändert und die Flussufer beidseits mit Flussbausteinen und Buhnen befestigt.[3]
Flussbau-Maßnahmen
Die ältesten Flussbau-Maßnahmen an der Berchtesgadener Ache dienten vielfach zur Verbesserung der Holztrift für das Salzbergwerk Berchtesgaden und der ehemalige Saline in Marktschellenberg. Nach Einstellung der Holztrift um 1950 wechselte die Zielsetzung der wasserbaulichen Maßnahmen zum Objektschutz.
Beim Hangendenstein-Pass, kurz nach der deutsch-österreichischen Grenze, wird der Almkanal von der Königsseeache abgeleitet.[4] Die Königseeache hieß früher auch Albe bzw auch Alm, wovon sich der Name "AlmkanaL", d. h. "Kanal der Alm", ableitet.
Aus dem Flussbett der Königsseeache im Bereich Niederalm-Rif wurden 2008 rund 30 000 m³ Sand und Kies ausgebaggert, im Winter 2009/2010 waren es nochmals 10 000 m². Diese Aktionen dienen auch dem Schutz vor Hochwasser. Angesichts der stetigen Eintiefung der regulieren Salzach ist die Ausbaggerung eines Salzachzubringers aus Gründen des Hochwaserschutzes aber nicht direkt nachvollziehbar.
Brücken in Österreich
- Rifersteg
- Niederalm Brücke
- Gartenauer Brücke
- Leubestraßenbrücke
- Fußgängersteg nördlich des Kraftwerks der Wasserwerksgenossenschaft Almhauptkanal[5]
- Fußgängersteg bei Turmlehen in Grödig
Nicht mehr bestehende Übergänge
- Fußgängersteg in Niederalm
Nasse Wand
| Lage der Nasse Wand (Königsseeache) auf Googlemaps |
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Die Nasse Wand ist eine markante Felsformation am Wanderweg[6] von Berchtesgaden an der Berchtesgadener Ache entlang nach Schönau am Königssee.
Namensgebend für diese Steilstufe am Bach ist das natürliche Phänomen, dass zwischen den zum Bach geneigten Felsschichten stetig Wasser aus dem Felsen austritt, welches im Sommer in kleinen Rinnsalen die Wand herunterläuft und im Winter bei Frost zu mächtigen Eiszapfen gefriert. Die natürliche Schönheit dieses Ortes am Königssee unterhalb des Watzmann-Massives inspirierte verschiedene Künstler, wie den Wiener Friedrich Gauermann, einen angesehenen Maler des österreichischen Biedermeier in der Mitte des 19. Jahrhunderts oder Jahrzehnte später Max Nordt.
Bildergalerie
- Berchtesgadener Land
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Berchtesgadener Ache bei Schönau am Königssee
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Berchtesgadener Ache, dahinter das Berchtesgadener Salzbergwerk, südliche Ansicht
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Berchtesgadener Ache und Watzmann bei Berchtesgaden
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Berchtesgadener Ache bei Marktschellenberg
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Berchtesgadener Ache in Marktschellenberg
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Wehranlage in Marktschellenberg, Panoramabild
- An der Grenze Flachgau - Tennengau
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Königsseeache bei Hallein-Rif, Ansicht: West nach Ost
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Junge Stockenten auf der Königsseeache in Anif-Niederalm
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Königsseeache bei Anif-Niederalm, Panoramaaufnahme
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Mündung der Königsseeache in die Salzach bei der Urstein-Autobahnbrücke
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Verlauf der Königsseeache von Gartenau bis zur Einmündung in die Salzach bei der Autobahnbrücke nahe Urstein
Quellen
- Flüsse und Seen
- Salzburger Woche, Ausgabe Flachgauer Nachrichten, 25. November 2010
- www.bergfex.de
- www.openstreetmap.org
Einzelnachweise
- ↑ Quelle 1: Oberalm (Gewässer)#Begriffsgeschichte mit dortiger Quelle bufus.sbg.ac.at pdf, Seite 6; Quelle 2: Hofrat DI Hans Wiesenegger, Referatsleiter des Hydrographischen Dienstes des Landes Salzburg; Quelle 3: Chronik von Anif, Heinz Dopsch, Seite 60 und 61
- ↑ Siehe www.openstreetmap.org
- ↑ Salzburger Zeitung, 25. Januar 1870, Seite 5
- ↑ Siehe SAGIS
- ↑ www.openstreetmap.org
- ↑ Königsseer Fußweg